veganen Lebensstil "verleugnen"

Erstellt 09.02.2018, von MIEZIKATZ. Kategorie: Allgemein vegan. 18 Antworten.

20.02.2018
Hast ja Recht, die Kids können ja nix dafür... :wink:
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20.02.2018
Hallo Dana,

Zitat Dana:Wenn es wirklich gar nicht geht, dann muss man eben so konsequent sein und kündigen.

Kündigen wäre hier aber nicht nur vollkommen fehl am Platz, sondern zudem kontraproduktiv.

Es ist schließlich nicht der AN, sondern der AG welcher sich hier Rechtswidrig verhält.
Und als solcher sollte auch dieser, im Eskalationsfall, die (moralische) Rechnung zahlen dürfen, nicht der Arbeitnehmer (welcher obendrauf von Arbeitsamt, wg. Eigenkündigung, noch bezugsgesperrt wird).

Meist ist den AG auch überhaupt nicht bewusst, dass sie sich rechtswidrig verhalten.
In solchen Fällen sollte zumindest das Gespräch zwecks Aufklärung gesucht werden, wenn der Betriebsrat / das Arbeitsgericht keine Alternative darstellen.


Zitat Dana:"Wes Lohn ich krieg, dessen Lied ich sing."

Ich bedauere jeden, der sich selbst in einem solchen Job gefangen hält..
Auf Überzeugungen sollte kein Preisschild kleben ;)

Zitat Dana:Leute, das sind kleine Kinder. Übertreibt es mal nicht. Einfach sagen, man mag das nicht und gut ist es. Wieso man es nicht mag, wird doch nie nachgefragt.

Scheinbar schon:
Zitat MIEZIKATZ:Wenn mich ein Kind fragt warum ich kein Fleisch und keine Wurst esse, soll ich sagen es schmeckt mir nicht. [...] also belüge ich die Kinder weiter und sage, dass es mir nicht schmeckt.

Ein weithin unkommentiertes[*1] "Ich möchte kein Fleisch essen" ist eine vollkommen andere Sache, als vom AG zur Aussage gezwungen zu werden, dass einem Fleisch geschmacklich nicht zusagt.

Grüße,
Falk

[*1] auch mMn. sollten Kinder ausschließlich von ihren Erziehungsberechtigten über die industriellen Systeme aufgeklärt werden, soweit überhaupt gewünscht

8x bearbeitet

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20.02.2018
Zitat MIEZIKATZ:Danke für eure Beiträge :wink:
ich gehe ja in 4 Jahren sowieso in Rente, da kann ich auch noch 4 Jahre lang sagen, dass es mir nicht schmeckt.
Hi,Hi :D aber mein Auto steht täglich auf dem ersten Parkplatz vor der KiTa und darauf steht zu lesen:
TIERE SIND KEINE LEBENSMITTEL :clap: und
DIE ZUKUNFT ISST PFLANZLICH :clap: und
TIERE ESSEN WAR GESTERN :clap:
l. G. Miezikatz :wink:


Die Kindergartenkinder können aber nicht lesen ;)

Naja, ich denke da musst du selbst abwägen, ob es dir wichtiger ist, den Kindern das mitzuteilen, oder ob du lieber den Streit vermeidest. Ich denke für beides gibt es gewichtige Gründe. Letzten Endes hören Kinder vermutlich sowieso auf ihre Eltern.
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21.02.2018
Hallo Falk,

ganz so einfach ist es rechtlich nicht: Wenn der AG der Meinung ist, dass der AN geschäftsschädigende Aussagen trifft (hier könnte man argumentieren, dass der AN behauptet, das Essen sei nicht gesund (ohne dass jetzt hinterfragen zu wollen)), kann er sich schon solche Aussagen seines AN verbeten bis hin zur Abmahnung. Leider wird er mit der Aussage der persönlichen Meinung des AN durch kommen. Letztendlich ist ein solches Verhalten von beiden Seiten nicht zielführend. In Anbetracht der Tatsache, dass die AN nur noch vier Jahre bis zur Rente hat, sollte hier ein Gentlemen-Agreement getroffen werden, sprich die AN sollte ein Gespräch mit dem AG suchen (hier stimme ich mit dir überein). Hier sollte darauf hingearbeitet werden, eine gemeinsame Aussage zu treffen, die für beide Seiten "ohne Lügen" akzeptabel ist.
Einen Betriebsrat wird es bei Betrieben dieser Größe nicht geben. Und der Schritt vor das Arbeitsgericht wird eher zur Eskalation als zur Deeskalation führen.

