Vernünftige B12 Supplementation existent?

Erstellt 25.12.2019, von Fantasieland. Kategorie: Gesund vegan leben. 57 Antworten.

27.12.2019
Zitat PeeBee:Warum nimmst Du denn nicht einfach einmal im Monat eine 1000µg-Tablette/Kapsel? Das ergibt pro Tag ca. 33µg, also deutlich unter der von Dir behaupteten Maximalgrenze von 55µg. Da die Leber in recht ordentlichem Umfang B12 speichert, ist es völlig egal, ob ich täglich 30 oder monatlich 1000 µg nehme. So mache ich es nämlich.

Die Rechnung geht meines Wissens nicht auf. Mir ist bekannt, dass sich der Großteil unseres B12 Speichers in der Leber befindet und der Rest überwiegend in der Muskulatur. Der Gesamte B12 Prozess ist alles in allem jedoch ziemlich komplex und verwirrend. Abgesehen von der Aufnahme per intrinsischem Faktor können nur 1%-2% (tendenziell 1%) per passiver Diffusion aufgenommen werden. Die Bioverfügbarkeit wird durch größere Mengen verringert. Was genau mit dem Überschuss geschieht und weshalb es zu stark erhöhten Krebsraten führt weiß ich nicht. Bislang wurde gedacht, dass der komplette Überschuss ohne Nebenwirkungen einfach ausgeschieden wird, das wurde nun aber in einigen Studien widerlegt. Allein deshalb ist es meiner Meinung nach ein unnötiges Risiko solche starken Konzentration einzunehmen.
Unabhängig davon macht es meiner Meinung nach meistens mehr Sinn etwas regelmäßig in geringeren Dosen zu tun als im Überschuss. Man isst auch nicht die Kalorien für 1 Monat, duscht 1 mal für 3h pro Monat oder trainiert 1 Tag für 12h im Monat. In den meisten Fällen fügt ein sehr großes Übel deutlich mehr Schaden zu als etliche kleine Übel.

Zitat PeeBee:Aber ganz ehrlich: So ganz verstehe ich dieses extreme Misstrauen gegen die "ach so böse" Pharmaindustrie nicht. Zumindest nicht in dem generellen, ja, universellen Maßstab, den Du hier anlegst. Gegen die Hersteller der Chlorella-Tabletten und gegen die Produzenten der Cornflakes hast Du kein Misstrauen? Gegen letztere wäre MEIN Misstrauen aber grösser als gegen manche Pharmafirmen...

Ich Misstraue quasi alles und jedem, aber in unterschiedlichem Maß. Es ist schwierig sich allem zu entziehen. Ab einem gewissen Punkt kann man nur mit den Schultern zucken und die möglichen Konsequenzen akzeptieren. Aber man kann versuchen sie nach bestem Ermessen zu verringern.
Bei den Cornflakes und den Milchersatzprodukten handelt es sich um Produkte von großen Konzernen die weitreichend erhältlich sind. Sie können sich zumindest nicht unter dem Radar bewegen und werden Regelmäßig geprüft. Bei großer Verbreitung ist die Chance auch deutlich höher, dass Stichproben von differenzierten und unabhängigen Instituten genommen werden.

Zitat DaisyDuck:
Was hälst Du von diesem B12 Produkt, ist von Dr. Jacob’s, der im obigen Video das Thema Betrug erwähnt, da kann man bestimmt vertrauen:
drjacobs-shop.de/vitalstoffe/270/b12-phospholipid-50-ml?c=15

Danke für die Empfehlung. Das könnte wirklich etwas sein. Er selbst hat auf seiner Seite zwar auch kein DIMDI-Zertifikat und auch kein eigens eingestellten Labortest, aber sein Produkt ist in einigen Apotheken mit DIMDI-Zertifikat erhältlich.

Zitat FriendlyFox:
Wann ist ein B12-Ergänzungsmittel für Dich "brauchbar" und wann "aus vertrauenswürdiger Quelle"? Darüber müssen wir uns zunächst unterhalten.

