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wir verbitterten Veganer

Erstellt 21.05.2016, von Steffi. Kategorie: Allgemein vegan. 10 Antworten.

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Benutzerbild von Steffi
Themen-Startervegan31 PostsweiblichStuttgartLevel 2
wir verbitterten Veganer
21.05.2016
Hallo liebe depressive Freunde,

immer wieder hört man ja in Beiträgen zum Thema veganes Leben, wie verbittert und depressiv die Veganer immer sind. Das ärgert mich - vielleicht deshalb, weil es (zumindest bei mir) stimmt, das aber völlig missverstanden wird: gerne als Nährstoffmangel. - Wir haben es ja gewusst!
Als ich Ende letzten Jahres vegan wurde - also begriff, was eigentlich stattfindet auf diesem Planeten - war ich erst mal ein paar Wochen hoch euphorisch. Nach dem Motto: Ich hab das Problem erkannt, ich sag es weiter, wir ändern alle unser Verhalten. Alles wird gut!
Tja, und inzwischen bin ich verbittert und depressiv. Nichts wird gut. Und ich muss mit dem Wissen leben, zu was die Menschheit fähig ist. Jede Sekunde!
Und sind die Augen erst mal offen, dann funktioniert ja nichts mehr: Bekleidungsindustrie, Atomkraft, Glyphosat, TTIPP....
Ein (übrigens recht aufgeschlossener) Nachbar hat zu meinem Mann bei einem Gespräch über Veganismus kürzlich gesagt: "Ach, ich will das alles gar nicht so genau wissen!" ist vielleicht klug - denn ist die rote Pille mal geschluckt, gibt es kein Zurück mehr!

Wie behaltet ihr eure gute Laune??

Liebe Grüße
Steffi

Benutzerbild von rossie
vegan1.461 PostsweiblichOberlausitzLevel 2
21.05.2016
Liebe Steffi!

Habe meinen Weg gefunden.
Mir ist klar meine Lebensweise und mein Handeln ist richtig und wichtig ,ich bin nicht ALLEINE.
Es kommen natürlich auch traurige Stunden. Ich lasse mich einfach nicht unterkriegen.
Ich gehe ins Forum, hier finde ich die Menschen die mich verstehen.
Dadurch werde ich wieder gestärkt, weil wir die Zukunft sind.

LG rossie und Benni

Benutzerbild von Meltem
vegan382 PostsweiblichNürnbergLevel 3
21.05.2016
Hallo Steffi,
Ich bin nur überglücklich, dass ich für mich entschieden habe, mich nicht mehr an diesen kranken System zu beteiligen. In den 10Jahren als Vegatarier dacht ich immer: "Nein,Vegan geht nicht, zu kompliziert und Mangelernährung, künstliches B12 usw". Gott sei Dank weis ich es jetzt besser. Es hat lange gedauert. Leider! All diese falschen Informationen. Mann braucht Fleisch und Milchprodukte für eine ausgewogen Ernährung. Wenn ich jetzt wieder Pressemitteilung lese über getötete männliche Küken, bin ich einfach nur froh Veganer zu sein!
Lg. Meltem

Kein Benutzerbild
vegan248 PostsweiblichNidderauLevel 2
21.05.2016
Liebe Steffi,

wie wahr, sind einmal die Augen geöffnet sieht mal vieles was einem vorher nicht bewusst war. Recherchiert man über etwas, öffnen sich viele neue Felder. Es ist schwierig das Verhalten von manche Menschen zu verstehen und zu akzeptieren. Aber ich sehe uns auch als den Beginn - einer muss ja den ersten Schritt machen: und das sind wir! Für Aufklärung sorgen. Ich mache es immer ganz geschickt, mal so neben bei, bringe ich das Gespräch drauf. Platziere hier und da mal was. Und beim nächsten Mal ergeben sich richtig gute Gespäche. Aber auf meine Frage: wenn du das alles weißt, warum isst du dann noch Fleisch? Habe ich bis jetzt noch keine Antwort bekommen.
Auch mir kommen hier und da die Tränen wenn ich was lese, höre oder sehe. Aber das stärkt mich in meinem Weg, dass dies der Richtige ist.
Auch dieses Forum gibt einem Kraft und das Wissen, dass wir nicht alleine sind.

