Warum heute immer noch so viel Fleisch gegessen wird

Erstellt 09.03.2022, von Franz23. Kategorie: Allgemein vegan. 17 Antworten.

10.03.2022
Zitat Sunjo:Es geht hier um ein falsches Männlichkeitsbild, was zu Gewalt gegen Frauen führt. Bitte beschäftige dich auch mal mit diesem Thema, Kilian, oder mache es, wenn es dich nicht interessiert, zumindest nicht lächerlich.


Ich wollte es nicht lächerlich machen und sehe das auch nicht direkt, wo mir das passiert sein könnte. Würdest du mir bitte helfen, das zu erkennen?
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10.03.2022
Zitat Sunjo:
Trotzdem wäre es ratsam, nicht die Hälfte (bzw. etwas mehr) der Menschheit auf diesem Weg nicht mitzunehmen bzw. zu unterdrücken und zu diskriminieren. Es geht hier um ein falsches Männlichkeitsbild, was zu Gewalt gegen Frauen führt. Bitte beschäftige dich auch mal mit diesem Thema, Kilian, oder mache es, wenn es dich nicht interessiert, zumindest nicht lächerlich.


Verstehe diesen Post nicht. Ich kann da hier wirklich nichts erkennen, dass hier nur Männer angesprochen sein sollten.

Als Mann schreib ich irgendwie automatisch eher aus dieser Perspektive. Ich habe John Joseph's Buch "Meat is for pussies" (heisst wirklich so) und das ist wirklich (unverblümt) für Männer geschrieben. Ich dachte, der Titel ist deswegen derb, um das Buch besser verkaufen zu können. Es ist wirklich gut vom Inhalt, aber es ist halt tw., derb halt. Aber weniger gegen Frauen, sondern auf die fleischessenden Geschlechtsgenossen bezogen.

Zitat METTA:Das ist eigentlich nicht der Sinn des veganen Lebens, eigentlich sollten Männer und Frauen mehr Empathie und Verletzlichkeit entwicklen.


Hallo Metta, ja da stimme ich schon zu. Männer und Frauen kann man aber nicht gleichmachen. Darum, denke ich, es ist nicht falsch, wenn Männer einen etwas anderen Zugang dazu haben als Frauen. Es kommt auf das Ergebnis an, vegan und idealerweise sensibilisierter zu Tieren, Umwelt und auch für das Miteinander zu werden. In Will Tuttles Buch wird das Thema behandelt, wie Fleisch essen, Tiere töten insgesamt die Aggressionen von Menschen fördert. Je mehr vegan werden, desto friedlicher wird die Welt (ist auch meine Überzeugung).
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10.03.2022
@Kilian: du kanzelst Mettas Beitrag mit der (feministischen) Kritik zum Film "Gamechangers" als "Anspruch nach Perfektionismus" ab und implizierst in deinem ganzen Beitrag, dass man damit dem Ziel des Veganismus mehr schadet als nützt. Ich bin überzeugt, das Gegenteil ist der Fall.
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10.03.2022
ok, gut dass du das schreibst.

Mein Beitrag bezog sich auf die von Metta zitierte Kritik, dass ein proveganer Film Stereotype über Männlichkeit nutzt.

Es erinnert mich an das immerwährende und seit Jahrzehnten nicht reflektierte Problem einiger mir bekannten, angeblich progressiven Strömungen, zumindest in Deutschland: Dass es keine Prioritäten gibt. Und damit ist irgendwie alles gleich wichtig und gleichzeitig völlig belanglos.

Mich ärgert es, wenn diese Schein-Debatten gegen Projekte gefahren werden, die wirklich etwas verändern wollen. Denn kritisieren ist viel leichter als handeln.
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10.03.2022
Zitat kilian:
Es erinnert mich an das immerwährende und seit Jahrzehnten nicht reflektierte Problem einiger mir bekannten, angeblich progressiven Strömungen, zumindest in Deutschland: Dass es keine Prioritäten gibt. Und damit ist irgendwie alles gleich wichtig und gleichzeitig völlig belanglos.

