Was haltet ihr von der V-Partei?

Erstellt 13.05.2017, von Berlinerin. Kategorie: Allgemein vegan. 61 Antworten.

16.05.2017
Hallo, ich bin Mitglied im Landesverband NRW. Falls ihr Fragen habt, könnt ihr mich gern ansprechen. In etwas über einem Jahr haben wir die Partei gegründet, überall Landesverbände aufgestellt und in NRW unsere erste Landtagswahl durchlaufen. Wir sind zwar noch "Frischlinge", haben aber durchaus erfahrene Politiker in unseren Reihen. Gemeinsam ist allen Mitgliedern die hohe Motivation, Menschen zu erreichen, ihnen andere Wege aufzuzeigen um Tierleid zu vermeiden. Sofort alle Tierschlachtung zu verbieten wäre utopisch, wäre aber das langfristige Ziel (bis dahin schlachten nur noch Wenige, da es als rückständig gelten wird, so meine persönliche Hoffnung
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16.05.2017
Hallo Regina,
mein Name ist Holger, bin 49 Jahre alt und laut meinem Mitgliedsausweis bin ich unter den ersten 200 Mitgliedern der V-Partei³ :D
Seit fast 2 Jahren sind meine Frau und ich bei ARIWA-Koblenz tätig und haben dort schon bei diversen Veranstaltungen und Infoständen viel Aufklärungsarbeit geleistet. Das es jetzt neben der Tierrechtsschutzorganisation ARIWA nun auch eine politische Kraft in Form der V-Partei³ gibt, war es für uns keine Frage auch hier ehrenamtlich mitzuarbeiten.
Gruß
Holger
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16.05.2017
Zitat Regina73:Unsere Themen reichen von Tierrechte, über Umweltschutz, dem Bedingungslosen Grundeinkommen zu dem Stop von Waffenexporten.

:thumbup: Danke für den Überblick Regina :)

Da bin ich wirklich froh den Unterstützungsantrag unterzeichnet zu haben ;)
Für mich persönlich hatte sich die Partei Mensch Umwelt Tierschutz viel zu lange um ein bedingungsloses Grundeinkommen herumgedrückt. Respekt also, dass ihr das Thema schon so früh aufgegriffen habt.
Neben der Etablierung von Tierrechten halte ich das Abschaffen der modernen Sklaverei im Kapitalismus (àla "Putz' Klos oder stirb" ) für eines der größten Probleme unseres heutigen Asozialstaates..

Mir fehlt jedoch leider noch die Abgrenzung zur Partei "Mensch Umwelt Tierschutz", welche mir bisher kein Mitglied der v³ Partei aufführen konnte.
Bis dahin sehe ich die v³ Partei eher als Konkurrenz denn als sinnvolle Bereicherung des Parteispektrums, da man hier sonst schnell selbst Opfer des Prinzips "Divide et impera" wird [*1] :evil:
Die Aufspaltung in mehrere "kleine" Tierschtuzparteien ist im deutschen demokratischen System nämlich wenig sinnvoll :-/

Grüße,
Falk

[*1] Nein, ich vermute hier keine Verchwörung der Fleischlobby, welche die vegane Community in mehrere Parteien spalten möchte.
Wenn mir aber eine Partei nicht ausreichend begründen kann, weshalb sich ihre (Gründungs-)Mitglieder nicht in bereits vorhandenen Parteien (z.B. zuvor genannte Tierschutzpartei) einfügen und stattdessen mit fast identischem Parteiprogramm unter anderem Namen eine eigene Partei gründen, steht für mich ein großes :question: im Raum, welches die wildesten Spekulationen zur Debatte stellt (Profitgier, Spaltung der Wählerschaft, Profilierungswunsch, o.ä.)

7x bearbeitet

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16.05.2017
Hallo Falk, hi Community,

wenn man die V-Partei³ und die Partei Mensch Umwelt Tierschutz vergleichen möchte findet man recht schnell große Unterschiede.


