Restaurantbesuch - es geht auch anders

Erstellt 05.02.2017, von Dana. Kategorie: Allgemein vegan. 167 Antworten.

07.02.2017
Wir waren zwar immer mal wieder italienisch essen, meine Begeisterung für die Gerichte hält sich jedoch in Grenzen. Der Grund dafür ist, daß ich beobachten konnte, wie die Restaurantbesitzer in Discountern "Billig-Mehl", Billignudeln und konventionelles Gemüse einkaufen. Die Qualität läßt dementsprechen zu wünschen übrig.
Da ich überzeugte "Bio-Anhängerin" bin, mache ich meine Dinkelpizza selber und belege sie mit guten Belag. Für mich ist dies wichtig.
Vor einiger Zeit haben wir ein Asia-Restaurant besucht. Nachdem das Lokal penetrant nach Fischsauce gerochen hat - für mich ein widerlicher Geruch - haben wir umgehend dieses verlassen.
Im Asia-Restaurant wird in der Regel mit Glutamat gewürzt. Ich reagiere darauf äußerst empfindlich mit Ausschlag im Gesicht. Ich habe das Essen ohne Glutamat verlangt und es bekommen. Ich glaube jedoch, daß die Asiaten Bio-Qualität verschmähen.


Fazit: Es gibt so viele gute asiatische Rezepte, die ich nachkoche oder ich gehe selten mal in Strehles Bio-Restaurant, in dem es biologische und vegane Gerichte gibt.
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07.02.2017
Mir ist auch kürzlich der Gedanke gekommen, dass in den Restaurants (selbst wenn vegan) genau das serviert wird, was ich eigentlich vermeiden will: nämlich Weißmehlprodukte.
Vollkornnudeln? Fehlanzeige.
Bruschetta: Weißbrot/Toastbrot.
Pizzateig: ganz sicher meistens ohne Vollkornmehl. Nur einmal, da stand sogar Vollkornpizzateig zur Auswahl.
Von Bio ganz zu schweigen.
(Letztens konnte ich einen Blick in das Lager "unseres" Italieners werfen. :oo: oo:oo Da stand alles voll mit Riesenkonserven. :wtf: Der Besuch der Toilette hat mir dann den Rest gegeben. Da gehen wir nimmer hin.)

Eigentlich ist das alles sehr schade, weil wir zum einen sehr sehr gerne auswärts essen gehen und zum anderen oft auch gezwungen sind, auswärts zu essen, weil mein Freund und ich ja nicht zusammen wohnen, sondern uns auch oft "in der Mitte" treffen.
Wir nehmen zwar schon immer sehr viel Verpflegung mit (Frühstück im Auto :heart: :-) ), aber den Tag ausklingen lassen wir eigentlich schon gerne ganz gemütlich in einem Restaurant...
Nur wird es halt immer schwieriger, etwas gutes zu finden. Je mehr man erfragt/erfährt, desto geringer wird die Auswahl. :( :( :(

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07.02.2017
Ich glaube, sobald man irgendwie besondere Ansprüche an Essen hat, braucht man fast gar nicht mehr gehen. Vieles schwimmt im Fett, ganz viel Dosengemüse und halt eben alles weißmehl. Aber edles Essen hat eben auch edle Preise und ein geringes Klientel :/
Ejala, wie wärs wenn ihr im Sommer zumindest picknicken geht? Oder vielleicht ein kleines Bio-Café oder Bistro, die haben zwar nur Kleinigkeiten, aber ich hab da schon oft sehr gute, hausgemachte Dinge bekommen, teilweise sogar in Bioqualität.
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07.02.2017
@Pummelchen
Picknicken tun wir ganz oft - bei schlechtem Wetter eben im Auto.
Und was das Bio-Café bzw Bistro angeht... wir sind stets auf der Suche.
In Neuburg haben wir jetzt ein Café ausfindig gemacht, die haben früher Pommes in tierischem Fett frittiert, jetzt machen sie das aber in Pflanzenfett. Das wird definitiv unsere künftige "Stammkneipe". Die haben sogar Süßkartoffel-Pommes. Somit haben wir schon 3 (!!!) Sachen zur Auswahl, wenn man den Beilagensalat auch dazu zählt - es ist der reine Wahnsinn.
:thumbup:
Aber nein, ich darf mich nicht beklagen. Ich muss froh sein, dass es dieses Café gibt!

Im übrigen würden wir auch mehr bezahlen, wenn es Gerichte in Bio-Qualität geben würde. Aber Veganer müssen schon froh sein, überhaupt was tierfreies zu essen zu bekommen. So sieht's aus.
Also bitte schön: Ansprüche runterschrauben. ;)
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07.02.2017
Zitat pummelchen: Aber edles Essen hat eben auch edle Preise und ein geringes Klientel :/


Da hast Du Recht. Wenn ich essen gehe, darf es auch gerne etwas mehr kosten. Dafür habe ich aber auch eine super Qualität und es wird eben auch auf Wünsche eingegangen. Ich fand es bei dem Italiener eben so bemerkenswert, dass die Bedienung kam und meinte die Nudeln könnten Spuren von... enthalten. Andere würden das gar nicht mitteilen.
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12.02.2017
Und eine andere Erfahrung von dieser Woche:

Italienischer Antipasti-Stand im Einkaufszentrum.


