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1000 m² Weide pro Tier - meine Nachfrage an Alnatura

Erstellt 07.05.2026, von kilian. Kategorie: Tierschutz & Tierrechte. 5 Antworten.

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Benutzerbild von kilian
Themen-Startervegan8.513 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
1000 m² Weide pro Tier - meine Nachfrage an Alnatura
07.05.2026
Alnatura wirbt mit 1000 m² Weide pro Tier - und erklärt im Sternchentext:

"Alternativ haben die Höfe ein Konzept zur Maximierung der Weidefläche erarbeitet."

So sieht das aus:
Bild: ohne Beschreibung+


Deshalb habe ich eine Anfrage an die Pressestelle von Alnatura geschickt:

Guten Tag X,

ich arbeite als Redakteur für Vegpool.de. Meinen Presseausweis finden Sie anbei.

Durch einen Leserhinweis bin ich auf eine aktuelle Werbeaktion von Alnatura aufmerksam geworden. Darin wirbt Alnatura mit der Überschrift:

"1000 m² Weidefläche pro Tier*"

Der deutlich kleinere Sternchentext ganz unten in der Anzeige wird so aufgelöst: "Alternativ haben die Höfe ein Konzept zur Maximierung der Weidefläche erarbeitet."

Einen Screenshot habe ich angehängt.

Ich bereite hierzu einen Artikel vor und möchte Ihnen vorab die Gelegenheit zur Stellungnahme geben.

Ich bitte um Antwort bis Dienstag, 12.5.2026, um 12 Uhr.

Hier meine Fragen:

• Verstehe ich es richtig, dass alle Rinder aus Betrieben, die Alnatura beliefern, Zugang zu 1.000 m² Weidefläche pro Tier haben?

• Gibt es diesbezüglich Einschränkungen, z. B. nach Marke, Produkt, Geschlecht oder Alter der Tiere? Falls es Einschränkungen gibt: Welche genau? Können Kunden diese Einschränkungen erkennen – und wie?

• Wenn Betriebe zu den "Alternativen" gemäß Sternchentext gehören: Wie viel Weidefläche steht den Rindern dort mindestens zur Verfügung? Inwiefern unterscheidet sich das von gesetzlichen Mindestanforderungen?

• Wie vielen Prozent der Rinder aus Betrieben, die Alnatura beliefern, stehen pro Tier mindestens 1.000 m² Weidefläche zur Verfügung? Eine ungefähre Größenordnung genügt.

• Wenn Rinder laut "Alnatura-Kriterien" min. 120 Tage pro Jahr auf die Weide können, bedeutet das im Gegenschluss, dass sie an mehr als 240 Tagen im Jahr ohne Weidezugang gehalten werden können, also an ca. 2 von 3 Tagen?

• Nach EU-Öko-Verordnung muss Bio-Milchkühen ein "ständiger Zugang" zu Freigelände bzw. Weideland zur Verfügung stehen, "wann immer die Witterungsbedingungen und jahreszeitlichen Bedingungen und der Zustand des Bodens dies erlauben". Nach meinem Verständnis liegen die "Alnatura-Kriterien" mit min. 120 Tagen pro Jahr á 6 Stunden deutlich darunter. Wie erklären Sie das?

• Warum wirbt Alnatura mit "Weidemilch" und entsprechendem Foto, wenn Rinder laut Alnatura-Kriterien die überwiegende Zeit des Jahres ohne Weidezugang gehalten werden dürfen? Birgt das nicht die Gefahr, dass Verbraucher hinsichtlich Tierschutz und Umweltschutz ein falsches Bild bekommen?

• In den vergangenen Jahren haben einige große Unternehmen aus dem Bio-Bereich aktiv gegen eine gesetzliche Weidepflicht lobbyiert. Hat sich Alnatura an diesen Protesten beteiligt bzw. diese Proteste finanziell oder politisch unterstützt?

• Schließt Alnatura den Verkauf von Produkten mit Milch aus Anbindehaltung konsequent? Hiermit sind hier sämtliche Haltungsformen gemeint, in denen Rinder regelmäßig und ohne medizinischen Anlass mindestens 2 Tage am Stück angebunden gehalten werden. Falls ja: Wie lauten die konkreten Anforderungen an Lieferanten?

