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Whistleblower: Troll-Farmen GEGEN vegane Ernährung?

Bezahlt die Fleischindustrie Trollfarmen, die gegen vegane Ernährung hetzen?
Bezahlt die Fleischindustrie Trollfarmen, die gegen vegane Ernährung hetzen? Bild: Screenshot / karel_ / Getty Images Signature

Bezahlt die Fleisch- und Milchbranche Trollfarmen, die in Onlineforen gegen vegane Ernährung Stimmung machen?

Ein kürzlich veröffentlichter Post auf Reddit erweckt genau diesen Eindruck!

Ein User schreibt darin, er habe ein Jahr lang beruflich für einen Branchenverband der Fleischindustrie in den USA gearbeitet.

Das Ziel: vegane Ernährung als radikal oder extremistisch darzustellen und dadurch in Misskredit zu ziehen!

Mit mehreren Accounts sollen er und seine Kollegen über angebliche Gesundheitsmängel geschrieben, oder andere User zu extremen Positionen gedrängt haben, um sie dann leichter angreifen zu können.

Weil er eine Geheimhaltungsvereinbarung unterschrieben habe, könne er keine Details über den Arbeitgeber nennen, schreibt der User in einem "Ask me anything"-Post. [1]

Seine Warnung: Glaube nicht jedem, der online etwas behauptet!

Der User macht darauf aufmerksam, dass viele Kampagnen für den US-Präsidenten Trump von ausländischen Agenturen betrieben worden seien. Diese Manipulation der Meinung habe ihn dazu motiviert, seine Tätigkeit öffentlich zu machen.

Weil der Bericht keine Belege enthält und Trollfarmen ihre Identität naturgemäß verschleiern, lässt sich kaum abschätzen, wie groß der Einfluss von Trollfarmen tatsächlich ist.

Allerdings gab es in der Vergangenheit deutliche Hinweise darauf, dass Unternehmen der Tierindustrie Kampagnen finanziert haben, um wissenschaftliche Studien oder vegane Ernährung schlecht darzustellen. Sie kupfern offenbar bei der Tabakindustrie ab.

Im April 2025 hatten Redakteure von The Guardian und DeSmog über ein pikantes Dokument berichtet. Es deutete darauf hin, dass eine Agentur Einfluss auf Journalisten, Thinktanks und Influencer genommen hat, um die "EAT Lancet-Studie" über die Umweltfolgen der Tierindustrie in Misskredit zu ziehen.

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Auftraggeber waren offenbar US-Unternehmen der Fleisch- und Milchindustrie.

Also Unternehmen, die direkt finanziell betroffen wären, wenn der Staat seine Subventionen zurückfahren würde.

Ziel war es wohl, die wissenschaftliche Studie als "radikal", "weltfremd" und "heuchlerisch" darzustellen – und die öffentliche Wahrnehmung im Sinne der eigenen kommerziellen Interessen zu beeinflussen.

Die von der Industrie bekämpfte EAT-Lancet-Studie aus dem Jahr 2019 warnt: Nur wenn der Konsum an Tierprodukten drastisch sinkt, lässt sich eine Klimakatastrophe noch verhindern. Hier geht's zur Studie.

Übrigens: Wir empfehlen auf Vegpool eine entspannte vegane Ernährung nach dem Pareto-Prinzip!

Veröffentlichung:

Autor: Kilian Dreißig

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