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Glücklich sein.

Erstellt 03.08.2019, von anonym. Kategorie: Tierschutz & Tierrechte. 95 Antworten.

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DaisyDuck
06.11.2019
Ich denke der Knackpunkt ist nicht die fehlende Selbstliebe, sondern die eigene Traumatisierung weil wir Zeuge von Gewalt an Tieren geworden sind.

Im Kochen ohne Knochen Heft Nr 29 gab es ein Interview mit der Psychologin Dr. Melanie Joy „Wenn veganes Leben Leiden schafft“ , sie erzählt darin dass viele Veganer traumatisiert sind von der Gewalt an Tieren, die sie gesehen haben. Hier ein Auszug:

„Viele Veganer sind Zeugen von Gewalt gegenüber Tieren, ohne die dadurch erfolgte eigene Traumatisierung zu bemerken. Die Symptome sind sehr vielfältig und zu ihnen gehören Alpträume von Schlachtszenen, fehlende Lebensfreude angesichts des immensen Leids der Tiere und Schuldgefühle, wenn wir uns dann doch amüsieren. Weil wir vielleicht denken, dass wir in Anbetracht des Tierleids gar nicht die Berechtigung haben, uns gut zu fühlen. Wir können daraufhin Zwangsstörungen entwickeln, etwa zwanghaft viel arbeiten, weil wir denken, dass es nie genug ist, und uns selbst überfordern. Es kann auch passieren, dass wir ein sogenanntes „Trauma Narrative“ entwickeln, wodurch wir die Welt als ein riesiges traumatisches Ereignis sehen, in der es nur drei Rollen gibt. Entweder man ist Opfer, Täter oder Held. Je traumatisierten wir sind, desto stärker kategorisieren wir Menschen in eine dieser drei Schubladen und lassen keine Grauzone gelten. Es ist sehr wichtig, dass Veganer dieses „Trauma Narrative“ verstehen, denn es ist ein sehr beziehungsfeindliches Konzept. Es macht es für uns fast unmöglich, Menschen zu lieben, die eine andere Ideologie als wir vertreten. Doch die Welt braucht so viel Liebe wie möglich. Das „Trauma Narrative“ zu erkennen, kann ihnen dabei helfen, sich anderen stärker verbunden zu fühlen, weil wir sehen, dass auch gute Menschen schlechte Dinge tun können, sie das aber nicht in Gänze zu schlechten Personen macht.“
Ende Auszug aus dem Interview.

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PeeBee
06.11.2019
Das eine schliesst das andere doch nicht aus. Wie soll Lenshar seine Traumata überwinden, wenn er sich nicht "wert" genug findet, zufrieden und ggfs. auch glücklich zu sein. Vielleicht ist "Sich selbst lieben" das falsche Wort, und man sage besser "eigene Wertschätzung".

Benutzerbild von Dana
vegan4.743 PostsweiblichSchwarzwaldLevel 4
07.11.2019
Zitat PeeBee:
Liebe Dana,


Darf ich fragen, ob Du dort Urlaub machst??? Es kommen ja immer nur wenige hinein, weil Bhutan nicht von Touristen übervölkert


Urlaub im weitesten Sinne! Ich will halt einfach Land und Leute kennenlernen und das ganze funktioniert am besten per Trekking. In der Tat sind die Zahlen der
Touristen streng reglementiert. Wir haben Tage, da sehen wir keinen einzigen Touristen bzw nicht Bhutaner. Ist natürlich eine ganz besondere Erfahrung. Bei unserem letzten Klosterfest, waren wir die einzigen Touristen. 4 Europäer und sonst nur Bhutaner.
Bild: ohne Beschreibung+




3x bearbeitet

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habanero79
07.11.2019
Das andere Problem ist natürlich, dass ich mich immer sehr unbeliebt in Gruppen mache, wenn ich Probleme anspreche, wie in der Uni oder auf dem Pferdehof, wo ich nunmal nicht einfach zusehe, wenn jemand sein Pferd prügelt und andere es für "Erziehung" halten und ich mich ja wieder nur einmische.

