Krank durch tierische Lebensmittel

Erstellt 19.02.2019, von Smaragdgruen. Kategorie: Gesund vegan leben. 22 Antworten.

20.02.2019
Ich habe ja wirklich Glück, dass ich über zuckerfrei zu vegan gekommen bin. Weizenmehl reduziere ich ebenfalls, aber alles auf einmal ist schwer. Wobei ich beim backen oder ähnliches immer Dinkelmehl nehme, aber meistens nur das 630er und das ist, denke ich, kaum besser als normales Weizenmehl. 🤷‍♀️
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20.02.2019
BunteQ
Was ist so schwer auf Weizenmehl verzichten ? Jedes andere Getreide ist gesünder, auch das 630er Dinkelmehl. Weizen ist inzwischen total überzüchtet, nur zugunsten der Verarbeitung in der Industrie und des hohen Ertrages, die Auswirkungen auf die Gesundheit wurden dabei ausser acht gelassen. Dinkel ist die Urform des Weizen, da wurde aber auch schon dran rumgedocktert. Dann gibt es noch den besseren, den so genannten Ur-Dinkel.

1x bearbeitet

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21.02.2019
Ich kann es aber verstehen wenn man erst mal aus den Gewohnheiten heraus muss. Ist bei mir ja ähnlich. Und es gibt genügend vegane Anfänger (mich mit einbezogen) die sich wirklich Mühe geben. Aber man sollte sich dabei auch nicht so einen Druck machen, dass man dabei den Spaß an der Sache verliert. ;) Ich freue mich ja auch darauf in Zukunft nur noch mit pflanzlichen Sirup zu süßen und mit Vollkornmehl zu backen. Aber das ist alles ein Prozess. Ich glaube die Wenigsten sind von hier auf jetzt zu einer gesunden Ernährung umgestiegen, sondern haben erst mal versucht vegan zu essen. :angel:
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21.02.2019
Hallo an die passionierten Weintrinkern, zu denen ich auch gehöre :wink: :clap:

Darf ich mal fragen, wie ihr das handhabt? Trinkt ihr nur veganen Wein, oder gibt es auch mal was anderes? Ich muss nämlich gestehen: Wir kaufen zwar nur noch veganen Wein ein, aber auswärts an Feiern oder einem schönen Abend trinke ich einige Male pro Jahr ein Glas Wein im Restaurant, wobei ich annehmen muss, dass diese Weine meist nicht vegan sind :-/ Und ich hab ein wenig ein schlechtes Gewissen deswegen... Wie seht ihr das?

Liebe Grüsse
Mond
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21.02.2019
Hallo Smaragdgrün,

du stellst hier generell einige gewagte Absolutheiten auf, die nach aktuellem Stand der Wissenschaft, zumindest in diesem undifferenzierten Zustand, nur schwer haltbar sind.
Aber davon einmal abgesehen ist die Behauptung:
Zitat Smaragdgruen:Jedes andere Getreide ist gesünder, auch das 630er Dinkelmehl

vollkommen undifferenziert und teilw. kontraproduktiv.

Für Menschen mit Glutensensibilität kann es z.B. "gesünder" sein hochgezüchteten Weizen zu essen als Dinkel-Vollkorn:

Glutengehalt im Vergleich pro 100g:

Dinkelmehl Type 630 10.300mg
Dinkel (ganzes Korn) 9.894mg
Dinkelmehl Vollkorn 9.460mg
Weizenmehl Type 405 8.660mg
Weizen (ganzes Korn) 7.700mg

Quelle: https://www.kern.bayern.de/mam/cms03/themen/bilder/flyer_gluten.pdf

In der Tat ist der so häufig, bei angeblichen Glutensensiblen Menschen, hoch gelobte Dinkel (und Ur-Dinkel) wesentlich glutenhaltiger.
De-facto ist Dinkel (wie Ur-Dinkel), mit >20% Vorsprung gegenüber Weizen und >65% gegenüber Roggen, sogar das glutenreichste Getreide.

Weizen meiden sollten also nur, wie es der Name schon sagt, Menschen mit Weizenallergie oder -unvertäglichkeit.

Molina-Infante, et.al. konnten bereits 2016 in einer Placebo kontrollierten Doppelblindstudie einen Placebo-Effekt bei ca. 40% der selbsternannten Gluten- und Weizen-Sensibilanten nachweisen:
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S154235651630547X

