Quarks Artikel "Das passiert, wenn die Menschheit auf Fleisch verzichtet"

Erstellt 25.04.2022, von Sunjo. Kategorie: Umwelt & Klima. 10 Antworten.

Quarks Artikel "Das passiert, wenn die Menschheit auf Fleisch verzichtet"
25.04.2022
https://www.quarks.de/umwelt/klimawandel/das-passiert-wenn-die-menschheit-auf-fleisch-verzichtet/
Ziemlich gelungen, auch wenn bei den schädlichen Auswirkungen der Rinderhaltung verschwiegen wird, dass es dabei nicht nur um Fleisch, sondern auch um sämtliche Kuhmilchprodukte geht.
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26.04.2022
Ja, leider wird ständig nur vom Verzicht auf Fleisch gesprochen. Dass die "Milchwirtschaft" in genau dieselbe schädlichen Kategorie für unsere Welt einzuordnen ist, wird eigentlich grundsätzlich verschwiegen. Das scheint eine MEGA-Lobby zu sein, diese Milchindustrie, die immer noch Einfluss nimmt :evil: ....
1x bearbeitet

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26.04.2022
Zitat Salma:Ja, leider wird ständig nur vom Verzicht auf Fleisch gesprochen. Dass die "Milchwirtschaft" in genau dieselbe schädlichen Kategorie für unsere Welt einzuordnen ist, wird eigentlich grundsätzlich verschwiegen. Das scheint eine MEGA-Lobby zu sein, diese Milchindustrie, die immer noch Einfluss nimmt :evil: ....


Ja das stimmt defintiv..aber es ist ja beid er Agrarindustrie auch so...also dass standard weizen total ungesund ist (gluten) ist auch bekannt und tortzdem wird wenig geändert (alos klar es gibt gute Alternativen, aber an sich wird dije RPoduktion von Weizen weiter vorangetrieben)
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26.04.2022
Zitat Hanna098:Ja das stimmt defintiv..aber es ist ja beid er Agrarindustrie auch so...also dass standard weizen total ungesund ist (gluten) ist auch bekannt und tortzdem wird wenig geändert (alos klar es gibt gute Alternativen, aber an sich wird dije RPoduktion von Weizen weiter vorangetrieben)


Willkommen hier - aber ich muss DIr da widersprechen: Gluten ist nicht grundsätzlich ungesund, sondern ein sehr guter Eiweiss-Lieferant. Es ist nur für Menschen mit nachgewiesener Unverträglichkeit ungesund.
https://www.uniklinik-freiburg.de/presse/publikationen/im-fokus/ist-glutenfreie-kost-schaedlich-fuer-gesunde.html
2x bearbeitet

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26.04.2022
Es ist der "moderne" ATI - Weizen, dem wurde ein Enzym gegen Parasiten und ein höherer Glutengehalt angezüchtet, wobei Gluten ein normaler Bestandteil von Getreide ist und nicht generell ungesund ist. Das Übel könnte wohl eher das Ezym sein oder andere Ursachen wie Zusatzstoffe im Brot.
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27.04.2022
Auch, wenn ich vieles von Quarks gut finde und sie oft versuchen neutral zu informieren, sind deren Inhalte doch oftmals einseitig und im Endeffekt nicht alles wissenschaftlich fundiert.
Besonders problematisch sind Rinder: Sie gelten als die größten Klimasünder

Solche Formulierungen finde ich immer schwachsinnig. Nicht die armen Rinder sind die Klimasünder, sondern die Rinderzucht.
Eine ausgewogene, pflanzenbasierte Ernährung frühzeitige kann Todesfälle um[...]

Also Korrekturlesen sollte bei den Öffentlich-Rechtlichen schon drin sein. :|
Als unsere Vorfahren begonnen haben, nährstoffreiches Fleisch zu essen, sind sie größer und klüger geworden.

