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über das Darm-Mikrobiom

Erstellt 06.05.2020, von Salma. Kategorie: Gesund vegan leben. 6 Antworten.

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Benutzerbild von Salma
Themen-Startervegan2.495 PostsweiblichBerlinLevel 4
über das Darm-Mikrobiom
06.05.2020
Lief heute auf RBB, wie ich finde für alle empfehlenswert, die sich aus gesundheitlichen Gründen vegan ernähren wollen!

Wie der Darm uns gesund hält
Zitat "Noch nie gab es so viel Darm-Forschung wie heute. Neue Therapien werden erprobt und beschränken sich dabei nicht nur auf die Darmtätigkeit, sondern auch das Herz-Kreislauf-System und Nervenerkrankungen. Wie wirksam sind die neuen Therapien? Und wie viel lässt sich durch Ernährung beeinflussen? Die rbb Praxis fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen."


Kernaussagen für mich waren: Am besten ganz vielfältige ballastofreiche (also pflanzliche) Nahrung, keine tierischen Fette, und dem Magen so lange eine Pause gönnen, bis er "grummelt", denn das Grummeln ist eine wichtige Reset-Funktion der Verdauung. ..
https://www.rbb-online.de/rbbpraxis/archiv/wie-der-darm-uns-gesund-haelt-neue-forschung.html
(langer Textartikel, aber auch filmisch aufbereitet)



1x bearbeitet

Benutzerbild von Smaragdgruen
vegan1.661 PostsmännlichNähe TrierLevel 3Supporter
07.05.2020
Hallo Salma.
In dem Text von deinem Link wird die Fodmap - Ernährung erwähnt, darin werden aber auch wieder Milchprodukte empfohlen, in dem Fall laktosefrei. Ich habe schon öfter solche und ähnliche Doku's gesehen. Was mich dann aufregt ist dass immer wieder Milchprodukte (Actimel, Buttermilch, Kefir, Joghurt, etc.) empfohlen werden wegen der "guten" Milchsäurebakterien. Dabei sind Milchprodukte fatal für den Darm. Das in der Milch enthaltene Kasein z.B. verklebt die Darmzotten und richtet somit eine enorme Störung der Darmtätigkeit an. Kasein wird auch als Grundstoff für Hochleistungskleber in der Industrie eingesetzt, kann ja nicht gut für den Darm sein, oder ?
Es ist manchmal unglaublich was "Ernährungsberater" durch Unwissen so unters Volk bringen. Manchmal glaube ich dass da auch Lobbyverbände der Milchindustrie und des Bauernverbandes dahinter stecken.

Benutzerbild von Salma
Themen-Startervegan2.495 PostsweiblichBerlinLevel 4
07.05.2020
Hallo Smaradgruen, Danke dass Du das nochmals klarstellst! Ja, Die Lobbyarbeit ist sicher nicht zu unterschätzen...👎

Da in dem Filmbeitrag FODMAP nicht besonders gut wegkam, und auch im Vergleich zur ballaststoffreichen Ayurveda-Ernährung in einer Studie an 60 Probanden weniger erfolgreich war, hatte ich diese "Diät" sowieso im Film für negativ bewertet empfunden. Hier noch ein Auszug aus dem Link:
Der Kritikpunkt an der FODMAP-Diät: sie schaffe zwar kurzfristig Erleichterung, aber die Ernährung würde letztlich sehr einseitig und womöglich auf Dauer ungesund.


Aber Du hast recht, sie beleuchten bedauerlicherweise nicht die Schädlichkeit von Milchprodukten. 👎

Und für alle Umsteiger: Die Milchsäurebakterien, die in der Tat gut sind für den Darm, gibt es auch in pflanzlichen Produkten wie Soja-/Mandel-/Cocos-Yogurt, Sauerkraut, fermentiertes Gemüse, Tempeh usw. Also "Milchsäure" muss nicht zwigend tierischen Urspungs sein, sondern kann auch pflanzlich entstehen! :thumbup:

Ach, das wär doch wieder ein Thema für unsere Ernährungsberaterin Virginia! :wink:



Benutzerbild von Salma
Themen-Startervegan2.495 PostsweiblichBerlinLevel 4
07.05.2020
PS: Zu Milchprodukten beim Thema FODMAP, die in dem Beitrag in extra laktosefreier Version thematisiert wurden:


hoffentlich nehmen die Menschen, die eine "Laktoseintoleranz "haben" (wie 90 % der Weltbevölkerung, also eher der Normalzustand als erwachsener Erdenbürger), direkt die Abkürzung zu pflanzlichen Alternativen. Nicht umsonst zeigt einem ja der Körper, dass er das Laktose-Zeug nicht will - Wozu dann extra nochmal in einem weiteren Bearbeitungsschritt industriell das tierische Produkt aufbereiten?

Ich gehörte leider auch zu jenen, die das erstmal NICHT begriffen hatten, sondern mich gefreut hatte, als laktosefreie Milchprodukte in die Läden kamen. Gottseidank bin ich dann auf die Laktase, die, zum Spalten der Laktose, den Produkten hinzugeführt wird, ebenfalls allergisch gewesen, so dass die zweifelhafte Freude darüber eh getrübt war....

Benutzerbild von Crissie
vegan856 PostsweiblichLevel 4Supporter
07.05.2020
Die FODMAP Ernährung hat mich gerettet, als ich nach Antibiotikaeinnahme jahrelang Darmentzündung hatte und mein Hausarzt das nicht so tragisch gesehen hat. Ich hatte damals 15 kg abgenommen und rein gar nichts mehr vertragen. FODMAP gibt es auch für Veganer, kann man im Internet finden, die Listen sind genial.

Benutzerbild von Salma
Themen-Startervegan2.495 PostsweiblichBerlinLevel 4
10.05.2020
Ah interessant Crissie - gut dass Du das hier richtig stellst! Wovon hast Du Dich denn dann vegan ernährt?

Benutzerbild von Crissie
vegan856 PostsweiblichLevel 4Supporter
10.05.2020
Hallo Salma,

zuerst nur Karottengemüse mit Reis, dann nach und nach dazu genommen: Haferflocken, Kartoffeln, Tofu, Banane, Orange, Kürbis, Zucchini, Weintrauben, ...
Fodmap ist ja keine Ernährungsform, die man auf lange Sicht praktiziert, sondern sie hilft dem Darm sich zu erholen, bis man im besten Fall irgendwann wieder alles verträgt. Es ist also eine Notlösung, um satt zu werden, ohne Bauchweh und Durchfall zu bekommen. Ich habe es ca. über 2 Jahre hinweg gebraucht, und dann nach und nach wieder normal gegessen. Einige Sachen esse ich heute noch nicht oder sehr wenig, wie z. B. Weizen, Roggen, Gerste..


Liebe Grüße
Crissie

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