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Wie gesund ist Fleischersatz? Diese Hintergründe überraschen!

Vegane Burger - wie Fleisch, aber besser.
Vegane Burger - wie Fleisch, aber besser. Bild: pixabay.com

Wie gesund sind Fleischalternativen? Die Antwort wird euch überraschen!

Es gibt nur wenige Lebensmittel, über die wir in Deutschland so kontrovers diskutieren, wie über Fleischalternativen.

Eigentlich versteht jeder, warum es Fleischalternativen gibt: weil sie ohne Tier auskommen.

Keine Massentierhaltung, keine Qualen, keine Tiertransporte. Ein echtes Vorteils-Paket.

Dazu sind sie frei von Cholesterin, oft reich an Ballaststoffen und zudem umweltfreundlicher.

Doch wenn wir im Fernsehen eine dieser Dokus über vegane Fleischalternativen sehen, vergeht uns der Appetit!

So sehen die veganen Bratwürste von "Like Meat" aus.
Fleisch oder Fleischalternative – was ist besser? (Beide im Bild sind vegan) Bild: K/Vegpool

Fleischalternativen - Produkte aus dem Chemiekasten?

TV-Köche rühren Pülverchen zusammen, gießen Wasser und Öl dazu und schwupps, fertig ist eine graue Masse, die nach Fleisch schmeckt. Im Hintergrund düstere Musik!

Dass es uns an Bauschaum erinnert, ist kein Zufall. TV lebt von der Einschaltquote. Und von der Werbung.

Kurz: Fleischalternativen haben eine kleine Lobby.

Nur: Sind die Vorurteile über Fleischalternativen verdient? Oder führen sie uns noch mehr in die Irre?

Verarbeitetes Fleisch erregt Krebs

Verarbeitetes Fleisch ist krebserregend. Davor warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit 2015.

Die internationale Organisation hat nach einer akribischen Analyse großer Ernährungsstudien festgestellt, dass verarbeitetes Fleisch Krebs erregt.

Die wissenschaftliche Beweislage, dass verarbeitetes Fleisch Krebs erregt, ist so sicher wie bei Asbest und Plutonium!

Vergessen die TV-Köche diesen wichtigen Fakt in ihren Horror-Sendungen über Fleischalternativen einfach?

  • Fleischalternativen haben als Hauptzutat oft Pflanzenöl oder Wasser.
  • Die Hauptzutat von Wurst ist Fleisch – und das ist erwiesenermaßen krebserregend.

Fleischprodukte sind also nicht nur ungesund – sie schaden sogar unserer Gesundheit. Ärzte warnen vor einer Darmkrebs-Epidemie. Immer mehr Menschen unter 50 erkranken!

Fleisch erhöht das Risiko für Darmkrebs. Im Marketing nutzt die Fleischindustrie ähnliche Methoden wie die Tabakhersteller.

→ Analyse: So kupfert die Fleischindustrie bei den Tabakkonzernen ab!

Ein veganer Portobello-Burger. Ganz ohne Fleisch und Fleisch-Ersatz.
Lecker und gesund: Das Burger-Patty besteht hier aus einem Portobello-Pilz. Bild: K/Vegpool

Doch sind Zusatzstoffe in Fleischalternativen nicht ebenso ungesund?

Bei Fleischalternativen sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse deutlich entspannter. Bisher gibt es keine Hinweise, dass die typischen Zutaten – etwa Sojaprotein, Erbsenprotein oder Pflanzenöle – ein Krebsrisiko bergen.

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Debatten gibt es meist über Zusatzstoffe, die auf der Zutatenliste allerdings weit hinten stehen. Allerdings sind auch die seit Jahren zugelassen – und werden ebenso in Fleischprodukten verwendet.

Einige Zusätze wie Nitritpökelsalz sind sogar nur für Fleischprodukte zugelassen. Sie kommen in veganen Alternativen gar nicht vor.

Häufig kritisiert werden Zusatzstoffe wie Carrageen oder Methylcellulose. Hier lohnt sich ein genauer Blick: Viele dieser Stoffe sind technologisch sinnvoll und gesundheitlich unproblematisch – solange sie in üblichen Mengen verzehrt werden.

Worauf ihr im Detail achten könnt, klären wir weiter unten.

Wie ungesund sind stark verarbeitete Produkte?

In weiteren Arbeiten haben Forscher festgestellt, dass hochverarbeitete Produkte nicht unbedingt ungesund sind. Das widerspricht unserem Bauchgefühl.

