Wann stoppt Behörde diese Tierqualen? Neue Vorwürfe gegen Entenmast! [Update]

Im Jahr 2023 hatten Tierschützer erschütternde Videos aus einer Entenmast in Brandenburg öffentlich gemacht – und den Betrieb angezeigt. Der Geschäftsführer musste laut rbb24 später 2.000 Euro Bußgeld bezahlen. [1]
Neue Videoaufnahmen der Organisation Ariwa vermitteln nun den Eindruck, dass sich für die Enten kaum etwas gebessert hat. Wann reagieren die zuständigen Behörden?
Die Tierschützer haben nach eigenen Angaben 1.400 Fälle dokumentiert, in denen Enten getreten wurden. Mehr als 300 Mal sollen Tiere durch die Luft geworfen worden sein. In rund 200 Fällen sollen die Wasservögel an einzelnen Flügeln hochgezerrt worden sein. [2]
Ariwa hat die Aufnahmen laut Mitteilung tierärztlich beurteilen lassen – und hält die Zustände teilweise für tierschutzwidrig. [3]
"Es ist ein Skandal, dass exakt dieselben Misshandlungen zwei Jahre nach unserer ersten Anzeige immer noch stattfinden", so Agrarreferentin Anna Schubert von der Organisation Animal Rights Watch (Ariwa).
Und sie sagt auch: "Sowas erleben wir immer wieder."
Schlachtung offenbar im Skandalschlachthof "Dithmarscher Geflügel"
Die Enten aus der Entenmast in Brandenburg sollen laut Ariwa beim Schlachthof "Dithmarscher Geflügel" in Brandenburg geschlachtet werden. Dessen "Brandenburger Barbarieenten" sollen laut der Organisation u. a. bei Kaufland angeboten werden.
Der Schlachthof stand diesen Winter ebenfalls in der Kritik wegen Vorwürfen der Tierquälerei. Damals erhoben von der Organisation Aninova.
→ Aufnahmen schockieren: Kommt hier die Weihnachtsgans her?
Die damaligen Videoaufnahmen aus dem Betrieb von "Dithmarscher Geflügel" zeigten eine Behandlung von Tieren, die aus Sicht von Aninova gegen das Tierschutzgesetz verstoßen haben könnte.
Eine Szene zeigt etwa einen Mann, der offenbar eine Gans ohne erkennbaren Grund würgt und dem Anschein nach anbrüllt.
Laut Ariwa ist der Schlachthof juristisch gegen die Organisation vorgegangen. Demnach forderte er die Löschung der Aufnahmen. Aninova ist dieser Forderung nicht nachgekommen.
Aninova wirft dem Schlachthof zudem vor, nicht konsequent auf die Vorwürfe reagiert zu haben. Demnach soll nur eine Person entlassen worden sein, obwohl die Aufnahmen auf die Beteiligung mehrerer Personen schließen lassen würden.
Update: Stellungnahme des Mästers
Die Bitte um Stellungnahme durch den Mäster wurde am 12.2.2026 um 13:20 Uhr durch den Anwalt Walter Scheuerl von der Anwaltskanzlei GVW per E-Mail beantwortet. Er teilte mit, der Mäster hätte ihn mit der Antwort beauftragt.
Seine Mandantin distanziere sich nachdrücklich von jeglicher Form von Tierschutzverletzungen beim Umgang mit den Tieren. Zudem drohte der Anwalt Konsequenzen für den Fall unzulässiger Verdachtsberichterstattung an.
Die Stellungnahme im Wortlaut findet ihr hier:
Kommentar:
Auch der Geflügelschlachthof hatte einst mit einem Siegel für "zertifizierte Freilandhaltung" geworben. Der vergebende Bundesverband Tierschutz hat ihm die Verwendung zwar letztendlich verboten – allerdings erst nach Veröffentlichung der Vorwürfe.
Solche Beispiele wecken erhebliche Zweifel an der Aussagekraft dieser Siegel. Selbst dann, wenn Tierschutz versprochen und sogar "zertifiziert" wird.
Aus unserer Sicht lenken diese Siegel von der Tierquälerei ab. Sie sind kein Mittel für mehr Tierschutz.
Selbst brutale, vorsätzliche Tierquälerei wird in Deutschland oft mit geringen Geldstrafen geahndet. Das schreckt niemanden ab, sagen Kritiker.
Im Gegenteil: Betriebe, die es wenigstens etwas besser machen, werden dadurch benachteiligt.
Manch ein Tierquäler kann jahrelang weiterquälen, bevor sein Betrieb von den Behörden dichtgemacht wird. Und selbst dann kann er ihn formell auf seine Ehefrau oder einen Sohn übertragen.
Es gibt wirksame Auswege - und immer mehr schließen sich an!
Eine pflanzenbetonte Ernährung schiebt Tierquälerei einen wirksamen Riegel vor. Auch ohne Perfektionismus helfen bereits wichtige Schritte: → Pflanzlich(er) essen mit der Salamitaktik.
Korrektur 12.2.2026 um 15:16 Uhr: Nicht der Schlachthof, sondern der Geflügelmäster hat den Anwalt antworten lassen. Wir bitten um Entschuldigung.
Quellen
Veröffentlichung:
Autor: Kilian Dreißig


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Bild: Aninova e. V.](https://img.vegpool.de/bild/wuerger-diethmarscher-gefluegel_teaser.webp)
