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Off-Topic: Das Pendel der Geschlechter

Erstellt 30.05.2026, von PapaLooo. Kategorie: Off-Topic. 7 Antworten.

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Themen-Startervegan120 PostsFrankenLevel 4
Off-Topic: Das Pendel der Geschlechter
30.05.2026
Dieses Thema möchte ich gerne nochmals aufgreifen.
Vorab:
- bitte sachlich bleiben
- bitte Meinungen begründen (z.B. statistisch belegen)

Der Clip muss nicht angeschaut werden, wer will, klicke hier:
https://youtu.be/by9leS-O960

Worum es (mir) geht:
Jahrhunderte, besser Jahrtausende wurden Frauen von Männern unterdrückt. Es ist richtig und wichtig, dass Frauen hier für ihre Rechte einstanden und einstehen und es gibt immer noch viele Länder und viele Bereiche, in denen Frauen eindeutig benachteiligt sind.

Dennoch gerade in Nachtrennungsfamilien (wohlgemerkt die primäre Plicht der Eltern ist sich zusammenzureißen und das eigene Wohl hinter das der Kinder zu stellen), in denen nicht das Wechsel- oder Nestmodell angestrebt wurde, sind Väter eindeutig im Nachteil.

Zur Erklärung Nestmodell: die Kinder bleiben in der Wohnung und die Elternteile geben sich die Klinke in die Hand. Der zweitbeste Fall nach der Familie, die zusammenbleibt.

Bei Reformbestrebungen, wie diesen blieben die Väter gar außen vor: https://www.deutschlandfunk.de/justizministerin-hubig-fuer-co-mutterschaft-bei-lesbischen-paaren-100.html

Nun ist ein Pendel eben ein Pendel, es schwingt mal in die eine, mal in die andere Richtung. Je tiefer die Unterdrückung war, desto höher ist das Bestreben, dass es in die andere Richtung pendeln möge.

Aber: ist es zu weit auf der anderen Seite, wird es früher oder später wieder zurückschwingen. Nochmals: der Wunsch nun am längeren Hebel zu sitzen ist verständlich, aber wirkliche Gleichberechtigung kann nur geschehen, wenn man die Forderungen und Wünsche beider Geschlechter anerkennt.

Eine Ungleichheit wird bleiben ungeachtet aller Bestrebungen, so wünschen Trans-Frauen (also gebürtige Männer) öfters, sich eine Gebärmutter mit einer befruchteten Eizelle einsetzen zu lassen:
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7818101
Aber: das männliche Becken ist zu eng und der Fötus würde durch Immunsuppressiva, die bei solch einer Transplantation erforderlich wären, Schaden nehmen.

Nehmen wir also unsere Verschiedenheit an und versuchen Gleichheit in den Lebensbereichen anzustreben, wo dies möglich ist.

Nochmals die Bitte: bei der Diskussion bitte sachlich bleiben - DANKE!



Benutzerbild von Sunjo
vegan3.240 PostsweiblichLinzLevel 4
30.05.2026
Deinem Wunsch nach Sachlichkeit kann ich leider nicht entsprechen. Du bist ganz klar antifeministisch unterwegs, solange du von einer Benachteiligung von Männern faselst, während wir nach jahrtausenderlanger Bevorzugung von Männern von einer Gleichbehandlung von Frauen in nahezu ALLEN Bereichen des Lebens noch Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte entfernt sind - und du mit deiner Forderung nach mehr Männerrechten und gar Männerbeauftragen (siehe vorheriger Thread) faktisch forderst, die Ressourcen für mehr Frauenrechte faktisch zugunsten Ressourcen für Männerrechte zu verschieben (denn das unser Staat für beides, und zusätzlich Geld locker macht, ist ja wohl eine Illusion).
Warum ich es für völlig richtig halte, dass Männer seltener gleichberechtigt sorgeberechtigt sind, und warum es offensichtlich falsch ist, dass Männerwohl über Kindeswohl stehen sollte, kannst du dem Buch "Wir sind doch alle längst gleichberechtigt" von Alexandra Zykunov entnehmen. Von absichtlicher Underperformance im Haushalt und bei Kindesbetreuung, ebenso wie von keinerlei Beteiligung beim Mental Load (noch während der Beziehung) - weshalb im Falle einer Trennung der Mann auch gar nicht Bezugsperson für das Kind ist - abgesehen, WOLLEN sehr viele Männer gar nicht auf Karriere verzichten und finanzielle Nachteile in Kauf nehmen um dafür mehr Bindung zu ihren Kindern zu haben. Von Gewalt gegen Frau und Kind reden wir da noch gar nicht. Und nein, nur weil ein Mann nur die Frau schlägt oder vergewaltigt und nicht das Kind, würde ich dem Mann trotzdem das Kind nie alleine überlassen. So jemand sollte niemals auch nur die Möglichkeit bekommen, Vorbild für ein Kind zu werden.
Im genannten Buch werden Beispiele genannt, die eindeutig darauf hinweisen, dass Männer in Sorgerechtsstreiten häufiger Recht bekommen, als es für die Kinder gut ist.
Ansonsten sind da auch für alles Statistiken angeführt, so dass zumindest dort die Sachlichkeit und Faktenlage gegegeben ist.

