Erstellt 12.07.2021, von Unbekannt. Kategorie: Allgemein vegan. Noch keine Antwort.

, außer das mit der Melkmethode: im 2. Betrieb konnten sich die Kühe, wann sie wollten, von einem vollautomatischen Melkroboter melken lassen, war halt etwas unhygienisch. Im ersten wurden die Kühe auf ein ,,Melkkarrussel'' getrieben und wurden von Vakuumsaugern gemolken, während sie langsam im Kreis fuhren. Als sie ,,leergemolken'' waren, konnten sie wieder zurück in ihren Stall. Das war so der erste wirkliche Schock, da diese großen, majestetischen Tiere, 30 an der Zahl, gleichzeitig gemolken wurden; Es sah halt mega synchron und wie im Militär aus (ich hoffe es ist verständlich was ich schreibe). Und dann kam der Schweinebetrieb. Es roch einfach extrem nach Ammoniak und diese großen Tiere (ich spreche grad von der Abferkelbucht) saßen eingesperrt in Kästen da, drei Wochen lang, die Ferkel drumherrum laufend. Der Betriebsleiter antwortete auf meine Frage, wie viele Ferkel in der Bucht sterben mit 10%, also im Schnitt 1,2 pro Wurf. Und da waren im Raum vier solcher Kästen mit Ferkeln und einem extra Kasten für die Sau. Und das zog sich weiter über mehr als ein Dutzend Räume. Im Ferkelaufzuchtstall waren, ich schätz mal an die 20 Schweine in einem Gehege von vermutlich nicht mehr als 10-15 m2, 6 in Gehege in einem Raum, auch wieder über mindestens zwölf mal. Im gleichen Haus waren auch die Eber für die Befruchtung. Und ich musste mich so zusammenreißen um nicht loszuheulen: Der eine Eber hat so traurig geschaut und hat versucht, mit aller Kraft, sich aus seinem Gehege zu befreien, als wir aus dem Raum gegangen sind. Und im Maststall wieder sechs Gehege in einem Raum mit schätzungsweise 12 Schweinen in einem ähnlich großen Raum wie im Ferkelaufzuchtstall. Insgesamt zählte der Betrieb circa 4000 Schweine. Und genau das hab ich in der Klasse erzählt und hab angefangen, vor der ganzen Klasse zu weinen. Jedes mal wenn ich davon erzähle weine ich. Und wir haben uns als Klasse auf eine vegetarische Woche geeinigt, welche wir morgen mit einem Klassenfest jnd vegetarischen Speisen abschöließen wollten, welches wir aber aufgrund des Wetters verschieben. Ich habe immer noch Schwierigkeiten diese Diskussion und natürlich die Erlebnisse in den Betrieben zu verarbeiten. Die Antwort: Der Mensch ist weder Alles- noch Pflanzenfresser, es ist eine ethische Überlegung. Und die Kinder aus der Klasse in besagter vegetarischen Woche: In der Pause Wurstbrot, Hähnchen und Salamipizza essen. Es macht mich einfach traurig, zu sehen wie die Kinder den Karnismus so normalisieren und einfach dumme Argumente liefern, welche teils so dumm sind, dass man sich fragt wie es dazu kommen konnte: ,,Hühner legen doch sowieso Eier, also warum sollten wir sie nicht essen?" oder ,,Aber wo willst du denn dein Eisen herbekommen?", ist ja nichts neues, aber dass das schon bei Kindern so ausgeprägt ist. Ich wurde sogar von einem geschlagen, der sagte Veganismus sei einfach nur dumm, und als ich fragte wieso, bekom ich als Antwort: ,,Weils einfach dumm ist". Ich wollte zum einen fragen was man bei Aussagen wie ,,weils einfach dumm ist'', ohne Argumentation vorgehen soll (also ,,woher bekommst du dein Eisen'' kann man ja beantworten, aber ,,weils dumm ist'' darauf kannst du wenig sagen, besonders wenn du auch noch geschlagen wirst) und wie ich die Bilder aus den Betrieben verarbeiten kann. Und ich wollte euch auch über eucre Erfahrungen Fragen.


