fridays for future - Schülerdemos

Erstellt 03.05.2019, von Smaragdgruen. Kategorie: Umwelt & Klima. 122 Antworten.

12.10.2019

Beispiel Fleisch: Die Anzahl der Vegetarier steigt, die Fleischproduktion geht aber kaum runter. Es wird halt mehr exportiert und auch weggeschmissen. Leider werden Subventionen nach dem Gießkannenprinzip vergeben und der Markt kann sich nicht selbst regulieren. Viel von dem hier hergestellten Fleisch wird nach Afrika exportiert, wo es oft keine funktionierenden Kühlketten gibt und heimischen Bauern die Existensgrundlage entzieht. Da muss die Politik etwas ändern.

Die Vegetarier tragen kaum etwas zur Senkung der Fleischproduktion bei...schliesslich werden Milchkühe, Kälber, Schafe, Legehennen weiterhin geschlachtet.


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12.10.2019
Zitat Geronymo:

Die Vegetarier tragen kaum etwas zur Senkung der Fleischproduktion bei...schliesslich werden Milchkühe, Kälber, Schafe, Legehennen weiterhin geschlachtet.



Für die Tiere stimmt das schon, aber es gibt ja auch viele die nur für ihr Fleisch gehalten werden. Das Fleisch von Legehennen und Milchkühen wird auch eher für minderwertiges verwendet.
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22.10.2019
Nicht nur die Schüler demonstrieren, die Landwirte wollen auch mal:
https://www.general-anzeiger-bonn.de/meinung/kommentare/bauerndemo-in-bonn-kommentar-zum-protest-der-landwirte-ein-hilfeschrei_aid-46671826
Hilfeschrei der Bauern. Ich kann die Landwirte nicht verstehen, sie sägen sich selber den Ast ab auf dem sie sitzen. Es kann aber so nicht weiter gehen mit Massentierhaltung, daraus folgender enormer Gülleausbringung, Überdüngung und dem Ausbringen hoch giftiger Spritzmittel. Die Böden und das Grundwasser werden verseucht, die Pflanzen - und Tierwelt geht zugrunde. Es muss Schluß sein mit der Massentierhaltung, dann verschwinden auch die enormen Güllemengen. Es muss weniger gedüngt werden und es müssen harmlosere Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Da muss die Politik den Landwirten helfen und sie von der Notwendigkeit überzeugen. Dann werden einige Lebensmittel natürlich teurer, aber anders geht es nicht. Weg mit Subventionen der Agrarindustrie, den kleinen ökologischen Betrieben muss geholfen werden !
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22.10.2019
Die tolle Ausrede ist immer: "Die Verbraucher wollen das so"

Natürlich ist in einer Gesellschaft in der die meisten Menschen eben nicht SUV fahren und sich wenn überhaupt einen Urlaub am Munde absparen müssen die Entscheidung beim Einkauf auch preisgesteuert. Das heißt, wenn ein Markt ein Produkt nur über den Preis verkauft, weil der Wettbewerb ihm das so vorschreibt, dann geht es mit dem Preis eben nur nach unten. Solange das System so ist wie es ist, werden die Landwirte immer die "Gekniffenen" sein. Denn das hört letztlich auch nicht auf, wenn nur noch vegane Produkte gekauft werden.

Das kann und muss die Politik ändern: Faire Preise und endlich eine Förderung für pflanzenbasierte, biovegane Förderung - übrigens bisher auch standhaft von grünen Landwirtschaftsminister*innen verweigert und steht bisher außer in Bremen (vielen Dank dafür an die Grünen in Bremen! ) in keinem Koalitionsvertrag...

Landwirte haben seit Jahrzehnten die Politi gewählt, die es ihnen scheinbar leicht gemacht hat - nun stehen sie vor dem so angerichteten Scherbenhaufen und jammern über "Bauernbashing" und angeblich bereits jetzt nicht einhaltbare Vorgaben aus den Gesetzen und Verordnungen.

Liebe Bauern, soll das etwa heißen, dass Ihr Euch nicht an die Gesetze und Verordnungen haltet, also in weiten Teilen illegal arbeitet? Hab ich das richtig verstanden? Dann hört um Himmels Willen endlich auf, zu Dillettieren und sucht Euch einen Job, den Ihr könnt! Dann können diejenigen Landwirte nämlich, die regel- und ethikbasiert wirtschaften wollen endlich ohne den unsäglichen Preisdruck, der durch die skrupellosen Machenschaften der "Kollegen" entsteht, zu fairen Preisen arbeiten. Eine Bundeslandwirtschaftsministerin, die statt sich um diese Probleme endlich durchgreifend kümmert sich lieber über bezahlte Umweltschutzverbände aufregt, die Kampagnen starten, gehört aus dem Amt entfernt. Soll sie wieder Weinkönigin spielen, oder auf ihrem Hof Unkraut jäten.

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22.10.2019
Zitat Vegbudsd:
Landwirte haben seit Jahrzehnten die Politi gewählt, die es ihnen scheinbar leicht gemacht hat - nun stehen sie vor dem so angerichteten Scherbenhaufen und jammern über "Bauernbashing" und angeblich bereits jetzt nicht einhaltbare Vorgaben aus den Gesetzen und Verordnungen.

