Umstellung und Partner ist dagegen

Erstellt 29.07.2017, von Curlybee-4. Kategorie: Allgemein vegan. 17 Antworten.

31.07.2017
Hallo,

hier lief es eher so, wie es Falk geschrieben hat: meinem Mann steht es absolut frei, sich Fleisch zu kaufen uns sich dieses in der Küche zu kochen / braten.


Hat er bisher noch nie gemacht. Wobei er kochtechnisch auch eher eine Niete ist ... :lol: Beklagen würde er sich deshalb auch nicht. Denn er hat ja die Wahl, warum soll er sich da beklagen. Er ist erwachsen und ich nicht seine angestellte Köchin die zu tun hat, was der Herr sich wünscht.

Wir gehen 1-2 im Monat essen und da könnte er sich seine Fleischration bestellen. Dafür ächte ich ihn nicht und ich wechsel auch nicht den Tisch und ich erläutere ihm auch nicht während des Essens, was er sich da gerade schmecken lässt. Das weiß er sehrwohl und es ist seine Entscheidung. Schön finde ich, dass die Fleischbestellungen immer weniger werden und er vegetarisch oder vegan bestellt.

Was die Kosmetika für meinen Mann betrifft (Deo, Rasierschaum, Haarspray, Gel usw.) "durfte" ich ihm vegane Produkte zum testen kaufen und er hat geschaut, ob er damit klar kommt. Einige Sachen hat er für gut befunden und andere nicht (was mir im übrigen auch nicht anders geht mit meinen Kosmetika).

Ich hoffe, ihr beiden findet eine Lösung, die für alle okay ist und die Beziehung nicht belastet.

Herzliche Grüße
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31.07.2017
Ich finde es nicht okay, dass hier Leute wirklich vorschlagen die Beziehung zu beenden, oder darüber nachzudenken..... Ihr kennt die beiden nicht einmal, wisst nicht wie lange sie schon zusammen sind und wie viele Kinder sie haben... Glücklich sind. Wegen einer Ernährungsweise die mein Partner nicht möchte, würde ich niemals auf die Idee kommen mich zu trennen. Da gibt es deutlich bessere Möglichkeiten eine Lösung zu finden.

20 Jahre glückliche Beziehung beenden weil man seine Ernährung geändert hat.... Das war nur ein Beispiel... Im Internet findet man echt viele Veganer mit null Toleranz. Die so etwas vorschlagen setzen sich bestimmt sofort vom Tisch sobald einer Fleisch isst.... Furchtbar!
1x bearbeitet

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31.07.2017
Hallo dandedilia,

Zitat dandedilia:20 Jahre glückliche Beziehung beenden weil man seine Ernährung geändert hat.... !

niemand hier hat vorgeschlagen, dass man die Bezieheung beenden solte, weil sie "[ihre] Ernährung geändert hat" ;)

Es geht hier um mehr als die Ernährung:
Es geht um Grenzen und die persönliche Freiheit sein eigenes Leben zu gestalten, ohne dass andere darin rumzufuschen haben.

Es ist dabei durchaus empfehlenswert, die eigene Beziehung (unabhängig von der Dauer oder gegebenen Kindern) zu überdenken und das Gespräch zu suchen (und im schlimmsten Fall der absoluten Uneinigkeit auch die Beziehung zu beenden), wenn man von seinem Partner evtl. als Eigentum veranschlagt, als unbezahlte Köchin angesehen, zu unliebsamen Aktionen genötigt oder das eigene Gefühlsleben vom Partner konsequent übergangen wird :thumbup:


Ob einzelne dieser Punkte auf ihre Situation zutreffen (und wie diese lösbar sind), wird Curlybee sicherlich besser beurteilen können ;)

Grüße,
Falk
12x bearbeitet

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31.07.2017
Hallo,

Zitat dandedilia:Wegen einer Ernährungsweise die mein Partner nicht möchte, würde ich niemals auf die Idee kommen mich zu trennen. Da gibt es deutlich bessere Möglichkeiten eine Lösung zu finden.


Über diese Möglichkeiten ist die Thread-Starterin sicherlich dankbar. Zögere nicht, sie aufzuschreiben :-)

Viele Grüße

Kilian
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31.07.2017
Zitat Nefasu:
niemand hier hat vorgeschlagen, dass man die Bezieheung beenden solte, weil sie "[ihre] Ernährung geändert hat" ;)



Also ich finde, dass liest sich schon so.


Zitat Michael222:in so einem Fall wäre zu überlegen, ob Du Dir nicht lieber einen anderen Partner suchst.

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31.07.2017
Hallo Dana,

Michaels Kommentar ist soweit konsistent und legitim:
Zitat Michael222:[...] die Frage ist, ob Dein Partner so tolerant ist, [...] oder ob er das leider nicht [ist]; in so einem Fall wäre zu überlegen, ob Du Dir nicht lieber einen anderen Partner suchst.