Wirklich vertrauen tue ich niemandem. Aber ein akzeptabler Anbieter wäre für mich jemand der nicht gänzlich unbekannt ist, sich nicht davor drückt sich mit den wichtigen Zertifikaten auszuweisen und deren Anforderungen gerecht wird. Ein engagierter und seriöse Vertreiber müsste sich selbstständig um diese Nachweise bemühen. Das Bio-Label holt sich doch auch fast jeder ab. Und jemand der etwas wirklich gutes produziert übertrifft z.B. die Anforderungen für das Bio-Zertifikat bei weitem.
Ein vernünftiges B12 wäre für mich eines von einem möglichst vertrauenswürdigem Händler mit DIMDI-Zertifikat, vernünftiger Konzentration und Dosierung/Dosierungsmöglichkeit, also höchstens 20ug, guter Wertigkeit, am besten MHA und möglichst wenig Zusatzstoffen. Die vorhandenen Zusatzstoffe sollten natürlich sein und keineswegs schädlich oder fragwürdig.

Zitat FriendlyFox:
da es Vitamine gibt, die bei Überdosierung einfach über den Urin ausgeschieden werden. Soviel ich weiß, betrifft das vor allem die wasserlöslichen, wozu unter anderem die B-Vitamine zählen.

Über alle Vitamine weiß ich natürlich nicht bescheid, auch wenn ich es oben generalisiert habe. Es mag welche geben bei denen der Überschuss einfach ausgeschieden wird, aber ich habe nun schon einige Studien gelesen, bei denen festgestellt wurde, dass sich die vorherigen Vermutungen wohl leider als Falsch herausgestellt haben und der Überschuss auch bei wasserlöslichen Vitaminen nicht einfach ausgeschieden wird. Selbiges gilt für Mikropartikel. Es soll häufig vorkommen, dass einige Partikel darunter sind, die klein genug sind um die Zellwand zu durchdringen. Die Folgen sind noch nicht bekannt. Aber es kam im Laufe der Geschichte nun schon oft genug vor, dass sich scheinbar unbedenkliche Dinge im Nachhinein als sehr schädlich entpuppt haben.

Zitat FriendlyFox:
Dazu kommt, daß - wie PeeBee bereits erwähnt hat - Vitamin B12 sehr gut in der Leber zur späteren Verwendung eingelagert werden kann. Auch mit einer 3000fachen Überdosierung gab es laut Niko Rittenau keinerlei Nebenwirkungen. Ob der vertauenswürdig ist, weiß ich nicht. Übrigens ist die Krebsrate unter Veganern/ Vegetariern verschwindend klein, obwohl in dieser Zielgruppe diese "Überdosierungen" generell üblich sind. Wie erklärst Du Dir das?

Leider befassen sich zu wenige Mediziner mit Studien. Es gibt zwar eine Menge Studien und man muss auch schauen ob sie von irgendwem mit gierigen Motiven finanziert werden, aber es gehört nun der Vergangenheit an, dass solche Überdosierungen unbedenklich sind. Es hat sich nur noch nicht genügend herumgesprochen und die genauen Umstände sind auch noch nicht ausreichend erforscht.
Ich selbst habe noch keine Studie bezüglich B12 und Lungenkrebs gesehen, die sich explizit mit Veganer befasst. Weder bin ich mir sicher ob in den existierenden Studien auf Veganer eingegangen wurde oder ob das überhaupt einen relevanten Unterschied macht. Eventuell ergeben sich die erhöhten Krebsraten nur aufgrund der erhöhten B12 Zufuhr in Kombination mit der B12 Zufuhr von Milch- und Fleischprodukten und all den anderen Schadstoffen aus besagten "Produkten".
Ich weiß es nicht, aber ich versuche ein unnötiges Risiko zu vermeiden und die erhöhte Krebsrate in den B12 Studien ist beachtlich. Mir ist auch nicht bekannt ob es überhaupt Krebsstudien per se explizit für Veganer gibt. Für einen solchen geringen Anteil der Weltbevölkerung gibt es womöglich nicht viele aussagekräftige Studien. Auch mit überdosierter B12 Supplementation wird es unter Veganer wohl geringe erhebliche gesundheitliche Beschwerden geben, weil man dafür unzähligen anderen schädlichen Faktoren fernbleibt und in der Regel gesünder lebt.

Zitat FriendlyFox:
Nicht nur zu hohe, sondern durchaus auch zu niedrige Werte können viel Schaden anrichten. Damit wird Deine ganze Rechnerei hinfällig, und DIMDI kannste ebenfalls in der Pfeife rauchen. Wir werden staatlicherseits zwar regelmäßig zu Impfgängen mit äußerst zweifelhaftem Nutzen aufgefordert, aber Werbung mit Warnung vor B12-Mangel habe ich bisher noch nicht gesehen. Die würde es aber geben, wenn das Ziel wäre, Überdosierungen unters Volk zu bringen.

