Gewissensbisse in allen möglichen Lebenslagen...

Erstellt 16.01.2022, von Patrick1982. Kategorie: Allgemein vegan. 14 Antworten.

Gewissensbisse in allen möglichen Lebenslagen...
16.01.2022
Hallo Community,

ich bin seit ca. 3 Monaten "möglichst" vegan lebend und stehe in gewissen Situationen vor der Frage, ob der Verzehr von tierischen Produkten in gewissen Ausnahmesituationen vertretbar sein könnte. Ich kann mir vorstellen, dass einige ähnliche Gedanken haben oder hatten und hoffe, ein paar Gedankenansätze zu erfahren, um selbst leichter Entscheidungen treffen zu können.

1. Da ich jahrelang auch Fleisch und andere tierische Produkte konsumiert habe, sind diese immer noch vorhanden. Eingefrorenes Fleisch, Thunfisch in der Dose oder ähnliches. Ich rühre das alles seit längerer Zeit nicht an, obwohl ich bei meinem Veganstart dachte "Ich verbrauche das noch und danach kommt nichts neues mehr". Nur sträube ich mich davor, die Sachen weiter zu konsumieren.
Wie habt ihr das gehandhabt? Also wegwerfen würde ich Lebensmittel niemals. Für mich bleibt entweder das Verschenken oder es selbst zu essen. Beim Verschenken könnte ich weiterhin von mir behaupten, auf vegane Ernährung zu achten. Aber geht es bei Veganismus darum, sich selbst etwas zu beweisen? Oder geht es darum, Tierleid einzuschränken? Egal wer den Thunfisch jetzt ist, das Tierleid wird dadurch leider nicht mehr rückgängig gemacht.

2. Ähnliches Thema... Meine Frau zieht so langsam mit aber noch nicht 100%ig. Meine Tochter ist zu jung, um die Ethik dahinter wirklich zu verstehen und ist mit Fleisch, Milch, Eiern etc aufgewachsen. Bei ihr wird das denke ich ein schleichender Prozess über das ständige Probieren veganer Alternativen aber ich möchte ihr nichts verbieten. Bin ich jetzt ein Heuchler, weil diese Produkte hin und wieder doch noch den Weg in unseren Haushalt finden? Und was ist, wenn meine Tochter ihr Essen nicht aufisst und ich vor der Wahl "Mülleimer oder selbst essen" stehe?

3. Wie sehr muss / sollte man sich mit all dem beschäftigen? Ich habe letztens durch Zufall herausgefunden, dass Wein und Säfte oftmals nicht vegan ist. Ich habe immer auf die Zutatenliste geguckt und nichts tierisches gesehen. Und dann erfährt man, dass tierische Produkte bei der Produktion verwendet werden aber nicht aufgelistet werden müssen. Wein trinke ich zum Glück eh nicht aber ich habe das Gefühl, das Thema erschlägt einen, wenn man alles von Beginn an "richtig" machen möchte. Ich habe einen sehr tagesfüllenden Job und eine Familie. Ich kann nicht jede Minute meiner Freizeit damit verbringen, mich über Lebensmittel schlau zu machen. Gut, ich habe mittlerweile meine Standardprodukte und weiß Bescheid aber wenn es um Dinge geht wie Apfelsaft, wo man denkt "Was soll da schon tierisches drin sein?", da hinterfrage ich auf einmal alles.

4. Angeregt durch eine kürzliche Diskussion:
Gibt es eine Möglichkeit, Eier ohne Tierleid zu konsumieren?
Hühner legen ja regelmäßig Eier. Wenn kein Hahn da ist um diese zu befruchten, sind diese Zyklusprodukte, die produziert und gelegt werden.
Ginge man nun von einem glücklich lebenden Huhn aus, das nicht 300 Eier pro Jahr legen muss, wäre dann der Verzehr eines solchen Eis in Ordnung?
Oder geht man dann weiter und sagt, dass das Huhn ja schon leidet dadurch, dass es in Gefangenschaft lebt?

