Freunde

Erstellt 23.11.2016, von LILIE-72-. Kategorie: Allgemein vegan. 17 Antworten.

Freunde
23.11.2016
Hallo, ihr Lieben. Mich würde mal interessieren, wie eure Freunde auf eure vegane Lebensumstellung reagiert haben. Man hört ja immer wieder, dass dadurch auch schon Freundschaften in die Brüche gingen. Das will ich auf jeden Fall vermeiden. Ich hab 2 beste Freundinnen. Wir kennen uns schon seit wir klein sind. Aber ihre Ansichten oder Bemerkungen sind schon seltsam. Die eine meinte mal, dass man Fleisch doch brauch für eine gesunde Ernährung. Mit der anderen ging ich vor kurzem ins Kino. Sie fragte mich, ob ich immernoch vegan lebe. Sie würde das nie aushalten. So als ob das für mich eine Qual wäre. Dabei müsste sie mich doch eigentlich besser kennen. Andererseits wär das für mich jetzt kein Grund die Freundschaft zu beenden. Aber es macht mich traurig, dass die beiden so wenig Verständnis dafür haben, LG Lilie
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23.11.2016
Hallo Lilie,

Freundschaften kommen und gehen im Laufe der Zeit.

Wenn die gemeinsamen Schnittpunkte in (irgendeiner Beziehung) immer weniger werden, kann das keine Beziehung lange aushalten.

Entweder man findet wieder zueinander oder eben nicht - beides ist jedoch durchaus positiv zu sehen!

Man sollte für sich entscheiden, ob omnivore Freunde okay sind oder nicht und sich diese Entscheidung bewusst machen.

Wenn dann die andere Seite ein Problem mit der eigenen (Lebens-)Einstellung hat, sollte man überdenken, ob man solche, destruktiven, Beziehungen überhaupt aufrechterhalten möchte..

Kurz: Viele Freundschaften sind bei mir zerbrochen, aber ich trauer keiner davon hinterher ;)

Grüße,
Falk
3x bearbeitet

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23.11.2016
Hallo Lilie,
gib ihnen Zeit. Du hast dich für Veganismus entschieden und dich entsprechend damit auseinandergesetzt – aus eigenen Stücken (nehme ich mal an ;-) ) Deine Freunde haben es nicht getan und kennen vermutlich in erster Linie die allgemein gängige Meinung über Veganismus, bzw. haben sich überhaupt nicht damit beschäftigt.
Unsere Freunde haben es eher schweigend zur Kenntnis genommen. Wir waren ja schon über 20 Jahre Vegetarier (die einzigen) und jetzt eben halt Veganer. Die emotionalsten Reaktionen waren: „Jeder wie er will, ich könnte das nicht“ und „ihr habt schon recht und seid halt konsequenter – aber auch so kompliziert“. Ansonsten haben sie nicht viel gesagt. Da uns mit unseren Freunden in allererster Linie die Tiere verbinden kamen auch keine Abwehrreaktionen.
Ich glaube, dass sie eher positiv dem Veganismus gegenüber eingestellt sind – auch durch die leckeren Sachen die es regelmäßig bei uns gibt. Wie zum Beispiel Torten und auch viele herzhafte Gerichte, die nichts vermissen lassen 
Aber wie gesagt das braucht halt seine Zeit.
LG Eni

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23.11.2016
Hallo Lilie,
wichtig ist (finde ich) das du nicht missionierst, wenn dir was an den Freundschaften liegt.
Also nicht "fies" werden, wenn deine Freundin immer noch Schuhe, Gürtel, Schminke etc nicht vegan kaufen.
Lieber mit guten Beispiel vorangehen und (wenn es sich ergibt) mal vegane Sachen probieren lassen.
Natürlich wird es für dich schwieriger werden, z.B. wenn man sich trifft und essen geht.
Entweder du nimmst dir immer was zur Not mit oder überlegst dir vorab was du dort essen kannst.
Z.B. wenn ihr nach einer Shoppingtour immer danach zu Mäces gegangen seit, dann
schlag entweder was anderes vor (beim Asiaten oder Italiener findet man eigentlich immer was)
oder du isst beim Mäces z.B. einen Salat pur....
LG Mel



