Vegan & Omni Freunde

Erstellt 23.08.2021, von ItsaMeLisa. Kategorie: Allgemein vegan. 56 Antworten.

26.06.2022
Ja, mich zipft das auch. Es sind die Fleischis, die meist anfangen. Meine Schwester zb hat mir "untersagt", ihr gegenüber ihren Fleischverzehr schlecht zu machen. Deswegen rede ich mit bestimmten Leuten nicht mehr darüber. Wenn ich so arrogant sein darf: ich fühle mich Fleischis überlegen. weil ich keine Schuldgefühle mit meiner Nahrung mit aufnehme.
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26.06.2022
War gestern zu einer Hochzeit eingeladen. Ich fand klasse, dass der Caterer die „vegetarischen“ gefüllten Paprika vegan gestaltet hat. Die waren megalecker, das hab ich ihm heute morgen gesagt. Er meinte es gäbe mittlerweile so viele Veganer, dass er bei einer vegetarischen Bestellung automatisch eine vegane draus mache. Omnis kennen den Unterschied oft nicht und den Vegetariern ist das allemal recht.
Aber es tat mir in der Seele weh, dass sooo viel Fleisch und Fischprodukte aufgetischt wurden, von denen dann auch noch immens viel weggeschmissen wurde. Doppelt sinnlos also.
Die meisten haben nicht bemerkt dass ich inzwischen vegan esse- und ich war froh, dass dies gestern kein Thema war. Neben vielen toleranten Menschen waren auch echte Hard-Core-Fleischesser darunter, die sich sofort in ihrer Freiheit eingeschränkt fühlen wenn jemand Vegetarier oder -ganz gruselig- Veganer ist.
Dabei können sie doch essen was angeboten wird :wallbang:
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29.06.2022
Zitat Franz23:Ja, mich zipft das auch. Es sind die Fleischis, die meist anfangen. Meine Schwester zb hat mir "untersagt", ihr gegenüber ihren Fleischverzehr schlecht zu machen. Deswegen rede ich mit bestimmten Leuten nicht mehr darüber. Wenn ich so arrogant sein darf: ich fühle mich Fleischis überlegen. weil ich keine Schuldgefühle mit meiner Nahrung mit aufnehme.



Das ist ganz gefährlich in Diskussionen mit Omnis, die sich auskennen. Die erzählen Dir dann, dass für jede Tonne Getreide unzählige Nager und Insekten bei der Feldbestellung und der Lagerung bewußt getötet werden. Ich habe so Diskussionen schon erlebt, in denen dann Veganer als Trottel dargestellt wurden, die nur das Offensichtiche sehen und nicht weiter denken.

Und der Ausweg mit "Unvermeidbarkeit" wird einem dann mit juristischen rechtsphilosophischen Überlegungen , was "Unvermeidbarkeit" denn hier sei bzw. nicht sei, verbaut.
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29.06.2022
Und an wen oder was wird der Grossteil des Getreides verwendet? An die Massentierhaltungsfütterung. Wenn das nicht wäre käme man mit etwa einem Drittel(?) des Getreides aus. Unfälle mit Nagern sind zwar schlimm, oft unvermeidlich, aber nicht vergleichbar mit einem Leben voller Pein in lebenlangen engen Eingesperrtsein. Durch Pflanzennahrungsweise reduzieren sich Tötungen von Kleintieren beim ernten, da einfach nicht so grosse Flächen abgeerntet werden müssen. Das u.a. wollen aber viele Fleischis gar nicht checken.

Sie ergreifen jeden Strohalm zum rechtfertigen, weil sie, die meisten, im Inneren eh Schuldgefühle wegen ihren Fleischessens haben.

Denke, wenn man die Ruhe behält, kann man fast alles, was Fleischfans als "Rechtfertigung"haben, entkräften. Ok, dass Fleisch eine hochwertige Proteinquelle ist, wahrscheinlich nicht, aber das ist auch kein Problem, bei halbwegs abwechlungsteicher pflanzenbasierten Ernährungsweise. Und das Totschlagargument B12, ok, das müssen wir vielleicht supplementieren, aber in vielen Sachen ist B12 ohnehin angereichert. Und vielleicht sollte man ihnen auch noch sagen, dass ihre Ausscheidungen mehr stinken als bei Veganern, und ebenfalls ihre Ausdünstungen, Schweissgeruch. Das ist auch erwiesen.
3x bearbeitet

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29.06.2022
Mittlerweile erhalten auch viele Kühe B12, da sie nicht mehr aus den Ställen kommen! Also warum sollte man dann über den Umweg von Kühen B12 zu sich nehmen, wenn man es auch direkt nehmen kann.
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29.06.2022
Zitat Franz23:Und an wen oder was wird der Grossteil des Getreides verwendet? An die Massentierhaltungsfütterung. Wenn das nicht wäre käme man mit etwa einem Drittel(?) des Getreides aus. Unfälle mit Nagern sind zwar schlimm, oft unvermeidlich, aber nicht vergleichbar mit einem Leben voller Pein in lebenlangen engen Eingesperrtsein. Durch Pflanzennahrungsweise reduzieren sich Tötungen von Kleintieren beim ernten, da einfach nicht so grosse Flächen abgeerntet werden müssen. Das u.a. wollen aber viele Fleischis gar nicht checken.

