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Erstellt 22.10.2025, von A76. Kategorie: Vegan kochen & backen. 49 Antworten.

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231 PostsLevel 2
21.12.2025
Liebe/r A76; ich habe mir gestern extra die Doku über "Lebe gesund" angesehen:
fand es wieder mal (typisch ZDF) sehr einseitig! Ja, schlimm für den damals 15-j. Jungen mit der offensichtl gestörten Mutter (aber wo gibt´s die nicht, wenn ich z.b. an mich denke..). Und: definiere mal das Wort "Sekte".. (wer fällt da alles drunter??) Und ja, die wollen Geld verdienen und kaufen immer mehr Land dazu.
Ich war vor > 25 Jahren öfters sonntags in deren Ort urchristlicher Begegnung, als es das noch in Erfurt gab. Aufmerksam bin ich durch ein tolles Plakat in der Stadt geworden mit getöteten Tieren drauf. Ich bin ja katholisch aufgewachsen, aber ausgetreten aus der Kirche u.a. wegen der Haltung zu Tieren (und zu Frauen). Ich weiß noch, dass ich damals sehr aufgeregt war : gehe ich rein oder lieber doch nicht? Wenn das nun eine ganz schlimme Sekte ist?? Aber, bei den Urchristen fühlte ich mich dann richtig aufgehoben und freute mich immer auf die Veranstaltungen. Und nie hat man versucht, mich zu beeinflussen!
Ich war auch mal mit meinen Kindern zu einem Wochenende auf deren Gnadenhof (Johannishof). Es war sehr interessant für mich: ich kam bei einer Dame unter, die ich vom Wochenmarkt kannte. Die Kinder waren bei den Tieren und ich konnte mir das Einkaufsland anschauen, machte eine Führung durch die Bäckerei mit und konnte die Steinmühlen besichtigen. Auch das Land war sehr schön: überall auf den Äckern gab es Teiche/Wasserstellen für die Tiere, Benjeshecken, kleine Wäldchen.. Auf der Apfelplantage war am Ende jeder Baumreihe eine Statue, ein Rosenbusch , ein Brunnen oder eine Futterstelle für Vögel.
Den Streit mit den benachbarten Orten gab es damals schon: klar; wenn die Urchristen Land erwerben, wird das sofort jagtfrei gestellt - das gefällt nicht jedem! Und da sie die Kirchen sehr kritisieren, gefällt das auch nicht jedem und wird sehr mißtrauisch beäugt!
Ich habe eine Zeit lang in Erfurt auf dem Wochenmarkt beim Verkauf von "Lebe gesund" geholfen und die Lebensmittel schätzen gelernt. Ich bestelle heute noch regelmäßig dort.
Außerdem: schaut ihr denn immer so ganz genau hin, was ihr kauft?? Ich denke da an die schlimmen Dokus über Kinderarbeit bei dem Kakaoanbau. Oder: sicherlich habt ihr doch alle ein Handy/Smartphone: wie ist das mit dem Lithium-Abbau, den Kriegen um die seltenen Erden?? Ich kann z.B. keinen Orangensaft mehr trinken oder kaufe auch nur selten Bio-Orangen (wenn meine Tochter mich besucht), nachdem mir (auch vor > 25 Jahren) ein Bauingenieur, der in Südamerika mehrere Baustellen betreute und lange vor Ort war (und eigentlich nichts mit Bio oder so am Hut hatte) erzählte, nachdem er die Plantagen gesehen hatte und die Menschen, die dort leben mußten, und die Flugzeuge mit den Pestiziden, die über die ungeschützten Menschen flogen, esse er keine solchen Orangen mehr. Er musste immer an die kranken Kinder und Arbeiter denken. Irgendwie kann ich seine Berichte nicht vergessen.
Ich weiß auch nicht, warum sich die Urchristliche Gemeinschaft mittlerweile so zurückgezogen hat. Damals gab es z.B. in Erfurt regelmäßige Demos gegen die Jagd, bei denen ich auch dabei war. Wir hatten damals (wie heute Anonymous for the voiceless) schon Bildschirme dabei mit Szenen vom Schlachthof (kann mich noch an entsetzte Kommentare der Menschen erinnern: "Das passiert aber doch nicht hier in Deutschland!?").
Ich bin für jeden, der Tiere respektiert und schützt, sehr dankbar.

Benutzerbild von Heinz.Egli
vegan40 PostsmännlichBaselLevel 3
21.12.2025
Herzlichen Dank für deinen Beitrag!
Deine Worte haben viel mehr Wert wie die TV Doku.