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23.11.2016
Danke für eure Unterstützung, ja ich denke, ich muss ihnen einfach nur etwas Zeit geben. Missionen tu ich eh nicht. Das kommt nicht gut an. Jeder so, wie er denkt. Wenn ich meine omnivoren Freunde aufgeben würde, hätte ich keine Freunde mehr, da ich keine Veganer kenne. Ich hoffe und denke, dass sie sich mit der Zeit an meine Lebenseinstellung gewöhnen. Ich bleib jedenfalls vegan, da ich davon überzeugt bin.
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23.11.2016
Meine beiden Freundinnen sind nicht vegan - nicht mal vegetarisch. Ich habe die Wahl, mit ihnen befreundet sein und tolle Sachen zu unternehmen - oder alleine zu bleiben. Veganerinnen in meinem Alter gibt es halt selten. Aber wenigstens sind meine Freunde so rücksichtsvoll, in meinem Beisein kein Fleisch zu essen. Gehen wir zusammen essen, dann essen sie auch kein Fleischgericht, obwohl ich das nicht von ihnen erwarte! Ich missioniere überhaupt nicht. Nur wenn man mich fragt, spreche ich darüber, warum ich vegan lebe.
Übers Internet habe ich aber auch vegane Freundinnen gefunden, mit denen ich regen Kontakt über Computer oder Telefon habe.
Etwas freut mich noch immer. Ich habe auch eine sehr junge Freundin, die sagte mir vor einigen Jahren plötzlich, dass sie jetzt auch vegan leben möchte. Einfach, weil ich es ihr vorgelebt habe ohne sie irgendwie zu drängen. Mittlerweile hat sie 2 vegane Schwangerschaften hinter sich gebracht und ihre Kinder sind auch vegan. Zumindest zu Hause. Im Kindergarten funktioniert es wohl nicht immer - aber vegetarisch wird dort auch durchgezogen. Zu Hause dann vegan.
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23.11.2016
Meine besten und engsten Freunde begleiten micht tatsächlich schon sehr, sehr lange durchs Leben - einer sogar schon seit der Baby-Grabbel-Spielgruppe. Auch wenn wir immer wieder unterschiedliche Wege im Leben gingen, unterschiedliche Ansichten zu vielen Themen haben, so sind wir doch noch enge Freunde - da uns viel mehr verbindet als Essensgewohnheiten, wie viel Urlaub man macht oder wie viel Geld man verdient. Genauso wie wir unsere unterschiedlichen Ansichten und Lebensweisen respektieren, so respektieren sie auch meine vegane Essensentscheidung.

Spannenderweise machte ich mir im Vorfeld zu diesem Thema viele Gedanken und durfte dann erleben, dass es überhaupt kein Problem ist. Nach einiger Zeit kamen auch immer mehr interessierte Nachfragen zu dem Thema und es sind auch schöne Gespräche dadurch entstanden. Wenn wir nun essen gehen, finden wir gemeinsam ein Restaurant, in dem wir alle unseren Bedürfnissen nachkommen können - das ist ein wunderbarer (vermutlich sehr unterbewusster) wertschätzender Umgang miteinander.

Bei nicht so engen Freunden, die ich im Nachgang vielleicht eher als Bekannte bezeichnen würde, stieß ich auf deutlich mehr Ablehnung und da sind einige auch heute nicht mehr vorhanden. Ist aber völlig OK für mich.

Das Leben ist ständig im Wandel... und wir wandeln mit.
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24.11.2016
Im Laufe meines veganen Lebens haben sich einige nähere Bekanntschaften verabschiedet.
Es hat sich herausgestellt, daß Personen, die ich zuerst als Freunde wahrgenommen habe, nie meine Freunde waren. :-(
Freundschaft beruht meiner Meinung nach auf der Basis gegenseitiger Achtung, Empathie, Ehrlichkeit. Geben und Nehmen und die Unterstützung bei der Weiterentwicklung meines Freundes/in sind ebenfalls wichtige Aspekte für eine gelingende Freundschaft.
Außerdem glaube ich, daß Freundschaften ebenso einem Wandel unterzogen sind so wie sich das Leben immer wieder verändert und jeder der lebendig bleiben will, Teil dieser Veränderung ist.
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24.11.2016
Hallo!
Auch meine beste Freundin lebt nicht vegan. Sie akzeptiert meine Lebensweise und ich ihre.
Ich habe noch zwei sehr liebe Bekannte und sie sind auch immer sehr neugierig, wollen wissen was ich esse, wie ich lebe.
Ich habe mich im Laufe meines Lebens nicht nur Äußerlich sondern auch in meinem Auffassungen verändert.
Heute stehe ich über den Dingen. Wähle mit bedacht meine Freunde aus. Habe eine neue Freundin über das Internet gefunden. Sie versteht mich, wir telefonieren oft und reden. :thumbup:
Ich danke ihr.

Wirkliche Freunde hat man im Leben wenige, glaube ich.

LG rossie
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24.11.2016
Hallo!
Bedingt durch meine häufige Umzieherei hab ich keine Freundinnen mehr von früher. Und die Freundschaften, die ich im Laufe meiner Hundesportkarriere geschlossen habe, konnten meinem Wandel zum Vegan-sein nicht standhalten. Letzendlich sind diese Freunde eben doch nur Hunde- und/oder Katzenfreunde, und keine Tierfreunde, wie doch gerne behauptet wird. Allein diese Erkenntnis lässt Schluchten entstehen, die unüberwindbar sind. Für mich jedenfalls.
Liebe Grüße
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