Bei deiner persönlichen Geschichte wächst, je häufiger du über deine vermeintliche Benachteiligung schreibst, der Wunsch, mal die Perspektive deiner Expartnerin und Mutter deiner Kinder zu hören.

Ich bin stinkwütend auf dich und versuche eh schon die ganze Zeit dich zu ignorieren - muss aber leider immer wenigstens einmal klarstellen, dass deine Perspektive einseitig und vermutlich falsch ist.

Benutzerbild von PapaLooo
Themen-Startervegan120 PostsFrankenLevel 4
30.05.2026
Nochmals die Bitte um Sachlichkeit! Wenn ich schreibe, es braucht Frauenrechterinnen in vielen Bereichen (lies es einfach nochmals durch), dann ist das in keiner Weise antifeministisch. Bitte die Emotionen etwas runterregeln.
Meine Ex-Partnerin verließ mich mit den Worten "Du hast keine Fehler, du hast das falsche Geschlecht" Zu meinen Kindern habe ich einen guten Draht und viel Kontakt. Nur schade dass ich mir diesen hart erkämpfen musste (12 Gerichtstermine). Grund die Partnerin meiner früheren Frau schlüpfte in die Vaterrolle und meine Rolle störte da.
Bitte also keine Pauschalisierungen, auch wenn es sie gibt, Väter die ihre Vaterrolle nicht erfüllen.
Also nochmals (ich hoffe, ich muss das jetzt nicht noch öfters wiederholen): der Feminismus ist wichtig und richtig um eine Gleichberechtigung herzustellen. Eine Gleichberechtigung beinhaltet aber auch eine Gleichberechtigung im Umgang mit den Kindern aus gemeinsamer Ehe bzw. Beziehung.

Was ist denn die Ursache deiner Wut? Mal angenommen, du hättest in der Geburtslotterie von deinen Vater nicht das X- sondern das Y-Chromosom bekommen, würdest du dich somit automatisch inkompetenter in Erziehungsfragen ansehen? 😉🙂

1x bearbeitet

Benutzerbild von PapaLooo
Themen-Startervegan120 PostsFrankenLevel 4
31.05.2026
@Sunjo, nun keine Antwort mehr? Was tust Du selbst für Frauen/Mädchen?

- Ich hatte meine Praxis aufgegeben, um meinen Kindern nachzuziehen, musste also nochmals bei Null anfangen.

- Habe meiner Tochter die Ausbildung zur Zirkusartistin finanziert 4 Jahre lang á 7.200€ (sie soll sich verwirklichen, wie sie es will).

- Habe 5 Jahre ehrenamtlich in Indien gearbeitet, wo meine Eltern 1988 ein Hilfsprojekt gegründet haben.


- Dieser Familie habe ich ein Haus finanziert, die Eltern und ihre beiden Töchter müssen nun nicht mehr im Slum leben https://www.ergo-haenle.de/projekte/images/Ergo-Haenle-Haus-Nr-2.jpg

- Mit unseren Projekten haben wir rund 800 Krankenschwestern ausgebildet

- Mit unseren Projekten haben wir 3.800 Näherinnen ausgebildet https://www.ergo-haenle.de/fhaegele/indien/index.html

- Mit unseren Projekten haben wir 125 Solarlampen aufgestellt, wodurch Frauen nachts beim Nachhauseweg von der Arbeitsstelle wesentlich besser geschützt sind.