Also ich kenne natürlich Christian Kassungs Buch nicht, aber diese These hab ich schon öfter gelesen und im Endeffekt ist das nur eine Theorie, die nicht bewiesen ist. Als Gegenargument finde ich z.B. sinnvoll, dass der Mensch zum Jagen ja bereits erste Waffen und Möglichkeiten der Verarbeitung gehabt haben muss, um das Tier überhaupt fangen und essen zu können - also diese Entwicklung nicht aufgrund des Fleischkonsums entstanden ist. In einer Doku über Delphine habe ich mal gehört, dass ihre hohe Intelligenz davon kommt, dass sie soziale Strukturen aufgebaut haben und so fortschrittlicher waren als im Alleingang. Für den Menschen kann ich mir so eine Erklärung auch vorstellen. (Das ist jetzt natürlich unwissenschaftlich begründet, aber die These von Kassung als Fakt darzulegen finde ich nicht richtig)
Hinzu komme, dass das Tier im Fleisch unsichtbar geworden sei – sei es als Wurst, als Brotaufstrich, als Brühwürfel oder als Hackfleischbällchen. Wir kommen also so schnell nicht vom Fleisch los, weil wir abhängig davon geworden sind.

Ah ja, Fleisch. Das Koks der Gesellschaft. :lol: Nur weil etwas "normal" und allgegenwärtig geworden ist, heißt das nicht, dass man es nicht ändern kann...wenn man so über alle Probleme sprechen würde, würde sich niemals irgendwas mehr ändern. :rolleyes:
Es kann sich lohnen, den eigenen Fleischkonsum hin und wieder zu hinterfragen.

Ich finde solche Formulierungen witzig. Also an Wochentagen hinterfrage ich meinen Konsum und am Wochenende nicht - oder so? :lol: Wäre sinnvoller, wenn da gestanden hätte, dass man seinen Konsum mal grundsätzlich hinterfragen sollte. Aber obwohl die Öffis so oder so Geld bekommen, versuchen sie trotzdem immer die Mitte der Gesellschaft wiederzugeben, statt einfach mal Tacheles zu reden und den Leuten die Wahrheit ins Gesicht zu klatschen. Aber mit diesem lauwarmen "Man müsste ja mal drüber nachdenken eventuell höchstwahrscheinlich mal ein bisschen zu ändern" kommt man natürlich besser an, da niemand hören will, dass sein Fleischkonsum die Umwelt, den eigenen Körper und die Wirtschaft in Entwicklungsländern kaputt macht und nebenbei den Welthunger befördert (im Sinne, dass all das verfütterte Getreide dafür sorgen könnte, dass mehr Menschen zu Essen haben, als wenn das alles in Tiere gesteckt wird).