Sie ergreifen jeden Strohalm zum rechtfertigen, weil sie, die meisten, im Inneren eh Schuldgefühle wegen ihren Fleischessens haben.

Denke, wenn man die Ruhe behält, kann man fast alles, was Fleischfans als "Rechtfertigung"haben, entkräften. Ok, dass Fleisch eine hochwertige Proteinquelle ist, wahrscheinlich nicht, aber das ist auch kein Problem, bei halbwegs abwechlungsteicher pflanzenbasierten Ernährungsweise. Und das Totschlagargument B12, ok, das müssen wir vielleicht supplementieren, aber in vielen Sachen ist B12 ohnehin angereichert. Und vielleicht sollte man ihnen auch noch sagen, dass ihre Ausscheidungen mehr stinken als bei Veganern, und ebenfalls ihre Ausdünstungen, Schweissgeruch. Das ist auch erwiesen.


das Argument mit der Verfütterung von Getreide verstehe ich nicht.


Dadurch dass zum Teil Getreide an Tiere verfüttert wird, ändert sich noch nichts daran, dass für pflanzliche Produkte auch (Wirbel-)Tiere sterbem , z. B. durch gezielte Vernichtung, um die Silos vor Nagern zu schützen.

Es geht also nur darum, dass weniger oder andere Tiere vernichtet werden für die menschliche Lebensmittelproduktion? Ich dachte, es ginge um das einzelne Tier.

Also ist ein Lebensmittel "vegan", wenn nur Schädlinge bei der Herstellung vernichtet wurden? Kann man das so sagen? Oder ist ein Lebensmittel dann vegan, wenn nur eine bestimmte Höchstzahl von Tieren für das Lebensmittel vernichtet wurde? Über wieviel und welche Tiere reden wir denn dann?

Oder ist ein Lebensmittel vegan, wenn man nicht genau weiß, wieviel und welche Tiere im Rahmen der Herstellung vernichtet wurden?
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29.06.2022
Zitat Phryne:Das ist ganz gefährlich in Diskussionen mit Omnis, die sich auskennen. Die erzählen Dir dann, dass für jede Tonne Getreide unzählige Nager und Insekten bei der Feldbestellung und der Lagerung bewußt getötet werden. Ich habe so Diskussionen schon erlebt, in denen dann Veganer als Trottel dargestellt wurden, die nur das Offensichtiche sehen und nicht weiter denken.

Ohne jetzt genaue Zahlen recherchieren zu wollen, stelle ich einfach mal die Behauptung auf, dass für Getreideernte und -Lagerung keine ca. 762 Millionen Tiere (jährlicher geschätzter Wert für allein Deutschland) getötet werden, wie es in der Tierindustrie der Fall ist.
Und selbst bei dieser Art der Diskussion ist für mich trotzdem nicht der Veganer der "Trottel", sondern der Omni, der trotz umfangreichem Hintergrundwissen sich absichtlich für eine Ernährungsweise entscheidet, bei welcher das Töten von Tieren im Vordergrund steht und nicht nur als Nebenerscheinung passiert.
______
Zusatz:
Zitat Phryne:Also ist ein Lebensmittel "vegan", wenn nur Schädlinge bei der Herstellung vernichtet wurden? Kann man das so sagen? Oder ist ein Lebensmittel dann vegan, wenn nur eine bestimmte Höchstzahl von Tieren für das Lebensmittel vernichtet wurde? Über wieviel und welche Tiere reden wir denn dann?

Wenn du 100% vegan leben willst, musst du wohl alles selbst anbauen und auf jegliche "Schädlings-"Bekämpfung verzichten. Ansonsten ist es vollkommen ok nach dem Pareto-Prinzip zu leben, da selbst die Definition der Vegan Society von Veganismus lautet:
"Veganismus ist eine Philosophie und Lebensweise, die – so weit wie möglich und praktisch durchführbar – alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten an Tieren für Essen, Kleidung oder andere Zwecke zu vermeiden sucht und darüber hinaus die Entwicklung tierfreier Alternativen zum Vorteil von Tieren, Menschen und Umwelt fördert."

