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Essen bei Verwandten / Bekannten

Erstellt 13.06.2017, von Craspedia. Kategorie: Allgemein vegan. 11 Antworten.

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Benutzerbild von Craspedia
Themen-Startervegan356 PostsweiblichPotsdamLevel 2
18.06.2017
Hier ein kleiner Bericht wie das erste Essen bei meiner Mutter verlief.


Nachdem fest stand, dass wir Kartoffeln und Gemüse essen, rief sie vor ein paar Tagen an und fragte, wie wir das nun mit dem Gemüse machen würden, ob ich uns was mitbringe. Auf mein verwirrtes "Hä, warum denn das jetzt?" meinte sie, bei ihr würde ja jedes Gemüse mit Butter verfeinert. Spargel, Mischgemüse, Blumenkohl.. alles :rolleyes:

Ich fragte dann, wieso es nicht mal ohne ginge, erklärte dass ich immer - auch vor dem Vegansein - nur mit Wasser und Salz kochen würde und dass das ja nur pures zusätzliches Fett wäre. "Ja, aber für den Geschmack." war die Antwort :wtf:

Naja, sie ließ sich dann breit schlagen, den Blumenkohl ausnahmsweise ohne Butter zu machen. Hab sie auch noch gebeten, etwas mehr vom Gemüse zu machen, da wir größere Mengen brauchen als früher.

Wir haben heute morgen gut gefrühstückt und waren somit zum Mittag nicht völlig ausgehungert. Für die Kaffeezeit hatte ich Kekse von Veganz bei, aber die Apfeltaschen waren auch tatsächlich vegan. Nur ganz eklig süß. Auch Muttis Nachtisch, Erdbeeren mit Zucker, waren für unsere Gaumen viel zu süß. Hab aber nix gesagt :-/

*seufz* Wie ich schon sagte: ein langer und steiniger Weg :rolleyes:

Benutzerbild von Xhari
39 PostsweiblichLevel 2
19.06.2017
Ich lasse das ehrlich gesagt langsam anlaufen. Fleisch ist tabu, das wissen sie, Milchprodukte schleichen sich bei mir auch selbst immer noch mal ein, da muss ich mich selbst noch drauf trimmen, z.B. Sojaeis einzukaufen wenns Sonntags Nachmittags beim Familientreffen das seitens der Eltern eingekaufte Milch-Eis zum Kaffee gibt. Oder lecker Eistorte mit Schoki, Baiser etc. :red: , was ich früher gern mochte.. die muss ich dringend mal einstellen um sie alternativ hinzubekommen, weil leider schon verdammt lecker.

Gleichzeitig zu meinen eigenen Sünden, die dann und wann noch passieren, möchte ich meine Eltern nicht gleich überfordern damit, dass so gut wie alles was bisher auf dem Speiseplan stand von heute auf morgen nicht mehr für mich in Frage kommt. Ich mache ganz oft meine veganen Alternativen zum nicht-veganen Essen (statt Hüttenkäse-Salatdressing das Kartoffeldressing aus dem Forum oder die vegane Mayonnaise von heute), teils wird auch gesondert für mich Gemüse gekocht und bei sowas wie den Reibekuchen das Experiment mitgemacht, ob sie auch ohne Ei gelingen oder nicht.

Das interessante (mich freut's sehr!) ist, wenn ich mich mal auf einen Ausrutscher vegetarischer Art einlasse weil die Alternative nicht greifbar ist und der Verzicht gerade arg schwer fällt (kommt leider schon noch mal vor :red: ), merke ich eigentlich jedes Mal, dass mir z.B. das Sojaeis deutlich besser schmeckt und mich weniger belastet als der milchige Standard. In sofern bin ich da auch sehr überzeugt, dass sich diese Dinge richtig entwickeln und einspielen werden.

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