Mir ist klar dass zu niedrige Werte viel Schaden anrichten können. Deshalb supplementiere ich und lasse regelmäßig die Werte testen.
DIMDI ist ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor. Der Großteil der Fälschermafia scheitert an der Hürde DIMDI.
Es gibt natürlich auch Apotheken mit einem regulären, öffentlich zugänglichen Geschäft, die das DIMDI-Zertifikat besitzen und dennoch gefälschte oder verunreinigte Dinge vertreiben, aber diese Fälle sind deutlich seltener und in ihrem Inventar wird wohl auch bei weitem mehr legitim sein als bei den vielen Anbietern die ausschließlich Fälschungen führen.

Zitat FriendlyFox:
Dir ja sicherlich klar, daß sowohl Ärzte als auch hochrangige Politiker, die z.B. auch Grenzwerte für Nahrungsergänzungsmittel oder Richtlinien für die Arzneimittelkontrolle festlegen, auf ihrer Gehaltsliste stehen.

An der Gesetzgebung sind viele Instanzen beteiligt, wovon viele nicht korrupt sind. Bei medizinischen Belangen werden Institute aus dem Fachbereich konsultiert. Es mag sein, dass sie diese kontrollieren, aber viele andere Länder und unabhängige Institute kommen auf ähnliche Werte. Die Nährstoffbezugswerte für die empfohlene Tageszufuhr werden per EU-Verordnung geregelt. Das sollte es nochmals schwieriger gestalten es zu manipulieren. Außerdem bewegen sich die offiziellen Nährstoffbezugswerte zumeist im tendenziell "niedrigen" sicheren Bereich. Von dem was ich bisher gesehen habe sind sie stimmig in Bezug zu neueren Erkenntnissen.

Zitat FriendlyFox:
Bei Punkt 4 ist mir unklar, wieso Du dem Cyanocobalamin (mit drei 'a'!) als ungeeignetster Form den Vorzug gibst.


Wie ich schon geschrieben habe empfinde ich Cyanocobalamin im Verhältnis als das geringste Übel.
Die anderen Optionen wären wie folgt:
-omnivore Ernährung: kommt moralisch nicht in Frage und ist anderweitig schädlicher für die eigene Gesundheit
-fragwürdiger Anbieter: zu hohes Risiko, dass nur Füllstoff oder sogar etwas stark schädliches enthalten ist
-nicht verwertbares B12/kein B12: größeres Risiko als Cyanocobalamin
-Kot essen: kommt nicht in Frage, außerdem schädlich
-sehr hohe Dosen und/oder fragwürdige/schädliche Zusatzstoffe: konkret nachgewiesenen extreme Vervielfachung von Krebsrisiko und Letalität in multiplen Studien

Ich versuche mich mit keiner dieser Optionen abzufinden, deshalb bin ich auf der Suche nach einem vernünftigen Supplement, aber bis dahin erscheint mir als beste Lösung die Überbrückung mit Chlorella und Cyanocobalamin.
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27.12.2019
Wirklich vertrauen tue ich niemandem.

Kann ich Dir nicht verdenken. Das ist leider das Resultat zu dem man gelangt, wenn man sich eine Weile mit den Hintergründen beschäftigt hat. Es scheint mir jedoch sicherer mit Logik sowie Fachauskünften zu speziellen Detailfragen zu arbeiten, als sich auf Zertifikate oder Richtwerte öffentlicher Ämter zu verlassen, denen Du anscheinend noch am meisten vertraust. Sehr hilfreich sind auch Kenntnisse über Stoffwechselabläufe generell, aber damit hast Du Dich ja bereits befaßt.

Zur Wirksamkeit mit wissenschaftlichen Studien getesteter Apotheken-Medikamente siehe Kurt Langbein/ Hans Weiss et al.: "Bittere Pillen". Zur Verlässlichkeit wissenschaftlicher Medikamenten-Studien und wie sie "angepaßt" werden sowie zu Bestechungsgeldern für Ärzte, die wiederum Doppelblind-Studien an Patienten durchführen sowie Leitlinien für Pschyrembel festsetzen, siehe Hans Weiss: "Korrupte Medizin". Zur Sicherheit von EU-Gesetzgebung im Allgemeinen siehe Blog von abgeordnetenwatch(punkt)de. Die Lobbyisten der einschlägigen Großkonzerne sitzen in Brüssel rings um das Parlamentsgebäude - ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt.

ich habe nun schon einige Studien gelesen, bei denen festgestellt wurde, dass sich die vorherigen Vermutungen wohl leider als Falsch herausgestellt haben und der Überschuss auch bei wasserlöslichen Vitaminen nicht einfach ausgeschieden wird.