Ich denke, das kann man unterschiedlich sehen. So wie ich das von den Leuten verstehe, von denen ich Vorträge und/oder Bücher gehört und/oder gelesen habe, ist es wohl eher so, dass man mit der Fokussierung auf nur ein Thema, bei gleichzeitiger Ausgrenzung anderer Interessengruppen, eher an Kraft verliert. Da kämpft dann jede Gruppe nur für sich, statt jede für ihr eigenes sowie gleichzeitig für die Themen der anderen und damit als viel größere Gemeinschaft jeder für jeden. Es wird ja oft gesagt, dass Speziesismus verwandt ist mit Rassismus oder anderen Arten von Diskriminierung. Warum also nicht Tierfreunde, People of Colour, Frauen und diverse Minderheiten alle in ein gemeinsames Boot holen? Und wenn man das für richtig hält, dann muss man eben mit der Förderung von einseitigen Rollenbildern ein bisschen aufpassen.

Nachtrag: ich meine Maja Göpel, Naomi Klein und eben auch die bereits von Metta erwähnte Anna-Lena Klapp. Ein Vortrag (Youtube) ist sicher ein sanfterer Einstieg als gleich eins der Bücher.
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12.03.2022
Hmm, ich stimme beiden zu. Sunjo und Kilian. Denke, klar, das Ergebnis ist wichtig, aber auch der Weg, wie man dahin kommt. Der Weg soll fair, gangbar und auch rücksichtsvoll sein.
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13.03.2022
Ich glaube, Punkt 1
1) Sturheit, Gewohnheit, Inflexibilität, Tradition, Konservatitismus im Denken: "Weil wir das schon immer gegessen haben"
ist ein großes Problem. Ich bin gerade dabei, mich zum ersten Mal intensiv mit der veganen Lebensweise auseinanderzusetzen und befinde mich gerade in der Umstellung. Ich habe das noch nicht großartig kommuniziert, weil ich erst mal selbst herausfinden will, was das mit mir macht. Nun, heute waren wir eingeladen und es gab ...richtig... große Fleischportionen. Ich wollte kein Fleisch essen, aber meine zaghaften Einwände wurden komplett ignoriert (hast Du doch früher immer gegessen") und zack, lag der Braten auf dem Teller. Nun kam meine Erziehung durch und höflich wie ich bin hab ich auch ein Stück gegessen. Was soll ich sagen? Erstens hat es mir nicht geschmeckt, einfach weil es Fleisch war. Zweitens ist mir das auch nicht bekommen, ich hab jetzt ein komisches Völlegefühl und Magenzwicken. Schlussfolgerung: das ist nicht (mehr) gut für mich und künftig werde ich mich standhaft wehren bzw. ablehnen. Wenn mich jemand fragt, werde ich das auch erläutern, ohne missionieren zu wollen. Einfach Taten sprechen lassen. Im Nachhinein ärgere ich mich auch über mich selbst, dass ich so blöd war. Aber aus Schaden wird man klug. Hoffe ich. :green:
Kennt Ihr sowas auch? ...fragt ein Frischling :green:
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13.03.2022
Hallo Isalabella,

ja das ganze ist nicht so leicht. Das Umfeld kann es einem schwer machen. Ich kämpfte auch oft erfolgslos. Dran bleiben. Je mehr du überzeugt bist davon, dass das das Richtige ist für dich, desto leichter soll es in Zukunft gehen. "Rückfälle" können immer wieder passieren. Sehe es aber nicht so tragisch, man kann das ja nicht vergleichen wie eine ernsthafte Entwöhnung bei einem Alkoholkranken. Es ist ja alles freiwillig, das Leben idealerweise so zu führen, wie es sich für eine/n richtig anfühlt.
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