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Partner will dass ich vegan werde

Erstellt 23.03.2021, von Aquila. Kategorie: Off-Topic. 46 Antworten.

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Skadi
24.03.2021
Zitat Aquila:

Ich hatte gehofft, dass es vielleicht einige unter euch gibt, die in einer Beziehung mit einem Omnivor sind und Lösungen gefunden haben. Natürlich verstehe ich das Problem meines Freundes, aber ich kann ihm entgegen kommen und er mir doch auch, oder nicht? Denn im Moment bin nur ich die, die sich verstellt.
Gibt’s irgendwen der Regelungen mit seinem „Allesesser-Partner“ gefunden hat? 😅


Hallo Aquila,

eine Lösung habe auch ich nicht für euer "Problem". Ich bin erst seit letzten November Veganer aber mein Mann isst weiter ganz normal und es klappt alles sehr gut. Vielleicht ist der Unterschied, dass ich es wegen meiner Gesundheit mache und damit auch Tiere und die Umwelt zu schonen finde ich einen positiven Effekt :-)
Ich hoffe und wünsche euch, dass ihr eine Lösung findet :thumbup:

1x bearbeitet

Benutzerbild von bohnenclaudi
vegetarisch22 PostsweiblichRatingenLevel 2
25.03.2021
Ich sehe das ähnlich wie meine Vorredner. Wenn du vegan wirst dann weil DU das möchtest und nicht weil das irgendjemand von dir erwartet..

Benutzerbild von Vegbudsd
vegan2.997 Postsmännlich35708 HaigerLevel 3Supporter
25.03.2021
Bei illegitimem und unerwünschtem Verhalten wird in jeder Gesellschaft/ Gemeinschaft mindesten sozialer Druck ausgeübt, um eine gewünschte Verhaltensänderung zu erreichen. Nur, wenn es um "vegan" geht, scheint das dann zum Problem zu werden.

Benutzerbild von METTA
vegan4.742 Postsweiblich ObertshausenLevel 4Supporter
25.03.2021
Zitat Vegbudsd:
Bei illegitimem und unerwünschtem Verhalten wird in jeder Gesellschaft/ Gemeinschaft mindesten sozialer Druck ausgeübt, um eine gewünschte Verhaltensänderung zu erreichen. Nur, wenn es um "vegan" geht, scheint das dann zum Problem zu werden.


Ich denke, dass kommt daher, weil der Anteil der Veganer und Vegetarier in der Gesellschaft noch zu klein ist um Druck auf andere auszuüben, die meisten Omnivoren fühlen sich " noch" im Recht mit ihrem Verhalten.

Lieben Gruß
METTA

Benutzerbild von Crissie
vegan845 PostsweiblichLevel 4Supporter
25.03.2021
Wenn jemand z. B. mit dem Rauchen aufhört, dann finden das ja alle super, jeder lobt sie/ihn. Viele nerven ihre Partner so lange, bis diese endlich aufhören, das wird aber nicht als Zumutung angesehen, eher wird das Rauchen als Zumutung bewertet. Fleisch und Milchprodukte sind auch gesundheitsschädlich, aber stimmt, viele sagen noch, das müsse jeder für sich allein entscheiden.

Benutzerbild von Sunjo
vegan2.896 PostsweiblichLinzLevel 4Supporter
25.03.2021
Zu den vorangegangen drei Beiträgen von Bohnenclaudi, Vegbudsd und Metta ist mir gerade dieses schöne Zitat wieder in den Sinn gekommen
Zitat Eliezer Yudkowsky:

“You are personally responsible for becoming more ethical than the society you grew up in.”

Sinngemäß: Du bist selbst verantwortlich, ethischer zu werden als die Gesellschaft, in der du aufgewachsen bist.