Niemand würde heutzutage sagen "Ja, wir wissen, dass Zigaretten wissenschaftlich belegt verschiedene Arten von Krebs fördern und zu einer höheren Sterberate führen können, aber das Rauchen ist schließlich nicht aus der Gesellshaft wegzudenken, deswegen sagen wir euch nicht, dass ihr es lassen solltet, denn im Endeffekt sind wir alle schon zu sehr daran gewöhnt."
Und ich hoffe, dass dieses Umdenken irgendwann auch mal den Konsum von tierischen Produkten erreicht.
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27.04.2022
Hallo ITSAMELISA
Ja mit diesem Drumherum reden über die Fleischnahrung wollen viele wahrscheinlich nicht ins Fettnäpfchen treten. Ich habe gestern in der Zeitschrift FUTURZWEI eine Rezension über ein Buch gelesen: Philipp Lepenies: "Verbot und Verzicht. Politik aus dem Geiste des Unterlassens. Suhrkamp Verlag. Da geht es auch darum, dass viele Politiker Angst haben Verbote auszusprechen, weil diese heute gleich anders ausgelegt werden, z.B. als Eingriff des Staates in die Privatsphäre. Das haben wir ja jetzt bei der Corona-Pandemie gut gesehen.
Und auch die Grünen hat es damals ja erwischt, als sie sich für einen Tag ohne Fleisch in den Kantinen aussprach, das hat sie gleich Stimmen gekostet.
Aber jetzt auf einmal durch den Krieg ( und dadurch weniger Weizen und weniger Energie )und die Klimakrise geht es , ein paar Vorschläge in die Richtung Fleischverzicht oder Energiesparen zu machen.
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27.04.2022
Hallo Metta,
das klingt logisch, auch, wenn es rational gesehen natürlich kompletter Schwachsinn ist. :lol:
Ja, der Veggie Day. Weil es an einem einzigen Tag in Kantinen kein Fleisch geben sollte, sind alle ausgerastet. Ein bisschen Wasser den Fluss runter: Mittlerweile stellen viele Kantinen ihr komplettes Angebot um und bieten mehr pflanzliches Essen an - an jedem Tag. :happy:
Ich bin mir ziemlich sicher, dass das auch an der Zugänglichkeit diverser Dokus liegt. Die Veggie-Day-Initiative der Grünen war 2011. Wenn ich korrekt recherchiert habe, kam die deutsche Fassung von Earthlings erst 2012, dann kamen die Kip Anderson-Dokus, Dominion, Game Changers und siehe da, plötzlich steigt die Zahl der VeganerInnen exponentiell, die Nachfrage steigt und die Gesellschaft wandelt sich größtenteils von "Woran erkennt man einen Veganer?" zu "Ich ess auch nur ganz wenig Fleisch". Deswegen bin ich der Meinung, dass Möglichkeiten zur eigenen Information und Aufklärung besser als Verbote sind, da viele Leute bei Verboten auch im Alter noch wie Teenager reagieren und dann erst recht rebellieren. :lol: Aber meiner Meinung nach sind Wahrheiten und Hinweise keine Verbote, auch, wenn einige das so auslegen mögen. Wenn man jemandem sagt, dass Fleisch schlecht für die Gesundheit ist und es aus ärztlicher Sicht besser ist darauf zu verzichten, dann hat man ja trotzdem noch die Wahl, ob einem die eigene Gesundheit wichtig ist oder nicht. (Eben wie beim Rauchen).
Deswegen würde ich mir gerade von den Öffentlich-Rechtlichen, die eigentlich neutral berichten sollten, wünschen, dass sie dann auch ein eindeutiges Fazit ziehen.
1x bearbeitet

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27.04.2022
Ich finde, der Artikel zieht ein eindeutiges Fazit, und zwar provegan, auch wenn das Wort Milch oder Milchprodukte nicht ein einziges Mal darin vorkommt.

Also zum Beispiel
Ein Team um den Forscher Marco Springmann von der Oxford-University geht davon aus, dass die ernährungsbedingten Treibhausemissionen um drei Viertel zurückgehen würden, wenn unsere Ernährung vollständig aus Pflanzen bestehen würde.

oder
Würden wir vollständig auf Nutztierhaltung verzichten, werden 33 Millionen Quadratkilometer Weidefläche frei.

oder
Eine ausgewogene, pflanzenbasierte Ernährung frühzeitige kann Todesfälle um bis 20 Prozent reduzieren

Da geht es nicht um "kein Fleisch", sondern um "rein pflanzlich" und vollständigen Verzicht auf Nutztierhaltung - für weniger Treibhausemissionen, weniger Flächenbedarf und mehr Gesundheit

Ansonsten glaube ich, dass gerade die öffentlich-rechtlichen, in ihrem Bemühen um Neutralität und Ausgewogenheit, leider oft Opfer der "false balance" werden. Also eine Ausgewogenheit darstellen, die so faktisch nicht existiert. Ist mir persönlich aber trotzdem lieber, als wissenschaftlich ebensowenig haltbare reine Propagandafilme (weil die von Kritikern zu recht auseinandergenommen und widerlegt werden).
Wenn's sich irgendwann mal anbietet, hab ich dazu folgendes Buch auf meiner Leseliste (da geht es zwar um die Klima-Krise, aber das dürfte auf alle damit verwandten Themen, wie eben auch die klimafreundlichste Ernährung, übertragbar sein): https://www.oekom.de/buch/medien-in-der-klima-krise-9783962383855
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28.04.2022
Dabei war der "Veggieday" Wahlprogrammpunkt gar kein "Verbotsversuch". Leider hatten weder die meisten BILDungsmedien, noch unsere eigenen Leute das richtig gelesen.


