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Protein - die wichtigsten veganen Quellen

Erstellt 30.06.2021, von kilian. Kategorie: Vegpool aktuell. 36 Antworten.

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Benutzerbild von kilian
Themen-Startervegan8.302 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
28.12.2025
Bei Tofu ist es ähnlich wie mit Fleisch: man muss ihn würzen und verarbeiten damit er schmeckt. 👍😋

Benutzerbild von Dana
vegan5.296 PostsweiblichSchwarzwaldLevel 4
28.12.2025
Ich würde doch noch einmal gerne näher auf das Thema Proteine eingehen: Oft entsteht hier der Eindruck, als gäbe es „das eine Protein“ und als wäre Tofu so etwas wie die ultimative Proteinquelle. Das greift meiner Meinung nach zu kurz.

Proteine sind keine einzelne Substanz, sondern bestehen immer aus Aminosäuren. Der menschliche Körper braucht davon 20, 9 davon sind essentiell, d. h. sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Entscheidend ist dabei nicht nur die Proteinmenge, sondern das Aminosäureprofil.

Soja bzw. Tofu enthält zwar alle essentiellen Aminosäuren und gilt deshalb formal als „vollständiges“ Protein. Gleichzeitig ist es aber bei Methionin und Cystein klar limitiert, teils auch bei Tryptophan. Das bedeutet: Der Körper kann das Protein nur so gut verwerten, wie es die knappste Aminosäure erlaubt.

Deshalb ist Tofu kein schlechtes, aber eben ein begrenztes Protein. Wer ihn als Hauptproteinquelle nutzt, sollte Proteine gezielt kombinieren (z. B. Hülsenfrüchte + Getreide), um ein ausgewogeneres Aminosäureprofil zu erreichen. Mehr Protein allein löst dieses Problem nicht.

Proteinqualität ist mehr als ein Zahlenwert. Es geht um Zusammensetzung und Verfügbarkeit.

Noch als Ergänzung: Proteine sind grundlegend für den gesamten Körperaufbau, nicht nur für Muskeln, sondern auch für Enzyme, Hormone, Immunsystem und Gewebe. Entsprechend werden häufig etwa 1,5–1,8 g Protein pro kg Körpergewicht empfohlen. Sinnvoll ist es außerdem, diese Menge auf mehrere Mahlzeiten zu verteilen (z. B. drei), statt alles in eine zu packen, da der Körper Protein nur begrenzt auf einmal verwerten kann.
Allein für ca. 30 g Protein pro Mahlzeit braucht man bereits rund 200 g festen Tofu (fast einen ganzen Block). Auch hier zeigt sich, dass nicht nur die Proteinmenge, sondern auch das Aminosäureprofil entscheidend ist.

1x bearbeitet

Benutzerbild von Salma
vegan3.046 PostsweiblichBerlinLevel 4
28.12.2025
also ich lese ja gerne bei bevegt.de für sportler nach...

die haben eine sehr gute seite zum thema protein, und auch tolle rezepte, auch als newsletter, im sinne von "a grain a green and a bean":
https://www.bevegt.de/eiweiss-protein-vegan/

https://www.bevegt.de/rezepte/

zum tofu:
ich liebe ja diesen chili tofu von edeka, einfach direkt kalt schon sooo köstlich
https://verbund.edeka/presse/produktsteckbriefe/vehappy-grill-pfannen-tofu-mariniert-sweet-chili-2.html
😋

Benutzerbild von Crissie
vegan1.066 PostsweiblichLevel 4
30.12.2025
Einen Block Tofu pro Mahlzeit futter ich locker weg. 😁 Und klar isst man noch andere Sachen, die auch Eiweiß haben.


Für Vegan Einsteiger:innen finde ich Tofu so wichtig, weil man satt wird, ohne viel Fett oder Kohlenhydrate mit zu essen, wie bei Hummus z. B.


Mein Lieblings Tofu ist der Tofu Rosso vom DM, den ess ich auch kalt zur Brotzeit.

Kein Benutzerbild
DorisG.
30.12.2025
@salma DANKE für den Tipp! 😊

@crissie seh ich auch so, ich denke grad am Anfang, kann es halt gut das Stück Fleisch ersetzen, so mein Gedankengang 😉

Benutzerbild von Heinz.Egli
vegan44 PostsmännlichBaselLevel 3
30.12.2025
Bild: ohne Beschreibung+

Zitat DorisG.:
@salma DANKE für den Tipp! 😊

@crissie seh ich auch so, ich denke grad am Anfang, kann es halt gut das Stück Fleisch ersetzen, so mein Gedankengang 😉


Ich hatte heute einen fantastischen Fleischersatz!
Burger von VLove 🍔

1x bearbeitet

Kein Benutzerbild
DorisG.
10.01.2026
gerade zufällig drauf gestoßen 😉
gut & informativ zusammen gefaßt...

https://youtu.be/MgH8mJjFmW8?si=Qk3qdcqLLk96Hs97

Benutzerbild von Libio
vegan2.330 PostsweiblichBERLINLevel 4
11.01.2026
Eine Gedächtnishilfe für ein möglichst gutes Eiweißprofil ist es, jede Woche
30 verschiedene Obst und Gemüse zu essen. incl. Pilze, Hülsenfrüchte, Nüsse, Kräuter, gekeimte Saaten und Sprossen.

Wir hatten hier voriges Jahr eine Challenge, das war für mich sehr interessant.

https://vegpool.de/forum/vegan-gesundheit/meine-juni-challenge-1.html

2x bearbeitet

Benutzerbild von Dana
vegan5.296 PostsweiblichSchwarzwaldLevel 4
11.01.2026
Zitat Libio:
Eine Gedächtnishilfe für ein möglichst gutes Eiweißprofil ist es, jede Woche
30 verschiedene Obst und Gemüse zu essen. incl. Pilze, Hülsenfrüchte, Nüsse, Kräuter, gekeimte Saaten und Sprossen.


Der Fokus meiner Challenge lag nicht auf Protein oder einem „Eiweißprofil“, sondern klar auf Vielfalt für den Darm. Ziel war es, möglichst viele unterschiedliche pflanzliche Lebensmittel zu essen, damit das Mikrobiom mit verschiedenen Ballaststoffen, sekundären Pflanzenstoffen, Bitterstoffen usw. versorgt wird.

Obst und Gemüse liefern davon reichlich, enthalten aber – Hülsenfrüchte ausgenommen – eher wenig Protein. Die Idee hinter den 30 Sorten pro Woche war daher kein Protein-Konzept, sondern ein Mikrobiom- und Gesundheitsansatz.
Ein gutes Eiweißprofil erreicht man über gezielte Auswahl und Kombination proteinreicher Lebensmittel, nicht über bunte Vielfalt allein.

1x bearbeitet

Kein Benutzerbild
DorisG.
11.01.2026
DANKE fürs richtig stellen Dana! Wollte gerade nochmal nachhaken... 🙃

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