Burger King setzt auf Hafermilch - Greenwashing oder echter Fortschritt? [Kommentar]

Burger King setzt in Österreich künftig auf Hafermilch. Dort soll es alle Heißgetränke standardmäßig mit Hafermilch von Oatly geben. Das berichteten mehrere Medien übereinstimmend. [1]
Eine offizielle Bestätigung von Burger King Österreich fehlt aber. Telefonisch war niemand erreichbar. Auch unsere schriftliche Anfrage blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet. Wir aktualisieren den Artikel, wenn uns eine Antwort vorliegt!
Der Konzern macht aus seiner möglichen Hafermilch-Revolution jedenfalls kein großes Thema.
Screenshots und eine nicht verifizierte Meldung auf dem Pressedienst "Pressefeuer" deuten jedoch darauf hin, dass an der Nachricht etwas dran sein könnte. [2]
Stellt Burger King jetzt komplett auf Umweltschutz um? Wird aus dem früheren Ausbeuter von Mensch, Tier und Umwelt ein Vorbild für Veränderung?
Ganz so stark fällt die Veränderung wohl nicht aus. Hafermilch gehört inzwischen einfach zum Alltag. Viele Menschen mögen sie. Kaffeehausketten verkaufen zum Teil mehr als die Hälfte ihrer Heißgetränke mit Hafermilch.
Und: Burger King verkauft vor allem Burger. Dass es dort auch Kaffee gibt, erfahren viele Kunden vielleicht erst durch die neuen Gerüchte über Hafermilch.
Das Hauptgeschäft bleibt wohl der Verkauf von Burgern. Meist bestehen die aus Fleisch – und das ist weder nachhaltig noch tierfreundlich. Und bei verarbeitetem Fleisch sogar krebserregend.
Die WHO warnt seit 2015 vor den Krebsrisiken von rotem und verarbeitetem Fleisch!
Kurz gesagt: Burger King macht einiges besser als McDonald's und Co. die sich in Sachen Nachhaltigkeit zum Teil verhalten wie kleine, trotzige Kinder.
Auch deshalb, weil das Ende der Tierhaltung keine Frage der Meinung ist. Wenn Wasser wegen des Klimawandels knapp wird, kann diese Industrie nicht überleben. → Deshalb steht die Tierindustrie vor dem Zusammenbruch!
Millionen Tonnen Wasser und Futter landen in den Futtertrögen europäischer Tierhalter – und kommen als Gülle hinten wieder raus. Die Tierindustrie ist eine Gülleindustrie. Es ist offensichtlich, dass sie an Grenzen stoßen wird.
Angesichts wachsender Bevölkerung und schwindender Ackerfläche wirken die "Kulturkampf"-Parolen großer Agrar-Konzerne und politischer Unterstützer ziemlich durchschaubar.
Pflanzliche Alternativen sind einfach sinnvoll. Auch wirtschaftlich. Jedenfalls dann, wenn der Staat aufhört, die Tierindustrie künstlich durchzupäppeln – auf Kosten der Steuerzahler!
Schon vor vielen Jahren haben Firmen damit angefangen, Getreide und Hülsenfrüchte direkt zu Lebensmitteln zu verarbeiten. Die schmecken wie gewohnt – aber ohne Umweg durch den Tiermagen. Hafermilch gehört dazu.
Hafermilch nutzt Ressourcen besser. Und sie enthält keine tierischen Hormone und Wachstumsfaktoren wie Kuhmilch.
Diese Stoffe könnten bei langem Konsum die Geschlechtsorgane verändern, sagte der Arzt Prof. Bodo Melnik Anfang 2025 im Vegpool-Interview.
Der Grund: Kuhmilch ist nicht nur ein Nahrungsmittel. Sie dient auch der Kommunikation zwischen Kuh und Kalb. Das passiert über Hormone und sogenannte Exosome. → So manipuliert Kuhmilch unsere Gene!
Der Umstieg auf Hafermilch ist also mehr als nur eine Frage der moralischen Einstellung. Es geht nicht nur um "vegan" oder "nicht-vegan". Es geht darum, sich auf die Zukunft vorzubereiten – und auf die Herausforderungen, die sie bringt.
Ob Burger King Österreich die Entscheidung aus moralischen Gründen getroffen hat, glauben wir nicht. Aber wir finden sie trotzdem klug – falls die Meldung überhaupt stimmt.
Danke für den Tipp an Leserin Salma.
Quellen
Veröffentlichung:
Autor: Kilian Dreißig






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