Fleischverzehr ist asozial und sollte geächtet werden.

Erstellt 09.06.2022, von kilian. Kategorie: Allgemein vegan. 44 Antworten.

03.10.2022
Hi mannanan,
wenn die Diskussion nur in eine weiche, abgerundete Richtung gehen soll, war meine Zeit schlecht investiert. :wink:

Es gibt Menschen, die pinkeln in Swimmingpools, wollen aber nur ganz freundlich gebeten, überzeugt und inspiriert werden, es nicht zu tun. Aber einen Anspruch darauf gibt es aber nicht.
1x bearbeitet

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03.10.2022
Zitat kilian:Hi mannanan,
wenn die Diskussion nur in eine weiche, abgerundete Richtung gehen soll, war meine Zeit schlecht investiert. :wink:

Es gibt Menschen, die pinkeln in Swimmingpools, wollen aber nur ganz freundlich gebeten, überzeugt und inspiriert werden, es nicht zu tun. Aber einen Anspruch darauf gibt es aber nicht.

Wie gesagt, ich halte Provokation und Konfrontation für kontraproduktiv. Zumindest mich erreicht man damit nicht. Wenn es etwas in mir auslöst, dann höchstens einen durchaus kind(l)ischen "Dagegen"-Reflex wenn man mir damit zu sehr auf die Nerven geht. Diesen Reflex möchte ich hier aber wirklich nicht ausleben, daher bleibe ich dabei:
Ich habe zu deinen beiden Fragestellungen alles gesagt, was relevant für mich ist.
Unsere Meinungen divergieren hier naturgemäß, was aber vollkommen ok ist. Zumindest für mich. ;)

Alles worum ich bitte, ist meine omnivore Ernährung zu respektieren und micht nicht bekehren zu versuchen. Außerdem ist mir die grundsätzliche Problemtik durchaus bewusst, hier brauche ich keine Aufklärung. Formulieren wir es so: Ich bin nur ein (schwacher) Mensch.


Auf Bekehrungsversuche reagiere ich sehr allergisch, egal um welches Thema es geht. Zu Schulzeiten hatte ich eine sehr christliche, sehr gute Freundin. Ich selbst war zu dieser Zeit schon lange Atheist. Wir haben stundenlange und wundervolle Gespräche im Wortsinne über Gott und die Welt geführt, da wir beide die Sichtweise des Anderen respektiert haben und nicht versucht haben, Überzeugungsarbeit zu leisten. Das würde ich mir hier auch im Umgang wünschen. Immerhin habe ich ja schon nach Surrogaten gefragt, um meinen Fleischkonsum zu reduzieren. ;)
Ein Vollverzicht hingegen ist und bleibt für mich ausgeschlossen. Ich bitte hier nicht um Verständnis, nur um Akzeptanz.
Aber wenn die Teilnahme am Forum zu einer Reduktion führt, ist für die Sache, doch auch etwas gewonnen, oder?


(Eigentlich wollte ich ja nicht mehr, um deinen Thread nicht zu shreddern. ;) )
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03.10.2022
Zitat manannan:Alles worum ich bitte, ist meine omnivore Ernährung zu respektieren und micht nicht bekehren zu versuchen.


Ein Vollverzicht hingegen ist und bleibt für mich ausgeschlossen. Ich bitte hier nicht um Verständnis, nur um Akzeptanz.

Für mich wäre es total akzeptabel jemanden als Troll von einem Forum auszuschließen, der von vornherein das Thema des Forums für sich selbst als vollkommen ausgeschlossen deklariert. Ich empfinde dieses wiederholte Betonen deiner omnivoren Lebensweise und den Ausschluss, dass vegan etwas für dich sein könnte einschließlich der Bitte, dich ja mit "Bekehrungsversuchen" (sprich: Argumenten) zu verschonen, als Provokation.

Ich persönlich fände es daher richtig, wenn du dich ausschließlich auf Fragen mit dem Ziel der Reduzierung deines Konsums tierischer Produkte beschränkst. Der Rest ist dann nämlich doch nur kindische Trotzreaktion.

So oder so: es gibt gar nicht so wenig Veganer, die früher die vollständige Umstellung auf vegan für völlig ausgeschlossen hielten oder sogar Antiveganer waren. Man soll niemals nie sagen.

Auf jeden Fall wirst du in einem proveganen Forum auch aushalten müssen, dass man dich zu überzeugen versucht. Mit deinem Vergleich mit christlicher Missionierung hat das absolut gar nichts zu tun.
2x bearbeitet

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03.10.2022
Liebe Sunjo,

das ist genau die Art Diskussion, für die ich nicht hier bin. Daher werde ich mich jetzt tatsächlich und endgültig aus diesem Thread zurückziehen. Meine Antwort(en) habe ich Kilian gegeben.

