Zitat Kathiii212:
Danke euch für eure Rückmeldungen 😊. Ich bin an einer Dorfschule und da gibt es nur ganz selten vegetarische Kinder oder Eltern. Von Veganer*innen hab ich noch nie gehört. Deshalb habe ich Sorge, da auf großen Gegenwind zu stoßen, wenn ich etwas dazu im Unterricht mache.
Wer von uns hier war denn bereits als Kind vegan oder auch nur vegetarisch?
Ich nicht und ich war immer schon der grösste Tier- und Pflanzenfan der Familie und der Klasse. Erst mit 14 habe ich zum Entsetzen aller Fleisch verweigert und war damit ein "schwieriger" Exot.
Sieht so ais als müsstest du quasi "die Kirche im Dorf lassen", wie man bei uns sagt.
Wenn du anfängst, Fleisch, Eier und Milchprodukte zu verteufeln und Kinder gegen die Ernährungsform ihrer Eltern aufzubringen, werden dir die Eltern natürlich protestieren. Das ist auch verständlich.
An deiner Stelle würde ich "vegan" daher eher nicht verwenden. Damit wird zuviel Negatives wie Verbote und Ablehnung assoziiert.
An deiner Stelle würde ich, wie Libio sagt, den Fokus auf das Erlebnis mit Tieren und Pflanzen legen. Also rein auf das, was du willst. Das, was du nicht willst, würde ich komplett weglassen.
Statt "Vegan und Tierrechte" klingt "Tierethik" und "Tierschutz" positiver. Gegen "Tierschutz" kann niemand etwas haben und dagegen, dass die Kinder etwas über den Umgang mit und Eigenschaften von Hunden (sehr wichtig!), Katzen, aber auch etwas über Hühner, Kühe und Schweine, etc. lernen, ev. selber etwas anbauen (kochen lernen?) kann niemand etwas haben.
Lass die Kinder selbst draufkommen. Das wirkt viel nachhaltiger.
Möchtest du einen Tagesschwerpunkt oder ein eigenes Fach im Laufe des Schuljahres gestalten oder das Thema laufend in andere Fächer einbauen? Biologie wäre natürlich ideal, aber es geht auch in allen anderen Fächern.
Am meisten Wirkung hat es natürlich, Tiere in die Schule zu bringen. Ich finde, den Umgang mit Hunden sollte sowieso jedes Kind lernen wie Fahrrad fahren und schwimmen. Schon zum eigenen Schutz.
Es gibt aber auch Leute, die mit Hühnern auf Veranstaltungen spazieren gehen oder Kinder Farbmäuse halten lassen und nebenbei etwas über deren Schutz und Ansprüche erzählen. Der Wunsch, dieses Tier zu schützen/ nicht zu essen, ergibt sich dann von selbst.