Ein Lob auf Robert Habeck

Erstellt 19.06.2022, von kilian. Kategorie: Umwelt & Klima. 7 Antworten.

Ein Lob auf Robert Habeck
19.06.2022
Was Robert Habeck an Versäumnissen der letzten Politik-Jahrzehnte aufräumt, ist finde ich
sagenhaft. Der rettet Deutschland gewissermaßen gerade den A*** (so gut er kann).
Muss man doch auch mal sagen. Wie seht ihr das?

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19.06.2022
Ich hab ihm das ehrlich gesagt nicht zugetraut und bin positiv überrascht. Neben unserer Außenministerin, die einen guten Job macht, der einzige Lichtblick in der ansonsten eher merkwürdigen Regierung.
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19.06.2022
Zitat kilian:Was Robert Habeck an Versäumnissen der letzten Politik-Jahrzehnte aufräumt, ist finde ich
sagenhaft. Der rettet Deutschland gewissermaßen gerade den A*** (so gut er kann).
Muss man doch auch mal sagen. Wie seht ihr das?


Holi Crap.
Kannst Du mir mal 1-2 Beispiele geben was du z B meinst?

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20.06.2022
Ich bin auch positiv von Habeck überracht. Er läuft sich jetzt die Haxen ab ab um die Gasspeicher füllen zu lassen, aus Russland kommt ja immer weniger, bald nichts mehr. Die alte Regierung hat uns über Jahre in diese Abhängigkeit von Russland gebracht. Die alte Regierung hat auch den Ausbau von erneuerbaren Energien abgewürgt. Da macht Habeck jetzt auch Druck um den Ausbau wieder anzukurbeln.
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20.06.2022
Jetzt fordern erste Unionspolitiker längere Laufzeit für AKW,s obwohl dafür so schnell keine Brennstäbe zur Verfügung stehen, Uran müssten wir weiter importieren. Habeck will als Notlösung wieder mehr Kohleverstromung, die FDP ist für Fracking - Gas, Klimaschutz wird also nach hinten verschoben. Warum informiert man die Verbraucher hierzuland nicht über eigene Stromerzeugung ? Wir installieren im Sommer eine 10 KW Photovoltaikanlage mit 12 KW Speicher, eine größere müßte als Gewerbe angemeldet werden (Neuregelung seit 2021). Dann werden wir den Großteil unseres Stromes selbst erzeugen und verbrauchen, nicht selbst verbrauchter Strom wird dann mit 6,5 Cent je KW bei Einspeisung vergütet. Das schmeckt natürlich den Stromkonzernen nicht, die wollen lieber selber verkaufen und haben lange gesetzliche Regelungen blockiert. Zur Zeit habe ich noch ein Bakonkraftwerk (darf jeder betreiben, auch Mieter) und decke damit 20% meines Strombedarfs ab, wird aber dann hinfällig und ich habe auch schon Abnehmer dafür.
1x bearbeitet

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20.06.2022
Pfft, was Unionspolitiker so fordern... Uns über Jahrzehnte in die Sch...e reiten, und jetzt in AfD-Manier populistische Vorschläge machen, die realistisch gar nicht umsetzbar sind (Verlängerung der Laufzeiten für die Kernkraftwerke wurde bereits geprüft und für nicht realistisch befunden - wieso müssen die zu Recht Abgewählten das jetzt also immer wieder auf den Tisch bringen?)

Ich bin übrigens nicht mit allem zufrieden, was der Herr Habeck so macht, z.B. jetzt nochmal langfristige Lieferverträge für fossile Energielieferungen, die wiederum die Zeitpläne zum Einsparen von Treibhausgasen zerschießen. Aber er erklärt wenigstens, was er macht und warum. Seinen Job als Wirtschaftsminister.


Mehr Eigenstromerzeugung kann sicher einen kleinen Beitrag leisten, Energiesparen ebenfalls. Ansonsten muss man aber leider sehen, dass Strom eben nur den kleineren Teil unseres Energiebedarfs ausmacht und Erdöl auch als Rohstoff wichtig ist.
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21.06.2022
Ich bin übrigens nicht mit allem zufrieden, was der Herr Habeck so macht, z.B. jetzt nochmal langfristige Lieferverträge für fossile Energielieferungen, die wiederum die Zeitpläne zum Einsparen von Treibhausgasen zerschießen. Aber er erklärt wenigstens, was er macht und warum. Seinen Job als Wirtschaftsminister.