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21.02.2018
Hallo Dana,

entschuldige bitte, ich hatte mich wohl etwas ungünstig ausgedrückt :crazy:

Generell hast du natürlich recht ;)

Zitat Dana:kann er sich schon solche Aussagen seines AN verbeten bis hin zur Abmahnung

Der AG hat generell nur geringen Spielraum, wenn es darum geht Bekenntnisse zu einer oder mehrerer Relgions- oder Weltanschauungen des AN zu verbieten.

Eine ethisch-basierte (sprich: weltabschauungsbasierte) Aussge (ala "Ich empfinde das Leben jedes Tieres als schützenswert") zu treffen würde jedoch nicht darunter fallen.
(Zumal diese Aussge zu der gängigen Selbstauffassung der deutschen Gesellschaft gehört)

Ebenso wie man einem Angehörigen einer Religionsgemeinschaft nicht anweisen darf seine Konfession zu verleugnen, hat der AG keine rechtliche Möglichkeit dies bei einer Weltanschauung zu tun.

In welchem Umfang die Weltanschauung dargestellt wird kann, wie du schon anhand eines treffenden Beispiels (Health Claims) aufgezeigt hast, in moderatem Maße vom AG restriktiert werden.

Wie wir bisher im Konsens festgestellt haben, ist eine erzwungene Lüge jedoch in jedem Fall eine Überschreitung der Grenze durch den AG :D

Die restlichen Punkte kann ich so nur unterschreiben :thumbup:


Natürlich kommt es auch immer darauf an welche Art Aussagen getroffen werden.

Ich persönlich bin generell (und insbesondere gegenüber Minderjährigen) kein Freund von Negativaussagen ("Fleisch ist ungesund", "Fleisch essen ist Mord"), da sie Erstens meistens generalisieren um die Realität, zulasten der Wahrheit, auf ein dem Einzelnen begreifbares Maß zu reduzieren (u.a. auch bei Populisten sehr beliebt) und Zweitens nicht zielführend, überwiegend sogar kontraproduktiv, sind.

Positiv konnotierte Aussagen ("Ich liebe Tiere", "Ich möchte niemandem schaden") welche das Mitgefühl und ein Verantwortungsbewusstsein fördern sind in beinahe jeder Situation angebracht und können, auch für Miezikatzes' AG, nicht nur eine gute, sondern auch pädagogisch wertvolle Alternative zur Lüge darstellen :heart:

Liebe Grüße,
Falk
6x bearbeitet

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25.02.2018
Hallo,

ich bin auch Erzieher und arbeite mit Kindern und esse mit ihnen zu Mittag. (Es sind allerdings Schulkinder zwischen 5-10 Jahren.)

Wenn die Kids mich fragen, warum ich immer nur Gemüse und Salat esse, dann erkläre ich es ihnen und oft kommt es dann zu Diskussionen rund um die "Fleischproduktion.

Das ist für mich interessant: Manche Kinder scheint es in keinster Weise zu stören, dass Tiere getötet werden müssen, damit sie ihr Fleisch auf den Teller bekommen. Andere sagen dann sowas wie: "Oh nein! Ich liebe Kühe. Ich will nicht, dass sie sterben." - Eine Woche später essen sie aber trotzdem wieder alle ihr Fleisch ...


Wenn mein Arbeitgeber mich wegen meiner Mittags-Diskussionen abmahnen würde, würde ich mir nen neuen Job suchen. Das würde ich mir nicht gefallen lassen. Zumal Erzieher im Moment händeringend gesucht werden. Und bei einem Vorstellungsgespräch kann man dann gleich sagen, dass man diese Haltung hat und nur unter der Bedingung den neuen Job beginnen will, wenn man mit den Kids darüber sprechen darf.

Dies betrifft aber ganz klar den Schulkind-Bereich. Im Kindergarten sieht die Sache etwas anders aus. Dennoch würde ich auch nur in Kitas arbeiten, wo man mich sein lässt, wie ich bin. (((-:

LG



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25.02.2018
danke für eure Beiträge :D
einige waren sehr hilfreich für mich :thumbup:
l. G. Miezikatz :wink:

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25.02.2018
Oh wie super,
wo hast du diese Aufkleber gekauft?
Sehr gerne würde ich damit meine Meinung, ganz diskret, kundtun.
LG
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25.02.2018
Hallo Kalili :wink:
also von ganz diskret kann bei meinem Auto nicht die Rede sein :surprise:
im Kreis Saarlouis ist es ein echter Hingucker :oo
ich habe es voll fett von allen Seiten, incl. Heckscheibe in einer Werkstatt für ca. 150,-€ beschriften lassen. Anfangs stand noch "vegetarisch" drauf aber nach kurzer Zeit habe ich es dann in "vegan" umändern lassen.
in meiner Autowerkstatt darf ich auch ohne weiteres vegane Broschüren auslegen, die meist von Frauen mitgenommen werden :thumbup:
liebe Grüße :wink:
Miezikatz
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