Ich bitte freundlich um eine konkrete Beantwortung der einzelnen Fragen.

Besten Dank vorab und freundliche Grüße

Kilian Dreißig

Benutzerbild von Friedhelm
vegan538 PostsmännlichBad Münstereifel Level 4
07.05.2026
Sehr gut Kilian 💖
Da bin ich ja mal gespannt, wie sich Alnatura da rauswinden will und wird.
Wahrscheinlich werden sie darauf hinweisen (wie viele andere Firmen), dass sie sich dabei auf die Aussagen ihrer Lieferanten verlassen, usw, usw und dass sie ihre Vorgaben haben.
Bin einmal gespannt.
Vor 20 Jahren war ich diesbezüglich noch naiv. Heute ist mir klar, dass sie (egal wie "grün" sie sich geben) ein knallhartes Handelsunternehmen sind.
Leider.

Benutzerbild von kilian
Themen-Startervegan8.513 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
11.05.2026
Ich bin auch gespannt.
Von manchen Branchen bin ich es gewohnt, dass sie "unangenehme" Fragen einfach ignorieren und gar nicht antworten.
Bei Alnatura glaube ich, dass jemand Stellung nehmen wird.

Kein Benutzerbild
Veganer79
11.05.2026
Sehr gut Kilian ! Dieses verarschen der Verbraucher ist ein absolutes Unding !

Benutzerbild von kilian
Themen-Startervegan8.513 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
13.05.2026
Die Antwort kam gestern an – also pünktlich. 👌

Sehr geehrter Herr Dreißig,


vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Interesse an unserer Alnatura Weidemilch Initiative. Den kritischen Austausch zu Tierwohl, Weidegang und transparenter Verbraucherkommunikation begrüßen wir. Wir wissen das Engagement von Vegpool für eine stärker pflanzenbasierte Ernährung und für transparente Verbraucherinformation zu schätzen. Alnatura versteht sich zugleich als 360 Grad Marke, die unterschiedliche Ernährungsrealitäten adressiert. Dazu gehören für uns bewusst auch tierische Produkte – unter der Maßgabe, dass deren Erzeugung so verantwortungsvoll, tiergerecht und transparent wie möglich erfolgt. Gerade weil wir Alternativen fördern und den Konsum tierischer Produkte insgesamt kritisch reflektieren (73% unserer Alnatura Produkte sind vegan), ist es unser Anspruch, dort, wo tierische Produkte angeboten werden, über gesetzliche Mindestanforderungen hinauszugehen und kontinuierliche Verbesserungen voranzutreiben. So ist Verbandszertifizierung der klare Standard bei der eingesetzten Rohware für tierische Produkte unter der Marke Alnatura. Darüber hinaus engagieren wir uns in Themen, die unserer Einschätzung nach noch nicht ausreichend von der EU-Bio-Verordnung oder Verbandsrichtlinien aufgegriffen werden. Dafür haben wir die Alnatura Tierwohl-Initiativen entwickelt. Dabei klammern wir auch unbequeme Themen nicht aus. So ist 2023 auch die Alnatura Weidemilch-Initiative entstanden. Damit beantwortet sich auch die Frage nach einer Lobbyarbeit gegen die Weidepflicht. Wir haben mit der Alnatura Weidemilch-Initiative gemeinsam mit unseren Partnermolkereien und den angeschlossenen Bio-Höfen frühzeitig die Weichen für eine verpflichtende Weidehaltung gestellt. Dafür betreiben die Landwirte und Landwirtinnen teilweise aufgrund der örtlichen Gegebenheiten großen Aufwand. So hat einer der Höfe beispielsweise auf Weidemelken umgestellt.