5. Wie sieht es überhaupt mit Haustieren bei Veganern aus? Ist das Halten eines Tieres mit veganem Gedankengut vereinbar? Ich bin sehr tierlieb und überlege, einen Hund für die Familie zu kaufen. Für mich käme hier zunächst mal kein Züchter in Frage. Ich habe schon bei mehreren Bekannten gesehen, dass diese Tiere aus schlechten Bedingungen gerettet haben und die Tiere bei ihnen richtig aufgehen (so erscheint mir das jedenfalls). Ich denke, dass solche Beziehungen durchaus in Ordnung sein könnten, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass sich Meerschweinchen, Vögel oder Fische in ihren üblichen Behausungen wohlfühlen können. Aber auch bei Hunden sehe ich die Gefahr, dass die Begrenzung auf eine Wohnung, ein Haus, einen Garten in irgendeiner Form eine Freiheitsberaubung sein könnte - die Alternativen bei schlechten Vorbesitzern oder im Tierheim nicht besser wären.


Sorry für die vielen Fragen.
Ich habe eigentlich noch 1000e davon. Vielleicht kommt es am Ende auf das Ergebnis, dass ich das für mich selbst entscheiden muss. Ich würde anderen Menschen jedenfalls - nach allem, was ich bisher hauptsächlich von Veganern über Youtube erfahren habe - wahrscheinlich sagen, dass jeder Schritt ein Schritt in die richtige Richtung ist. Ich wäre niemand, der anderen eine Lebensweise aufzwingt. Aber bei meiner Frage geht es auch eher darum, ob es da "offizielle" Meinungen zu gibt. Genau so wie es offizielle Definitionen für Veganismus gibt etc...

Viele Grüße und vielen Dank an jeden, der bis hier hin gelesen hat :-D
antworten | zitieren |
16.01.2022
Solche Fragen plagen/plagten mich selber. Und was die noch übrigen Vorräte betrifft habe ich es für mich so gehalten, dass ich einen Teil verschenkt und den Rest selbst noch aufgegessen habe. Weil Lebensmittel wegzuwerfen kommt für mich absolut nicht in Frage.

Ich nutze auch nach wie vor noch meine Schuhe aus Leder, wohl wissend dass der Ersatz dann kein Leder mehr haben darf. Selbiges gilt für meine Lieblingsweste aus Schafwolle, Bettdecken und die Hundeleine. Es bringt keinem was diese Dinge einfach wegzuwerfen, sofern sie nicht ohnehin bereits reif für die Tonne sind.

Meinen Hund und die Katzen ernähre ich wie bestimmt 95% der Bevölkerung. Habe es mit veganem Futter versucht, aber das wird strikt verweigert und ich bin froh überhaupt mal ein Fresschen zu finden was mein Hund annimmt. Sein TroFu wird halt jetzt mit veganem 'gestreckt', damit es nicht verkommt.

Wir haben auch 7 Hühner, die eigentlich von Betrieben wegen abfallender Legeleistung ausgemustert wurden. Die legen noch immer brav, aber obwohl ich weiß dass es ihnen gut geht bzw was sie zu fressen bekommen, esse ich keine Eier mehr. Das 'erledigen' meine Eltern bzw unsere Nachbarn.

Ob man generell zu 100% vegan leben kann wage ich zu bezweifeln, aber so viel und gut es geht vegan zu leben ist Aufgabe genug. Und zwar eine schöne!
antworten | zitieren |
16.01.2022
Hi Marion,

danke für deine Antworten :)

Meinen Hund und die Katzen ernähre ich wie bestimmt 95% der Bevölkerung. Habe es mit veganem Futter versucht, aber das wird strikt verweigert und ich bin froh überhaupt mal ein Fresschen zu finden was mein Hund annimmt. Sein TroFu wird halt jetzt mit veganem 'gestreckt', damit es nicht verkommt.

Ich meine hier nicht mal die Ernährung sondern überhaupt die Haltung von Tieren.
Ich gucke mir auch gern z.B. Videos von Robert Marc Lehmann (Mission Erde) an und stimme ihm im Prinzip halt auch zu, dass Zoos eher verwerflich sind als dass sie irgendwem etwas bringen. Er hat aber, soweit ich weiß, selbst einen Hund (er ist aber auch nicht vegan) und ich frage mich, inwiefern das HALTEN eines Tiers nicht vielleicht auch Leid für ein Tier sein kann. Aber ich glaube auch, dass wenn man sich gut um ein Tier kümmert es eher positiv als negativ ausgelegt werden kann.