Die MUT gibt es seit über 20 Jahren, sie hat in den letzten 5-10 Jahren relativ konstante Stimmen- und Mitgliederzahlen. Eine Wahrnehmung in der Tagespolitik erfolgt nahezu nicht. Das Programm spricht von Tierschutz, will aber vegan nicht als den einfachsten Weg dorthin anerkennen.

Die V-Partei³ gibt es seit 30. April 2016, sie hat gerade sehr erfolgreich an ihrer ersten Landtagswahl in NRW teilgenommen und aus dem Stand 10.000 Stimmen gewonnen. Die Mitgliederzahl liegt bei derzeit 1200 und steigt rasant. Als neue hellgrüne Partei ärgert sie bereits jetzt die etablierten Parteien und vor allem die sog. Grünen. In knapp über einem Jahr wurden in allen 16 Bundesländern Landesverbände gegründet und Listen für die Bundestagswahl aufgestellt. Bayern und Baden Württemberg haben die je 2000 erforderlichen Unterschriften beisammen, Ziel sind 16 Landesverbände auf dem Stimmzettel. Das Wahlprogramm ist breit gesellschaftspolitisch aufgestellt und dennoch konsequent vegan. Die Ziele sind bewusst etwas utopisch formuliert, einfache Ziele erreichen kann ja jeder. Mitglied werden und sich einbringen kann jeder, alle Infos findet man auf [Link entfernt von Kilian] und auf den Facebook Seiten der jeweiligen Landesverbände.

Vereinzelt werden bereits jetzt Stimmen laut, die eine zukünftige Zusammenarbeit der MUT und V-Partei³ wünschen. An der NRW Wahl konnte die MUT nicht teilnehmen, von ihr abgesplittert stand die TIERSCHUTZliste zur Wahl die dank Namen aber nahezu ohne Programm relativ viele Stimmen auf sich vereinen konnte.

Hoffe mein Beitrag hat ein paar Fragen beantworten können, freu mich aber natürlich noch auf mehr...

Vreundliche Grüße Markus

Moderations-Hinweis: Link entfernt, User gesperrt wegen Verstoß gegen das Link-Verbot.
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16.05.2017
Hallo Nefasu,
mir persönlich ist die MUT nicht konsequent genug. Ich selbst finde, dass es keine artgerechte Tierhaltung gibt, wenn am Ende der Tot steht. Ich habe das Buch 'Artgerecht ist nur die Freiheit' gelesen und mich mit dem Begriff Speziesismus auseinander gesetzt und finde es einfach nicht glaubwürdig als Tierschutzpartei von artgerechter Tierhaltung zu sprechen. Dass das Ziel bio-vegane Landwirtschaft nicht von heute auf morgen zu erreichen ist, ist mir auch klar, aber es ist dann doch das Ziel, für das ich mich einsetzen möchte.
Die Tierschutzpartei fordert zum Beispiel das Ende vom Schlachten im Akkord. Wir fordern langfristig einen kompletten Ausstieg aus der Massentierhaltung und den Umstieg auf Bio Vegane Landwirtschaft.
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16.05.2017
Na, eine öffentliche Wahrnehmung registriere ich leider noch nicht :lol: Wäre da nicht ein Stand auf der Veggi und Frei von gestanden würde ich sie heute noch nicht kennen^^
Gegen den neuen Skandal-Aufsteiger AFD kann man ja auch kaum noch Medienkapazität rausquetschen... Und die Grünen hasst man allgemein so gerne, die will doch keiner hergeben^^


