03.04.2026Na ja, Anfahrten zu allen Veranstaltungen sind klimaschädlich. Unter der Prämisse wären auch Sportveranstaltungen oder Konzerte klimaschädlich.
Und natürlich ist Tierzucht generell umwelt- und klimaschädlich. Aber Stiere für Stierkämpfe oder Tiere für Hobbyjäger/-angler werden ja nicht in den Ausmaßen gezüchtet wie für Konsumprodukte. Würde sich Tierausbeutung ausschließlich auf diese Sparten beschränken, würde sie wohl kaum zu den Haupttreibern der Klimakatastrophe zählen.
Das war aber gar nicht mein Punkt. Nehm ich halt ein anderes Beispiel, um zu verdeutlichen, worauf ich eigentlich hinaus wollte: Katzen und Hunde töten oder quälen wäre nicht klimaschädlich. Nur aus ethischen Gründen ist es mit Veganismus unvereinbar.
1x bearbeitet
03.04.2026Ich bin von einem Tag auf den anderen von Mischkost auf pflanzliche Ernährung umgestiegen und stellte danach auch sehr schnell meine gesamte Lebensweise auf vegan um. Dennoch erkenne ich heute in der Rückschau auch bei mir den Prozess, der zu dieser radikalen Wende führte.
Es rumorte eigentlich schon seit meiner Kindheit in mir. In den ersten Jahrzehnten meines Erwachsenenlebens versuchte ich dann meinen Tierproduktkonsum irgendwie mit meiner tiefen Abneigung gegen Gewalt und Unterdrückung in Einklang zu bringen, um das ungute Gefühl tief im Inneren zu beschwichtigen: Bio-Fleisch und Milchprodukte, dann Fleisch vom Hofladen, Eier und Weihnachtspute aus Freilandhaltung.
Doch eines Tages stolperte ich "zufällig" über ein Youtube-Video, in dem der Film 'Dominion' besprochen wurde. Und danach war mir klar: Wenn ich mir das jetzt angucke, muss ich danach vegan werden. Ich entschied mich dafür, stand es unter Tränen durch und war ab dem nächsten Tag vegan.
Die Ernährungsumstellung selbst fiel mir dann überhaupt nicht mehr schwer. Aber ich bin generell so. Wenn ich mich mal zu einer gravierenden Veränderung entschlossen habe, dann ziehe ich sie auch konsequent durch. Da gibt's dann für mich kein Zweifeln und kein Wenn und Aber mehr. Doch der Prozess, der bei mir zur Entscheidung führt, vollzieht sich überwiegend im Inneren.
Manche Aktivist*innen würden vielleicht sagen, 'Dominion' hat mich vegan gemacht. Doch aus meiner heutigen Sicht würde ich das verneinen. Ich habe mich vegan gemacht. Die Aktivisten, die das Youtube-Video über 'Dominion' veröffentlichten und die Doku selbst haben mir sicher dabei geholfen, denn sie haben mir die Augen geöffnet. Aber es war letztlich meine Entscheidung, es an mich heranzulassen. Ich hätte auch einfach weiterklicken können. Dennoch bin ich den Aktivisten immer noch unendlich dankbar.
2x bearbeitet