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Cholesterinwerte mit Ernährung senken? Darum funktioniert es!

Erstellt 09.04.2026, von kilian. Kategorie: Gesund vegan leben. 14 Antworten.

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Benutzerbild von Dana
vegan5.382 PostsweiblichSchwarzwaldLevel 4
18.04.2026
120/80 gilt offiziell als „optimal“ und ja, das ist absolut im gesunden Bereich. Für mich persönlich ist das aber eher die Untergrenze von gut, nicht das Ziel.

Mein Ansatz ist ein anderer:
Ich orientiere mich nicht an „altersgerechten“ Werten (also welche Werte in welchem Alter), sondern an physiologisch optimalen Werten.

Denn:
👉 „Altersgerecht“ bedeutet letztlich nur ein Durchschnitt der jeweiligen Altersgruppe
👉 Aber dieser Durchschnitt spiegelt eben auch den allgemeinen Gesundheitszustand dieser Gruppe wider und der ist bekanntlich nicht optimal

Mein Ziel ist nicht, im Durchschnitt meiner Altersgruppe zu liegen, sondern:
👉 möglichst nahe an die Werte eines gesunden, metabolisch fitten Körpers zu kommen

Deshalb empfinde ich persönlich Werte um 110/70 als ideal:

geringere Gefäßbelastung
bessere langfristige kardiovaskuläre Perspektive
näher an dem, was Studien als risikoärmsten Bereich zeigen

Wichtig dabei:
Ich meine damit natürlich erreichte Werte durch Lebensstil (Ernährung, Training, Stressmanagement), nicht „künstlich heruntergedrückt“.

Am Ende geht es für mich nicht um „normal“, sondern um:
👉 maximale Healthspan und bestmögliche Funktion des Körpers und zwar unabhängig vom Alter

Und genau da liegt für mich der Unterschied 🙂

Benutzerbild von Smaragdgruen
vegan1.931 PostsmännlichNähe Trier/MoselLevel 4
23.04.2026
Sooo, habe heute den Ausdruck von meiner Blutuntersuchung bekommen. Mein LDL - Wert liegt aktuell bei 134, der Normbereich liegt bis 115. Der letzte Bluttest davor war von 2014 und lag bei 132, also fast gleich. Allerdings lag der Normbereich damals bis 160 !!! Wenn dieser geblieben wäre läge ich auch heute noch super. Da haben wohl die Lobbyisten der Pharmaindustrie oder/und andere sehr gute Arbeit geleistet um mehr Medikamente zu verkaufen. Welche Lumperei.

Benutzerbild von Dana
vegan5.382 PostsweiblichSchwarzwaldLevel 4
23.04.2026
Zitat Smaragdgruen:
Sooo, habe heute den Ausdruck von meiner Blutuntersuchung bekommen. Mein LDL - Wert liegt aktuell bei 134,

Spannend, danke fürs Teilen. Ich würde das ein bisschen differenzierter betrachten.

Ein LDL-Wert von 134 allein ist erstmal nur bedingt aussagekräftig. Entscheidend ist immer das Gesamtbild. Wichtig wären in dem Zusammenhang vor allem HDL, die Triglyceride und idealerweise auch ApoB, weil das die Anzahl der atherogenen Partikel deutlich besser widerspiegelt als LDL allein.

Zum Beispiel sind niedrige Triglyceride und ein gutes HDL oft ein Hinweis auf eine gute metabolische Situation, auch wenn das LDL etwas höher ist. Ohne diese Werte lässt sich das Risiko eigentlich nicht seriös einordnen.

Was die Referenzbereiche angeht: Die werden tatsächlich immer wieder angepasst, aber das hat in der Regel weniger mit „Lobby“ zu tun, sondern eher damit, dass neue Studien zeigen, bei welchen Werten das Risiko langfristig steigt. Deshalb werden die Zielbereiche teilweise strenger gesetzt.

Interessant ist aber auch, dass es je nach Labor Unterschiede gibt. Bei meinem Labor liegt der Referenzbereich für LDL zum Beispiel aktuell noch bei bis zu 160. Man sieht daran ganz gut, dass diese Grenzen nicht in Stein gemeißelt sind.