In den Kommentaren zur Demo der Bauern heute wird fleißig über Bauernbashing gejammert, und dass sie durchweg als Umweltverschmutzer (z.B. wegen der Trinkwasserverschmutzung durch unsachgemäße Gülleentsorgung) und Tierquäler abgestempelt werden. Man könnte fast Mitleid bekommen, wenn nicht leider leider (es ist zum Heulen) auch heute wieder mal über erschreckende Verbrechen in der Tierhaltung/-Tötung berichtet worden wäre: https://www.tagesschau.de/investigativ/report-mainz/schweinetoetung-101.html :-(

Es wäre an der Zeit, dass sich die Bauern, die bereits jetzt anständig, nachhaltig und tier(leid)frei wirtschaften, von den Großagralobbyverbänden lossagen, damit sie nicht mehr mit diesen kriminellen Machenschaften der Großagrarbetriebe und Massentierhalter in einen Topf geworfen werden. Mit so einer Demo wie heute wird das allerdings nichts.
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22.10.2019
Fakt ist nun mal: Wir brauchen unsere Bauern, sie ernähren uns !!!
Mein Traum: Wenn es nur noch Landwirte geben würde die reinen Ackerbau betreiben, also nur noch pflanzliche gesunde Lebensmittel erzeugen. Sie sollten so viel Geld verdienen dass sie von ihrer harten Arbeit gut leben können mit ihren Familien. Die Tiere würden in überschaubarer Anzahl mit den Menschen auf ihren Höfen leben bis zu ihrem natürlichen Ableben - zum Wohl der Tiere und zur Freude der Menschen die mit ihnen leben :heart:
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22.10.2019
Zitat Smaragdgruen:Fakt ist nun mal: Wir brauchen unsere Bauern, sie ernähren uns !!!
Mein Traum: Wenn es nur noch Landwirte geben würde die reinen Ackerbau betreiben, also nur noch pflanzliche gesunde Lebensmittel erzeugen. Sie sollten so viel Geld verdienen dass sie von ihrer harten Arbeit gut leben können mit ihren Familien. Die Tiere würden in überschaubarer Anzahl mit den Menschen auf ihren Höfen leben bis zu ihrem natürlichen Ableben - zum Wohl der Tiere und zur Freude der Menschen die mit ihnen leben :heart:


"I have a Dream!" - Bravo! :clap: Guck mal, was seit langer Zeit unter meinen Postings steht... :wink: :green:

Da wo es notwendig ist, eine Düngung mit Tiermist herbeizuführen, kann doch bis auf Weiteres die Haltung von Tieren als eine Art "Haustiere" ohne Schlachtnotwendigkeit bis zum natürlich biologischen Lebensende verändert werden (wobei man sich dann über evtl. notwendige Sterbehilfe unterhalten wird müssen...).

Das Geld für diese Haltung kommt vom Verbraucher, von uns Veganern per geringem, zweckfgebundenem Tierschutzaufschlag, evtl. von Touristen und Schulen, die die Tiere dann ihren Schülern lebendig zeigen können, sowie aus der dann geringeren Wasseraufbreitungsabgabe, weil weniger Gülle ins Trinkwasser einsickert.

Liebe Landwirte, stellt Euch doch bite endlich an die Spitze dieser Bewegung und macht das mit uns zusammen, Ihr wollt doch auch lieber mit lebendigen Tieren arbeiten und ich kenne keinen Landwirt, dem das Ende der Tiere Spaß bereitet!
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22.10.2019
Vegbudsd, ich glaube wir liegen so ziemlich auf einer Linie :thumbup:
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25.11.2019
Diese Woche ist Klimastreikwoche an vielen Unis und Hochschulen. Statt normaler Vorlesungen gibt es alles rund ums Thema Klima: Vorträge, Aktionen und Diskussionen.
Wer eine Uni in der Nähe und ein bisschen Zeit und Interesse hat, kann ja mal gucken:
https://studentsforfuture.info/
Ich war heute abend zu einer Minivortragsreihe, werde es aber die restliche Woche nicht noch einmal schaffen. Aber immerhin, auch die Albert-Schweitzer-Stiftung mit ihrer Virtual Reality "ianimal" ist mit im Programm.

Beim großen Klimastreik am Freitag bin ich dann aber wieder mit dabei.
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18.01.2020
Am Freitag waren ja wieder heftige Proteste von Schülern, Umweltgruppen, Bauern und anderen. Was ich nicht verstehe ist dass niemand aus der Politik den Bauern plausibel macht wie notwendig ein Umsteuern mit weniger düngen und spritzen ist. Man muss den Bauern helfen beim umstellen z.B. weg von der Massentierhaltung, am besten sogar weg von der Tierhaltung. Bei steigender Weltbevölkerung und immer mehr Trockenheit wird der Ertrag der Ernten eh bald nicht mehr ausreichen um auch noch Tiere zu füttern. Dann könnten mehr gesunde Getreidearten, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst angepflant werden. Ohne Subventionen kommt die konventionelle Landwirtschaft mit Fleisch - und Milchproduktion sowieso nicht mehr über die Runden. Auch muss der Handel den Landwirten Preise für ihre Produkte zahlen mit den sie gut leben können - da muss die Politik auch eingreifen, dann wären keine Subventionen aus Steuergeldern notwendig. Dann werden die Lebensmittel natürlich etwas teurer, aber das wichtigste was der Mensch braucht sind nun mal gesunde Lebensmittel. Es stellt sich ja allmählich heraus wie krank tierische Ernährung machen kann.
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