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Mücken erschlagen?

Erstellt 07.03.2014, von Susa. Kategorie: Allgemein vegan. 84 Antworten.

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Benutzerbild von Smaragdgruen
vegan1.585 PostsmännlichNähe TrierLevel 4Supporter
02.07.2019
Ihr schreibt ja hier schon über einiges Kleingetier. Wie sieht es aber aus mit den armen Borkenkäfern welche seit einiger Zeit ganze Waldgebiete befallen ? Bei uns werden und wurden in neuerer Zeit große befallene Flächen abgeholzt. Aktuell hat man ein weiteres Problem mit dem Eichenprozessionsspinner welcher zur Zeit etliche Bäume befällt.
Ich habe heute schon mit Absperrband gesicherte Bereiche gesehen, an den Eichenbäumen auf meinem Grundstück habe ich bisher noch nichts entdeckt. Anscheinend werden die Tiere an den befallenen Bäumen ja mit irgendeiner Chemikalie getötet. Ist ja eigentlich auch ein Töten von Mitgeschöpfen, das Klima der Erde steht Kopf, früher hat die Natur alles selber geregelt - bevor der Mensch alles aus dem Ruder brachte ! Wann darf man und welche Tiere darf man mit "gutem" Gewissen töten ?

Benutzerbild von Sunjo
vegan2.693 PostsweiblichLinzLevel 4Supporter
02.07.2019
Zitat Smaragdgruen:
Wie sieht es aber aus mit den armen Borkenkäfern welche seit einiger Zeit ganze Waldgebiete befallen ? Bei uns werden und wurden in neuerer Zeit große befallene Flächen abgeholzt. Aktuell hat man ein weiteres Problem mit dem Eichenprozessionsspinner welcher zur Zeit etliche Bäume befällt.

Na, an einer Demo für den Schutz der Borkenkäfer und Eichenprozessionsspinner würde ich sicher nicht teilnehmen. Insofern die schützenswert sind, wird das durch die allgemeinen Naturschutzvorgaben meines Erachtens schon ganz gut abgedeckt.
Sowohl Borkenkäfer als auch Eichenprozessionsspinner profitieren vom Klimawandel (und von zu einseitiger Forstwirtschaft) und in Fällen, wo sie früher nur kranke Bäume zum Absterben bringen konnten, schaffen sie das heute durch massive Vermehrung auch bei gesunden Bäumen und zwar schlimmstenfalls großflächig. Außerdem sind die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners gesundheitsgefährdend. Kritisch wird es auch, wenn Gefahr besteht, dass ganze Ökosysteme zusammenbrechen, denn die Natur passt sich zwar an, aber in diesem Fall würde das wohl länger dauern als wir als Menschheit Zeit haben.

Also ich persönlich finde es in Ordnung, die massive Vermehrung und Verbreitung beider durch den Einsatz möglichst natürlicher Methoden einzudämmen. Wenn Gesundheitsgefahr besteht, auch mit allen Mitteln. Wertverluste beim Nutzholz oder höhere Kosten für die ökologischere Bekämpfung sind zum Teil von den Förstern selbst zu verantworten (in diesem Fall würde ich sagen: Pech gehabt), zum Teil aber auch durch die Gesamtgesellschaft, die jahrzehntelang versäumt hat, etwas gegen den Klimawandel zu tun. Sollte die Gesellschaft wollen, dass es zukünftig Entschädigungen für Klimawandelopfer geben sollte, müsste man ab sofort anfangen, die Klimawandelverstärker (Kohlekraftwerke, Massentierhaltung, Industrie, Verkehr, etc.) in die Pflicht zu nehmen und Rücklagen zu bilden.


Benutzerbild von METTA
vegan4.324 Postsweiblich ObertshausenLevel 4Supporter
02.07.2019
Hallo Smaragdgrün,
leider hatte ich vor einigen Jahren in unserem Freibad- als es das noch gab- unangenehme Begegnung mit dem Eichenprozessionsspinner gehabt. ich dachte erst, das mich Ameisen gebissen haben und habe den Bademeister gefragt, aber der erklärte mir dass es eben dieser E. war. Ich hatte tagelanges Jucken an Armen und Beinen und musste mir aus der Apotheke etwas holen. Seitdem meide ich jedes Mal unseren Waldpark, wenn da was von Eichenprozessionsspinnern steht und das ist mittlerweile bestimmt einmal im Jahr. Als wir vor 1995 hier her zogen war das nicht der Fall :-(
Vielleicht hat es etwas mit Klimawandel und wie Sunjo zu recht sagt mit einseitiger Forstwirtschaft zu tun, aber das weiß ich leider nicht ! Und mit " Baum umarmen" kann man da ja nicht helfen, sondern tut sich eher selbst schaden. ;)

Kein Benutzerbild
vegan
02.10.2023
Ich erschlage keine Mücken, die fliegen rein und wieder raus. Ähnlich wie bei anderen Tieren übernehme ich kurz die Perspektive der Mücken und würde als Mücke nicht erschlagen werden wollen, nur weil ich gerade meinen Grundbedürfnissen nachgehen möchte.

Notwehr (Gefahr von Krankheiten) greift meiner Meinung nach da auch nicht, ich hab in der Coronazeit auch niemanden erschlagen, der in meiner Umgebung gehustet oder geniest hat.