Es geht hier also vielmehr um die Akzeptanz von Grenzen und Bedürfnissen (unabhängig von welchem Thema wir sprechen), als um die Beendigung einer Beziehung aufgrund einer Ernährungsumstellung :thumbup:
Und in Fällen wo das Gegenüber, tzotz Kommunikationsverusch, diese Grenzen weiterhin überschreitet oder versucht zu kontrollieren, sollte man prinzipiell die Beziehungsfrage stellen ;)

Natürlich handelt es sich hier einzig um ein "was wäre wenn" Szenario, also könnte dieses hinfällig sein, wenn ihr Partner bereits bei der ersten Diskussion ihre Grenzen und Bedürfnisse akzeptiert (und im Idealfall unterstützt) :heart:

Grüße,
Falk
6x bearbeitet

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31.07.2017
Wie ist denn überhaupt eure Lebens- Familiensituation? Bist Du Hausfrau und er geht arbeiten? Dann finde ich es problematisch zu sagen, koch Dir Dein Essen selbst. Immerhin habt ihr euch dann auf einen Rollenkonsens geeinigt.

Oder seid ihr beide berufstätig und teilt euch generell den Haushalt? Dann könnte man darüber nachdenken, ob er in Zukunft für sich selbst kocht. Wenn Du allerdings Hausfrau bist, fänd ich es unfair die komplette Verweigerung auszusprechen.

Ich bin ca. 2 Monate vor meinem Mann auf vegane Kost umgestiegen. Da er Mittags im Büro auswärts essen ging, war das auch unproblematisch zu Hause rein vegan zu kochen. Er hatte ja täglich die Auswahl.

Ich habe ihn gebeten Earthlings zu sehen, was ihn ebenfalls zum Veganismus gebracht hat. Und zwar von 0 auf gleich.

Mittlerweile nimmt er von daheim essen mit, da er nichts zum Mittag findet. Ab und an geht er aus sozialen Gründen zum Italiener und nimmt Pasta mit Tomatensoße. Er wundert sich regelmäßig wie lange er den Auswärtsmist essen konnte, wo das Essen von daheim viel besser schmeckt. Neue Gewohnheiten benötigen anfangs immer etwas Planung.

Isst Dein Mann mittags in der Kantine? Könnt ihr euch nicht darauf einigen, dass daheim vegan gekocht wird, da er mittags die Auswahl hat?

Grundsätzlich finde ich den Trennungsgedanke auch befremdlich, allerdings entwickelt man sich als Paar über viele Jahre auch weiter. Ich wäre zutiefst enttäuscht, wenn mein Mann Dinge von mir verlangt, die ich nicht mehr leisten kann.

Ich habe Katzen, denen ich ebenfalls täglich ihr Rindfleisch frisch zubereite. Da kann ich auch nicht auf vegan umstellen - vielleicht betrachtest Du Deinen Mann mal als Haustier ;) Interessanterweise gibt es viele Veganer die Karnivoren halten.
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31.07.2017
Hallo,

vielleicht ginge ja auch ein Mittelweg zwischen konsequenter Abgrenzung und falscher Toleranz... Menschen sind ja nicht sonderlich logisch veranlagt. Man kennt zwar oft Fakten und Zusammenhänge, ignoriert sie aber aus Bauchgefühl. Wir kennen das ja alle selbst.
Daher wäre es schon recht hart, gleich nach den ersten 1-2 Wochen Schluss zu machen, nur weil der Partner vielleicht überfordert ist.

Andererseits habe ich schon mehrfach gehört, dass der Vegan-Umstieg vom anderen Partner überhaupt nicht respektiert wurde - und da ging es ohne Trennung einfach nicht. Wenn der Partner die eigene Freundin - trotz klärenden Gesprächs - z. B. im Freundeskreis bloßstellt und fiese Witze auf ihre Kosten macht.

Es ist eine schwierige Situation, die man wahrscheinlich am besten mit sehr viel Zuhören angehen könnte. Wenn der nicht-vegane Partner die Beweggründe versteht, wird er das Verhalten nachvollziehen und vielleicht auch unterstützen können. Andererseits wird der vegane Partner auf "Vereinbarungen", Fleisch zu kochen, sicher gerne verzichten... und wenn der Partner das einfordert, wird es die Sache sicherlich nicht einfacher machen.

Heute morgen ging ein Artikel zu der Thematik online. Vielleicht hilft auch das weiter: https://www.vegpool.de/magazin/partner-lebt-vegan-was-tun.html

@Curlybee-4, liest Du eigentlich noch mit?

Viele Grüße

Kilian
1x bearbeitet

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