Zur Aussage „1.000 m² Weidefläche pro Tier“

Unser Ziel innerhalb der Alnatura Weidemilch Initiative sind besonders großzügige Weideflächen mit mindestens 1.000 Quadratmetern Weidefläche je Kuh. Ein Großteil der Höfe (rund 70%) erfüllt diese Anforderung. Für Höfe, bei denen dies aufgrund regionaler oder struktureller Gegebenheiten nicht vollständig möglich ist, gilt alternativ ein verbindliches, individuelles Konzept zur bestmöglichen Maximierung der Weidefläche. Dieses Vorgehen ist transparent über den Sternchenhinweis in der Werbung kenntlich gemacht. Diese Höfe liegen teilweise knapp darunter oder befinden sich in Umsetzungs- bzw. Ausbauprozessen. Die durchschnittliche Weidefläche über alle Höfe hinweg beträgt rund 3.300 qm je Kuh. Die Milch von Betrieben ohne Weidegang fließt nicht in Alnatura Weidemilch Produkte ein.
Einschränkungen nach Marke oder Produkt gibt es innerhalb der Weidemilch Initiative nicht. Entscheidend ist allein, ob ein Hof die Kriterien der Initiative erfüllt. Die Einhaltung wird regelmäßig erhoben und dokumentiert.

Zu Mindestflächen und gesetzlichem Vergleich

Die EU Öko Verordnung fordert grundsätzlich Zugang zu Freigelände bzw. Weideland, bleibt dabei jedoch bewusst offen hinsichtlich konkreter Flächen, Tage oder Stunden. Die Alnatura Weidemilch Initiative ist mit einer festen Mindestanforderung versehen:
• mindestens 120 Weidetage pro Jahr,
• jeweils mindestens sechs Stunden täglicher Weidegang,
• verpflichtende Dokumentation über einen Weidekalender,
• regelmäßige Datenerfassung zu Weidetagen, -stunden und -flächen über die Molkereien.
Damit schaffen wir eine verbindliche und überprüfbare Mindestanforderung, die über das gesetzliche Niveau hinausgeht.


Zur Frage der Weidetage und des Jahresverlaufs

Unser Mindeststandard von 120 Weidetagen bedeutet ausdrücklich keine Begrenzung auf nur diese Tage. Viele der Höfe liegen deutlich darüber: Die durchschnittliche Anzahl der Weidetage liegt bei rund 200 Tagen pro Jahr, teils mit sehr hohen täglichen Weidestunden.
In den Herbst- und Wintermonaten ist Weidegang witterungs- und bodenabhängig nicht möglich und sinnvoll. Nasse Böden, Eis und Schnee können Verletzungsrisiken für Klauen und Gelenke verursachen. In diesen Phasen haben die Tiere Zugang zu Außenklimabereichen, wie es die Bio-Verordnung vorsieht. Dort können sie sich frei bewegen, Frischluft und Außenreize wahrnehmen sowie soziale Kontakte pflegen.

Zur Verwendung des Begriffs „Weidemilch“

Der Begriff „Weidemilch“ ist in Deutschland rechtlich nicht speziell definiert, wurde jedoch durch ein grundlegendes Gerichtsurteil konkretisiert:
• Das Oberlandesgericht Nürnberg hat mit Urteil vom 7. Februar 2017 (Az. 3 U 1537/16) entschieden, dass die Bezeichnung „Weidemilch“ nicht irreführend ist, wenn die Milch von Kühen stammt, die an mindestens 120 Tagen im Jahr jeweils mindestens sechs Stunden auf der Weide stehen.
• Das Gericht stellte ausdrücklich fest, dass:
o Kühe nicht ganzjährig auf der Weide sein müssen,
o Weidemilch kein reines Saisonprodukt sein muss,
o eine zeitweise Stallhaltung außerhalb der Weidesaison dem Verbraucherverständnis entspricht, sofern transparent kommuniziert wird.
• Uns ist es wichtig, realistisch und transparent darzustellen, dass Weidehaltung in Mitteleuropa saisonal geprägt ist. Unserer Auffassung nach entsteht dadurch kein irreführendes Bild, sondern eine differenzierte Darstellung von Tierhaltung unter realen landwirtschaftlichen Bedingungen.

Ergänzend stellen wir auf unserer Website umfangreiche Informationen, FAQs und Hintergründe zur Weidemilch Initiative bereit, um Verbraucherinnen und Verbrauchern eine fundierte Einordnung zu ermöglichen.