Gesperrt:
Benutzerbild von Kiebitz22
vegan133 PostsmännlichMarina Alta SpanienLevel 4
02.10.2023
Bei Zecken und Mücken kein Pardon. Heute Nachmittag kurz im Garten. 8 Stiche von Tigermücken. Mit 4000 Volt zurückgeschlagen.
Ich pflege Geckos, Wespen, Schwalben um sie fern zu halten. Aber dieses Jahr ist eine Katastrophe. Habe sogar einen Gecko im Haus, kam rein und will bleiben. Alle Fenster und Türen mit Mücken Gittern.

1x bearbeitet

Benutzerbild von Juergen22
vegan186 PostsmännlichLevel 4
03.10.2023
Mücken erschlagen?

DieseFrage stellt sich für mich als "Veganer" nicht.

Benutzerbild von kilian
vegan6.643 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
03.10.2023
Ich schlage Mücken tot. Jage ihnen nicht unbedingt hinterher, aber es reicht manchmal schon, wenn sie lüstern um mich herum fliegen...

Ich bin Veganer geworden, um vollkommen unnötige Tierquälerei in der Tierhaltung zu boykottieren, nicht, um jede willkürliche Verteidigung der menschlichen Würde zu einer Frage der eigenen moralischen Integrität zu machen. So sehe ich das.

Benutzerbild von Pee-Bee
vegan615 PostsmännlichOstbayernLevel 4Supporter
03.10.2023
Ich versuche, Mücken zu fangen und rauszusetzen. Dazu verwende ich ein Glas und eine Postkarte, stülpe das Glas über sie, schiebe die Karte drunter und raus auf den Balkon. Wenn sie mich stechen, kann es aber sein, dass ich im Reflex zuhaue.

Anders gehe ich mit Zecken um. Die übertragen (zumindest hier in Bayern, da ist Zecken-Hochgebiet) lebensbedrohliche Krankheiten. Gegen FSME kann man sich impfen lassen (dagegen bin ich auch geimpft), aber gegen Borreliose gibt es keine Impfung. Meine Frau wurde 2021 gestochen und bekam Borreliose. Sie trägt noch heute an den Folgen.

1x bearbeitet

Benutzerbild von Naturwesen
vegan178 PostsweiblichDreiländereck NRWLevel 4
03.10.2023
Mücken und Zecken stehen bei mir zugegebenermaßen auch auf der Abschussliste...

Nachdem ich vor etlichen Jahren beim Überfall durch einen Mückenschwarm knapp an 'ner Blutvergiftung vorbei geschrammt bin, sehe ich zu, dass ich sie los werde, bevor was passiert. Besteht die Möglichkeit, sie zu fangen und rauszusetzen, o.k., ansonsten: Handtuch oder Schlappen... Auch gibt es ja mittlerweile zunehmend "exotischere" Arten bei uns, die auch entsprechende Krankheiten übertragen können, dieses gestreifte Exemplar vor ein paar Wochen hat mich schon ziemlich verunsichert...

Zecken habe ich früher hauptsächlich bei meinen Tierchen gefunden, entfernt... und dafür gesorgt, dass sie keine 2. Chance bekommen... Auch hier geht dann meine Gesundheit oder die der mir Anvertrauten vor.

Alle Anderen werden aber verschont, drinnen mittels Glas eingefangen und rausgesetzt oder auch geduldet (im Winter kann ich sie ja schlecht vor die Tür setzen...) oder auch gerettet + wiederbelebt, falls erforderlich. "Ertunkene" Insekten leben durchaus noch und erholen sich, wenn sie zum Trocknen bzw. Aufsaugen der Nässe auf ein Stück Zewa gesetzt werden! Mit naturbelassanem Salz überschütten geht auch. Gefundene entkräftete Bienen, Wespen, Käfer, Falter etc. werden nach Möglichkeit und Wissen auch gerettet, gepäppelt usw. Letztens war ich mit einem Nachtfalter gar deswegen bei unserer Biologischen Station zwecks Richten eines verdrehten Flügels... In diversen Wohnungsecken und im Badewannenbereich hausen bei mir auch schon mal Schneider, vor'm Duschen werden die dann auf Zeit evakuiert...


Nichts desto trotz, jedes durch mich getötete Tier(chen), egal ob beabsichtigt oder aus Versehen, verursacht mir ein schlechtes Gefühl!

Benutzerbild von Juergen22
vegan186 PostsmännlichLevel 4
03.10.2023
Zitat kilian:
Ich schlage Mücken tot. Jage ihnen nicht unbedingt hinterher, aber es reicht manchmal schon, wenn sie lüstern um mich herum fliegen...

Ich bin Veganer geworden, um vollkommen unnötige Tierquälerei in der Tierhaltung zu boykottieren, nicht, um jede willkürliche Verteidigung der menschlichen Würde zu einer Frage der eigenen moralischen Integrität zu machen. So sehe ich das.



Du bist "Veganer geworden" und tötest absichtlich Mücken? Die Veganer werden mir immer suspekter.

https://mybugbar.com/blogs/essbare-insekten/deshalb-solltest-du-dich-entovegan-ernahren

Entoveganer, Sachen gibts.

1x bearbeitet

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