Ich: Ist das nur Gemüse auf dem Panini.
Sie: Nein, da ist auch Zaziki mit drauf. Auf dem anderen wäre statt Zaziki Auberginencreme.
Ich: Danke, nein, ich möchte etwas veganes.
Sie: Dann nehmen Sie doch ein Tomaten-Mozzarella-Brötchen. :evil:
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12.02.2017
Das erinnert mich: Ich war letztens beim Bäcker, der war total auf Hipp gemacht mit Café hinten dran und so. Hinter der Theke war das Angebot auf so eine Tafel geschrieben, mit kleinen Bildchen und so (wie beim Vapiano). Da stand: vegane Panini und Brote. Ich sage: ich möchte eines dieser Veganen Panini. Frau hinter der Theke tut eins auf einen Teller und fragt "soll ich warm machen?" Dann sehe ich darauf einen eigenartigen Schimmer....Ist da Käse drauf? Frage ich, dann sagt die nette Dame: Ja. Ich sage: Ich wollte ein veganes. Die Frau: gibts nicht mehr, aber das hier ist auch lecker^^ Die hat wohl viel unvegane Laufkundschaft, die trotzdem gerne das vegane nimmt, da musste ich doch schmunzeln
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12.02.2017
Zitat Ejala:
Und was das Bio-Café bzw Bistro angeht... wir sind stets auf der Suche.
In Neuburg haben wir jetzt ein Café ausfindig gemacht, die haben früher Pommes in tierischem Fett frittiert, jetzt machen sie das aber in Pflanzenfett. Das wird definitiv unsere künftige "Stammkneipe". Die haben sogar Süßkartoffel-Pommes. Somit haben wir schon 3 (!!!) Sachen zur Auswahl, wenn man den Beilagensalat auch dazu zählt - es ist der reine Wahnsinn.
:thumbup:
Aber nein, ich darf mich nicht beklagen. Ich muss froh sein, dass es dieses Café gibt!


Hi Ejala,
in Neuburg gibt es laut Map nen Denns;
da gibt es ja meist 1-2 Vegane Sachen im Bistro und auch sonstiges.
Klar nicht so toll wie ein kleines Startup Öko-Kaffee wie in Berlin,
aber bio, und es gibt vegan.


Und zum bisher gesagten,
denkt auch mal ein bisschen an die Gastronomen,
wenn man extreme Sonderwünsche hat ala
VK Pizza, Tomatensauce ohne Öl, Zwiebeln, Oregano,wenn es geht noch Zucker und Salzfrei und dann bitte als Rohkost.
Das sind Wünsche die sich für einen rentablen Betrieb nicht lohnen in normalen Städten (ausgenommen mal Berlin, Hamburg, München usw.).

Und dann mal im Umkehrschluss, wenn es Gastronomen gäbe, die so kochten,
wäre fast niemand bereit diesen Preis zu zahlen, vor allem in Deutschland.
Die meisten wünschen ein Hauptgericht mit höchster Exklusivität am besten Bio+Fairtrade+Regional und das für 7€ inklusive Getränk.
Das meiste an sich ist schon realisierbar, aber wer will 15-18€ für eine Pizza oder einen Salat ausgeben.(Gut im Falle von VK Teig bei Pizza ists jetzt nicht so ne Sache, aber wenns denn die Kalamata Fairtrade Olive aus Spanien, mit selbsteingelegten Artischocken und dem Fairtade Öl aus xy auf der Pizza sein soll, natürlich in Bio).
Von 3 zahlenden Kunden täglich kann Gastronom nicht überleben xD
Die Mentalität bei 90% aller Kunden ist ähnlich wie beim Fleisch: Hauptsache viel und günstig, Qualität, Tierhaltung egal.

Wo ich absolut zustimme ist, dass Gastronomen reguläre vegane Küche wirklich relativ einfach umsetzten könnten und sollten und das ohne besondere Mehrkosten/Aufwand.
Sei es Salatdressing Milchfrei, Pizzateig ohne Ei, veganen Streukäse für Pizza (kann man auch gut einfrieren), Magarine statt Butter auf die Brezel...

Aber ich bin fest überzeugt, dass das mehr und mehr kommt :)
Ich erinnere mich noch an Restaurantbesuche in meiner Kindheit,
dort mussten wir wirklich überall fragen, ob es denn überhaupt etwas vegetarisches gibt,
mittlerweile ist vegetarisch wirklich zu 95% gang und gäbe.
2x bearbeitet

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19.03.2017
Gestern hatte ich wieder mal ein posities AHA-Erlebnis: Wir waren im tiefsten Franken (hinter Würzburg, in der Nähe von Kitzingen, aber wirklich totales Land): Nach einer familiären Angelegenheit nutzten wir die Zeit dort in einem Cafe uns zu wärmen (der Wind war gestern wirklich eisig). Die Auswahl an Kuchen und Torten war sehr gut UND es gab zwei vegane Kuchen und einen glutenfreien. Ich habe dann einen extrem leckeren Schoko-Bananen-Kuchen genommen. Es kamen zwei große Scheiben, so dass ich meiner einen Tochter noch eine Scheibe abgeben konnte. Also langsam kommt doch "Zug in die Sache", will heißen, an is(s)t als Veganer nicht mehr allein auf weiter Flur.
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24.03.2017
Wir waren am Mittwoch nach der Arbeit mit unserem Team essen. Es war ein etwas gehobeneres (aber kein so Stern-Gedöns) Restaurant, bei dem sich meine Kollegen extra erkundigten, ob es vegane Gerichte gäbe. 3 Stück hieß es, würde es geben. Vor Ort angekommen gab es dann 1 Gericht und der Kellner belächelte mich etwas, als ich das bestellte. Als ich dann fragte, ob es denn einen veganen Nachtisch gäbe, wurde er fast schon wütend. Wirkte auf mich so, als würde er mich gleich anspringen wollen :crazy:

Naja, jedenfalls aßen dann alle fleißig Nachtisch und ich sah ihnen zu. :D
1x bearbeitet

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