Intransparenz bei „Hof mit Zukunft“: Tierhalter blocken weiter! [2026]

Mit der Aktion „Hof mit Zukunft“ wirbt ein Bündnis aus ökologischen Initiativen für Austausch zwischen Aktivisten und Landwirten. Das soll Respekt aufbauen und Vorurteile überwinden.
Weil es bei der Aktion „Hof mit Zukunft“ um Transparenz und Ehrlichkeit geht, habe ich offiziell als Vegan-Journalist angefragt, ob man mir freundlicherweise den Kontakt zu einem von mehreren tierhaltenden Betrieben vermittelt.
Ich wollte eine kleine Dokumentation für Vegpool machen, darüber, ob es uns gelingt, auf menschlicher Ebene anständig miteinander umzugehen – und dann sachlich über Themen zu reden, die uns auf dem Herzen liegen.
Kein provokatives Format. Eher eines, das Gräben überwindet.
Im Forum habe ich die Anfrage-Historie gepostet. Dort könnt ihr euch einen Eindruck über den Austausch verschaffen.
Doch auch im Jahr 2026 war kein einziger der angefragten Tierhalter bereit, mich zeitnah auf seinen Hof zu lassen und über den Austausch zu berichten. In mehreren Vorjahren hatte ich es ebenfalls probiert – ohne Erfolg.
So erscheint die Aktion „Hof mit Zukunft“ weiterhin als Agrar-Marketing, das sein Versprechen schuldig bleibt.
Mein Besuch beim Bio-Milchbauern.
Später hat der Landwirt den Kontakt leider ohne Begründung abgebrochen.
Was will ein Vegan-Journalist überhaupt auf einem Bauernhof?
Ist es provokativ, wenn ich als Vegan-Journalist bei einem gewerblichen Tierhaltungsbetrieb anfrage?
Ich sehe es so:
Tierschutz ist ein Allgemeininteresse und steht als Staatsziel im Grundgesetz. Das Wohl der Tiere liegt im Interesse von uns allen. Es ist kein Privatinteresse.
Dazu kommt: Die Aktion „Hof mit Zukunft“ ist eine Werbe-Aktion mit aktiver Pressebegleitung.
Die (in anderen Zusammenhängen) manchmal geäußerten Vorurteile, ich wolle als Veganer Betriebe „anschwärzen“, sind nicht nur respektlos, sondern zudem absurd.
Wenn ich einem Betrieb Schaden zufügen wollte, würde ich mich vorher nicht mit klarem Namen als Vegan-Journalist anmelden.
Am Ende haben die angefragten Tierhalter bei „Hof mit Zukunft“ gekniffen und sich dem Austausch verweigert. Schon wieder.
Jetzt stellt sich nur noch die Frage: Was haben Tierhalter gegen einen öffentlichen Diskurs?
Und: Reichen Schaubauernhof-Inszenierungen aus, um das öffentliche Interesse an Information zu befriedigen?
Oder bleiben Undercover-Recherchen die einzige Möglichkeit?
Veröffentlichung:
Autor: Kilian Dreißig