Wir haben auch 7 Hühner, die eigentlich von Betrieben wegen abfallender Legeleistung ausgemustert wurden. Die legen noch immer brav, aber obwohl ich weiß dass es ihnen gut geht bzw was sie zu fressen bekommen, esse ich keine Eier mehr. Das 'erledigen' meine Eltern bzw unsere Nachbarn.

Wäre es denn für dich vertretbar, diese Eier zu essen? Weil wenn man den Tiern jetzt wirklich ein gutes Leben bietet und sie nicht ausnutzt und die Eier nun mal kommen und nicht befruchtet sind, wäre es ja durchaus möglich, mal ein Ei zu essen, von dem man die Herkunft ganz genau kennt. Ich glaube zwar, dass das nur sehr wenige Eier wären und es darauf dann auch nicht ankäme aber es geht ja erst mal nur um die Theorie :)

Neue Frage:
Gibt es eigentlich eine allgemeine Meinung von Veganern zu Bauernhöfen?
Ich habe bislang mit meiner Familie Urlaub auf Bauernhöfen gemacht, weil wir alle sehr tierlieb sind und meine Tochter natürlich extrem auf Pferde steht.
Aber irgendwie ist reiten zum Spaß doch auch nicht vegan, oder? Oder ist es in Ordnung, auf einem Bauernhof Urlaub zu machen, wo Milchkühe leben, solange man die Milch nicht trinkt? Ich habe da aktuell auch Schwierigkeiten, solchen Höfen mein Geld zu geben und sie damit zu unterstützen.

Andererseits habe ich Hoffnung, dass es irgendwo Höfe gibt, die es wert sind zu unterstützen, die Wert auf Tierwohl legen und die die Tiere aus Liebe zu den Tieren halten und versorgen und nicht ausnutzen, um die Produkte zu verwerten und sie zum essen zu schlachten...
1x bearbeitet

antworten | zitieren |
16.01.2022
Ich glaube, du machst dir den Umstieg zu schwer, wenn du dich zu sehr auf Extrem-, Grenz- und Ausnahmefälle fokussierst. Versuch es mal mit vegan nach dem Pareto-Prinzip (Infos findest du dazu hier bei Vegpool in einigen Artikeln).
Meine Meinung: die Ausnahme, dass der Konsum tierischer Produkte doch mal vertretbar sein könnte, ist so unwahrscheinlich, dass es am einfachsten ist, davon auszugehen, dass es sie nicht gibt.
Tiere retten (Hund) finde ich nur dann vertretbar, wenn ihr dann wenigstens versucht, diesem geretteten Tier nicht andere Tiere in deutlich höherer Zahl zu opfern (vegane Fütterung). Das Leid der für Futter getötete Tiere bewerte ich höher als das eines Hundes, der all seine benötigten Nährstoffe über vermeintlich nicht artgerechtes veganes Futter erhält.

Nachtrag: es gibt Lebenshöfe, die Tiere um ihrer selbst Willen gegen und pflegen.
1x bearbeitet

antworten | zitieren |
16.01.2022
Hallo Patrick
in Bezug zu Hunden gibt es ein sehr schönes Buch von Martin Balluch: " Der Hund und sein Philosoph" Darin erzählt er Erlebnisse mit seinem Hund Kuksi- der leider jetzt vor kurzem gestorben ist- und wie er ihm so viel Freiheiten wie möglich ließ.


