Unglaublich: Milchbauern vernichten zehntausende Liter Milch! [Kommentar]

Weil sie die Milchpreise zu niedrig finden, haben Milchbauern am Sonntag zehntausende Liter Kuhmilch auf einem Feld verschüttet.
Während Millionen Menschen jeden Euro zweimal umdrehen, entsorgen Tierhalter die mit Steuergeldern mitbezahlte Kuhmilch einfach auf einem Feld – um den Staat unter Druck zu setzen.
Auf Plakaten beklagten sie „ruinöse“ Arbeitsbedingungen.
Eine medienwirksam inszenierte Protestaktion.
Angesichts der tonnenschweren Maschinen und der mit professionell erstellten Plakaten behängten Anhänger übersieht man fast: Am Traktor-Protest waren offenbar nur rund 20 bis 30 Landwirte beteiligt.
Doch diese drei Fragen drängen sich auf:
- Wenn der Staat Milliardengelder aus unseren Steuern direkt und indirekt in die Milchwirtschaft investiert – dürfen Milchbauern die Milch dann einfach auf einem Feld entsorgen?
- Warum klagen Milchbauern seit vielen Jahrzehnten über zu geringe Milchpreise? Wären sie nicht längst pleitegegangen? → Wie viel Wahrheit steckt hinter dem Milchpreis-Mythos?
- Ist das wirtschaftliche Wohl einzelner Akteure der Milchindustrie ein Allgemeininteresse – oder warum sollte der Staat in die Marktwirtschaft eingreifen?
Viele wissen nicht, dass heute mitunter die Hälfte des Einkommens eines Milchbauern direkt oder indirekt aus Subventionen und anderen staatlichen Leistungen besteht.
Schulmilchprogramme, Sprachverbote oder Subventionen: Kuhmilch wird massiv gegenüber pflanzlichen Alternativen bevorzugt.
Doch während Milchbauern tonnenweise Kuhmilch vernichteten, zeigen neue Daten: Immer mehr Verbraucher trinken immer weniger Milch!
Protestaktion sorgt selbst für Protest!
Obwohl die Aktion in Agrar-Kreisen weit verbreitet wurde, und auch einige Medien wohlwollend berichteten, regen sich auch kritische Stimmen.
So fragte etwa auf Reddit ein User: „Da werden Kälber getötet um die Milch für den Menschen zu nutzen und dann wird die Milch absichtlich weggeschüttet. Das ist schon verrückt.“ [1]
Ein anderer kommentierte: "Ich verstehe Milchbauern sowieso nicht. Produzieren Milch ohne Ende in dem sie Tiere bis zum Geht-nicht ausbeuten und wundern sich dann, wenn die Preise im Keller sind[...]". [2]
[3]Quellen
Veröffentlichung:
Autor: Kilian Dreißig


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