vegan559 PostsmännlichBad Münstereifel Level 4
03.07.2026Knifflige Sache...
Bei mir war es so, dass ich irgendwann (vor langer Zeit) beschlossen hatte kein "Aas mehr zu fressen". Die Verdrängung hat sehr tief gesessen, obwohl ich schon mit 3 Jahren bei Schlachtung eines Huhnes dabei war (was ich damals spannend fand und meiner entsetzten Mutter begeistert berichtete).
Erst mit 20 habe ich dann kein Fleisch mehr gegessen...
Dann kamen lange Jahre Vegetarier.
Erst mit 60 habe ich bei uns die Milch ersetzt und noch hin und wieder eine Pizza mit Käse gebacken (meine Frau konnte sowieso "nicht ohne Käse sein").
Meine Tochter und ich haben uns aber schon da zu 95% vegan ernährt.
Es ging bei uns eigentlich nie um Tierleid. Es ging um Ressourcenverschwendung und das Klima. Das mit dem Tierleid kam erst vor so 4 Jahren dazu (typisch Autisten 😁).
Mein Problem wäre, dass ich nicht enger mit jemand zusammen sein könnte die nicht mindestens vegetarisch wäre, weil Aasesser stinken. Ich nehme das jedenfalls so wahr.
Wenn das mit dem Essen bezahlen so ist, wie dargestellt bezahlt ja eh jeder für sich selbst.
vegan2.503 PostsweiblichBERLINLevel 4
03.07.2026Ich war nal auf einem mehrtägigen Gitarrenworshop.
Der Organisator hat eine vegane Köchin geholt und alle mussten vegan essen, es ging wunderbar. Begründung des Organisators: Die Leute im Workshop sind friedlicher.
Alle waren froh und zufrieden, auch mit dem Essen.
Es geht also und ist keine Zumutung für Fleischesser, mal kurz nur Pflanzen zu essen.
vegan3.246 PostsweiblichLinzLevel 3
04.07.2026"Darf man als Veganer"-Fragen mag ich nicht so besonders - schon gar nicht, wenn es um Entscheidungen geht, die einem niemand abnehmen kann. Man darf als Veganer alles, was Nichtveganer auch dürfen. Nur wird man manches davon nicht wollen.
vegan2.503 PostsweiblichBERLINLevel 4
04.07.2026Kilian, an deiner Antwort finde ich besonders gut die Sätze
Zitat: "Wäre die Annahme richtig, dass den meisten Menschen das Leid der Tiere egal wäre, könnte die Tierindustrie Kühe, Schweine und Hühner auf offener Straße schlachten, und es würde niemanden stören.
Das Gegenteil ist der Fall. Die heutige Tierindustrie basiert auf Abschottung – und zwar weil die meisten Menschen empathisch sind." (Zitat Ende)
Das fand ich wichtig, weil nicht wenige Veganer auf Fleischesser herab sehen bzw. sich selbst empathischer finden.
Und dass Verdrängung nichts mit Zustimmung zum Tierleid zu tun hat musste auch mal gesagt werden.
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vegan1 PostsmännlichLevel 1
07.07.2026Ganz klare Sache: Ich als Verganer will keine unveganen Produkte konsumieren und auch nicht bezahlen, lade somit niemanden zu etwas Unveganem ein. Tierausbeutung erfährt durch mich keine Unterstützung.
vegan1.777 PostsweiblichDeutschland Level 4
07.07.2026Ich zahle nicht für tierische Lebensmittel, auch nicht für Familie oder Freunde. Um Diskussionen aus dem Weg zu gehen, lade ich nur in komplett vegane Restaurants ein.
Als ich mal in Berlin war, wo es ja so beneidenswert viele Möglichkeiten gibt, hat mir meine Schwägerin die vegane Currywurstbude empfohlen. Da gibt es allerdings auch Currywurst aus Tierleid. Ich habe sie eingeladen und mein Bruder fragte, ob er eine "richtige" Currywurst haben kann. Ich sagte, kannst du. Allerdings musst du die selber bezahlen. Er hat dann die vegane Wurst genommen.
vegan642 PostsmännlichOstbayernLevel 3
19.07.2026Wer zu uns nach Hause zum Essen eingeladen wird und die Einladung annimmt, der weiß, dass es veganes Essen gibt. Wir machen das von Anfang an klar, dass es bei uns nichts von Tier gibt.
Wenn ich jedoch jemanden einlade, der nicht vegetarisch lebt oder nicht vegan lebt, und ich wähle dann ein Restaurant, in welchem es auch Tierisches gibt, und derjenige sich dann auch etwas davon bestellt, dann würde ich das auch zahlen. Es ist dann MEIN Fehler, kein veganes Restaurant ausgesucht zu haben.
Pee-Bee