vegan1.461 PostsweiblichOberlausitzLevel 2
12.04.2015HAllo Blümchen!
Danke für den tollen Artikel, bin ganz deiner Meinung. Tiere haben Gefühle genau wie wir Menschen. Habe 2 Hunde und ich lebe mit den Hunden, kenne sie sehr genau. Sie zeigen den Schmerz und die Freude. Wir Menschen dürfen uns nicht über andere stellen.
Stimme dir Killian auch zu. Wir sind mit unserer Einstellung auf einen guten Weg.
Gruß
Rossie
vegan1.461 PostsweiblichOberlausitzLevel 2
15.04.2015HAllo Blümchen!
Danke für den tollen Artikel, bin ganz deiner Meinung. Tiere haben Gefühle genau wie wir Menschen. Habe 2 Hunde und ich lebe mit den Hunden, kenne sie sehr genau. Sie zeigen den Schmerz und die Freude. Wir Menschen dürfen uns nicht über andere stellen.
Stimme dir Killian auch zu. Wir sind mit unserer Einstellung auf einen guten Weg.
Gruß
Rossie
17.04.2015Das Problem ist doch, dass ethische Regeln wie "Du sollst nicht töten" das Leben einer menschlichen Gesellschaft regeln sollen.
Tiere könne die Regeln nicht einhalten, weil sie diese nicht verstehen und sich nicht daran halten können. Damit hat man ein strukturelles Ungleichgewicht, wenn man eine Gruppe nur Schutzrechte in Anspruch nehmen läßt.
Daneben ist die Regel "Menschenleben =Tierleben" jedenfalls in einem Rechtsstaat nicht durchzuhalten, da keine sinnvolle Abgrenzung zwischen Ereignissen möglich ist, in denen die Tötung von Tieren erlaubt wird und denen, wo es nicht erlaubt wird, ohne zu willkürlichen Ergebnissen zu kommen.
Einfaches Beispiel: Wenn Menschenleben = Tierleben wäre Ackerbau zu verbieten, weil dabei jede Menge Wirbeltiere, Insekten etc. getötet werden, fahrläsig und vorsätzlich. Wenn man aber Menschen nicht fahrlässig töten darf, dürfte man das auch mit Tieren nicht tun.
Insoweit ist die Argumentation mit dem Lebenskonzept etwas kurz gegriffen, verweist aber auf die zutreffende Problematik.
Der Verweis auf Gefühle von Tieren erscheint als nicht zielführend, da nicht erklärt werden kann, warum Menschen Tiere mit Gefühlen nicht töten sollen, die Tötung eben dieser Tiere durch andere aber kein Unrecht enthält und auch nicht verhindert werden muss (Notstand, Nothilfe, unterlassene Hilfeleistung etc.). Unrecht enthält auch die Tat eines Schuldunfähigen ....
Im Übrigen haben auch Pflanzen Sensoren, die sie vor schädlichen Einflüssen warnen. Wo liegt der Unterschied zu einem Tiefseeschwamm, Muschel oder Mücke?
Darüber hinaus erscheint der Umstand, dass Tiere Empfindungen haben für eine Gleichstellung mit dem Menschen als unzureichend. Der Mensch hebt sich vom Tier ab durch Bewußtsein und Reflektion ab. Er ist sich einer bestimmten Situation bewußt, hat einen Freiheitsbegriff, kann Diskriminierung erkennen und die Aussichtslosigkeit oder Hoffnung in einer Lebenssituation. Der Umstand, dass auch Tiere Empfindungen haben, erscheint da als wenig entscheidend.
Bezüglich Kinder und Behinderter ist anzumekren, dass Kinder die Einsichtsfähigkiet noch erlangen und daher schützenswert sind und Behinderte nur aufgrund unglücklicher Umstände diese Fähigkeit fehlen mag. Sie nicht zu schützen würde den Zusammenhalt in Fragestellen (siehe Euthanasie im Dritten Reich).
17.04.2015Tach,
nee, ich bin Jurist.
Entsprechende Fragestellungen finden sich im Strafrecht und grundsätzlich zum Sinn und Zweck von Recht, sind also auch Themen der Rechtsphilosophie. Man kann Recht auch als ethischen Mindestkonsens einer Gesellschaft ansehen.
Wenn es also um "Leid" vermeiden geht, stellt sich die Frage, ob dann Veganismus überhaupt eine Existenzberechtigung hat. Abgeshen von dem Problem, dass man sicher nicht aus menschlicher Sicht das Leid von Tieren beurteilen sollte, weil diesen halt Bewußtsein, Ratio etc. mangelt (z. B. sicherlich keinen Freiheitsbegriff haben/kennen), ergibt sich die Frage, wie man Leid bewerten soll und das ins Verhältnis zu menschlichen Interessen/Leid stellt.
Auf die Spitze getrieben führt das zu der Frage, ob Walfang die veganste Nahrungsquelle ist, weil dabei ein einziges Tier stirbt für Tonnen von Lebensmitteln und Nutzgütern (Tran, Fischbein etc.) während für entsprechende Tonnen von Getreide zich tausend Tiere als Kollateralschaden sterben. Man müßte eine Tierlleidbilanz erstellen ....
Und wenn man dann den Mensch einbezieht, wird menschliches Leben ggf. relativiert. Wenn man zu dem Ergebnis gelangt, dass 10 Schimpansen ein Mensch wert sind, müßte man ab dem 11 Schimpansen den Mensch sterben lassen, um eine leidgerechte Nutzenbilanz zu haben.
Das Grundproblem liegt im Utilarismus, den z. B. Singer bejaht. Da geht es um Nutzen- und/oder Glücksmaximierung. Utilarismus ist aber widersprüchlich, weil es danach gerecht oder gut wäre, eine reiche Erbtante umzubringen, die ihr Vermögen verjuxen will, wenn man mit dem Erbe selbst Altruistisches tun würde. Das Problem ist halt, dass Nutzen oder Glück ... und Leid eben sehr spezifisch, um nicht zu sagen, individuell ist. Diese Bewertungsproblem bestehen auch im Veganismus, der von Jüngern des Utilarismus begründet wurde.