Lange Zeit wurde uns gesagt, dass wir unverarbeitete Lebensmittel bevorzugen sollen. Doch es stimmt nicht immer.

Entscheidend ist nicht der Verarbeitungsgrad an sich, sondern welche Zutaten verarbeitet werden.

Studie zeigt: Verarbeitungsgrad ist nicht immer aussagekräftig. Bild: avelina_boyko / Adobe Stock

Ein gebratenes Steak ist "gering verarbeitet", aber krebserregend. Eine Tofuwurst ist "hoch verarbeitet", aber gesundheitlich unbedenklich.

Ein hoher Verarbeitungsgrad hatte laut der Studie nur bei zwei Lebensmittelgruppen einen nachteiligen Effekt: bei Fleisch und Softdrinks.

Diese Produktgruppen sollten wir aus gesundheitlicher Sicht besser ganz meiden, oder sehr selten konsumieren.

Fleischalternativen bieten einen Ausweg. Sie liefern den gewohnten Geschmack, aber die Vorteile einer pflanzlichen Ernährung. Und zwar auch, wenn sie stark verarbeitet sind!

Welche Fleischalternativen sind gesund? Darauf solltet ihr achten!

Auch wenn Fleischalternativen den tierischen Fleischprodukten beim Krebsrisiko weit überlegen sind, gibt es auch innerhalb dieser Lebensmittelgruppe größere Unterschiede.

  • Tofuwürstchen aus dem Biomarkt bestehen hauptsächlich aus Soja. Sie liefern hochwertiges Protein (inklusive Lysin) und gesunde Ballaststoffe, dafür wenig "leere" Kalorien. Sie schmecken anders als Fleischprodukte, statt diese zu kopieren.
  • Eine klassische vegane Lyoner basiert dagegen auf Pflanzenöl und Verdickungsmitteln. Sie bietet Konsistenz und Geschmack von herkömmlicher Lyoner und hilft uns so, das Krebsrisiko zu senken.
    Trotzdem enthält sie hauptsächlich "leere" Energie, ähnlich wie Toastbrot oder Marmelade. Es spricht nichts dagegen, sie gelegentlich zu genießen – aber es sind keine Grundnahrungsmittel.
Fleischalternativen haben die Nase vorn – meilenweit. Bild: pixabay.com / K/Vegpool

Fazit: Fleischalternativen liegen meilenweit vorn

Fleischalternativen sind nicht immer "Superfoods" – doch die wissenschaftliche Beweislage spricht eindeutig für Fleischalternativen!

Wer zusätzlich auf diese Punkte achtet, macht aus der Alternative eine echte Bereicherung für die tägliche Ernährung:

  • Um pflanzlichen Produkten denselben Geschmack wie Tierprodukten zu geben, gehen manche Hersteller Kompromisse ein. Ein besonders authentischer "Biss" wird etwa durch Verdickungsmittel erkauft, die ihrerseits keine besonderen Nährwerte beisteuern.
  • Produkte, die Fleisch ersetzen, aber nicht "imitieren", haben häufig ein besseres Nährstoffprofil (Kräutertofu, Räuchertofu, gewürzter Tempeh usw.)
  • Schaut, welche Zutat an erster Stelle steht. Wasser und Öl deuten auf geringe Nährstoffvielfalt hin. Steht dort ein pflanzliches Protein (z. B. Erbsenprotein oder Sojaproteinisolat), seid ihr besser beraten.
  • Achtet darauf, dass die Fleischalternativen möglichst weniger als 2 Prozent Salz enthalten. Den Gehalt findet ihr in den Nährwertinformationen. Produkte mit mehr Salz solltet ihr seltener verzehren.
  • Verdickungsmittel wie Methylcellulose haben einen schlechten Ruf, weil sie technisch klingen oder auch in Tapetenkleister verwendet werden (das trifft übrigens auch auf Wasser zu). Tatsächlich sind sie seit Jahrzehnten zugelassen und gelten als unbedenklich.
  • Carrageen (oft auch als "verarbeitete Euchema Algen" deklariert) kann bei hohen Verzehrmengen bei manchen Menschen Verdauungsprobleme auslösen. Bevorzugt im Zweifel Produkte ohne Carrageen.

Veröffentlichung:

Autor: Kilian Dreißig

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Diskussion im Forum:
Wie gesund sind Fleischalternativen wirklich?
Letzter Beitrag: 19. Sep. von Lotta.

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