Vegan aber ohne Soja

Erstellt 16.03.2019, von Alice1234. Kategorie: Gesund vegan leben. 14 Antworten.

25.03.2019
Hallo Sabine,

Zitat SabineH:Abgesehen davon glaube ich, daß der Gehalt an Phyto-Östrogenen im Soja nicht zuträglich ist.

Das ist eine weit verbreitete Laienmeinung, welche, medizinisch betrachtet, bei maßvollem Konsum unhaltbar ist.
Es ist sogar durch etliche Studien belegt, dass Phytoöstrogene nicht nur helfen, den weiblichen Hormonhaushalt zu stabilisieren, was manche Nebenwirkungen der weibl. Menstruation (wie z.B. menstruale Migräneanfälle[*1]) abschwächt oder beseitigt, sondern auch aktiv zur Prävention und Behandlung bei Brustkrebs eingesetzt werden können[*2][*3][*4].


Wirklich gemieden werden sollte Soja, wie jedes Lebensmittel, also nur von Soja-Allergikern (was bei dir, aufgrund der Symptome, ggf. der Fall zu sein scheint).
Nichtsdestotrotz sollte auch hier der gesunde Menschenverstand und das paracelsische Prinzip gelten und Soja in Maßen verzehrt werden.

Spezialisierte Mediziner, wie z.B. Dr. Michael Greger, setzen die Empfehlung "gesundheitlich unbedenklich" z.B. bei 3 bis 5 Portionen pro Tag[*5] (entspricht ca. 339g - 565g Tofu, respektive 93g - 155g texturiertes Sojaprotein (Trockensoja)[*6]).

Liebe Grüße,
Falk

[*1] Burke, et.al, 2002
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0753332202001816
[*2] Adlercreutz, 2002
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S096007600200273X
[*3] Murkies A, et.al., 2000
https://europepmc.org/abstract/med/10993028
[*4] Wu, et.al, 2008
https://www.nature.com/articles/6604145
[*5] https://nutritionfacts.org/2013/02/19/how-much-soy-is-too-much/
[*6] http://www.experts123.com/q/what-is-a-serving-of-soy-and-what-is-the-isoflavone-count-in-a-serving.html

7x bearbeitet

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25.03.2019
Migräneanfälle[*1]) abschwächt oder beseitigt, sondern auch aktiv zur Prävention und Behandlung bei Brustkrebs eingesetzt werden können[*2][*3][*4]

[offtopic]Unglaublich... deine Favoritenliste (Lesezeichen) stelle ich mir irgendwie wie so einen Mini-Abklatsch von Wikipedia vor :D :clap: [/offtopic]

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27.03.2019
Hallo Sabine

Das mit dem leichten Fieber nach dem Sojakonsum kenne ich auch. Wie schon gesagt habe ich den Soyakonsum aber völlig übertrieben. Aber obwohl mein Soyakonsum nicht zunahm wurden die Beschwerden trotzdem immer schlimmer nachdem ich Soya aas. Ich habe es zuerst nicht erwähnt weil ich niemanden vom Soyakonsum abhalten/abschrecken will, aber ich bekam auf einmal einen Knoten (gutartig)in der Schilddrüse. Zuvor hatte ich ganz viel Soya konsumiert, legte mich dann ins Bett weil es mir wieder schlecht ging. Dann wurde mir unglaublich heiss (eben wie Fieber). Ich ging zum Wc-Spiegel und sah eine riesige Schwellung/Buck am Hals. Der Arzt meinte dieser Knoten käme nicht vom Soyakonsum sondern von einer Fehlernährung. Ich bin da anderer Meinung. Aber ich kann auch nur vermuten dass es wegen dem Soya passierte. Vielleicht hat der B12-Mangel auch Mitschuld. Aber eben: die Dosis macht das Gift aus. Ich empfehle auch: übertreibt es einfach nicht mit dem Soyakonsum dann ist es sicher nicht schlecht.


Danke dir für die Besserungswünsche.


Liebe Grüsse Alice

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30.03.2019
Es ist sogar durch etliche Studien belegt, dass Phytoöstrogene nicht nur helfen, den weiblichen Hormonhaushalt zu stabilisieren, was manche Nebenwirkungen der weibl. Menstruation (wie z.B. menstruale Migräneanfälle[*1]) abschwächt oder beseitigt, sondern auch aktiv zur Prävention und Behandlung bei Brustkrebs eingesetzt werden können[*2][*3][*4].


Hallo Falk,
mal abgesehen davon, daß ich Studien seltenst über den Weg traue - wie ist es denn mit den Phytoöstrogenen bei Kleinkindern, Kindern, besonders bei Mädchen?
Vegan essende Eltern ersetzen wahrscheinlich sehr viel mit Soyaprodukten, und weiß mensch und "Wissenschaftler" da schon, wie sich das auf Kinder auswirkt?

MfG Sabine

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30.03.2019
Hallo Sabine,

Zitat SabineH:mal abgesehen davon, daß ich Studien seltenst über den Weg traue - wie ist es denn mit den Phytoöstrogenen bei Kleinkindern, Kindern, besonders bei Mädchen?

Kein Problem.
Wenn man sich das entsprechende Fachwissen über Physiologie und Biologie aneignet, kann jeder Mensch die Studie selbst gegen prüfen und die Korrelationen von den Kausalitäten abgrenzen.
Misstrauen entsteht meiner Erfahrung nach in den meisten Fällen nur aus Unverständnis (egal ob in der Biologie, Psychologie oder der Soziologie).

Mit Kindern ist es wie mit Erwachsenen.
Phytoöstrogene docken an den Östrogenrezeptoren an und regulieren damit den weiblichen wie männlichen Östrogenspiegel (da diese wesentlich schwächer wirken als menschliche Östrogene - und um ein vielfaches schwächer als der Hormoncocktail in Kuhmilch)


Allerdings würde ich nicht davon ausgehen, dass viele Eltern ihren Kindern mehr Sojaprodukte als empfohlen zuführen.
- Zum einen, weil ich mehr Eltern kenne bei denen der Sojakonsum der Kinder im medizinisch empfohlenen Bereich liegt, zum anderen, weil ich nicht einmal ansatzweise auch nur einen Bruchteil der schätzungsweise 50.000.000 veganen Eltern auf diesem Planeten kenne.

Liebe Grüße,
Falk
2x bearbeitet

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