Unterm Strich würde ich sagen: Dein Wert ist jetzt nicht automatisch problematisch, aber ohne Kontext der anderen Marker, vor allem ApoB, HDL und Triglyceride, kann man das eigentlich nicht sinnvoll bewerten.

Benutzerbild von Libio
vegan2.467 PostsweiblichBERLINLevel 4
23.04.2026
Was die Referenzbereiche angeht: Die werden tatsächlich immer wieder angepasst, aber das hat in der Regel weniger mit „Lobby“ zu tun, sondern eher damit, dass neue Studien zeigen, bei welchen Werten das Risiko langfristig steigt. Deshalb werden die Zielbereiche teilweise strenger gesetzt.


Manchmal entwickelt sich die Medizin auch weiter und wenn neuere Messungen ergeben, dass eine Empfehlung geändert werden sollte im Interesse der Gesundheit, dann wäre es übel, wenn die Ärzte das nicht beachten würden, zumal die Werte auch immer im Kontext zu sehen sind und die Erkenntnisse dazu in den letzten 10 oder 20 Jahren gewachsen sind.

Nicht zu ändern hieße mehr Kranke und mehr Kosten, mehr Leid bei den Betroffenen und deren Familien.

Normalerweise werden zuerst Lebensstiländerungen empfohlen. Wenn der Arzt nicht alt und frustriert ist, wie ich mal einen hatte. Ich hatte weniger Beschwerden und sagte ihm das. Jaaa, sagte er, Sie haben abgenommen, trinken keinen Alkohol und bewegen sich mehr, deshalb ist es besser geworden. Ich habe mich beschwert, warum er das nicht 2 Jahre vorher empfohlen hatte. Er antwortete, das will kein Patient hören.


Wenn die Lebensstiländerung nicht funktioniert, kann man froh sein, wenn moderne Medizin unterstützen kann und man nicht allzu riskant leben muss.

Ich denke mehr an Sessel-, Handy-, Alkohol‐, Zucker- , Verschwörungserzähl- oder Auto"lobby" die am Krankwerden verdienen.

Benutzerbild von Dana
vegan5.382 PostsweiblichSchwarzwaldLevel 4
24.04.2026
[quote=Libio]
Ich hatte weniger Beschwerden und sagte ihm das. Jaaa, sagte er, Sie haben abgenommen, trinken keinen Alkohol und bewegen sich mehr, deshalb ist es besser geworden. Ich habe mich beschwert, warum er das nicht 2 Jahre vorher empfohlen hatte. Er antwortete, das will kein Patient hören.


Wenn die Lebensstiländerung nicht funktioniert, kann man froh sein, wenn moderne Medizin unterstützen kann und man nicht allzu riskant leben muss.

Ich denke mehr an Sessel-, Handy-, Alkohol‐, Zucker- , Verschwörungserzähl- oder Auto"lobby" die am Krankwerden verdienen.


Ja, da bin ich komplett bei dir. Viele Menschen hoffen ehrlich gesagt eher auf die eine „Pille“, mit der sie ihren bisherigen Lebensstil einfach beibehalten können, ohne etwas ändern zu müssen.

Dabei ist aus meiner Sicht der erste und wichtigste Schritt immer, den Lebensstil anzuschauen und dort anzusetzen. Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stress haben einen enormen Einfluss auf solche Werte, auch beim Thema LDL.

Ich habe das große Glück, viel mit Menschen zu arbeiten, die genau dazu bereit sind und diesen Weg auch gehen wollen, bevor sie an Medikamente denken.

Trotzdem gehört für mich auch dazu, realistisch zu bleiben. Es gibt durchaus Situationen, in denen sich Werte trotz guter Lebensstilmaßnahmen nicht ausreichend verbessern, zum Beispiel durch genetische Faktoren. In solchen Fällen finde ich es absolut legitim, auch medikamentöse Unterstützung in Betracht zu ziehen.

Am Ende ist es kein Entweder-oder, sondern eher ein sinnvolles Zusammenspiel. Lebensstil zuerst, aber wenn nötig, kann ein Medikament auch eine gute Ergänzung sein.

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