darf man als veganer blutegel "benutzen"?

Erstellt 23.09.2017, von boherdeel. Kategorie: Tierschutz & Tierrechte. 37 Antworten.

darf man als veganer blutegel "benutzen"?
23.09.2017
Wie seht ihr das? Blutegeltherapie ist ja in der Alternativmedizin ziemlich in. Darf man das als Veganer?
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23.09.2017
Hilft es? Leiden die Tiere dabei?
Wenn die erste Frage eindeutig mit "ja" beantwortet werden kann, und die zweite eindeutig mit "nein", dann würde bei mir Gesundheit vor Prinzipienreiterei gehen.
Im Grunde ist das aber auch so eine typische Frage "was darf man als Veganer?", die jeder für sich selbst beantworten sollte.
1x bearbeitet

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24.09.2017
Danke für deine Antwort.Prinzipienreiterei ist mir ein Greuel. Die Tiere leiden nicht, werden aber hinterher getötet, weil man sie nicht wiederverwenden sollte. Es sind nämlich Fälle beschrieben, wo Auf diese Weise Krankheiten übertragen wurden, daher sollten sie nicht von einem Mensch zum anderen wechseln.
Wie sieht es dann aus?
Es ist nicht so, dass ich hier irgendjemanden auf die Probe stellen will. Ich habe nur schon so häufig sehr extreme Ansichten gehört. Eben das, was du Prinzipienreiterei nennst. Da heisst es dann, dass man entweder alles 100% perfekt macht, oder eigentlich gar kein Veganer ist...... Ich habe daher bisher nicht gewagt, in solchen Kreisen fallen zu lassen, dass ich versuche mich vegan zu ernähren.Da kommt dann nämlich gleich höhnisches Grinsen, weil ich es nicht perfekt mache und auch nicht vorhabe das zu tun. Daher interessiert mich die Meinung halbwegs normaler Veganer sehr. Nehmt es mir bitte nicht übel, wenn ich immer mal so: Darf man das als Veganer - Fragen stelle.
Liebe Grüsse Klaudia
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24.09.2017
Hallo,
es gibt auch in veganen Kreisen alle Arten von Menschen. Angenehme und unangenehme :)
Ich habe oft den Eindruck, dass es bei den vereinzelten (aber umso lauteren) Rechthaber-Veganern gar nicht um irgendetwas Reales geht. Da gehts nur darum, "besser" zu sein und mehr recht zu haben. Aber solche Leute gibts überall.
Kann aus eigener Erfahrung nur sagen: Einfach ignorieren! Man kann ja im stillen Kämmerlein immer noch für sich überlegen, ob an einem Argument "was dran" ist.
Viele Grüße
Kilian
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24.09.2017
Hallo Klaudia,

wenn die Egel hinterher getötet werden, hätte ICH da wohl ein Problem mit, ABER, ich würde es nicht verurteilen, wenn es jemand macht. Jeder muss das für sich selbst entscheiden.

Ich muss viele Medikamente nehmen und nicht alle sind vegan. Damit muss ich auch klar kommen, solange ich sie nehmen muss.

100% vegan geht sowieso niemals, das gibt es nicht.
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24.09.2017
Hallo,

grad zurück vom Wahllokal! Wart Ihr auch alle schon wählen? :wink:

Für mich bedeutet "vegan", mit angemessenem Aufwand ohne Tierprodukte zu leben.
Das schließt für mich ein, dass ich im sozialen Umfeld zu veganer Ernährung stehe und Zutaten checke, mich aber von nichtdeklarierten Zusatzstoffen, möglicherweise unveganen Kupferkabeln, Tierprodukten im Holzleim und dergleichen nicht kirre machen lasse. Aus dem einfachen Grund, weil Perfektionismus viel zu oft zu Resignation führt. Lieber 95% vegan auf Dauer als daran zu scheitern, 100% vegan zu leben.

Ethische Entscheidungen sind zudem ein Privileg der Gesunden. Ich würde von niemandem erwarten, das eigene Leben unter das Leben eines anderen zu stellen. Wenn es um Leben und Tod geht, bleibt wenig Raum für Ethik. Und mit wachsender Zahl der Veganer werden auch die veganen Methoden in der Medizin profitieren. :)

Viele Grüße

Kilian
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24.09.2017
Hallo zusammen,

ich möchte einfach mal ein großes Kompliment an diese Gemeinschaft hier los werden! Ich habe nämlich auch schon oft die Erfahrung gemacht, dass in veganen (und natürlich auch anderen Kreisen) viele Ansichten sehr extrem gewertet werden und dann Menschen ziemlich brachial verbal verurteilt und niedergemetzelt werden...
Und das verträgt sich für mich auch nicht... Tierschutz über alles, aber meine Mitmenschen wie den letzten Dreck behandeln...

Daher finde ich es super, wie ihr hier damit umgeht! :thumbup:

Zum Thema Blutegel muss ich sagen, dass ich persönlich da ein Problem mit hätte, weil ich die Vorstellung, dass die sich an mir festsaugen, schrecklich finde. Aber das ist natürlich ein anderer Grund ;)
Ansonsten denke ich auch, dass gerade beim Thema Gesundheit immer nur eine beschränkte Wahlmöglichkeit besteht... Da sollte ein Mensch, der eine Behandlung nicht benötigt, nie über einen Betroffenen urteilen!

liebe Grüße

Ravena
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24.09.2017
Hallo,

die Wahl habe ich per Brief entschieden und saß mit meinem Sohn in der Caostheorie bei einer veganen "bayrischen" Wiesnbrotzeit. :D

@ Kilian - sehr gut gesagt
So wird einigen lieben Mitmenschen eine Last genommen :thumbup:

@ Klaudia - Glückwunsch zu Deiner Entscheidung, vegan zu leben und Dich nicht von "Überveganern" entmutigen zu lassen. :thumbup:
Die die höhnisch Grinsen, sind die die Wasser predigen und Wein saufen ;)



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24.09.2017
Danke für eure Antworten. Ich bin froh, festzustellen, dass es auch unter Veganern ganz normale Menschen sein können :clap: oder ehe, dass ganz normale Leute alles sein können, was sie wollen. Sogar Veganer....
Ich finde jeder darf seinen Weg finden, wie er diese Welt schützen und Tierleid vermeiden will. :angel:

1x bearbeitet

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24.09.2017
Ich finde es kommt darauf an, wofür die Therapie notwendig ist und ob man das Blut nicht auch über andere Methoden reinigen kann? Ich bin sicher keine vegane Nonne und nehme aktuell auch ein Medikament mit Milchzucker. Trotzdem habe ich ein ganz mieses Bauchgefühl bei der Vorstellung, einen Blutegel das eigene Blut reinigen- und anschließend töten zu lassen. Wieso kann man die Tierchen denn nicht hinterher in 'nem netten Tümpel aussetzen? Und irgendwie ist das mit der Ansteckung an den nächsten Menschen auch interessant gedacht: wenn man den nächsten Patienten über den Blutegel ansteckt, hat man dann nicht auch direkt den Blutegel angesteckt? Ist das okay? Ich bräuchte da für ein Ja zur Blutegeltherapie mehr Informationen.
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