Liebe Grüße,
Falk
5x bearbeitet

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21.02.2019
Hallo Nefasu
Für mich sind Fakten aussagekräftiger als irgendwelche Studien von fragwürdigen Instituten oder sogenannten Wissenschaftlern. Warum vertragen so viele Menschen keinen Weizen und Dinkel oder andere Getreidesorten vertragen sie ? Mein ältester Sohn hatte vor fast 30 Jahren eine schlimme Weizenallergie mit Asthma unter anderem. Er war in Behandlung bei einem Arzt für Naturheilkunde, bekam über 6 Monate Spritzen und musste über diese Zeit auf Weizen verzichten. Nach dieser Therapie brauchte er sein Asthma-Pümpchen nicht mehr, hat aber in neuerer Zeit wieder etwas Probleme wenn er Weizen isst, alle anderen Getreide verträgt er gut. Das ist für mich aussagekräftig genug. Die Milchindustrie lässt auch eigene Studien machen, was da rauskommt ? Haarsträubend. Da hat ein gewisser Prof. T. Colin Campbell schon mal öfter gegen gehalten.
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21.02.2019
Hallo Smaragdgrün,

Zitat Smaragdgruen:Für mich sind Fakten aussagekräftiger als irgendwelche Studien von fragwürdigen Instituten oder sogenannten Wissenschaftlern.
Warum vertragen so viele Menschen keinen Weizen und Dinkel oder andere Getreidesorten vertragen sie ? Mein ältester Sohn [...]

Was du beschreibst sind aber keine Fakten sondern subjektive, undifferenzierte, nicht generalisierbare und nicht übertragbare, da undokumentierte, Einzelfälle.

Nur weil dein Sohn ggf. u.U. Weizenallergiker war und nach weglassen dieses Lebensmittels (oder ggf. auch anderen Veränderungen des Lebensstils, da nicht dokumentiert = nicht belegbar) Besserung erlebt hat, ist dies nicht zwangsläufig die Lösung für die verbleibenden ca. 7.641.118.976 Menschen, sondern ggf. nur für die schätzungsweise 2.292.335.693 Menschen (~30%) mit Weizenallergie ;)

Zudem sollte man auch nicht die Kraft des Geistes unterschätzen.
Was die meisten Psychologen und Psychotherapeuten dir im Hinblick auf eigentlich gesunde Menschen bestätigen können (vgl. Placeboeffekt):
Zitat https://nlpportal.org/nlpedia/wiki/Glaubenssatz:Ob du glaubst, dass du eine Weizenallergie hast oder ob du glaubst, dass du keine Weizenallergie hast - du wirst auf jeden Fall Recht haben :thumbup:


Liebe Grüße,
Falk
5x bearbeitet

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21.02.2019
Zitat Mond:Darf ich mal fragen, wie ihr das handhabt? Trinkt ihr nur veganen Wein, oder gibt es auch mal was anderes?

Das handhabe ich genauso wie du. Wenn ich selber Wein kaufe, achte ich (meistens) darauf, dass er vegan ist, aber wenn ich eingeladen oder im Restaurant bin, hinterfrage ich das nicht. Auch, wenn ich eine gute Flasche Wein geschenkt bekomme, trinke ich diese. Ich denke solange das unsere einzige „Sünde“ ist, kann zumindest ich damit ganz gut leben. :-) Zumal Wein ja auch ein Genußmittel ist, dass man nicht gerade täglich zu sich nimmt.
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21.02.2019
Zitat BunteQ:Ich habe ja wirklich Glück, dass ich über zuckerfrei zu vegan gekommen bin. Weizenmehl reduziere ich ebenfalls, aber alles auf einmal ist schwer. Wobei ich beim backen oder ähnliches immer Dinkelmehl nehme, aber meistens nur das 630er und das ist, denke ich, kaum besser als normales Weizenmehl. 🤷‍♀️


Hallo BunteQ,

wie konsequent bist du dabei, zuckerfrei zu essen? Lässt du alle Süßungsmittel weg? Wie handhabst du das bei pflanzlichen Drinks? ich habe neulich bemerkt, dass in meinem Bio-Sojadrink, den ich manchmal für Smoothies verwende, auch zugesetzter Zucker drin ist. Oder in pflanzlichen Brotaufstrichen, gekauftem Toast oder Brot ...

Ich bereite schon viel selbst zu, aber um den Zucker ganz aus meinem Speiseplan zu verbannen, müsste ich noch so einiges umstellen. :-/

Dennoch würde ich gerne mal ein paar Wochen komplett zuckerfrei leben, um zu sehen, wie sich das auf meine Haut auswirkt. Vielleicht kannst du mir da ein paar Tipps geben?

Liebe Grüße
Julen
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21.02.2019
Ich verzichte ebenfalls weitgehend auf Zucker. Neben viel selber kochen ist es vor Allem wichtig die Zutatenlisten zu lesen.
Der Sojadrink von Aldi ist z.B. ohne Zucker und Brot kannst du beim Bäcker kaufen und dort die Zutaten erfragen. Bei fertigen Aufstrichen oder Saucen ist es in der Tat schwierig. Sie enthalten fast alle zugesetzten Zucker.
Auch die Soja-Produkte von Alpro beinhalten fast alle Zucker (und auch noch viele andere fragwürdige Zusatzstoffe). Darum kaufe ich sie lieber nicht.

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