Vom Vegetarier zum Veganer - das sind die Gründe

Erstellt 20.02.2020, von kilian. Kategorie: Vegpool aktuell. 6 Antworten.

Vom Vegetarier zum Veganer - das sind die Gründe
20.02.2020
Warum es sich lohnt, vom Vegetarier zum Veganer zu werden:
https://www.vegpool.de/magazin/vom-vegetarier-zum-veganer.html
Wer von euch war ebenfalls Vegetarier, bevor er beschloss, vegan zu werden?
Was hat euch dazu bewegt?
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20.02.2020
Ich war über 37 Jahre lang Vegetarier, bevor ich seit Juli 2019 versuche, vegan zu leben. Mein Grund war, dass ich in den letzten Jahren ein immer schlechteres Gewissen bekommen habe, da mir mehr und mehr bewusst wurde, dass auch für vegetarische Ernährung Tiere leiden und sterben müssen. Durch dieses Forum wurde ich gut motiviert, ermutigt und auch begleitet, diesen Weg zu versuchen und es war und ist VIEL leichter als ich gedacht und befürchtet habe/hatte.

Danke für den Artikel, der das alles schön und knapp zusammenfasst.


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20.02.2020
Ich war schon 10 Jahre Vegetarierin, bevor ich im November 2010 dann endlich vegan wurde. Der Grund dafür war, dass ich es nicht länger mit meinem Gewissen vereinbaren konnte, für meinen Genuss Tierleid in Kauf zu nehmen. Eine Zeitlang hatte ich mich damit beruhigt, dass ich Bio-Produkte gekauft habe, aber ich wusste insgeheim, dass dies nicht ausreicht.


Vielleicht hätte ich mich schneller entschlossen, wenn ich allein gelebt hätte. Aber ich war damals noch verheiratet, und leider mit jemandem, der es schon blöd fand, dass ich Vegetarierin war, wobei er es am Anfang unserer Beziehung noch ganz toll und alternativ fand, doch ich nehme an, dass er es nur für eine Phase hielt. Und unsere Ehe war jedoch inzwischen seit Jahren nicht mehr gut und ging jetzt ganz den Bach runter, aus vielen Gründen.

So fiel mein neues Leben als Veganerin mit der Trennung von meinem Mann und dem Umzug in eine eigene Wohnung zusammen... Und das alles war die beste Entscheidung meines Lebens. Ich hätte noch nicht gedacht, dass es mir so leicht fallen würde, dabei hab ich Vollmilchschokolade geliebt und war der totale Käse-Junkie. Aber mein Appetit darauf war schlagartig weg, als ich daran dachte, welches Tierleid damit verbunden ist.
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20.02.2020
Meine Übergangsphase war, im Gegensatz zu den meisten hier, offensichtlich sehr kurz. Ich weiß nicht mehr genau, aber ich glaube es waren drei Monate.


Earthlings machte mich über Nacht zum Vegetarier. Die Bilder haben es geschafft, dass ich kein Fleisch mehr essen mochte. Ich war so getroffen und geschockt, dass ich mich mit Milch und Eiern gar nicht mehr befasst habe. Außerdem war es mir auch gar nicht so bewusst, dass die Tiere hier genauso sehr leiden müssen.

In den folgenden drei Monaten erfuhr ich schließlich immer mehr Wahrheiten über diese brutale Ausbeuterindustrie und es folgte der einzig logische und konsequente Schritt zum Veganismus. Um das Tierleid zu vermindern war mir recht schnell klar, dass es keine andere Lösung gibt.

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20.02.2020
Bei mir hats leider auch viel zu lange gedauert: seit 1998 Vegetarier, und glaubte, an mein gutes Gewissen.
Sogar, als ich eines Nachmittags die Vorankündigung eines Filmes über die "Turbokühe" hörte.
Ich weiß es noch, wie als wäre es gestern gewesen. War kurz bei Freunden, und hatte vorher den
Fernseher vergessen, aus zu machen. Zurück bin ich gleich in der Küche beschäftigt gewesen, und höre mit einem Ohr a.d. Fernseher: "...und neuerdings gibt es noch heftigeres zu berichten",über diese Kühe, und es zog mich vor die Glotze. Da war a.d. Bilschirm ein Kälbchen in der Fruchtblase zu sehen, und sie sagten, dass nun auch hochtragende Kühe geschlachtet werden, und das Kalb während dieses Prozesses langsam stirbt.
Und ich dachte: Wieso muß ausgerechnet ich das sehen, denn, bei der Vorankündigung dachte ich noch: nee, ich bin doch gaanz unschuldig, ich muss das nicht sehen. Und dann, schlagartig, war mir klar, warum: ich wußte es schon ewig, aber die Verdrängung war zu stark, und dann war es überhaupt KEIN Problem mehr, vegan zu werden. Die allerbeste Entscheidung meines Lebens!
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20.02.2020
Ich bin seit ca. 1982 Vegetarierin, damals gab es leider nur ganz selten auch schon Veganer, ein paar davon haben wir dann bei den Silvestertagungen des Vegetarierbundes (heute Proveg) und bei einzelnen Herbstseminaren kennengelernt. Für mich damals noch kaum machbar, da es außer beim Italiener mal Nudel mit Olio-Aglio oder beim Chinesen- buddhistische Fastenspeise :green: bei den Deutschen Restaurants fast null Angebote gab. Wir waren Anfang der 80er Jahre bei einem Hof im Schwarzwald, der dann abgebrannt ist, glaube es war bei den Nazoräern - dort haben wir nur vegane Speise gehabt. Aber es war fast nur Haferbrei und andres damals langweiliges Essen. Das wollten wir dann- noch - nicht. :crazy: Erst ab dem 21. Jhdt wurde es auch bei einigen deutschen Restaurants und in Biomärkten langsam möglich, veganen Milchersatz etc zu erhalten. Da ich aber bis 2013 mittags-noch bei den Eltern aß- weil ich dort auch arbeitete- war das noch mit Zugeständnissen verbunden, dort eben vegetarisch zu essen.
Ab dann wurde es langsam immer mehr mit dem veganen Anteil an meinem Essen, heute ist es fast 98% . PeeBee u.a. in meinem Alter , die werden das sicher bestätigen können, wie es am Anfang war. :D

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20.02.2020
Ja, das war damals nicht einfach, Metta. Und teuer, da man Aufstriche etc. fast nur in Reformhäusern bekam. Andere "Ersatze" gab es nicht, man musste erfinderisch sein oder sehr schnell frustriert. Seit damals resultiert meine sehr getreide-orientierte Ernährung, denn die gab es damals schon :-)
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