Liebe Grüße
Manannan
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03.10.2022
Ich finde die unterstellen Missionierung Vorwürfe auch völlig daneben. Ich sehe niemanden der es versucht hätte.
Halt dich an deine Sachfragen, dann kommen wir klar.
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04.10.2022
Ich finde es immer amüsant, wenn omnivor lebende Menschen meinen, dass objektive Fakten eine Provokation wären und sie dadurch eh nur abblocken und nicht mehr zum Gespräch/zum Umdenken bereit sind. Da ich letztes Jahr überlegte über Veganismus meine Bachelorarbeit zu schreiben (ist halt auch ein wirklich interessantes Thema aus soziologischer Sicht), habe ich sehr viele einschlägige Werke und auch empirische Studien gelesen. In einer Erhebung wurden überzeugte Fleischesser befragt und ihre Meinung war ebenfalls, dass "provokante Texte", "Schock-Bilder oder -Videos" etc. sie zur Reaktanz veranlassen und sie sich in "ihrer Freiheit" eingeengt fühlen. Einen sinnvollen Vorschlag, wie man mehr Menschen für Tierrechte und ein Umdenken motivieren kann, hatten sie jedoch nicht. Interessant, dass immer nur gesagt wird "So wird das nichts", aber kein sinnvoller Gegenvorschlag kommt. Aber auch irgendwo nicht unerwartet, denn wer will schon preisgeben mit welchen Mitteln man umgestimmt werden könnte, nicht mehr zu Mehrheit der Gesellschaft zu gehören und ein "Außenseiter" zu werden? Wir sind nunmal soziale Wesen, die dazugehören wollen.
Wir werden alle in einer karnistischen Gesellschaft sozialisert und auch zu einer Etablierten-Außenseiter-Einstellung erzogen, sodass alles, was nicht dem status-quo entspricht, schlecht geredet und geächtet wird. Es gibt auch durchaus Leute, die sich die Gräueltaten in der Tierlebensmittelindustrie angucken und ihr Verhalten trotzdem nicht ändern, da sie selbst nach den schlimmsten Bildern ihren Appetit nicht verlieren. Hierzu finde ich die Ergebnisse der Diskursanalyse von Christina Schröder sehr interessant. Sie fasst zusammen, dass Werte wie Moral, Ethik, Gleichheit, Empathie, Verbundenheit, Respekt vor dem Leben und Friedfertigkeit die Modifikation von Verhaltensmustern von Leuten prägen, die sich gegen das Fleischessen entscheiden. (Was auch ganz gut erklärt, warum es statistisch gesehen mehr vegane Frauen als Männer gibt, da die genannten Eigenschaften bei Mädchen gefördert werden, während Jungen allgemein zu "unsensiblen" Männern erzogen werden, was nochmal ein Problem an und für sich selbst ist.)
Wer also aufgeklärt ist und sich trotzdem aktiv für das Tierleid entscheidet, dem fehlt es offenbar an diesen positiven Eigenschaften, die einen zu "menschlichem Verhalten" befähigen. Und meiner Ansicht bedeutet das auch, um auf das Thema des Threads und des Artikels zurückzukommen, dass das Fehlen dieser Werte eher zu einem asozialen Verhalten beiträgt, da einem die Basis für ein soziales Miteinander (auch mit nichtmenschlichen Wesen) fehlt.
Lustigerweise beweist die Person, die sich so lautstark gegen den Artikel und die angebliche Missionierung hier ausspricht so richtig schön, dass es stimmt. Denn wer in einem veganen Forum in fast jedem Beitrag extra erwähnen muss, dass er Tiere isst und sich das niemals ändert, verhält sich nicht wirklich sozial, empathisch oder friedfertig. Niemand will hier irgendwen "bekehren" und wer immer noch denkt, dass man sich für die Veganer ändern sollte, der versteht einfach nicht, dass Veganer nur als Sprachrohr für diejenigen einstehen, die sich nicht selbst äußern/verteidigen können und für die man es eigentlich tun sollte: die Tiere.
1x bearbeitet

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04.10.2022
Leider wird meine Bitte um Akzeptanz und Nicht-Diskussion ignoriert. Die mehrfachen Hinweise auf meine Sachfragen sind nett, nur kam auf meine Sachfrage bisher nur eine Antwort, die dazu nicht ganz auf meine Frage gepasst hat.

Damit hat sich das Thema wohl leider erledigt für mich:

@Kilian:
Bitte lösche meinen Account sowie alle personenbezogenen Daten inkl. meiner Postings im Rahmen der DSGVO zeitnah, spätestens aber bis Ende der Woche.

Ich bleibe in meiner Blase und lasse euch in eurer und wünsche euch eine gute Zeit.

Macht's gut!
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04.10.2022
Ich habe das Profil gesperrt.
Forenbeiträge, die mit dem Wissen um ihre Öffentlichkeit und gemäß unserer Forenregeln erstellt wurden, sowie keine persönlich identifizierbaren Daten enthalten, bleiben online (berechtigtes Interesse gemäß DSGVO).
Ich habe dir ein virtuelles Hausverbot erteilt - nutze unsere Plattformen nicht erneut.
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11.10.2022
Zitat kilian:es gibt ja gut vernetzte Agrar-Gruppen, die sich solche Artikel zuschicken... An der Sichtbarkeit solcher Artikel ändert die Bewertung allerdings normalerweise nichts.

Ich beobachte die Bewegung der Bewertung des Artikels, schon mehr als 1000 Stimmen...


Schon krass, wie da agiert wird im Hintergrund von der Mitgeschöpf-Qual-und-Mord-Industrie!
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11.10.2022
Macht Fleischverzehr dumm?

Es gibt Leute, bei denen drängt sich dieser Gedanke förmlich auf. :wtf:

Habe dafür zwar keine wissenschaftlichen Belege, jedoch scheint es tatsächlich so zu sein, dass vorwiegend gut gebildete und gut ausgebildete Menschen sich der tierleidfreien Lebensweise zuwenden, währen die anderen eher etwas Mühe haben, die Vorteile des veganen Lebens für sich und andere zu entdecken. :green:

Schade.
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