Dankeschön ❤️


Die Produkte von Lebe Gesund sind einwandfrei!
Dass die Produzenten Jesus als Vorbild haben gefällt mir grundsätzlich.
Ich bin aber kein Mitglied ihrer Glaubensgemeinschaft, weiss aber von sämtlichen Bauern, Firmen, Produzenten wo ich täglich einkaufe nicht, an was Sie glauben…

1x bearbeitet

Benutzerbild von Friedhelm
vegan449 PostsmännlichBad Münstereifel Level 4
21.12.2025
Ich bin da neutral.
Nur bei der Bezeichnung "Sekte" muss ich immer schmunzeln:
Was ist im Christentum eine Sekte?
Ich habe vor vielen Jahren einmal in "Religion" gelernt: Eine Sekte (im Christentum) ist eine Gruppe, deren Glauben von der Bibel abweicht oder vieles hinzufügt."
Da hatte ich dann gefragt, ob nach dieser Definition die katholische Kirche (Heiligenverehrung, Rolle Marias) nicht die größte Sekte auf diesem Planeten sei.
Dann bekam ich Ärger mit dem Pfarrer und durfte dem Unterricht fernbleiben (und bekam trotzdem eine 1)😂
Ich gehöre heute keiner Kirche oder Religion (mehr) an.
Mir ist es egal was jemand glaubt.
Nur der Mensch zählt.

Benutzerbild von Heinz.Egli
vegan40 PostsmännlichBaselLevel 3
22.12.2025
Ja Friedhelm, immerhin ist deine Meinung friedlich ☺️
Die Religionskriege zeugen da vom Gegenteil 😪
Und Inquisition, Hexenverbrennungen etc. haben mit der Lehre von Jesus auch nichts zu tun.
Unverständlich auch, dass christliche Staaten noch immer die Todesstrafe kennen😪

Mein Vorbild ist und bleibt Jesus mit seiner Bergpredigt ohne Sekte…..

Benutzerbild von Libio
vegan2.301 PostsweiblichBERLINLevel 4
22.12.2025

Die Bergpredigt wird romantisiert. Davon mal abgesehen, dass es nicht sicher ist, ob dieser Jesus überhaupt existierte.
Was wirklich in der Berpredigt steht (prüft es gern nach!):
http://www.bibelkritik.ch/bibelkritik/c10.htm

Benutzerbild von Dana
vegan5.281 PostsweiblichSchwarzwaldLevel 4
22.12.2025
Zitat Heinz.Egli:
weiss aber von sämtlichen Bauern, Firmen, Produzenten wo ich täglich einkaufe nicht, an was Sie glauben…


Genau so sehe ich das auch. Bei LebeGesund wird offen kommuniziert, woher die Produkte kommen und wofür das Unternehmen steht. Das finde ich absolut in Ordnung, zumal mich die Qualität der Produkte überzeugt.

Letztlich weiß ich bei vielen anderen Lebensmitteln auch nicht, welche Überzeugungen der Bauer, Produzent, Zwischenhändler oder Händler hat. Entscheidend ist für mich am Ende Transparenz und Qualität.

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Bluemoon
22.12.2025
Sehr spannende Diskussion.

Liebe Thüringern ein spitzen
Beitrag , finde ich.
Danke dafür.


Kein Benutzerbild
231 PostsLevel 2
23.12.2025
Das hatte ich vergessen: es gab damals nach den Veranstaltungen der Urchristen immer noch ein gemeinsames Essen, bei dem jeder was mitbrachte. Und es war für mich (immerhin vor > 25 Jahren, da war man ja als Veganer noch sehr alleine) immer ein ganz tolles Gefühl, unter Gleichgesinnten zu sein! Das tat gut!

Benutzerbild von Friedhelm
vegan449 PostsmännlichBad Münstereifel Level 4
23.12.2025
Ja.
Sich zugehörig/angenommen fühlen tut immer gut.

Benutzerbild von kilian
vegan8.262 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
23.12.2025
Als ich noch Aktivist war, waren UL-Leute auch manchmal mit auf Demos, vor allem gegen Jagd. Ich erinnere mich an die typischen Löcher in deren Plakaten, damit die weniger windanfällig sind. Daran könnten wir zuverlässig UL-ler erkennen (und natürlich ausschließen, denn Doorkeeping war unser Ding damals, vor ca. 15 Jahren 😌).

Heute sehe ich einiges anders. Den Johannishof habe ich auch besucht, irgendwann. So idyllisch!

Ist halt abgekoppelt von der echten Welt, ein kleines Paradies. Bestimmt leben da auch eigenartige Menschen. Das ist ja vielleicht normal für Gemeinschaften, die sich abschotten. Aber lieber auf diese Weise komisch, als aggressiv Tiere zu quälen. 🤷

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