Lebenshöfe als Bildungsprojekt und "Zoo-Alternative"?

Erstellt 27.03.2022, von kilian. Kategorie: Tierschutz & Tierrechte. 4 Antworten.

Lebenshöfe als Bildungsprojekt und "Zoo-Alternative"?
27.03.2022
Manche Lebenshöfe schließen Führungen aus, um die Tiere vor dem ständigen Kontakt mit fremden Menschen zu schützen.
Andere setzen besonders stark auf die Interaktion zwischen Tier und Besuchern, damit Menschen mehr über das Leben der Tiere außerhalb der Tierindustrie erfahren.

Wie weit sollten Lebenshöfe ihre Tore öffnen? Wie viel Schutz haben die Tiere verdient?
Wie seht ihr das?
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28.03.2022
Ich denke, das kommt auf die Tiere an, die dort untergebracht sind. Sehr scheue Tiere, die schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, werden sicher eher Probleme mit Besucherscharen haben, als zutrauliche Handaufzuchten. Einige Höfe trennen die Bereiche ab, so dass die ängsichen Tiere keinem Stress ausgesetzt sind.
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29.03.2022
ja Chrissie, so denke ich auch: es muss auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Mitgeschöpfes eingegangen werden. Es gibt ja auch Tiere, die nicht schüchtern sind sondern menschliche Interaktion mögen - nur diese sollten dann von Fremden und auch nur dosiert besucht werden können, während die schüchternen und ängstlichen ihre wohlverdiente Ruhe haben sollten vor menschlicher Bedrängung.


Für uns Menschen ist es toll, den anderen Lebewesen begegnen zu dürfen. Ich habe mal ein 6 Wochen altes gerettetes Bullenkalb/Baby besuchen dürfen. Ich wollte gar nicht nah ran, ihn aus gebührendem Abstand bestaunen. Dann sagte der Tierpfleger, ich solle an ihn ran, er möge es sehr, gekrault zu werden. Das tat ich. Boah - es war soooo eine "göttliche" Begegnung für mich :heart: . Sein großer Brustkorb, wie er sich bewegte beim Atmen, sein Schnaufen. Ich war so berührt, er war so beeindruckend, und auch wenn ich nicht gläubig bin, das war, als ob mir etwas überirdisches/göttliches geschenkt wurde, dass mir die Tränen kamen, auch jetzt noch, wenn ich daran denke. Er drückte fest sein Kinn in meine kraulende Hand. Voller Vertrauen. :heart: Und als ich aufhörte, etwas wegging, kam er hinterher und schubste mich entschieden an, dass ich weitermachen solle. :heart:

Wenn Mensch DAS erleben durfte, kann das sicher einiges bewirken und beim Umdenken helfen. Aber diese Art der Begegnung greift eben nur auf der individuellen Ebene, damit sich bei einzelnen Menschen etwas ändert.


Viel wichtiger ist, dass sich endlich auf politischer Ebene im großen Stil etwas ändert - unseren Mitgeschöpfen auf der ganzen Welt ihre Rechte von uns Menschen zugesprochen bekommen, die sie doch eigentlich naturgegeben schon immer hatten, und die wir ihnen einfach geraubt haben, nur weil wir es können. :|


Ich las von einem Lebendhof mit Kühen, der bewusst Politiker einlädt, um diese in der Begegnung mit den Kühen für Argumente besser erreichbar zu machen. Das finde ich überzeugend! :star:
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29.03.2022
Hallo
ich denke, auch dass das individuell gehandelt werden muss. Ich bin im Großraum Ffm und besuchte ab und zu - also vor Corona- einen Lebenshof mit Hunden, Pferden, Schweinen, Ziegen, Kaninchen, Hühnern in Groß-Auheim. Die haben bzw. hatten vor Corona ein Sommerfest und auch Winterfest, wo viele Leute kamen, aber man kam nicht an alle Tiere ran, bei den Hunden z.B. weil einige nicht sehr gut auf Menschen anzusprechen waren, wer weiß warum, die werden ja teilweise auch aus Italien ins Tierheim gebracht und dann hier weitervermittelt. Sonst habe ich leider noch nicht so viele Lebenshöfe live besucht, eher im Internet gesehen, wie Land der Tiere, Ein bischen Wärme[/b] und Hof Butenland .
1x bearbeitet

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31.03.2022
Übrigens hat das Land der Tiere am 17.07.2022 Sommerfest, falls es jemand interessiert. Für die Berliner und Hamburger ist es ja nicht soweit oder ? Ich bin wahrscheinlich vor Ort , da ich mich dort noch mit ein paar LgL (Laufen gegen Leiden) Leuten treffe und davor einen und danach noch 2 Tage Urlaub an der Elbe mache. Sonst lohnt sich das nicht für mich.


liebe Grüße
METTA
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