Zur Anbindehaltung und Kombinationshaltung

Die dauerhafte Anbindehaltung ist für Alnatura Weidemilch selbsterklärend ausgeschlossen. Gleichzeitig ist uns wichtig, sachlich korrekt einzuordnen, dass im ökologischen Landbau – auch bei den Bio Verbänden Bioland und Naturland – unter klar definierten Bedingungen eine zeitlich begrenzte Kombinationshaltung zulässig ist. Diese ist an enge Vorgaben geknüpft und setzt insbesondere regelmäßigen Weidegang und Zugang zu Außenklimabereichen sowie ausreichend Bewegungsmöglichkeiten außerhalb der Weidezeiten voraus.

Alle Höfe innerhalb der Alnatura Weidemilch Initiative erfüllen mindestens die Anforderungen der EU Bio Verordnung und orientieren sich darüber hinaus an den strengeren Richtlinien der Verbände Bioland und Naturland, aus denen 100% der eingesetzten Rohware stammt. Ziel bleibt es, den Tieren größtmögliche Bewegungsfreiheit zu ermöglichen und Anbindung – wo sie noch vorkommt – auf ein eng begrenztes, klar geregeltes und auslaufendes Maß zu reduzieren.


Freundliche Grüße


Was haltet ihr davon?

Ich gehe kurz meine ursprünglichen Fragen durch:

• Verstehe ich es richtig, dass alle Rinder aus Betrieben, die Alnatura beliefern, Zugang zu 1.000 m² Weidefläche pro Tier haben?

--> Alnatura gibt an, dass "rund 70 %" der Höfe diese Vorgaben einhalten. Das beantwortet zwar, dass offenbar nicht alle Tiere 1.000 m² erhalten, aber nicht, wie viel Prozent der Tiere. Weil Höfe unterschiedlich groß sind, sagt eine Prozentzahl der Betriebe wenig darüber aus, wie viele Tiere denn nun 1.000 m² Weidezugang haben.

Aus meiner Sicht bleibt die Antwort deshalb im Kern unbeantwortet.

• Gibt es diesbezüglich Einschränkungen, z. B. nach Marke, Produkt, Geschlecht oder Alter der Tiere? Falls es Einschränkungen gibt: Welche genau? Können Kunden diese Einschränkungen erkennen – und wie?

Diese Frage wurde nur teilweise beantwortet (Marke und Produkt), aber nicht bezogen auf Einschränkungen nach Geschlecht oder Alter. Teilweise gelten z. B. weniger strenge Weideregeln für männliche Tiere oder für Kälber. Also bleibt diese Frage aus meiner Sicht im Kern unbeantwortet.

• Wenn Betriebe zu den "Alternativen" gemäß Sternchentext gehören: Wie viel Weidefläche steht den Rindern dort mindestens zur Verfügung? Inwiefern unterscheidet sich das von gesetzlichen Mindestanforderungen?

--> Diese Frage wurde aus meiner Sicht nicht beantwortet. "Diese Höfe liegen teilweise knapp darunter oder befinden sich in Umsetzungs- bzw. Ausbauprozessen." Das ist keine konkrete Angabe.

• Wie vielen Prozent der Rinder aus Betrieben, die Alnatura beliefern, stehen pro Tier mindestens 1.000 m² Weidefläche zur Verfügung? Eine ungefähre Größenordnung genügt.

--> Diese Frage wurde aus meiner Sicht nicht beantwortet. Es wurde zwar auf die Prozentzahl der Betriebe eingegangen, aber die Größe der Betriebe kann sich unterscheiden und ist daher nicht aussagekräftig.

• Wenn Rinder laut "Alnatura-Kriterien" min. 120 Tage pro Jahr auf die Weide können, bedeutet das im Gegenschluss, dass sie an mehr als 240 Tagen im Jahr ohne Weidezugang gehalten werden können, also an ca. 2 von 3 Tagen?

--> Alnatura antwortet, dass die durchschnittliche Anzahl der Weidetage bei rund 200 Tagen pro Jahr lägen, mit "sehr hohen täglichen Weidestunden". Das allerdings ist unverbindlich und weicht aus meiner Sicht der Frage aus.

