vegan5.301 PostsweiblichSchwarzwaldLevel 4
13.02.2026Ich habe selbst einen Hochleistungsmixer mit Kunststoffbehälter. Damals war das für mich in Ordnung, heute würde ich diese Entscheidung allerdings nicht mehr so treffen. Auch wenn viele Behälter als BPA-frei beworben werden, bleibt für mich ein ungutes Gefühl. Durch starke Beanspruchung, Hitze und die zerkleinerten Inhalte können sich mit der Zeit feine Mikroplastikpartikel lösen – und genau das möchte ich einfach nicht in meinem Körper haben.
Natürlich sehe ich auch die praktischen Argumente für Kunststoff: Er ist leichter, robuster im Handling und für Hersteller einfacher zu verarbeiten. Glas hat den Vorteil, dass es kein Mikroplastik-Thema gibt, bringt aber mehr Gewicht mit und kann im Alltag unhandlicher sein.
Wenn ich mir heute einen neuen Hochleistungsmixer kaufen würde, würde ich gezielt nach einem Modell mit Edelstahlbehälter suchen. Dabei wäre mir wichtig, dass nicht nur der Topf, sondern auch der Boden und das Schneidemesser vollständig aus Edelstahl bestehen. Das wäre für mich die langfristig stimmigste und konsequenteste Lösung.
vegan59 PostsweiblichBerlinLevel 3
14.02.2026Ich habe ebenfalls seit einigen Jahren einen Hochleistungsmixer mit Kunststoffbehälter. Vor dem Kauf hatte ich mich auch nach Modellen mit Glasbehälter erkundigt, und die Verkäuferin im Fachgeschäft hat mir erlärt (was ich vorher auch schon gelesen hatte), dass Mixer mit so hohen Drehzahlen aus Sicherheitsgründen, wegen der Bruchgefahr, eigentlich immer Kunststoffbehälter hätten. Der Sicherheitsaspekt hat mich damals überzeugt. Der Behälter ist BPA-frei, was sonst noch oder stattdessen drinsteckt weiß ich aber eben nicht. Deshalb und wegen der Möglichkeit des Abriebs von Mikroplastik bleibt bei mir auch immer ein leicht mulmiges Gefühl. Um dieses Risiko und auch die Annahme von Gerüchen und Verfärbungen zu minimieren fülle ich den Inhalt nach dem Mixen jeweils sofort um. Ein Edelstahlbehälter hätte für mich persönlich den Nachteil, dass ich die Konsistenz des Mixgutes optisch nicht so gut beurteilen könnte, wäre ansonsten aber natürlich eine gute Sache.
Da das gute Stück aber nicht gerade preiswert war hoffe ich stark, das ich so schnell nicht in die Situation komme, über eine Neuanschaffung nachdenken zu müssen...
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vegan5.301 PostsweiblichSchwarzwaldLevel 4
15.02.2026Ich sehe das ehrlich gesagt etwas anders. Natürlich können wir Mikroplastik in unserer Umwelt nicht komplett vermeiden. Es ist in der Luft, im Wasser, in Böden, das ist leider Realität. Aber genau deshalb finde ich es umso wichtiger, dort bewusst gegenzusteuern, wo wir Einfluss haben.
Nur weil wir ohnehin schon ungewollt Mikroplastik aufnehmen, heißt das für mich nicht, dass es (mir) egal ist, zusätzlich welches zu konsumieren, etwa durch Abrieb im Hochleistungsmixer oder durch Kunststoffschneidebretter. Für mich ist das eine Frage der Eigenverantwortung. Wenn ich eine vermeidbare Quelle reduzieren kann, dann mache ich das auch.
Ich vergleiche das ein bisschen mit Passivrauchen: Man kann dem Rauch anderer Menschen nicht immer ausweichen. Aber daraus abzuleiten, dass es dann auch keinen Unterschied mehr macht, selbst zu rauchen, wäre ja auch nicht schlüssig. Jede zusätzliche Belastung zählt, auch wenn sie einzeln betrachtet vielleicht klein wirkt.
Am Ende geht es nicht darum, panisch zu werden oder Perfektion zu erreichen. Es geht darum, bewusste Entscheidungen zu treffen, wo es möglich ist. Und da sehe ich durchaus einen Unterschied zwischen „nicht vermeidbar“ und „freiwillig in Kauf genommen“.
vegan247 PostsmännlichMarina Alta SpanienLevel 3
18.02.2026Informationen sehr interessant. Mache viel mit Handmixer, und bisher, mit Kunststoff Behälter. Wandert auf den Müll und wird ab sofort durch einen Pyrex Behälter ersetzt. Das Schneidebrett ist übrigens aus Metall, auch eine Reaktion auf einen früheren Thread.