Mit Training und Ernährung gegen Krebs

Erstellt 28.10.2018, von kilian. Kategorie: Gesund vegan leben. 13 Antworten.

13.11.2018
Hallo Vegbudsd,

Zitat Vegbudsd:Eventuell hilft da der Hinweis auf die Überbelegung der Krankenhäuser mit völlig kranken, unter- bzw. fehlernährten Veganern, insbesondere in den Stroke-Units und Herz- Kreislaufabteilungen.

Selbst wenn man hier von einer Kasualität statt von einer Korrelation sprechen könnte (was de facto nicht der Fall ist):
Der Vergleich ist nicht schlüssig.

Der Anteil an vegan lebenden Menschen liegt derzeit bei gerade einmal 1,6% der Bevölkerung.
Dass durch die überwältigende Mehrheit von 90% Omnivoren natürlich eine korrelative Mehrmenge an Betten der Krankenhäuser (bzw. spezifischer Abteilungen) belegt wird ist kein Argument für die vegane Ernährung, sondern schlichtweg logisch ;)


Zumal es schwierig wird aus, empirischer, gesundheitlicher Sicht des Konsumenten gegen die omnivore Ernährungsweise zu argumentieren, da nicht die Ernährungsform per se (siehe, gesunde, omnivore Sportler), sondern, überwiegend, der Überfluss und ausufernde Konsum tierischer Lebensmittel sich für die, ernährungsbedingte, Überbelegung der Krankenhäuser verantwortlich zeichnen dürfte :D


Liebe Grüße,
Falk
4x bearbeitet

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13.11.2018
Zitat Sunjo:
Bewegungsarme Puddingveganer dürften dort ebenfalls landen, auch wenn sie aufgrund ihrer aktuell sehr geringen Zahl sicher nicht für eine Überbelegung sorgen.


Gibt es denn dazu überhaupt Untersuchungen? Ich meine konkret zu adipösen Veganern gegenüber gesundheitsbewussten und schlanken? Hatte selbst einen Schlag (leichter Verlauf ohne merkliche Schlagseite) als Veganer, hatte aber mein Übergewicht bereits lange vor meiner veganen Lebenszeit "erworben", Bier, Schnaps und Wein bis zu täglich 60 Zigaretten (selbstgedrehte, die nicht selbst verrauchten sondern gezogen werden mussten), dazu viel Wienerwald- und McD.futter (hatte lange direkt daneben gewohnt in FFM), Milcheis, aber auch Gyros in Riesenportionen im Spartakus ( der Typ hat es echt übertrieben) in FFM.

Gibt es denn aussagekräftige Studien zu Krebs und anderen Krankheiten bei Veganern?
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13.11.2018
Zitat Vegbudsd:
Gibt es denn dazu überhaupt Untersuchungen? Ich meine konkret zu adipösen Veganern gegenüber gesundheitsbewussten und schlanken?
...
Gibt es denn aussagekräftige Studien zu Krebs und anderen Krankheiten bei Veganern?

Puh, du fragst ja Sachen :D

Ich sag's mal so: das, was ich aktuell so als mein Ernährungswissen bezeichnen würde, hab ich aus "Fettlogik überwinden" aus der "High Carb Diät" und aus "How not to die". Dazu noch die Altlasten, die man im Laufe der Jahre eben so ansammelt (Schule, Zeitungsartikel, diverse Diätbücher und gern auch mal ein Youtube-Filmchen, vorausgesetzt es wird mit Quellenangaben nicht gegeizt). So viel vorab :-)

Von einer Studie die Veganer, einmal übergewichtig einmal normalgewichtig, miteinander vergleicht, habe ich noch nicht gehört, und ich vermute, in den anderen Studien wurde das entweder gar nicht erfasst, oder die entsprechene Probandenzahl war zu gering um eine qualitative Aussage zu treffen. Mein Eindruck ist aber, dass alle Studien nahelegen, dass Übergewicht unabhängig von der Ernährung ein großer Risikofaktor für diverse Krankheiten ist (z.B. Herz-Kreislauf, Gelenke, Diabetes) ist. Auch von proveganer Seite hab ich noch nie gehört, dass veganes Übergewicht irgendwie besser ist ;-)

Noch relativ frisch in Erinnerung habe ich aus "How not to die", in dem sehr viele Studien bemüht werden, dass die meisten dieser Studien entweder nur Laborversuche (Petrischale) oder Tierversuche waren, die nicht eins zu eins auf die Wirkung im menschlichen Körper übertragen werden können. Bei den wenigen Studien mit Menschen war entweder die Teilnehmerzahl sehr gering und damit das Ergebnis nur begrenzt aussagefähig, oder die Studiendauer zu kurz (so wurde z.B. bei einer Studie am Anfang eine Besserung festgestellt, aber nach längerer Zeit wieder eine Verschlechterung). Insbesondere Dr. Greger betont deshalb immer wieder, dass eine Verbesserung zwar wissenschaftlich noch nicht eindeutig bewiesen ist, aber ein Heilungsversuch mit bestimmten pflanzlichen Lebensmitteln andererseits auch im Allgemeinen (einige Ausnahmen werden erwähnt) nicht schadet. Das Fazit: Korrelationen bestehen, Kausalitäten sind bis jetzt so gut wie nicht nachgewiesen. Das kann noch kommen, aber zum jetzigen Zeitpunkt sollte man eben einfach noch nicht davon ausgehen, dass gesundheitliche Vorteile des Veganismus hart bewiesene Fakten sind.

In den genannten Büchern sind reichlich Quellenangaben, die ich jetzt aber nicht alle raussuche - ich bin da deutlich fauler als Falk, der das wirklich immer sehr vorbildlich macht :-)

Das Buch "China Study" hab ich auch gelesen, dieses wird aber als unwissenschaftlich kritisiert, da die darin getroffenen Aussagen mit der tatsächlichen "China Study" kaum im Zusammenhang stehen und nicht ordentlich belegt werden.
1x bearbeitet

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14.11.2018
Wer Krebs hat oder vorbeugen möchte, sollte bitte das Buch von Chris Wark lesen. Es ist ganz neu erschienen, leider nur auf Englisch... Weiterhin empfehle ich den Film "What the health".
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