Okay, Du scheinst Deine Hausaufgaben besser gemacht zu haben als ich. Man lernt nie aus. Studien, die wirksame Krebsauslöser benennen, haben sich bisher leider meist als zutreffend erwiesen. Vielleicht gibt es ja eine Langzeitwirkung, die bisher noch nicht beobachtet wurde. Solange die bei Dir gemessenen B12-Werte in Ordnung sind, bist Du ja, zumindest was die Dosis betrifft, auf der sicheren Seite.

Selbiges gilt für Mikropartikel. Es soll häufig vorkommen, dass einige Partikel darunter sind, die klein genug sind um die Zellwand zu durchdringen.

Dazu könnte ich Dir einen persönlichen Erfahrungsbericht liefern. Gehört aber nicht hierher.

aber es gehört nun der Vergangenheit an, dass solche Überdosierungen unbedenklich sind.

"Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, daß ein Ding kein Gift ist." (Paracelsus).
Nach meinem Wissensstand gibt und gab es schon immer beides: Überdosierungen, die gefährlich sind, und Hochdosierungen, die in bestimmten Fällen eine heilende Wirkung haben, wie z.B. Vitamin C oder Amygdalin (= Bittermandel). Die offizielle Richtlinie besagt, daß mehr als zwei Bittermandeln pro Tag gesundheitsgefährdend seien, da sie Blausäure enthielten. (Diese Warnung muß laut Gesetzgeber auf jeder Packung stehen.) Diese Aussage ist nachweislich doppelt falsch, denn erstens handelt es sich nur um eine unschädliche Vorstufe zur Blausäure und zweitens ist der Grenzwert viel zu niedrig angesetzt, anderenfalls wäre ich schon nicht mehr am Leben. Ob bei Bittermandeln eine Überdosierung überhaupt praktisch möglich ist, bezweifle ich stark. In Mexiko und anderswo behandelt man damit Krebs. Da die richtige Dosis einer Nahrungsergänzung vom individuellen Fall bzw. von der jeweiligen Aufnahmerate und dem jeweiligen Bedarf abhängt, gibt es die richtige Dosis für alle sowieso nicht.

Pauschal ist meine Meinung, daß man sich Heilmittel, vor denen allgemein öffentlich gewarnt wird, näher ansehen, und regelmäßig beworbenen Medikamenten und medizinischen Maßnahmen (Impfung!) mit Mißtrauen begegnen sollte. Dies ist das Fazit nach fünfzig Jahren Erfahrung mit der Schulmedizin und ausführlichen Recherchen zu diversen Erkrankungen.

DIMDI ist ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor.

Wie alle Zertifikate richtet sich der Grad der Sicherheit danach, ob die Kriterien richtig gewählt wurden (Zweifel s.o.) und nach der Überprüfungsrate. Letztere ist bei öffentlichen Stellen in der Regel aus Budgetgründen eher unzureichend. Hat der in Frage kommende Anbieter eine eigene Web-Site (wenn möglich nicht in Timbuktu), ist das jedenfalls schon mal ein gutes Zeichen.

Kot essen: kommt nicht in Frage, außerdem schädlich

Was bin ich froh... :D
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27.12.2019
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27.12.2019
Zitat Lenshar:Impfungen sei Dank können wir heutzutage sehr viele Krankheiten eindämmen und man sollte sich gut überlegen, ob man das per se verurteilen will

Ich habe es mir gut überlegt. ;) Die Argumente der Impfgegner sind durchaus überzeugend. Um das zu diskutieren wäre es aber gut, einen eigenen Thread aufzumachen. Wenn ich nur wüßte, wie...
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27.12.2019
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27.12.2019
Zitat FriendlyFox:[quote=Lenshar] Um das zu diskutieren wäre es aber gut, einen eigenen Thread aufzumachen. Wenn ich nur wüßte, wie...


Einfach oben auf die "Foren" gehen, ein Forum auswählen und dann einen neuen Thread "erstellen".
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27.12.2019
Zitat Lenshar:Auf "Übersicht" gehen und dann dort eine Kategorie auswählen, dann auf "erstellen" klicken.