Mit Zoo und Zirkus kann ich mich auch nicht mehr anfreunden, war das letzte Mal mit meinem Sohn vor über 20 Jahren in einem Zoo und auch mal in einem Zirkus.
Was Besuche auf Bauernhöfen betrifft, vielleicht findet Ihr ja auch einen Lebenshof der eine Ferienwohnung hat. Bei Hof Butenland war das eine Zeitlang der Fall, aber das haben sie wohl wegen der zuvielen Arbeit mit Tieren aufgegeben. Es gibt aber wohl das Tierparadies Schabenreith in Österreich, wo man übernachten konnte( vielleicht jetzt wegen Corona nicht) , die haben auch Tiere aufgenommen. Ich würde auch nicht mehr auf Bauernhöfen übernachten, selbst wenn ich von den Produkten nichts essen würde finanziere ich dadurch die Milchkühe etc mit.
Lieben Gruß
METTA
antworten | zitieren |
16.01.2022
Hi Sunjo,

naja, die genannten Grenzfälle sind nun mal Fälle, die bei mir auch irgendwie vorkommen.

Zudem halte ich das Erörtern von Grenzfällen gerade wichtig dafür, um Dinge zu verstehen und nachzuvollziehen. Zum Beispiel ist auch die Überlegung, wie viel Tierleid denn in Ordnung ist.
Vom Gedanken über "Ich töte jedes Tier, ist mir doch egal" über "Ich behandle das Tier und töte es, nachdem es ein schönes Leben hatte" bis hin zu "Warum sollte ich das Leben eines Tieres beenden, wenn es doch schön ist? Nur um kurz was vermeintlich leckeres im Mund zu haben?" kann man sich sehr gut über Extremfälle zu dem Fall vorarbeiten, den man selbst vertreten möchte.

Ich habe schon damals als Fleischesser gesagt, dass es eigentlich albern ist über gute oder schlechte Tierhaltung zu reden, wenn zu irgendeinem Zeitpunkt doch der Schlachthof kommt.

Nun ja, aber ich habe grad sogar wieder ein Video gesehen, wo Veganer den Menschen quasi nahelegen, sich langsam an die Umstellung zu gewöhnen, immer etwas mehr zu machen und damit sowohl Schritt für Schritt bessere Entscheidungen treffen und ganz von allein irgendwann an dem "richtigen" Punkt anzukommen.

Bezieht sich deine "Hundeaussage" speziell auf Hunde oder auf alle Tiere? Kurz überflogen habe ich sehr schnell ergoogelt, dass man Hunde wohl vegan ernähren könnte, Katzen aber beispielsweise nicht. Wäre es nun also falsch, Katzen zu retten, weil die Existenz der Katze dann Leid für andere Tiere bedeuten würde? Wäre es OK, wenn die Katze sich die Nahrung draußen selbst fängt im Gegensatz zu im Supermarkt gekauftem Katzenfutter mit Fleisch?
Grundsätzlich läuft die Welt ja nun mal so, dass Tiere auch andere Tiere fressen. Dagegen dürfte man in dem Sinne nichts haben. Wenn es sich auf den Punkt konzentriert, dass man Tierfutter (aus verwerflicher Tierhaltung) nutzt und selbst den Tod etlicher Tiere vorantreibt, nur um ein Tier zu Hause zu haben, das zu einem Großteil dem eigenen "Spaß" dient, dann bin ich bei dir und kann das nachvollziehen, vor allem wenn es nicht sein muss.
Aber auch hier gibt es ja Grenzen: Haustier retten = OK wenn man es vegan ernähren kann.
Haustier retten, das Fleisch benötigt = nicht OK? Oder nur OK, wenn es sich draußen mit Mausefang selbst ernähren kann? Und wenn es das nicht schafft, dann stirbt es halt?

Gut möglich, dass meine Fragen zu "kompliziert" erscheinen aber für mich ist das bloße gucken von Dokus, die Augen geöffnet bekommen und der Wunsch nach Veränderung halt im Kopf trotzdem mit vielen Fragen verbunden. Und wenn ich keine Antwort darauf habe, fühle ich mich quasi verloren.
Außer ich entscheide für mich, dass ich gar nicht 100% vegan sein muss sondern es für mich ausreicht, einen Großteil zu erreichen und das mit relativ wenig Aufwand. Wobei ich dann den Gegenwind jetzt schon spüre... Dann kommen die Leute und fragen "Warum isst du mein Essen nicht und sagst, dass du Veganer bist, ABER handelst hier und da und dort anders?"