LG, Bettina

Benutzerbild von kilian
vegan7.210 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
21.05.2016
Hallo,
"Aufklärungsarbeit" bringt m.e. meistens wenig... zumindest nicht wenn man im privaten Umfeld Leute drauf anspricht und etwas verändern würde.
Zu dem Thema Verbitterung gibts einen neuen Artikel: https://www.vegpool.de/magazin/als-veganer-nicht-verbittern.html
Ich denke, es ist wichtig, dass man einmal eine Entscheidung trifft und sich dann nicht mehr ständig mit der Tierquälerei auseinandersetzt. Man ist ja nicht mehr daran beteiligt.
Viele Grüße
Kilian

Benutzerbild von selfless
17 PostsmännlichFFMLevel 2
21.05.2016
Finde es gut das du so offen darüber redest gerade nach dem Essen mit der family ging die Diskussion auch bei uns wieder los. Aber ehrlich gesagt denke ich wir haben den Auftrag die Menschen zu bilden. Das sehe ich mittlerweile als Aufgabe und versuche so viel wie möglich auswendig zu lernen, denn die Frage warum kommt immer. Ich denke du hast kein Grund depressiv zu werden, denn du tust das richtige und ich denke in weiter Zukunft wird in Geschichtsbüchern stehen "noch vor 100 Jahren galten veganer als verrückt...." Nachdem du gesagt hast ich nehme daran nicht mehr Teil, kannst du nicht mehr machen als die Leute informieren, natürlich bei gegebener Gelegenheit sonst gelten wir wieder als verrückt . Aber generell kannst du abgesehen für deine Kinder für keinen anderen Menschen die Verantwortung übernehmen. Die einzige Verantwortung die du übernehmen kannst ist deine Vorbild Funktion für andere. Denn wie du gemerkt hast, nur deine Anwesenheit ist für viele schon eine Bedrohung weil sie anfangen müssen nachzudenken.

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vegan248 PostsweiblichNidderauLevel 2
21.05.2016
...und wenn wir als Mehrheit überwiegen, muss bzw. wird auch die Politik sich ändern müssen!

Kein Benutzerbild
1.266 PostsweiblichS' LändleLevel 2
21.05.2016
Ich glaube auch, dass der Weltschmerz eher schadet als nützt. Und Leute kann man von rein gar nichts mit logischen oder ethischen Argumenten überzeugen - sie wandern meiner Erfahrung nach dann eher in die gegenseitige Richtung. Ich habs damals schon beim Thema Gender gemerkt, als ich all die Literatur gelesen hab und dann oft Diskussionen angestoßen hab. Am Ende kommt immer raus: Du bist verbittert, weil die Welt nicht deine Ansichten übernimmt und der Fleischesser fühlt sich bestätigt. Dann glaubt er auch lieber, dass Veganer total umweltschädlich, krank, hysterisch und nicht praktikabel Leben und dann beißt er mit viel mehr Befriedigung ins seine Steaks als vorher. Ich glaube, das beste ist es, einfach so zu leben, wie man es für richtig hält, und andere ihren eigenen Gedanken zu überlassen - sie sind ja eh immer hundertmahl besser informiert als der Experte ;)

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vegan248 PostsweiblichNidderauLevel 2
21.05.2016
Wenn ich es mir mal erlauben darf, liebes Pummelchen, klingst du sehr gefrustet.
Klar, ist es schwierig aber aufzugeben? Ne, das würde ich nicht. Natürlich muss man abschätzen wie weit und mit wem man reden kann. Aber es dann einfach zu lassen? Dafür sind mir die Tiere zu wichtig

LG Bettina

Kein Benutzerbild
1.266 PostsweiblichS' LändleLevel 2
21.05.2016
Die, die es schon wissen, aber trotzdem inkonsequent sind, denen kann ich auch nicht mehr helfen, ausser indem ich meine Hilfe anbiete, und der Rest will es nicht wissen oder kommt mit Pollmer-Argumenten um die Ecke.
Ausserdem geht es mir zu sehr auf die Nerven, es hilft meinem Seelenfrieden, wenn ich einfach meine Ruhe habe. Ja, ich bin von der selben Diskussion zum 100x Mal total gefrustet...Ich hoffe, einfach durch meine passive zur Schau Stellung meiner Lebensweise Leute zum Nachdenken zu bringen - wer ohne Fleisch und Eier noch so gut genährt sein kann wie ich, dann kann es gar nicht so gefährlich sein :D

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