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Stiftung Warentest: Vegane Burger triumphieren - Fleisch oft nur mittelmäßig

Vegane Burger-Patties schnitten im Test der Stiftung Warentest besser ab als jene mit Rindfleisch (Symbolbild)
Bild: Fischer Food Design / Adobe Stock (bearb.)

Die Stiftung Warentest hat 20 vegane und nicht-vegane Burger-Patties getestet und kommt zum Ergebnis: Vegan schlägt Rindfleisch!

Die Tester haben die Produkte auf Geschmack, gesundheitliche Aspekte, Schadstoffe, mikrobiologische Qualität und weitere Kriterien untersucht und bewertet.

Die veganen Patties erhielten im Schnitt sichtbar bessere Noten.
Besondere Sympathien ernteten sie für ihren Geschmack und für ihre bessere Fett-Zusammensetzung.

Die meisten Rindfleisch-Burger verloren ordentlich Punkte, wenn es um Geschmack und um die mikrobielle Qualität geht. Insgesamt war die Fleischqualität oft mittelmäßig: Kaum Muskelfleisch, dafür viel Fett.

Überraschung: Der Eisengehalt war bei den veganen Patties durchschnittlich höher. Allerdings schränken die Tester ein, dass „pflanzliches Eisen“ schlechter verwertbar sei.

Bei der mikrobiologischen Qualität bekamen alle veganen Produkte ein tadelloses Ergebnis. Im Vergleich zu einem früheren Test fanden die Prüfer dieses Mal auch keine Fettschadstoffe mehr. Und auch der Salzgehalt war in Ordnung.

Nicht so gut lief es für die Rindfleisch-Burger. Viele rochen offenbar dumpf oder säuerlich. Einer roch und schmeckte offenbar nach Stall.

Am Ende erhielt die Hälfte der Fleisch-Patties ein sensorisches Urteil von „befriedigend“ oder „ausreichend“. Nur zwei schmeckten demnach „sehr gut“.

Bei den veganen Produkten schmeckten den Testern acht „sehr gut“ oder „gut“. Eine klare Ansage!

Nur eines von zehn Rindfleisch-Patties war laut Testbericht mikrobiologisch einwandfrei. Dagegen fand Stiftung Warentest in etwa der Hälfte der Rindfleisch-Burger multiresistente Keime.

Trotz der resistenten Keime bekamen die Fleischburger nur geringe Abzüge. Stiftung Warentest begründete dies damit, dass Keime beim Erhitzen sterben.

Die gesellschaftlichen Folgen der Fleischproduktion wurden nicht abgewertet.

Nicht berücksichtigt hat die Stiftung Warentest auch das Krebsrisiko von verarbeitetem Fleisch.

Wohl aber ließ es sich die Redaktion nicht nehmen, ein Klischee über Methylcellulose zu dreschen, die auch in Tapetenkleister Anwendung findet. Das trifft allerdings auf Wasser ebenfalls zu. Methylcellulose ist gesundheitlich harmlos.

Wirklich vegan-aufgeschlossen wirkt der Test nicht. Es scheint eher, als wären die Tester von ihren Ergebnissen selbst überrascht worden. Und das macht das Ergebnis wohl umso aussagekräftiger.

Der Test kann online abgerufen werden (Paywall).

Veröffentlichung:

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