• Nach EU-Öko-Verordnung muss Bio-Milchkühen ein "ständiger Zugang" zu Freigelände bzw. Weideland zur Verfügung stehen, "wann immer die Witterungsbedingungen und jahreszeitlichen Bedingungen und der Zustand des Bodens dies erlauben". Nach meinem Verständnis liegen die "Alnatura-Kriterien" mit min. 120 Tagen pro Jahr á 6 Stunden deutlich darunter. Wie erklären Sie das?

--> Alnatura verweist auf ein Gerichtsurteil. Das ist allerdings älter als die neue Verordnung. Nach dem neuen Text der Verordnung ist aus meiner Sicht durchaus mehr als 120 Tagen zu erwarten.
Mehr dazu: https://www.beck-aktuell.de/heute-im-recht/rechtsprechung/olg-nuernberg-weidemilch-muss-nicht-von-auf-der-weide-gemolkenen-kuehen-stammen-2017-05-24

• Warum wirbt Alnatura mit "Weidemilch" und entsprechendem Foto, wenn Rinder laut Alnatura-Kriterien die überwiegende Zeit des Jahres ohne Weidezugang gehalten werden dürfen? Birgt das nicht die Gefahr, dass Verbraucher hinsichtlich Tierschutz und Umweltschutz ein falsches Bild bekommen?
--> Alnatura schreibt, es wäre ihnen wichtig, "realistisch und transparent" darzustellen, dass Weidehaltung in Mitteleuropa saisonal geprägt sei. "Unserer Auffassung nach entsteht dadurch kein irreführendes Bild, sondern eine differenzierte Darstellung von Tierhaltung unter realen landwirtschaftlichen Bedingungen."
Diese "differenzierte Darstellung" ist aus meiner Sicht trügerisch.

• In den vergangenen Jahren haben einige große Unternehmen aus dem Bio-Bereich aktiv gegen eine gesetzliche Weidepflicht lobbyiert. Hat sich Alnatura an diesen Protesten beteiligt bzw. diese Proteste finanziell oder politisch unterstützt?
--> Alnatura schreibt "[...]Damit beantwortet sich auch die Frage nach einer Lobbyarbeit gegen die Weidepflicht" und bezieht sich dabei auf einen längeren Fließtext, siehe oben. Aus meiner Sicht distanziert sich Alnatura damit von den Protesten gegen eine gesetzliche Weidepflicht. Also beantwortet.

• Schließt Alnatura den Verkauf von Produkten mit Milch aus Anbindehaltung konsequent? Hiermit sind hier sämtliche Haltungsformen gemeint, in denen Rinder regelmäßig und ohne medizinischen Anlass mindestens 2 Tage am Stück angebunden gehalten werden. Falls ja: Wie lauten die konkreten Anforderungen an Lieferanten?

--> Alnatura schreibt, dass "dauerhafte Anbindehaltung [...] selbsterklärend ausgeschlossen" sei. Aber: "Kombinationshaltung" IST zeitweise Anbindehaltung.

Alnatura windet sich aus meiner Sicht um eine klare Antwort und das bedeutet aus meiner Sicht, dass sogar für die "Alnatura Weidemilch Initiative" manche Tiere zeitweise in Anbindehaltung stehen.... während die Werbung aber mit Weiden wirbt und Alnatura "Transparenz" verspricht.

Die Frage wurde also verklausuliert beantwortet.
Aus Expertensicht sind Anbindehaltung und Kombinationshaltung eine der schlimmsten Haltungsformen für Rinder.

Wie seht ihr das Ganze?

2x bearbeitet

Benutzerbild von Friedhelm
vegan538 PostsmännlichBad Münstereifel Level 4
13.05.2026
Ja Kilian. Aus der Antwort geht hervor, dass das mit der Anbindehaltung so ist und ich bin mir nicht sicher, aber du kannst ja auch ein paar Kühe auf die Weide stellen und andere bleiben angebunden im Stall. Nach 1-2 Monaten tauschst du dann. So bleiben die Kriterien erfüllt.

Sehr viel Nebel gemacht. Kenne ich von woanders, will ich aber nicht öffentlich äußern 🤷

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