Mir kommt es aber so vor, als wäre diese Fokussierung auf Vegan/Vegetarische Ernährung auch der Total-Stopper, der die Partei dann aufhalten wird, wenn alle Vegis und Flexis drauf aufmerksam geworden sind. Ich meine nichts ärgert die Leute so sehr, wie wenn man ihnen ihr Grillfleisch "verbieten" möchte, das heißt die Begeisterung dürfte sich in harten Grenzen halten :/ Ich wünsch der VPartei trotzdem viel Erfolg, auch wenns wahrscheinlich nicht sein wird.
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16.05.2017
Hallo,
ich freue mich, dass dieser Beitrag offenbar bei den Parteien für Anklang sorgt. Bitte beachtet aber, dass das Forum dem persönlichen Austausch und nicht der Werbung dient.
Markus84 habe ich wegen Verstoß gegen das Link-Verbot gesperrt. Dieses gilt grundsätzlich immer für neue Nutzer, egal ob "gute" oder "schlechte" links. Und das wird auch so kommuniziert.

Edit: Markus wurde auf Anfrage wieder freigeschaltet.

Viele Grüße
Kilian
1x bearbeitet

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16.05.2017
Pummelchen, dass es nicht leicht wird, ist klar. Interessanterweise, haben wir viele Unterschriften in Bremen von Fleischessern bekommen, die diese Massentierhaltung nicht mehr wollen und die einfach auch eine eindeutige Kennzeichnung der Produkte wollen. Auch war bei allen mit denen wir gesprochen haben, der Tenor, dass sie diese Tierquälerei am Liebsten eher heute als morgen ein Ende setzen würden. Ich denke das Ziel ist nicht mit Verboten zu kommen, sondern Alternativen aufzuzeigen. Bei vielen mit denen ich persönlich spreche herrscht immer noch die Annahme es sei besonders schwer auf Tierprodukte zu verzichten. Die meisten sind dann aber erstaunt, wie einfach es ist einen veganen Kuchen zu backen und wie lecker doch veganes Essen sein kann. Es könnte einfach ein Ziel sein den Umstieg zu erleichtern, in dem zum Beispiel vegane Produkte auch einfach billiger gemacht würden, als tierische Produkte, in dem das Angebot ausgebaut wird. Ich finde es ok, wenn vegane Bratwurst verkauft wird, die ähnlich wie ein tierisches Produkt schmeckt, wenn dafür kein Tier sterben muss und die Klimabilanz besser ist.
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16.05.2017
Ich finds überraschend, wie positive Erfahrungen ihr da doch macht - mir kommt es in meinem Umfeld und was ich so in den Medien mitbekomme eher so vor, dass Fleisch das unantastbarste Thema ist, das es in Deutschland gibt. Und der Mensch, mit dem ich da von der VPartei geredet hab, meinte, man sollte ja schon Vegan oder zumindest Vegetarisch werden - das letzte Mal als die Grünen das auch nur für einen Tag angedacht haben, gabs ja einen Eklat und seitdem wird immer wieder der Veggie-Day gegen sie verwendet.
Hier im Süden und bei den Leuten, die ich so täglich mitbekomme, ist Vegan das rote Tuch - das sind die komischen Extremen, die allen ihr Fleisch wegnehmen wollen. Von daher bin ich auch eher pessimistisch eingestellt - aber wäre erfreut, wenn ihr mir das Gegenteil beweist :D

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16.05.2017
Hihihi, vielleicht liegt das am Bundesland. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Stimmung auf dem Land da eine ganz andere ist. Aber witzigerweise, hat meine Mutter auch unterschrieben (76) und sie backt mittlerweile immer veganen Butterkuchen für uns. Ich selbst bin auch auf dem Land groß geworden und weiß ziemlich, wie die Uhren dort ticken. Deswegen stelle ich mir das für die Niedersachen auch viel schwieriger vor, genug Unterstützer_innen zu finden.
Ich selbst war ja auch nicht immer vegan und habe die Informationen erfolgreich jahrelang verdrängt. Ich denke, dass wir noch einen sehr langen Weg vor uns haben, aber wenn wir ihn nicht jetzt anfangen zu gehen, wann dann?
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