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Klage statt Aufklärung? "Transparenter Schlachthof" Brand bleibt Versprechen schuldig!

Schwein mit Atemnot in der CO2-Betäubungsanlage von Schlachthof Brand / Lohne.
Bild zeigt Schweine in der Betäubungsanlage des Schlachthofs Brand in Lohne. Der wirbt mit Transparenz, blieb sein Versprechen Vegpool gegenüber jedoch schuldig.
Bild: Animal Rights Watch e. V.

Der Schweine-Schlachthof Brand aus Lohne (Kreis Oldenburg) wirbt mit Transparenz. Zugleich verklagt er Tierschützer, die heimlich Aufnahmen aus der CO₂-Betäubungsanlage angefertigt und veröffentlicht hatten.

Aufnahmen, die ein Experte auf ARD als "hochgradige Tierquälerei" bezeichnete. Wegen der Atemnot der Schweine.

Der Schlachthof behauptet, die Tierschützer hätten die Aufnahmen verfälscht. Er klagt wegen Rufschädigung. Die Aktivisten sagen, die Klage solle sie einschüchtern. Eine sogenannte SLAPP-Klage. Das wäre rechtswidrig.

Hätte man das nicht auch vernünftig klären können? Einfach mal offiziell anfragen, statt heimlich einzusteigen?

Warum eigentlich nicht! Schließlich bezeichnet sich der Schlachthof Brand aus Lohne als "Transparenter Schlachthof".

Auf seiner Website verspricht der Schlachthof Brand volle Transparenz (Stand: 16.6.2025)
Bild: Screenshot

Er sei offen für den Austausch mit einer kritischen Öffentlichkeit, schreibt der Schlachthof Brand auf seiner Website. Mit voller Transparenz wirbt er auch auf Social Media.

Auf Google antwortete der Betreiber auf eine kritische Rezension, jeder könne sich vor Ort ein Bild verschaffen.

Antwort auf eine kritische Rezension auf Google (Stand: 26.6.2025).
Bild: Screenshot

Deshalb habe ich dem Schlachthof Brand aus Lohne vorletzten Freitag, am 13. Juni 2025, ein faires Angebot unterbreitet.

Ich dokumentiere 4 Stunden per Videokamera vor Ort, was rund um die CO₂-Betäubungsanlage wirklich abläuft. Beide Seiten bringen Zeugen mit. So kann niemand hinterher behaupten, die Doku wäre verfälscht.

Unterschiede in der Sichtweise wären zu erwarten. Doch eine Kamera zeigt, was ist.

Bis Ende August wäre dafür Zeit gewesen.

Das Transparenz-Versprechen ist mir der Schlachthof Brand aus Lohne jedoch schuldig geblieben.

Heute um 12 Uhr ist die letzte Frist abgelaufen.

Undercover-Aufnahmen scheinen tatsächlich der einzige Weg zu sein, um die Informationen zu erlangen, die für eine informierte Debatte über den gesellschaftlichen Umgang mit Tieren nötig sind.

Die Klage gegen die Tierschützer wegen Rufschädigung läuft unterdessen weiter. Ein Urteil wird am 16. Juli erwartet.

Veröffentlichung:

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Diskussion im Forum:
Schlachthof Brand lädt zu "kritischer Auseinandersetzung - ich nehme an!
Letzter Beitrag: 12.09.2025 von sound-around.

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Lieber Schlachthof Brand, ich nehme Ihre Einladung an! Video-Aufnahmen ganz legal möglich? [Abgelehnt!]