Benutzerbild von Salma
vegan3.081 PostsweiblichBerlinLevel 4
31.05.2026
Zitat Sunjo:
Deinem Wunsch nach Sachlichkeit kann ich leider nicht entsprechen. Du bist ganz klar antifeministisch unterwegs, solange du von einer Benachteiligung von Männern faselst, während wir nach jahrtausenderlanger Bevorzugung von Männern von einer Gleichbehandlung von Frauen in nahezu ALLEN Bereichen des Lebens noch Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte entfernt sind - und du mit deiner Forderung nach mehr Männerrechten und gar Männerbeauftragen (siehe vorheriger Thread) faktisch forderst, die Ressourcen für mehr Frauenrechte faktisch zugunsten Ressourcen für Männerrechte zu verschieben (denn das unser Staat für beides, und zusätzlich Geld locker macht, ist ja wohl eine Illusion).
Warum ich es für völlig richtig halte, dass Männer seltener gleichberechtigt sorgeberechtigt sind, und warum es offensichtlich falsch ist, dass Männerwohl über Kindeswohl stehen sollte, kannst du dem Buch "Wir sind doch alle längst gleichberechtigt" von Alexandra Zykunov entnehmen. Von absichtlicher Underperformance im Haushalt und bei Kindesbetreuung, ebenso wie von keinerlei Beteiligung beim Mental Load (noch während der Beziehung) - weshalb im Falle einer Trennung der Mann auch gar nicht Bezugsperson für das Kind ist - abgesehen, WOLLEN sehr viele Männer gar nicht auf Karriere verzichten und finanzielle Nachteile in Kauf nehmen um dafür mehr Bindung zu ihren Kindern zu haben. Von Gewalt gegen Frau und Kind reden wir da noch gar nicht. Und nein, nur weil ein Mann nur die Frau schlägt oder vergewaltigt und nicht das Kind, würde ich dem Mann trotzdem das Kind nie alleine überlassen. So jemand sollte niemals auch nur die Möglichkeit bekommen, Vorbild für ein Kind zu werden.
Im genannten Buch werden Beispiele genannt, die eindeutig darauf hinweisen, dass Männer in Sorgerechtsstreiten häufiger Recht bekommen, als es für die Kinder gut ist.
Ansonsten sind da auch für alles Statistiken angeführt, so dass zumindest dort die Sachlichkeit und Faktenlage gegegeben ist.

Bei deiner persönlichen Geschichte wächst, je häufiger du über deine vermeintliche Benachteiligung schreibst, der Wunsch, mal die Perspektive deiner Expartnerin und Mutter deiner Kinder zu hören.

Ich bin stinkwütend auf dich und versuche eh schon die ganze Zeit dich zu ignorieren - muss aber leider immer wenigstens einmal klarstellen, dass deine Perspektive einseitig und vermutlich falsch ist.


vielen dank sunjo 🙏, dass du in die diskussion eingestiegen warst. wie du auch schon erwähntest, hatten wir an anderer stelle bereits zu ebensolchem aufgrund von papaloos beiträgen versucht unsere stellung zu verdeutlichen.


ich empfinde es auch extremst mühselig, darauf nochmals einzugehen, zumal papaloos berichte grundsätzlich dazu sein persönliches, also subjektives erleben darstellen und die schieflage für frauen im grossen und ganzen dadurch meinem eindruck nach verfärbt wird.

auch seine ermahnung, sachlich zu bleiben, empfinde. ich alles andere als hilfreich.

das ist der grund warum ich hier nicht weiter einsteige. ich will meiner aufkeimenden empörung nicht nachgeben. danke dass du nochmals sehr viele aspekte angeschnitten hast. 👍

Benutzerbild von Cassava2
vegan134 PostsweiblichBerlinLevel 4
31.05.2026
Vielen Dank, Sunjo und Salma!

Benutzerbild von Friedhelm
vegan538 PostsmännlichBad Münstereifel Level 4
31.05.2026
Meine Güte
Ich dachte, genau wie du Salma, dass diese Diskussion nun an dieser Stelle beendet sei, denn dafür gibt es ja genügend Foren außerhalb vegpool.
Habe mich erstmal still verhalten und hatte gar nicht mitbekommen dass Sunjo schon gestern geantwortet hatte.
Es mutet imho etwas seltsam an papaloo, wenn du meinst dich und dein Tun hier darstellen zu müssen. Verlange zumindest ich nicht.


Meinungsmäßig bin ich in Einklang mit Sunjo und Salma.
Ich habe viele Dinge anders und gegenteilig als papaloo erlebt, glaube aber nicht dass es Sinn macht das in diesem Forum breitzutreten, weil ich hier (wo es um anderes geht) kein Fass aufmachen möchte.
Ich war aber einfach zu wütend um nicht DIESMAL einmal KURZ meine Meinung (Meinung muss nicht immer sachlich sein) kundzutun.

Benutzerbild von kilian
vegan8.513 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
31.05.2026
Weil ähnliche Grundsatzdiskussionen in der Vergangenheit bereits festgefahren waren und praktisch nur persönliche Zuschreibungen statt konstruktiven Austausch hervorbringen, und weil das Thema hier im Forum auch nicht zentral ist, schließe ich den Thread an dieser Stelle.

Hier gab es in der Vergangenheit bereits Gelegenheit, das Thema und die verschiedenen Meinungen nachzulesen: https://vegpool.de/forum/off-topic/eure-meinung-zum-radikalfeministischen-kollektiv-aus-berlin-3.html

Bitte achtet künftig darauf, Diskussionen sachlich zu führen und andere Nutzer nicht pauschal oder unterschwellig abzuwerten – unabhängig von der jeweiligen Position.

Dieses Thema wurde geschlossen.

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