Das kenne ich auch. Von anderen wird man belächelt weil man wieder mal als Moralapostel auftritt. Wie bereits geschrieben, ich hab früher sogar Käfer und Heuschrecken vor meinen "Freunden" gerettet die sie zum Spaß töten wollten. Und das obwohl ich echt Schiss hatte das die Heuschrecke mich beißt (was sie auch versucht hat! ;) ).

Tja, wenn man so emphatisch ist wie wir, dann steht man eben vor dieser Zwickmühle. Entweder handeln und die Konsequenzen ertragen (Moralapostel, Isolation, etc...), oder wegschauen und sich immer Vorwürfe machen weil man eben nicht gehandelt hat...

Ich habe für mich entschieden, dass letzteres mich schlimmer belastet als das Erste. Von daher, bleib wie du bist und vor allem bleib dir treu damit du abends noch mit einem reinen Gewissen in den Spiegel schauen kannst! :thumbup:

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PeeBee
07.11.2019
Das ist gewiss eine tolle Erfahrung, Dana. Kommt Ihr gut mit Englisch durch oder verstehst/spricht Du eventuell sogar die Landessprache?

Weiterhin einen guten Aufenthalt... Und danke fürs Berichten.

Und an alle: Sorry wegen des Off-Topic

1x bearbeitet

Benutzerbild von METTA
vegan4.744 Postsweiblich ObertshausenLevel 4Supporter
07.11.2019
Hallo PeeBee
Bhutan ist ja ein Land wo Glück eine Rolle spielt, somit war es ja nicht direkt off-topic ! :thumbup:

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anonym
07.11.2019
[Post gelöscht]

Benutzerbild von Penedo
vegan13 PostsmännlichNeumarkt i.d. OberpfalzLevel 1
10.11.2019
moin,

als ich vor einigen Jahren in Sikkim, also im Nachbarstaat war, ist mir zu meiner Überraschung
der dort verbreitete Alkoholismus aufgefallen. Sollte man nicht glauben, doch wenn man genauer
hinschaut ergibt sich ein anderes Bild.

Die Briten haben damals reichlich Destillen hinterlassen, wo nach wie vor Hochprozentiges gebrannt wird.

Ich habe mich mit einheimischen Frauen unterhalten, die über die trinkenden Männer klagten, auch
im indischen TV lief eine Doku über das Alkoholproblem in der Bevölkerung in Sikkim, sowohl wie
Bhutan. Viele junge Männer geben sich dem Suff hin - und das ganze läuft aber SEHR versteckt, heisst
öffentlich getarnt. Kinder holen in der Abenddämmerung in Papier eingerollte Pullen...

In einer Lodge wo ich eines Tages frühstückte, kamen z.B. zwei Männer rein und ließen sich große
Schnapsgläser mit Hochprozentigem vollschenken, die sie zweimal auf Ex geleert haben und dann flugs wieder zur Tür raus sind. Einer davon sah mich, blickte mich an und meinte :" We are the cops here!"

Gibt auch immer wieder angetrunkene Reibereien, die meist harmlos sind. Schätze, die vertragen nicht so viel. :crazy:



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PeeBee
10.11.2019
Also von Sikkim habe ich das auch gelesen, von Bhutan allerdings noch nie...

Benutzerbild von Penedo
vegan13 PostsmännlichNeumarkt i.d. OberpfalzLevel 1
10.11.2019
..war im indischen TV,

ich weiss noch wie ich lachen musste, es wurden junge Männer (Bhutan) gezeigt, die stark abhängig waren.
Hirten und einfache Menschen.

es kamen dann Statements wie:"...ja, ich würde schon gerne aufhören zu trinken und in eine Entgiftung. Aber gibt es da auch Alkohol zu trinken...?"

- oder ein anderer:"..ich habe kein Alkoholproblem, ich trinke bloß jeden Tag.."

Nicht dass ich mich hier darüber amüsieren will, ich kenne die Problematik sehr gut, war selber mal abhängig.

Lieben Gruß


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