vegan8.379 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
25.03.2026Ich sehe hier zwei Dinge, die gerade durcheinandergehen:
Zum einen die inhaltliche Frage: Ob und wann Vogelfütterung sinnvoll ist, ist tatsächlich nicht eindeutig geklärt. Es gibt Argumente dafür und dagegen, und selbst Fachleute sind sich da nicht komplett einig.
Zum anderen der Umgangston: Die Diskussion ist zuletzt deutlich persönlicher geworden, und das bringt uns inhaltlich nicht weiter.
Vielleicht können wir das wieder trennen: Argumente zur Vogelfütterung gern weiter sachlich austauschen – mit Quellen oder eigenen Erfahrungen, klar als solche gekennzeichnet.
Persönliche Bewertungen anderer Nutzer helfen dagegen niemandem weiter.
Es ist okay, bei so einem Thema zu unterschiedlichen Einschätzungen zu kommen. Ziel sollte hier sein, voneinander zu lernen, statt sich gegenseitig abzuwerten. 👌
vegan491 PostsmännlichBad Münstereifel Level 4
25.03.2026Über dieses Thema gibt es schon lange (seit meiner ersten Befassung mit diesem Thema vor ca 55 Jahren) in jeder Hinsicht widersprüchliche Ansichten. Deshalb hatte ich mich herausgehalten. Jede(r) sollte es nach Gefühl handeln, denn es scheint nicht klärbar😁
vegan3.224 PostsweiblichLinzLevel 4
25.03.2026@Salma auf der argumentativen Ebene hab ich kein Problem mit Libios Argumenten, auch wenn sie natürlich einseitig sind und einiges nicht berücksichtigen. Wie Friedhelm sehe ich persönlich wenig Sinn darin, darüber als Laien heftigst zu streiten, worüber sich die Fachwelt nicht einig ist.
Anderen Dummheit an den Kopf zu knallen, weil sie nicht der eigenen Überzeugung handeln (wollen), ist aber definitiv unnötig beleidigend.
Und ja, man muss Beiträge von bestimmten Personen nicht lesen, wenn man sonst den Anstand verliert. Sagt Kilian schon seit vielen Jahren
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25.03.2026Also: zum "Vogelfutter auf dem Boden": habe im letzten Sommer unter der Stelle im Garten, über der das große Futtersilo hängt und immer etwas runterfällt, eine Clematis montana an den Fuß des abgestorbenen Kirschbaumes gepflanzt, die jetzt😄toll austreibt (trotz Hühnerscharrens). Zu den Tauben: die kommen zum Futterplatz auf Arbeit. das ist in einem Klinikgelände in der Stadt. So viele sind es nicht. Ich bin froh, dass die, die kommen, ein gutes Futter kriegen (z.B.u.a. Bio-Weizen).
Bis vor 2 Jahren hatte ich da auch immer Enten gefüttert: manche haben sogar an unsere Fenster geklopft... Die Chefin hat es verboten, da die Fenster immer so schmutzig wurden, wenn bei Regen Schlamm hochspritzte (ja, an bestimmten Stellen wuchs halt nicht mehr so viel, wenn durch die Enten dort herumgetrampelt wurde - ich habe die Fenster allerdings geputzt!)-na ja... Und wenn ich mir hier auf den Dörfern die Gärten (ibs. von Neubauten) so anschaue: viel Kirschlorbeer, Forsythie, von denen z.b. Insekten so gar nichts haben, in Folge dessen Vögel also auch nichts..ganz zu schweigen von den vielen Schottergärten!
vegan78 PostsFrankenLevel 3
25.03.2026Meines Wissens nach haben allesfressende Vögel öfters das Problem, dass es einfach nicht mehr genügend Insekten gibt, und den Nachwuchs können sie nicht mit Körnern füttern.
Von daher hilft ihnen, wenn sie ihren eigenen Energiebedarf mit Körner decken können und die Insekten dann besser für den Nachwuchs reichen.
Insekten wiederum gibt es weniger wegen der vielen überdüngten und häufig abgefahren Wiesen als Futterquelle für das Rind. Viele Blumen sind Lebenskünstler die sich nur bei knappem Nährstoffangebot gegen andere Pflanzen durchsetzen können. Bei einer Überdüngung haben sie keine Chance und somit auch die Insekten nicht, die den Nektar benötigen um zu existieren.
Ganz zu schweigen von bodenbrütenden Vögeln wie Kiebitz und Königswachtel (fast ausgestorben).
vegan203 PostsweiblichSoltauLevel 3
26.03.2026Ich schätze es gibt bessere Möglichkeiten Vögeln zu helfen. Man kann das was man an Garten oder Balkon hat möglichst naturnah gestalten.
-kein Gift Die intensive Landwirtschaft setzt den Insekten ohnehin schon genug zu. Das ist auch der Hauptgrund für das Insekten- und Vogelsterben.
-Heimische Blumen anpflanzen die Nahrung bieten
-ehrer einen Kräuterrasen oder Blumenwiese anlegen als einen Rasen der ständig gemäht werden muss
-Vogelnährgehölze pflanzen wie Vogelbeere oder Pfaffenhütchen
Wir haben die Fütterung eingestellt und gestalten den Garten naturnah. Gerade das Thema Krankheitsübertragung ist enorm. Klar kann man die Häuser desinfizieren, aber wer macht das schon jeden Tag?
Das ganze Futter muss auch angebaut werden, wahrscheinlich mit intensiver Landwirtschaft die dann wieder dafür sorgt, dass es weniger Insekten gibt.
01.04.2026Moin!
Meine Meinung dazu ganz kurz: Ich finde es erst mal grundsätzlich immer toll, wenn Menschen anderen Tieren helfen wollen. Aber genau wie bei Hilfe für Menschen ist guter Wille allein in den seltensten Fällen wirklich hilfreich. Wenn man einzelnen Tieren helfen will - unabhängig davon, ob das sinnvoll für den Erhalt der Biodiversität ist - sollte man sich m.E. zumindest auf den einschlägig bekannten Seiten gründlich darüber informieren, wie man das so machen kann, dass es möglichst vielen nützt und möglichst wenigen schadet.
"Ich schätze es gibt bessere Möglichkeiten Vögeln zu helfen. Man kann das was man an Garten oder Balkon hat möglichst naturnah gestalten."
👍 Ganz meine Meinung und danach handle ich auch. Generell finde ich, dass wir Tieren nicht nachhaltig beim Überleben helfen, indem wir sie in Abhängigkeit von uns halten. Wir müssen ihnen Lebensräume zurückgeben, in denen sie selbst wieder gut für sich und ihre Nachkommen sorgen können.
Liebe Grüße,
Iris