Letztlich sind es nicht die Lieferverträge selbst, die etwas "zerschießen", sondern ob der Vertragspartner die vereinbarten Mengen auch abruft und dann auch noch, ob er sie als Reserve einlagert, oder tatsächlich verbraucht - den erst dann wird überhaupt CO2 freigesetzt. Schlimm finde ich die Verträge über Fracking - Gas aus den USA, weil bei der Ver- und Entflüssigung das extrem klimaschädliche Methan (wie bei den Tieren in der Tierleidindustrie) freigesetzt wird.

Wenn z.B. der Ausbau der regenerativen Energiegewinnung so weit voranschreitet, dass wir kein Öl/Gas mehr benötigen, um die Industrie und die Haushalte mit Energie zu versorgen, haben wir einen schönen Vertrag, der auch viel Geld kostet (was in jedem Fall an die Vertragspartner gezahlt werden muss), aber wir müssten das uns aus den Lieferverträgen zustehende Öl zwar abnehmen, dann aber nicht mehr zwingend verbrennen. Das Zeug wird dann als absolute Notreserve für evtl. auftretende "Dunkelflauten" (also, wenn kein Wind weht, , keine Sonne scheint und die Wasserspeicher leer sind) bevorratet und dann erst genutzt. Was aber tunlichst vermieden werden soll, was ja Habeck auch bereits bisher massiv vorangetrieben hat, damit die "Normalversorgung" eben ohne Gas und Öl funktionieren wird. Wie ich finde, ein dieser Situation klug überlegtes System, was nebenbei verhindert, dass diese Art Lieferverträge verlängert werden müssen, weil ja der Ausbau weiter vorangetrieben wird sowie andere Lieferverträge geschlossen werden. Z.B. mit Marokko und anderen Staaten mit viel, sehr viel Sonne über die Lieferung von Wasserstoff bzw. Solarstrom (analog zur Leitung mit Norwegen mit der Ausgleichsleitung für "Zuvielwindstrom")

Tolles Gesamtkonzept, insbesondere weil ausdrücklich dennoch am Ausstiegsplan bezüglich Kohle festgehalten wird! Wie ich finde, machen die beinahe alles richtig,bzw. entscheiden so, dass möglichst wenige Folgeschäden bei unvermeidbaren schädlichen Entscheidungen entstehen.

Der Krieg gegen die Ukraine allerdings wäre auch ohne die Abhängigkeit von russischem Öl und Gas ziemlich sicher nicht vermeidbar gewesen, im Gegenteil vermutlich wurde dieser durch die "Merkel/Schröder"-Politik des "Miteinanderhandeltreibens" um etliche Jahre verschoben. Allerdings wäre der riesige wirtschaftliche Vorteil durch die billige Energiezufuhr aus Russland für deutsche Industrieunternehmen nebst deren Arbeitnehmern, denen ja sowohl Schröder als auch Merkel sich immer verpflichtet sahen, futsch gewesen, und viele soziale Wohltaten der vergangenen Jahrzehnte und die Milliarden für die Coronahilfen und so weiter einfach nicht zu erwirtschaften gewesen.


Der Nachteil dieser Politik allerdings war und bleibt tatsächlich der, dass die Klimaschäden dadurch weiter befeuert wurden, anstatt systematisch dagegen anzugehen. Die Kosten für diese Fehler werden wir und künftige Generationen zu tragen haben.
Das aber ist ein anderes Thema, und sicher nicht der Grünen Partei anzulasten, weder in die eine, noch in die andere Richtung (auch nicht, wenn man deren Regierungsbeteiligung unter Schröder mit 7,5% und Massenarbeitslosiglkeit einrechnet).
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23.06.2022
Zitat Sunjo:(Verlängerung der Laufzeiten für die Kernkraftwerke wurde bereits geprüft und für nicht realistisch befunden

Dazu möchte ich mal einen Link vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (Warum eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke in der Gaskrise nicht hilft) nachreichen, damit man den Populisten, die unrealistische Lösungsvorschläge bringen (damit schließe ich mindestens eine der an der Regierung beteiligten Parteien ein), auch etwas entgegnen kann: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/FAQ/Atomkraft/faq-atomkraft.html
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