Also ja, im Falle von Einzelpersonen denke ich nach wie vor, dass das nur aus eigenem innerem Antrieb kommen kann. Wer sich also weder für die "Liebe seines Lebens" noch für die Tiere noch für die Zukunft der Menschheit auf dieser Erde (Stichwort Klimawandel) für eine vegane Lebensweise entschließen kann, der wird zur Entwicklung der Gesellschaft schlicht nichts beitragen. Diese Aufgabe übernehmen dann eben andere. Und nach meinem Empfinden ist ein wachsender Anteil unserer Gesellschaft bereits unterwegs in die richtige Richtung - was wiederum den Druck auf die gesamte Gesellschaft erhöht. Und das wiederum wird die, die sich von selbst nicht weiterzuentwickeln bereit sind, vielleicht auch noch mitnehmen. Vielleicht meldet sich Aquila hier in ein paar Jahren als frischgebackene Veganerin zurück ;-)

Benutzerbild von Vegbudsd
vegan2.997 Postsmännlich35708 HaigerLevel 3Supporter
26.03.2021
Vielleicht meldet sich Aquila hier in ein paar Jahren als frischgebackene Veganerin zurück


... und sie lebten von nun an vegan, glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende und hatten viele liebe und vegan lebende Kinderlein... :D :clap:

Kein Benutzerbild
27 PostsmännlichLevel 2
27.03.2021
Denke eher es wird auf eine Trennung hinauslaufen.


Wenn zwei grundsätzliche Lebensabsichten aufeinander prallen, kann sich einer verbeigen lassen oder man geht getrennte Wege wenn ein Miteinander wie bisher nicht möglich ist.
Die Überzeugung aus eigenem Willen ist ja anders ausgefallen als bei ihrem Freund und scheidet daher ja aus.



Benutzerbild von Salma
vegan2.464 PostsweiblichBerlinLevel 3
27.03.2021
Zitat Crissie:
Wenn jemand z. B. mit dem Rauchen aufhört, dann finden das ja alle super, jeder lobt sie/ihn. Viele nerven ihre Partner so lange, bis diese endlich aufhören, das wird aber nicht als Zumutung angesehen, eher wird das Rauchen als Zumutung bewertet. Fleisch und Milchprodukte sind auch gesundheitsschädlich, aber stimmt, viele sagen noch, das müsse jeder für sich allein entscheiden.


Chrissie, so ein einfacher, aber sinnfälliger Vergleich! :thumbup: Den hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. Ich vermute, Mensch schafft den Transfer nicht genauso. Den qualmenden Partner hat man direkt vor der Nase, man hat Angst um den Partner selber, aber auch, dass durch das Passivrauchen die Kinder oder man selber direkt gesundheitliche Schäden davon trägt.


Beim Konsum von tierischen Produkten bekommt Mensch scheinbar seltener den Transfer bzw. Rückschluss hin, obwohl der "Impact" auf jedes (menschliche wie tierische) Leben sogar viel dramatischer zu bewerten ist:
  • der omnivor Ernährte geht volles Risiko ein, an Krebs zu erkranken (also Eltern wie auch ihre Kinder)
  • der Omnivor arbeitet durch seinen Konsum tierischer Produkte mit am Untergang unserer Welt. (wenig zu Ende gedacht: er vermehrt seine eigene Spezies, ernährt sich und seine Kinder mit tierische Produkten, und will nicht (ein-)sehen, dass er genau auf diese Weise seinen Kindern die Lebensumwelt zerstört, und ihnen damit das Leben erschwert)
  • und zu guterletzt natürlich noch zu erwähnen, aus der Perspektive eines veganen Antispeziesisten: der Omnivor spricht mit seinem Konsum einen direkten Mord-Auftrag aus - läßt Leben für ein bisschen Gaumenkitzel töten, ohne dass es für ihn lebenswichtig wäre.

So, wie man nicht in Gegenwart von Kleinkindern raucht, und Kindern keinen Alkohol gibt, um ihr Leben und ihre Gesundheit zu schützen, so sollte es eigentlich jedem Elternteil wichtig sein, dass sein Nachwuchs gesund ernährt wird und eine gute Chance hat, in einer gesunden, schadfreien Umwelt sein Leben zu leben... Mich macht das sehr traurig.