Ja, so hätte ich erwartet, daß es funktioniert. Es fehlt nur der "erstellen"-Knopf bei mir. Dafür habe ich an der vermuteten Stelle einen namens "Alle Themen als gelesen markieren". :crazy:
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27.12.2019
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27.12.2019
Kapiert, der "erstellen"-Knopf ist bereits in der Übersicht. Unter "Kategorie auswählen" hatte ich anklicken der Kategorie verstanden und habe dort nach der Funktion gesucht.

Vielen Dank für Eure Hilfe.

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28.12.2019
Zitat FriendlyFox: "Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, daß ein Ding kein Gift ist."

Ja, da mag schon sein, aber von diesem Zitat halte ich nun nicht unbedingt so viel. Es gibt eben auch Dinge die in jeder Dosis schädlich sind und je nach Dosis noch schädlicher werden. Es kommt außerdem darauf an wie praktikabel und realistisch es ist. Es gibt eben Dinge die fast unmöglich zu überdosieren sind, wenn man es eben nicht darauf anlegt oder in besonderen Fällen. Dinge die sich ansonsten deutlich positiv auswirken.

Zitat FriendlyFox:
mehr als zwei Bittermandeln pro Tag gesundheitsgefährdend seien, da sie Blausäure enthielten. (Diese Warnung muß laut Gesetzgeber auf jeder Packung stehen.) Diese Aussage ist nachweislich doppelt falsch, denn erstens handelt es sich nur um eine unschädliche Vorstufe zur Blausäure und zweitens ist der Grenzwert viel zu niedrig angesetzt, anderenfalls wäre ich schon nicht mehr am Leben

Von der besagten Schädlichkeit von Bittermandeln habe ich schon gehört. Die genaue Dosis ist mir jedoch nicht bekannt. Bei Safran, Muskatnuss, Cassiazimt und Paranüssen ist es ähnlich. Wenn die benötigte Menge einer gefährlichen Dosis zu niedrig ist, ist mir das Risiko meistens zu hoch und ich vermeide in der Regel die Nutzung. Muskatnuss und Safran habe ich aus dem Gewürzregal entfernt, bei Zimt kaufe ich nur noch Ceylonzimt. Paranüsse soll man nicht mehr als 2 pro Tag essen, ansonsten wird es schädlich. Aber 2x2 Paranüsse im Monat könnte unter Umständen sehr positive Effekte besitzen. Das wurde in einer sehr kleinen nicht so zuverlässigen Studie herausgefunden. Falls es nicht so ist, dann hat man nichts zu verlieren wenn man 2x2 Paranüsse im Monat isst und wenn es stimmt, dann profitiert man von der positiven Wirkung.

Wie viele Bittermandeln hast du denn schon so auf einen Schlag zu dir genommen?

Zitat FriendlyFox:
Wie alle Zertifikate richtet sich der Grad der Sicherheit danach, ob die Kriterien richtig gewählt wurden (Zweifel s.o.) und nach der Überprüfungsrate. Letztere ist bei öffentlichen Stellen in der Regel aus Budgetgründen eher unzureichend. Hat der in Frage kommende Anbieter eine eigene Web-Site (wenn möglich nicht in Timbuktu), ist das jedenfalls schon mal ein gutes Zeichen.

Klar sind die Kritieren meistens nicht streng genug und die Überprüfung ist häufig auch nicht gründlich und regelmäßig genug. Dennoch ist das besser als gar keine Überprüfung. Wie gesagt, es ist ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor. Gänzlich unfähig sind öffentliche Institutionen und Zertifikate eben auch nicht. Die Polizei fasst auch hin und wieder Verbrecher, Ärzte retten hin und wieder Leben und ein Bio-Zertifikat ist trotz der zu geringen Strenge in der Regel doch ein gutes Stück besser als etwas ohne Bio-Zertifikat. Das Selbe kann man über ein TÜV-Siegel sagen.
Natürlich schaue ich auch ins Impressum. Wenn der Seitenbetreiber irgendwo in der Karibik sitzt ist das natürlich ein Ausschlusskriterium.