______
Das alles weicht aber extrem vom Thema ab und ihr könnt dazu gerne in einem anderen Thread eine Grundsatzdiskussion führen, da es hier um Situationen mit befreundeten Omnivoren gehen soll und nicht um Herstellungskriterien und Rechtsphilosophie.
3x bearbeitet

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29.06.2022
Zitat ItsaMeLisa:
Zitat Phryne:Das ist ganz gefährlich in Diskussionen mit Omnis, die sich auskennen. Die erzählen Dir dann, dass für jede Tonne Getreide unzählige Nager und Insekten bei der Feldbestellung und der Lagerung bewußt getötet werden. Ich habe so Diskussionen schon erlebt, in denen dann Veganer als Trottel dargestellt wurden, die nur das Offensichtiche sehen und nicht weiter denken.

Ohne jetzt genaue Zahlen recherchieren zu wollen, stelle ich einfach mal die Behauptung auf, dass für Getreideernte und -Lagerung keine ca. 762 Millionen Tiere (jährlicher geschätzter Wert für allein Deutschland) getötet werden, wie es in der Tierindustrie der Fall ist.
Und selbst bei dieser Art der Diskussion ist für mich trotzdem nicht der Veganer der "Trottel", sondern der Omni, der trotz umfangreichem Hintergrundwissen sich absichtlich für eine Ernährungsweise entscheidet, bei welcher das Töten von Tieren im Vordergrund steht und nicht nur als Nebenerscheinung passiert.
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Zusatz:
Zitat Phryne:Also ist ein Lebensmittel "vegan", wenn nur Schädlinge bei der Herstellung vernichtet wurden? Kann man das so sagen? Oder ist ein Lebensmittel dann vegan, wenn nur eine bestimmte Höchstzahl von Tieren für das Lebensmittel vernichtet wurde? Über wieviel und welche Tiere reden wir denn dann?

Wenn du 100% vegan leben willst, musst du wohl alles selbst anbauen und auf jegliche "Schädlings-"Bekämpfung verzichten. Ansonsten ist es vollkommen ok nach dem Pareto-Prinzip zu leben, da selbst die Definition der Vegan Society von Veganismus lautet:
"Veganismus ist eine Philosophie und Lebensweise, die – so weit wie möglich und praktisch durchführbar – alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten an Tieren für Essen, Kleidung oder andere Zwecke zu vermeiden sucht und darüber hinaus die Entwicklung tierfreier Alternativen zum Vorteil von Tieren, Menschen und Umwelt fördert."

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Das alles weicht aber extrem vom Thema ab und ihr könnt dazu gerne in einem anderen Thread eine Grundsatzdiskussion führen, da es hier um Situationen mit befreundeten Omnivoren gehen soll und nicht um Herstellungskriterien und Rechtsphilosophie.


wobei letzteres ja auch von Omnis als Kritikpunkt gebracht werden kann, so eine Art Whataboutismus eben um abzulenken von ihrer Ernährungsweise.
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08.07.2022
Gestern nach der Chorprobe wurde anlässlich eines runden Geburtstags mal wieder ein Umtrunk mit Häppchen serviert. Neben dem üblichen Sekt und Wein (z.t vegan, je nach Winzer) gab es selbst gemachte Häppchen. Eine Sorte war fleischlos, extra für unser jüngstes Mitglied, das „ja kein Fleisch will“ - aber eigentlich Veganer ist. Das Gebäck war mit Käse… Aus mir nicht bekannten Gründen hatte er auch etwas selbst gemachtes dabei - natürlich vegan. Er hat das allen angeboten, viele haben probiert und den meisten hat es geschmeckt.
Danach kam eine wie hier schon häufig geschilderte Diskussion auf. Neben den erwähnten „Argumenten“ hat einer geschildert, wie stressig es für ihn sei, zu Familientreffen zu kochen. Da gibts wohl Veganer, Vegetarier, Glutenunverträgliche und Fleischis. Die Schilderung reizte sehr zum Lachen, aber danach war es nicht mehr so lustig. Wie auch immer - ein neues „Argument“ hat mich fast vom Stuhl gehauen: „Veganer fressen den ganzen Tag, weil sie nicht genug Nährstoffe zu sich nehmen. Das Grünzeugs füllt den Magen, hält aber nicht lange vor. Dann haben die gleich wieder Hunger“ (O-Ton) . Ich wusste nicht, dass Veganer fressen, was ich auch ziemlich unwirsch angemerkt habe. Bei den Vielessern handelt es sich übrigens um Jugendliche, die per se viel Energie benötigen, egal ob Veggie oder Omni
Mir ist nichts Passendes als Antwort eingefallen, auch nicht nach längerem Nachdenken. Habt Ihr eine Idee?
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08.07.2022
Woooooow…. Harter Tobak 🙈

Ich glaube, mir wäre stumpf rausgerutscht: ich fresse nicht den ganzen Tag. Mir ist nach 3 Tafeln Schokolade dann erstmal schlecht“ 🤣

Ich hatte so n Bullshit erst Sonntag wieder… da wurden meine vermeintlichen Tofo-Bratwürste mahlig gemacht 🙄 mein Konter: „Ist Erbsenprotein. Schmeckt besser 😉“
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