Es war ein Fördervorschlag für öffentliche Kantinen, die für freiwillige Fleischlosangebote an einem Tag in der Woche eine Förderung bekommen sollten (stand allerdings so nicht im Text des Wahlprogrammes=, mit dem Ziel, dass sich daraus ein Standard entwickeln sollte.


Unsere jetzige hessische ("Ich lasse mir meine Bratwurst nicht verbieten!") Umweltministerin meinte, dass gerade der Teil ("soll zum Standard werden") dazu berechtige, dabei von einem "Verbotsvorschlag" zu sprechen aber die behauptet ja auch steif und fest, dass es "einfach nicht stimmt", dass die vegane Ernährung die klimaschonendste Ernährung sei... :wallbang:

Die eigentliche Problematik 2013, die laut Wahlbeobachtern, unter anderen Carolin Emcke, Spiegelredakteur, der für den Spiegel jahrelang die Grünen beobachtete sowie mindestens ein Meinungsforschungsinstitut bescheinigten, dass die fünf verschiedenen Steuervorschläge die meisten Wählerstimmen gekostet hatten, während der "Veggieday" als authentisch grüne Forderung wahrgenommen worden sei. Die damalige für Finanzen maßgebliche Bundestagsabgeordnete war wer? Richtig: Die heutige hessische Umwelt- und Landwirtschaftsministerin

Diejenigen, die uns damals angeblich wegen des "Veggiedays" nicht gewählt hatten, hätten uns auch ohne den medial maximal böswillig falsch dargestellten "Veggieday" nicht gewählt.

Fazit: Letztlich war das toller Tierleidproduktionslobbyismus vom feinsten - auch innerhalb der Grünen!

Wurde aber dankenswerterweise in einem Zeit-Interview (aber wer liest schon die Zeit...?) deutlich revidiert durch die für in der letzten Bundestagsfraktion der Grünen für Tierschutz zuständigen Abgeordneten und ehemaligen Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast. Seit dem ist der Veggieday als Begriff für stimmenkostende Anträge nicht mehr so im Vordergrund.


Um Futtermittelimporte zu reduzieren, wollen wir die heimische Produktion steigern und die Tierhaltung stärker an die Erzeugung heimischer Futtermittel binden. Zudem muss der Import von Biomasse, und somit auch Futtermitteln, an die Einhaltung von strengen Menschenrechts-, Umwelt- und Sozialstandards gebunden
werden. Unsere Konsumentscheidungen prägen die Welt. Das zeigt
sich besonders beim Thema Fleischkonsum. Pro Kopf und Jahr es-
sen wir Deutsche rund 60 Kilo Fleisch. Dieser hohe Fleischverbrauch
birgt nicht nur gesundheitliche Risiken. Er erzwingt auch eine Mas-
sentierhaltung, die auf Mensch, Tiere und Umwelt keine Rücksicht
nimmt. Deshalb fordern wir mehr Verbraucheraufklärung zu den
gesundheitlichen, sozialen und ökologischen Folgen des Fleischkonsums. Öffentliche Kantinen sollen Vorreiterfunktionen übernehmen. Angebote von vegetarischen und veganen Gerichten und eine gesunde Ernährung für alle „Veggie Day“ sollen zum Standard werden. Wir wollen ein Label für vegetarische und vegane Produkte.

ZEIT FÜR DEN GRÜNEN WANDEL
Bundestagswahlprogramm 2013
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
164


Wie ich finde, nach wie vor richtige Forderungen, für die ich auch heute noch mit Freude stimmen würde - wie damals!
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