Vegane Ernährung in Hotels?

Erstellt 21.06.2022, von Zilla. Kategorie: Allgemein vegan. 26 Antworten.

22.06.2022
Hi Zilla,

also ich finde es sogar WICHTIG, dass Veganer sich an die unveganen Hotels wenden, und den Bedarf an veganen Alternativen auf der Speisekarte bestärken! So lange wir uns dann frustriert still und leise nur selbstversorgen, kommt ja niemals an, dass für das Hotel eine Erweiterung auf tierquallose Nahrungsmittel Sinn macht!


In einem Hotel in Buckow habe ich es erlebt, dass wir, nachdem wir vegane Auswahl beim Frühstück vermissten, einen Tag später ganz wundervoll verköstigt wurden. Die Tochter der Hotelchefin hat extra schnell eingekauft, und bis zum Frühstück am nächsten Morgen einen so umwerfend reichhaltigen veganen Frühstückstisch für uns gedeckt, dass alle Gäste neidisch wurden. Es war wie ein Geburtstagstisch eingedeckt, und alle um uns herum fragten nach. Es waren soooo viele Schüsselchen mit Leckereien, dass wir das alleine auch gar nicht schafften, und ich sah am nächsten Morgen, wie solche Schüsselchen dann in der Kühlung für alle standen, und es wurde gerne zugegriffen....


In einem Gasthof im Spreewald war ich zuvor etwas enttäuscht, und äußerte das vor Ort, und die Chefin wiederum war sehr traurig, dass ich es ihr nicht paar Tage vorher gesagt habe, denn sie sagte, dass sie sehr gerne vegane Pasten etc. selber zubereitet, nur eben zum Einkauf ein paar Tage Vorlauf gebraucht hätte.


In einem anderen Gasthof (Fliederhof in Stücken) haben wir vorneweg gefragt, und die waren für das Frühstück total überfordert, da selbst in das Brot, von der örtlichen Verwandten gebacken, Ei hinein getan wurde.... So ein richtiger Gasthof auf dem Lande, die Familie züchtet wohl auch Rinder. Daraufhin haben wir unser eigenes Frühstücks-Care-Paket mitgebracht mit veganer Wurst etc., und auch zur Aufklärung "Butteröl" für die Küche, weil wir gerne einmal Spargel essen wollten. Und dann haben wir als Abendessen ein unglaubliches, sternewürdiges rein pflanzliches 3-Gänge-Menue gezaubert bekommen, boah, war das HAMMER.


Kommunikation ist Alles :thumbup: :D
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22.06.2022
Hallo Salma,

ja, das klingt natürlich in der Tat sehr gut, scheint also auch tatsächlich kein Argument mehr zu geben, es nicht einmal mit angemessener "Kommunikation", und das auch noch rechtzeitg, zu versuchen.

Fällt mir gerade ein, hatte es tatsächlich schon einmal mit Kommunikation versucht, da kamen dann zwar auch vegane Frühstücke an, an beiden Tagen auch noch unpünktlich und erst nach erneuter Nachfrage, aber so richtig gelungen waren sie nicht. Vielleicht muss ich nur noch an meiner Kommunikation arbeiten.


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22.06.2022
Zitat Zilla:Hallo Salma,

ja, das klingt natürlich in der Tat sehr gut, scheint also auch tatsächlich kein Argument mehr zu geben, es nicht einmal mit angemessener "Kommunikation", und das auch noch rechtzeitg, zu versuchen.

Fällt mir gerade ein, hatte es tatsächlich schon einmal mit Kommunikation versucht, da kamen dann zwar auch vegane Frühstücke an, an beiden Tagen auch noch unpünktlich und erst nach erneuter Nachfrage, aber so richtig gelungen waren sie nicht. Vielleicht muss ich nur noch an meiner Kommunikation arbeiten.

Vergiss nie dabei: Du bist Pionier als Veganer und das ist Pionier-Arbeit :thumbup:
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22.06.2022
OK, werde ich immer dran denken als veganer Pionier.
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22.06.2022
Don't Stop Believin'
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22.06.2022
OK, werde ich mir merken.
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24.06.2022
Zitat Zilla:Glaube, irgendwie nicht nach meinen Erfahrungen.