Ohje, ich glaube es wird ein langer Weg :)

----------
Edit: Da ich kein zweites Mal antworten darf, editiere ich hier:

Zitat METTA:ch würde auch nicht mehr auf Bauernhöfen übernachten, selbst wenn ich von den Produkten nichts essen würde finanziere ich dadurch die Milchkühe etc mit.
Lieben Gruß
METTA


Fies, meine Nachricht wurde bei der Verweigerung entfernt...

Jetzt versuche ich es etwas kürzer.

Danke dir für deine Antwort. Ich freue mich, hier so schnell Antworten und neuen Input zu bekommen. Finde das für mich sehr wichtig, um mich irgendwie zu orientieren. Man ist ja irgendwie vielleicht vom Gedanken vom einen auf den anderen Zeitpunkt veganer aber da fehlt so viel Wissen, das aufgearbeitet werden muss...

Mit dem Urlaub ist es z.B. auch so ne Sache. Schon ewig für diesen Sommer gebucht, danach der Meinungsumschwung. Stornieren = ggf. hohe Stornogebühren, die mich schon deutlich zurückwerfen würden. Und das Geld würde dennoch bei den Gastgebern landen und gleichermaßen unterstützen. Da hilft wohl nur, in Zukunft besser nachzudenken. Und zu fragen, wie langjährige Veganer das handhaben. Sieht man nicht irgendwie überall "böse Menschen"? Ich weiß, es ist übertrieben, aber gefühlt hinterfrage ich grad jede Verhaltensweise sowohl von mir als auch von anderen :-/
2x bearbeitet

antworten | zitieren |
16.01.2022
Hallo lieber Patrick, ich kenne das Gefühl was du hast auch aus meiner Anfangszeit. Ein Tipp: Mach dir nicht soviel Stress und es verfliegt nach einer Weile.
Vorab: Nur Vegan soweit du kannst. In unserer Gesellschaft ist es unmöglich 100% rein vegan zu leben. Sei es Medikamente, vielleicht Kleidung oder ähnliches.
Es ist moralisch vertretbar deine Tochter das Essen zu lassen was sie möchte, es ist auch einfacher für später Kindergarten/Schule (man könnte schließlich ausgeschlossen werden und Zwang ist meist immer kontraproduktiv). Mein Partner isst auch tierisches und wenn ich einkaufen gehe, muss ich halt auch manchmal was mitbringen. Wie gesagt, unsere Gesellschaft ist hauptsächlich nicht vegan.


Mit den tierischen Sachen, die du noch Zuhause hast..joa..entweder verarbeiten (anscheinend isst deine Frau und Kind ja doch sowas gelegentlich.) Oder verschenken (sofern jemand Thunfisch geschenkt bekommen möchte ;) )


Mit Haustieren: habe zwei Kater, schon vor meiner veganen Zeit. Es streiten sich die Geister, was wo richtig ist aber ganz ehrlich, mach was du für richtig hältst. Es gibt soviele Tiere, die nur darauf warten liebe zu bekommen.


Und noch was: es kann immer wieder im Leben passieren, dass du mal die Zutatenliste nicht genau gelesen hast und etwas nicht veganes kaufst und generell könnte es passieren das du aus der Situation heraus etwas nicht veganes isst (kp, Reise im Ausland was weiß ich). Es macht dich nicht weniger vegan.

Veganer und Hühner. Tatsächlich konsumieren Veganer eben auch keine tierleidfreien Hühner, zum einen..Menstruation der Henne (eww), zum anderen, ist das Ei weg legt Henne eins nach (will ja hoffen das es ein befruchtete wird). Aber da musst du selbst entscheiden.
Mach dich nicht verrückt, Alles Gute!



antworten | zitieren |
16.01.2022
Zitat Meru:
Mach dich nicht verrückt, Alles Gute!


Hi Meru, auch dir vielen Dank für deinen Beitrag.
Es scheint wirklich so zu sein, dass jeder den für sich richtigen Weg finden muss.
Das ist ja, solange viele Dinge, die man als (jetzt sag ich mal) Tierfreund nicht nachvollziehen kann, erlaubt sind, einfach so.
Meine Frau isst schon ewig kein Fleisch mehr, dafür aber Milch, Eier, Butter...
Seit ich Hafermilch trinke, trinkt sie die auch und sie schmeckt uns beiden besser. Allein das ist ein Zeichen dafür, dass man sich egal wie man sich am Ende entscheidet, niemals die Augen verschließen sollte vor alternativen Produkten.

