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„Iss was dir schmeckt“ - wie Kampagnen der Tierindustrie uns beeinflussen

Bilder aus der Geflügelindustrie, die man in der Werbung selten sieht.
Bilder aus der Geflügelindustrie, die man in der Werbung selten sieht.
Bild: Canva

Der Slogan „Iss was dir schmeckt“ wird in Werbekampagnen der Tierindustrie verwendet. Er stellt Genuss und persönliche Freiheit in den Mittelpunkt. Kritiker sehen darin eine verkürzte Botschaft, die Fragen zu Gesundheit, Tierhaltung und Umwelt ausblendet. [Kommentar]

„Iss, was dir schmeckt“, das wollen dir Industrieverbände vorgeben. Doch wir sagen: „Iss, was dir schmeckt - und was dir gut tut“.

Unter diesem Motto möchten wir dich bestärken, freie und gute Entscheidungen für deine Ernährung zu treffen.

Als Gegenmittel gegen millionenschwere Werbekampagnen von Massentierhaltern und ihren Verbänden. Die sagen "Iss, was dir schmeckt" – wir glauben, sie wollen, dass wir nachlässig werden und Industrieprodukte aus Massentierhaltung kaufen!

Wusstest du:

  • Industrieverbände werben mit Millionen-Budgets für ungesunde Produkte aus Massentierhaltung. Manchmal stammen diese Gelder sogar direkt oder indirekt aus unseren Steuern!
  • Mehr als die Hälfte des untersuchten Geflügelfleisches war laut einem Test von Januar 2026 mit resistenten Keimen belastet! Resistente Keime können entstehen, wenn Antibiotika gegeben werden. Wie krank waren die Tiere?
  • Viele Hühner, Schweine und Kühe werden in Deutschland unter Bedingungen gehalten, die Tierschutzorganisationen für extrem tierquälerisch halten. Viele Tiere können schon von ihrer Genetik her kein gesundes Leben führen.

Iss was dir schmeckt - und denk nicht nach?

Iss was dir schmeckt? Ist das schon alles, worauf es ankommt?

In Deutschland gilt rund die Hälfte der Erwachsenen als übergewichtig. Werbung beeinflusst nachweislich unsere Essgewohnheiten.

Denn "iss, was dir schmeckt" ist oft auch so gemeint: Denk nicht weiter drüber nach!

Deshalb ist es wichtig, zu essen was dir schmeckt - aber bitte mit Köpfchen!

Manche Werbekampagnen wollen nicht deinen Geschmack herausfordern - sondern dich beeinflussen. Sie setzen auf Wiederholung und Emotion. Indem sie teure Werbeslots und bezahlte Models buchen, um dieselben Botschaften tausendfach zu verbreiten.

Viele Menschen glauben es irgendwann. Sie glauben, dass es Freiheit bedeuten würde, Industrieprodukte zu essen. Deshalb gibt es diesen Artikel.

→ Werbekampagnen: So kupfert die Tierindustrie bei der Tabaklobby ab!

Tofu enthält viel pflanzliches Protein, darunter wertvolles Lysin.
Bild: yuliiaholovchenko / Adobe Stock

Iss was dir schmeckt - und was dir gut tut!

Die Industrie will, dass du isst, was dir schmeckt?

Sie will, dass du ihre Produkte kaufst und nicht weiter nachfragst!

Wenn wir nur essen, worauf wir spontan Lust haben, dann landen wir bei Chips, Eiscreme und wässrigem Geflügelfleisch – oft mit resistenten Keimen.

Klar schmeckt das, wenn genug fettige und salzige Panade daran klebt. Doch wir zahlen einen teuren Preis. Denn Gesundheit ist unbezahlbar.

Wusstest du, dass Ballaststoffe enorm wichtig für unsere Gesundheit sind – und dass Tierprodukte überhaupt keine Ballaststoffe enthalten?
Hast du gewusst, dass verarbeitetes Fleisch krebserregend ist (laut WHO)?

Dein Geschmack ist nicht neutral. Er wird durch dein Umfeld, deinen Freundeskreis und auch durch Werbung geprägt und manipuliert.

Würden Massentierhalter Werbung für ihre Produkte machen, wenn es nichts bewirkt? Eben!

Doch genauso, wie wir alle als Allgemeinheit für die Umweltschäden der Tierindustrie bezahlen, tragen wir auch die Gesundheitsfolgen.

Ein veganes Tofu-Sandwich.
Pflanzlich und ballaststoffreich = schmeckt und ist gut für die Gesundheit.
Bild: yuliiaholovchenko / Adobe Stock

Iss, was dir schmeckt - und was du vorher sehen kannst

Iss, was dir schmeckt – das klingt nach Freiheit. Doch Freiheit braucht Information.

Könntest du sehen, wie Tiere in deutschen Massentierhaltungen gehalten werden - vielleicht würde dir der Appetit vergehen.

Deshalb schotten sich Massentierhalter vor der öffentlichen Debatte ab – und erfinden lieber "Tierwohl"-Siegel, um ihre Produkte zu schmücken

Wusstest du, dass es keine Garantie gibt, dass "Tierwohl"-Produkte nicht aus schlimmsten Zuständen kommen?

Doch genau diese Freiheit einer informierten Kaufentscheidung wollen Massentierhalter verhindern, indem sie ihre Betriebe mit Videokameras ausstatten und vor öffentlichen Einblicken abschotten.

Hast du gewusst: Geflügelmäster erhalten beim Ausbruch der Geflügelpest bis zu 110 Euro Entschädigung - pro Tier! Ein Teil davon kommt direkt aus unseren Steuern.

Dabei sind es gerade die Massentierhaltungen mit hohen Bestandsdichten, die die Verbreitung dieser Seuchen erst fördern!

Diese Industrie lagert ihre Betriebsrisiken, die Umwelt- und Gesundheitsschäden auf die Allgemeinheit aus. Und viele Tiere leiden.

Milliarden aus unseren Steuergeldern fließen jedes Jahr in die deutsche Tierindustrie. Doch die Gewinne behält sie selbst.

Deshalb:

  • Iss, was du guten Gewissens vertreten kannst.
  • Iss, worüber du Bescheid weißt.
  • Iss, was du auch dann noch essen würdest, wenn du wüsstest, wie es produziert wurde.

Iss, was dir schmeckt – und was dir gut tut!

Hintergrund zu „Iss was dir schmeckt“

  • Was bedeutet „Iss was dir schmeckt“?
    Der Werbe-Slogan stellt Genuss und persönliche Freiheit in den Mittelpunkt. Er vermittelt die Botschaft, dass beim Essen allein der eigene Geschmack entscheiden sollte. Teilweise werden bewusste und gesunde Ernährungsformen implizit als Verzicht dargestellt.
  • Wer nutzt den Slogan „Iss was dir schmeckt“?
    Er wird in Werbekampagnen rund um Fleisch- und Tierprodukte verwendet, um Konsum positiv und unkompliziert darzustellen.
  • Warum wird der Slogan kritisiert?
    Kritiker bemängeln, dass Fragen zu Tierhaltung, Umweltfolgen und gesundheitlichen Risiken dabei kaum thematisiert werden.
  • Beeinflusst Werbung wirklich unsere Essgewohnheiten?
    Studien aus der Konsumpsychologie zeigen, dass Wiederholung, Emotionen und soziale Bilder Kaufentscheidungen messbar beeinflussen können.

Veröffentlichung:

Autor: Kilian Dreißig

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Diskussion im Forum:
initiative fleisch: iss was dir schmeckt 🤔
Letzter Beitrag: 10. Feb. von kilian.

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