@Sunjo: Das ist eine super interessante Betrachtung! Danke! Ein bisschen gibt sie mir Hoffnung in meiner Traurigkeit, dass es "die Gesellschaft" trotz individueller "Uneinsicht" schaffen kann, dass sich etwas ändert. So bezahle ich weiterhin gerne an entsprechende Organisationen, damit sie mit ihren Informationskampagnen jene erreichen, die bereit sind, bei sich selber prüfend hinzuschauen. :thumbup:


@Aquila: Mein Freund hat ca. 1,5 Jahre gebraucht, sich mit meiner Tierleidfrei-Überzeugung auseinanderzusetzen und seinen Standpunkt zu hinterfragen. Er empfand Veganismus ursprünglich als "modischen Scheiss". Es waren teilweise schon recht harte Auseinandersetzungen mit vielen Tränen, und auch viel Zweifeln am Sinn unserer Beziehung. Mittlerweile versteht er alle Aspekte voll und ganz, sein Kühlschrank ist tierleidfrei und er empfiehlt dieses Konzept des "Veganismus'" sogar schon Freunden, wenn sie sich über so viel Mißstand in der Welt aufregen. Er ging sogar schon einem vegetarischen Freund den Veganz-Laden zeigen, und dieser Freund war ganz begeistert, dass sich ihm so eine neue Welt aufgetan hat! :heart:



4x bearbeitet

Benutzerbild von Bianca
vegan270 PostsweiblichAppenzeller VorderlandLevel 2Supporter
27.03.2021
Liebe Aquilla,
gerne möchte ich dir einige Gedanken mitgeben, die ich habe, wenn ich deinen Beitrag lese.
Ich kenne die Situation (zum Glück) nicht bezüglich der Veganen Ernährung, hatte aber eine vergleichbare Situation mit einem früheren Partner. Ich war damals schon eher auf dem „Ökotripp“, wollte nachhaltiger leben, Bio kaufen etc. er hatte ne Schwäche für Motorräder, V8 Motoren, Fleisch und möglichst billige Produkte, auch beim Essen, egal wie es produziert ist und wo es herkommt. Das gab viel Konfliktpotential.
Meiner ganz persönlichen Meinung nach funktioniert so eine Beziehung nicht lange, wenn keiner da von seinen Standpunkten abrückt und das sollte aus Einsicht passieren und nicht, weil man sich verbiegt.

Dir jetzt zu sagen, wer von euch beiden meiner Meinung nach noch nicht zur Einsicht gekommen ist, wird dir nichts bringen und du willst das vermutlich auch nicht hören, daher andere Tipps, die euch vielleicht weiterhelfen.

Wichtig finde ich sachliche Argumente genau zu hinterfragen.
Versuch den Bereich „Machtkampf“ da raus zu nehmen. Dass einer von euch beiden mehr/weniger bestimmt, den anderen mehr/weniger akzeptiert und im gemeinsamen Leben mehr/weniger mitreden kann ist der eine Teil und sicher auch wichtig zu diskutieren.
Am Beispiel hypothetischer gemeinsamer Kinder könnte das sein: Welche sachlichen Argumente sprechen für welche Ernährungsform? Falls sich da eine eurer Meinungen herauskristallisieren wird, hat das dann überhaupt nichts damit zu tun, dass einer von euch beiden gewonnen hat, oder mehr zu sagen als der andere, sondern dass ihr gemeinsam das beste für eure Kinder wollt. Ernährung ist ja nur eines von vielen Themen in der Kindererziehung. Vielleicht hat ja der andere von euch beiden bessere Argumente zur Freizeitgestaltung, Schulwahl etc.

Wenn es wirklich nur die Ernährung ist, wo ihr eure Differenzen habt, bekommt ihr das sicherlich hin, wenn ihr aber da beide keinen Kompromiss eingehen könnt/wollt, glaube ich, dass alle anderen Bereiche eurer Beziehung vielleicht doch nicht so perfekt sind, wie sie euch vielleicht erscheinen.

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