Ja, meine Tochter (6 Jahre) hat letztens einen ganz süßen Brief geschrieben, wo sie meinte, dass sie ab jetzt "Vegarner" ist einfach weil sie das bei mir mitbekommen hat und mir einen Gefallen tun wollte. Sie versteht es nicht komplett aber ich denke, dass es jedem hilft (auch ihr mit 6) ein gewisses Bewusstsein aufzubauen. Ein anderes als wir in unserer Kindheit eingetrichtert bekommen haben und irgendwann kann sie dann selbst entscheiden.

Ich habe anfangs auch vegetarische Wurst gekauft, weil ich nur auf das Logo geachtet habe und bis dahin dachte, dass es "vegan" bedeutet. Dass da mal vegan und mal vegetarisch drunter steht, hab ich dann erst zu Hause gesehen. Das kann ich dann auch noch essen oder Frau und Kind geben.

Immerhin ist es gut, dass Veganismus mehr oder weniger ein Gedankengut ist. Keiner drischt mit dem Knüppel auf mich, wenn ich versehentlich etwas esse, wo Ei enthalten war. Aber ich kann mich selbst motivieren, es von Tag zu Tag besser zu wissen und zu machen.

Übrigens wollte ich jetzt nicht Thunfischdosen als Geburtstagsgeschenk verbreiten oder ein tiefgekühltes Huhn. Aber ggf. gebe ich es in der Familie weiter mit dem Hinweis, dass ich das nicht mehr essen möchte. Auch wenn ich keine "Freude" damit verbreiten möchte, tierische Produkte abzugeben. Wenigstens wird damit auch das eine oder andere Produkt weniger gekauft, weil es schon vorhanden ist...


antworten | zitieren |
16.01.2022
Ea gibt wohl auch Kinderfeundliche Bücher, die den Veganismus erklären. Ich kann jetzt kein Beispiel nennen, aber wir haben ja Google ;)

Und es gibt solche und solche Veganer, also kommt drauf an auf wenn du stößt. Lass dich allerdings nicht verunsichern, tue was du für richtig hältst.
antworten | zitieren |
16.01.2022
Hallo Patrick
ja , wenn der Urlaub schon gebucht ist, kann man ihn schlecht rückgängig machen, das ist klar, da mache ich Dir auch keinerlei Vorwürfe, es ist im Moment eh schwierig mit Urlaub in der Corona-zeit. Wir haben letztes Jahr gar keinen großen Urlaub gemacht, aber wir sind auch beide schon älter (65 und 71 ) . Ich war nur an einem WE im Oktober bei einem veganen Laufcamp, mehr war dieses Jahr nicht drin.


Lieben Gruß
METTA
antworten | zitieren |
Antworten

Nächster Thread:

Schock im App-Store



Weitere Themen:

Titel
Autor
Antworten
zuletzt
Vegan bei der Bundeswehr?
Habe mal bei der Bundeswehr angefragt, ob vegane Ernährung …
kilian
16
Heinzi
gestern, 20:58 Uhr
» Beitrag
Sind taco shells vegan?
Zutaten: Maismehl,Sonnenblumenöl,Speisesalz…
Jakob234
1
METTA
gestern, 10:03 Uhr
» Beitrag
Burger King und noch ein Hammer
Zum aktuellen Bericht über vegane Burger, die nicht immer …
Vegandrea
5
ItsaMeLisa
gestern, 05:30 Uhr
» Beitrag
Fleischverzehr ist asozial und sollte geächtet werden.
Zu radikal, oder gerade richtig? Was denkt ihr? [LINK]…
kilian
37
kilian
04.10.2022
» Beitrag
Warum ich als Veganer manchmal neidisch auf Fleischesser bin...
Is so! Aber nicht aufs Fleischessen selbst, sondern auf …
kilian
28
Isalabella
24.09.2022
» Beitrag


© Vegpool.de 2011 - 2022.