Ein nicht schlechtes Hotel in Leipzig genau am Bahnhof wollte für einen Liter (im Tetra Pak) Hafermilch, womit man mir im Preis entgegen gekommen sei, sagte man, 10 € haben zu einer dort angebotenen Mazlzeit. Die letzten Hotels, in denen ich war, hatten null vegane Milch. Nur die üblichen "Junk-Getränke". Blieb also nur Wasser, das aus einem Hahn kam.

"Gesundheitliche Nachteile" mag es bei der von Dir angedeuteten Ernährung (mit "Junk Food") nicht bei ein paar Mahlzeiten geben. Aber mir widerstrebt der Gedanke sehr stark, dass ich mangels Angebots vernünftiger Lebensmittel gezwungen wäre, mich mit solchen Lebensmitteln ernähren zu müssen. Wenn auch nur für einen Tag. Obst gibt es auch öfter oder oft nicht.

Dass Hotels nach Wünschen der Gäste einkaufen für die Mahlzeiten, ist für mich sehr schwer vorstellbar (jedenfalls bei nicht Luxushotels oder ähnlichem), selbst wenn es gemacht würde, könnten es vielleicht Ausnahmen sein, vielleicht auch für Urlauber bei längere Aufenthaltsdauer etwa denkbar, aber offenbar hast Du diese Erfahrung gemacht. Versuchen könnte man es natürlich. Glaube aber, das brächte mir nicht so viel Erfolg, ich buche die Zimmer auch nicht.


Grundsätzlich sehe und habe ich das Problem auch.
Im Urlaub gehts noch, aber wenn man(beruflich) viel unterwegs ist, dann wirds mit vegetarischer und vor allem veganer Ernährung ganz eng.
(wenn ein Hotel allerdings 10 Euro für einen Liter Milch, und/oder kein Obst anbietet... dann würd ich schnell das Hotel wechseln)
Eine Lösung sehe/habe ich nicht.
Vegetarisch/vegan ist in der deutschen Gastro nach wie vor eine nur sehr kleine Nische.
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25.06.2022
Ja, deswegen irritieren mich auch gelegentlich Aussagen, die etwas ausdrücken der Art, dass vegane Ernährung sehr "im Trend" liege, doch recht weite Beachtung finde mittlerweile, was mir unwillkürlich immer den Eindruck vermittelt, als wäre vegane Ernährung mittlerweile doch gar nicht mal mehr so wenig beachtet. Aber es sind, glaube ich, nach bestimmten, wohl nicht verifizierbaren Angaben jedenfalls, nur 1, 2 % der Deutschen, die sich vegan ernähren.

Für den Urlaub kann man sich die Unterkunft ja sozusagen uneingeschränkt aussuchen, aber eben leider nicht für die Arbeit (deswegen ließe sich ein Hotel auch nicht so leicht wechseln wohl).

Auch vegane "Restaurants": zunächst mal in einer Stadt wie Köln oder Berlin sieht das, was man an derartigen Angeboten findet in einer App, in Google Maps etc. ja vielleicht ganz gut aus und vor allem als in recht großer Menge vorhanden. Aber man müsste ja mindestens sehr oft hinfahren, statt mal eben - als Normalesser - in irgendein sehr nahegelegenes Restaurant direkt (ohne sich informiert zu haben) hineingehen zu können. Und was dann noch übrig bleibt an Restaurants, in denen man sich wohlfühlt, ist wohl auch nicht mehr so viel.

Aber für Vegetarier, die vielleicht auch nicht unbedingt auf "gesunde" Ernährung achten, hätte ich tatsächlich angenommen, deren Einschränkungen in Hotels beim Essen wären mindestens als akzeptabel zu betrachten, da müsste doch genug Auswahl übrig bleiben. Aber ist wohl gar nichts so?
1x bearbeitet

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25.06.2022
Das ist vielleicht auch ein(weiteres) Beispiel dafür, wie sehr sich die Darstellungen in der(überwiegend) links woken Presse von der Realität unterscheiden können.
Konsumiert man unreflektiert(deutsche) Medien kann man schnell meinen, in DE gäbe es eine überwältigende Mehrheit für "vegan" + die dazugehörige "Infrastruktur" an Gastronomie und Produkten.
Die Realität sieht dann eben doch deutlich anders aus.
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25.06.2022
Ja, vielleicht passen Presse und Realität einfach nicht zusammen. Aber wenn man Informationen von ihr einfach als Unterhaltung konsumierte, könnte man sich doch recht schön an ihnen erfreuen, sie hat doch immer wieder ganz nette Anekdoten zu bieten.
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