Das Thema mehrere kleine Mahlzeiten oder lieber wenige größere Mahlzeiten hängt natürlich immer auch vom Menschen selbst ab. Es gibt durchaus Menschen, die mit drei normalen Mahlzeiten nicht gut zurechtkommen. Für sie können mehrere kleine Mahlzeiten sinnvoller sein. Das betrifft aber meiner Meinung nach eher Ausnahmefälle oder bestimmte Krankheitsbilder, die man individuell betrachten muss.
Für einen gesunden Menschen halte ich persönlich drei Mahlzeiten am Tag für optimal. Der Magen-Darm-Trakt braucht einfach Zeit, um Nahrung zu verdauen und zu verarbeiten, und sollte nicht ständig von oben wieder mit Neuem beschäftigt werden. Der Körper braucht auch Ruhephasen.
Das kenne ich auch aus meiner Ayurveda-Ausbildung. Dort spricht man davon, dass durch das ständige Nachschieben von Nahrung die vorherige Nahrung nicht vollständig verarbeitet wird und sogenannte „Ama“ entsteht, also Stoffwechselrückstände oder „Schlacken“, die den Körper belasten können.
Außerdem wird bei jeder Mahlzeit mTOR aktiviert. mTOR ist ein körpereigener Signalweg, der Wachstum und Aufbauprozesse steuert und dieser sollte nicht dauerhaft aktiv sein, sondern auch immer wieder Ruhephasen haben.
Ich selbst esse grundsätzlich ebenfalls nur drei Mahlzeiten am Tag. Aktuell morgens einen Bulletproof Coffee (ich bin übrigens wieder von Kakao zurück auf Kaffee gewechselt). Mittags esse ich meinen Nusspudding und abends dann die Hauptmahlzeit des Tages. Das hängt bei mir aber auch mit meinem Beruf zusammen, da ich nachmittags kaum Zeit zum Essen habe.
Grundsätzlich wäre ideal, die Hauptmahlzeit eher mittags zu essen. Trotzdem funktioniert meine aktuelle Verteilung für mich sehr gut. Ich liege ungefähr bei 500 Kalorien morgens, 500 mittags und rund 1000 Kalorien abends. Auch die Makronährstoffe sind entsprechend sinnvoll verteilt.
Zitat Seelchen:
Plus spät ein paar Paranüsse
Mit Paranüssen wäre ich persönlich eher vorsichtig. Zum einen können sie durch die Böden und Regionen, in denen sie wachsen, teilweise relativ hoch radioaktiv belastet sein. Paranussbäume haben extrem tiefe Wurzeln und nehmen dadurch besonders viele Stoffe aus dem Boden auf und leider eben nicht nur die guten.
Außerdem sind Paranüsse häufig mit Schimmelpilzen belastet, was man äußerlich oft gar nicht erkennt. Gerade bei empfindlichen Menschen kann das problematisch sein.
Und wenn man Paranüsse hauptsächlich wegen des Selens isst, finde ich das ebenfalls eher schwierig, weil der Selengehalt extrem schwanken kann. Man weiß also nie genau, wie viel Selen man tatsächlich aufnimmt. Mal ist es sehr wenig, mal sehr viel. Deshalb arbeite ich persönlich lieber mit einer gezielten und kontrollierten Selenzufuhr.