Zitat Lenshar:
In einer abartigen Überdosis, wie es in vielen Studien getestet wird, ist so gut wie alles schädlich und sehr viele Dinge sind dann krebserregend. Beispiel Aspartam: Gilt als krebserregend, weil eine von vielen Mäusen an Krebs erkrankt ist, nachdem man ihnen über einen längeren Zeitraum täglich die 6.000fache Menge zugeführt hat, die man normalerweise in Getränken zu sich nehmen würde.

Zu Aspartam selbst kenne ich keine Studien, aber von der Schädlichkeit habe ich gehört. Sucralose soll auch sehr schädlich sein. Bei den B12 Studien wurden unterschiedliche B12 Dosen und Werte im praktikablen Bereich getestet. Wenn man lediglich die schädlichen Grenzwerte von etwas herausfinden möchte, dann sollte man sich natürlich in einem praktikablen und realistischen Bereich bewegen, der ebenso extreme und dennoch realistische Ausnahmen in Betracht zieht. Sich außerhalb dieser Bereiche zu bewegen und in absurde Bereiche vorzudringen macht finde ich nur Sinn, wenn man sich erhofft etwas gänzlich neues zu erforschen, was sich im positiven Spektrum bewegt.


Dass Süßmittel nicht gerade gesund sind denke ich mir aber auch. Etwas mit einer solch enormen Macht, also Süßstärke im Vergleich zu Zucker, was dazu auch noch so kalorienarm ist, was ja im Endeffekt an der enormen Süßkraft und der geringen benötigten Dosis liegt, steht bei mir schon einmal im Generalverdacht. Zucker selbst kann man auch nicht gerade gesund nennen. Ich habe nun auch schon öfters gelesen, dass Süßmittel auch z.B. für Diabetiker nicht so unbedenklich sein sollen wie bereits angenommen. Es wird gesagt, dass allein das Signal "süß" im Gehirn schon Prozesse anregen soll, die normalerweise mit Zucker und süß assoziiert werden - nämlich: Kalorien. Was nun wirklich stimmt, kann ich nicht sagen. Ich weiß nur, dass ich eher dem Negativen glauben schenke und dass die Konzerne davon profitieren wenn Süßstoffe nicht ungesund sind.

Zitat Lenshar:
Außerdem, ich bin auch ein Mensch, der alles erstmal sehr kritisch betrachtet, aber Impfungen sei Dank können wir heutzutage sehr viele Krankheiten eindämmen


Impfungen halte ich nicht für unbedenklich. Auch gegenüber Impfungen bin ich skeptisch, aber ich handhabe es so, dass ich doch eher an die Wirkung und Nützlichkeit glaube und mich impfen lasse. Wobei ich mir noch keine Statistiken angeschaut habe wie der Vergleich von Infektionen und Letalität mit oder ohne Impfung ist. Es müsste sich auch um Länder oder anderweitige Kontrollgruppen mit ähnlicher Bevölkerungsdichte, Hygienestandards und anderen ähnlichen Faktoren handeln. Zumal Statistiken häufig auch wenig Aussagekraft besitzen. Die Welt ist einfach viel zu frustrierend. Es gibt zu viele verdorbene Menschen und zu wenig Integrität.

Zitat Lenshar:
Trotzdem bin ich froh so ohne weiteres jegliche medizinische Hilfe erhalten zu können, sonst wär ich schon 3x tot.

Das stimmt natürlich. Häufig wird einem zwar auch nicht geholfen, das Problem wird nur maskiert oder einem wird in Form von Medikamenten geschadet, weil Medikamente vorschnell verschrieben werden, falsch verschrieben werden oder unnötig langfristig verschrieben werden, obwohl das Problem per Engagement, Eigeninitiative und der körperlichen Selbstheilung behoben werden könnte, aber in vielen Belangen, vor allem bei ernsteren Dingen, ist die Medizin doch sehr hilfreich.

Medizinische Hilfe sollte auch jedem frei zur Verfügung stehen. Länder die kein Sozialstaat sind und so etwas nicht zur Verfügung stellen, obwohl sie es könnten, sind für mich Abschaum. Unser System mit der Spaltung von privat und gesetzlich Versicherten ist aber auch verbesserungswürdig.


Du scheinst bereits viel durchgemacht zu haben. Hoffentlich liegt das Schlimmste bereits hinter dir, toi, toi, toi. Mir wurde bisher noch nicht durch die Medizin das Leben gerettet, auch keiner Personen aus meinem Umfeld, aber es wurden schon einige Schäden behoben und die Lebensqualität angehoben. Letztere fällt bei mir leider dennoch eher gering aus.
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