Pfirsiche werden nicht weich - was tun? Dieser natürliche Trick hilft!

Manchmal dauert es richtig lange, bis Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen reif sind. Bio- und Supermärkte verkaufen das Steinobst oft unreif und man muss es zu Hause erst einmal nachreifen lassen.
Besonders gilt das für importiertes Steinobst, das im Herkunftsland unreif geerntet wird. Aber auch Pfirsiche aus Deutschland (gibt's wirklich!) sind im Handel oft noch unreif – auch, weil der Zeitpunkt zwischen Reife und Überreife sehr kurz ist. Würden die Händler vollreife Pfirsiche verkaufen, müssten sie viel mehr Obst wegwerfen.
Doch was tun, wenn die Pfirsiche einfach nicht reif werden wollen? Welche Tipps helfen, damit Steinobst schneller nachreift und weich wird?
Tatsächlich kann es einige Tage (oder länger als eine Woche) dauern, bis Früchte reif sind. Zeit, in der die Früchte Wasser verlieren und allmählich austrocknen.
Sie werden dadurch zwar weich, bleiben aber unreif und schmecken sauer.
Geduldig abwarten ist daher nicht immer eine gute Lösung!
Die gute Nachricht: Steinobst lässt sich mithilfe des natürlichen Reifungsgases Ethylen nachreifen. Äpfel bilden dieses Gas von Natur aus – und das ist euer Geheimtipp, damit Pfirsiche schneller reif und süß werden!

Nehmt also eine Papiertüte und legt Äpfel und Steinobst zusammen hinein und lasst sie bei Zimmertemperatur liegen. Es darf ruhig 20-22 Grad warm sein!
Prüft regelmäßig, ob eure Pfirsiche schon reif und weich sind – auch, um Schimmel zu vermeiden. Achtet außerdem darauf, dass die Früchte stets trocken sind und etwas Abstand zueinander haben, damit sich keine Druckstellen bilden.
Pfirsiche und Co. schmecken erst dann richtig schön süß und aromatisch, wenn ihr sie leicht eindrücken könnt (Aprikosen werden insgesamt deutlich weich). Wartet ab, bis die Früchte schön reif sind, denn sind sie erst einmal aufgeschnitten, reifen sie auch nicht mehr nach.
Auch an dieser Stelle empfehlen wir euch den Kauf von Bio-Steinobst. Dieses schmeckt häufig aromatischer. Bio-Obstbauern verzichten auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Düngemitteln und Pestiziden. Besser für Insekten und Bodenlebewesen.
- Achtet schon im Supermarkt darauf, dass Pfirsiche und anderes Steinobst möglichst reif sind (vermeidet aber faule Stellen).
- Lagert Steinobst und Äpfel zusammen, um das natürliche Ethylen der Äpfel zu nutzen.
- Bereits reife Pfirsiche solltet ihr nicht zusammen mit Äpfeln lagern, da dies Fäulnis begünstigen kann.
- Nehmt das Obst nach dem Kauf aus der Plastikverpackung, um Kondensationsfeuchtigkeit zu vermeiden.
- Achtet darauf, Steinobst stets trocken zu lagern – gegen Fäulnis und Schimmel.
Übrigens: Das Ethylen aus Äpfeln könnt ihr auch zum Nachreifen anderer Lebensmittel wie Avocados oder Bananen nutzen. Wichtig: Reife Früchte können dann aber schneller faulig werden. Deshalb solltet ihr reife Pfirsiche (und anderes Steinobst) nicht neben Äpfeln lagern.
Wenn Pfirsiche schimmeln, solltet ihr die ganze Frucht in den Kompost geben. Schneidet schimmlige Stellen also nicht weg, da sich die unsichtbaren Schimmelsporen bereits in der ganzen Frucht ausgebreitet haben – auch, wenn sie noch nicht sichtbar sind.
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Wir haben den Artikel am 18.8.2025 überarbeitet.
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