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Eure Meinung zum radikalfeministischen Kollektiv aus Berlin?

Erstellt 26.10.2025, von Maeusekot. Kategorie: Off-Topic. 32 Antworten.

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Benutzerbild von PapaLooo
vegan93 PostsFrankenLevel 3
14.04.2026
nochmals und bitte genau lesen:

Der Feminismus ist gut und richtig, wenn dieser die Gleichberechtigung anstrebt. Wenn er aber über dieses Ziel hinaus schießt, dann wir er radikal. Ich war meinen Kindern immer ein guter Papa, aber man hat mir dies sehr schwer gemacht. Naturgemäß durchschaue ich Intrigen sehr schlecht, besser gesagt fast nicht. Aber zurückblickend war ich eben als Erzeuger und Befruchter gedacht und 3 Tage nachdem das Ziel erreicht war (3 Kinder), hatten mich die beiden Frauen aus der Partner und Papa-Rolle gedrängt, wo und wie es nur ging.

Die Dominanz über den Mann anzustreben, das ist der Radikal-Feminismus (Thema, nicht aber des Feminismus - auf diese Unterscheidung lege ich Wert), und das ist nicht minder schlecht als andere Formen der Extreme, in denen einfach über andere Interessen - vor allem auch die der Kinder - hinweggegangen wird. Leider kein Einzelfall.


Und wenn man mir hier immer wieder kommt mit: "Das gehört hier nicht rein" dann kommt mir das vor wie ein Mundtot-Machen, denn denn sonst ein Vortag diesbezüglich hier im Forum für ein halbes Jahr stehen geblieben sein, wenn dieser OffTopic ist und hier nicht erwünscht wird?

Nein über eine Verärgerung bin ich längst hinweg, in der Sache und um der Gerechtigkeit willen war ich unnachgiebig, nun aber wünsche ich mir ein Umdenken und eine Fairness was die Erziehungszeiten betrifft. Das hier eine Gleichberechtigung herrsche, ist bloße Augenwischerei:

Das bedeutet, dass die allermeisten Kinder nach einer elterlichen Trennung oder Scheidung im Residenzmodell bei einem hauptverantwortlich betreuenden Elternteil aufwachsen, in 85 Prozent ist das die Mutter (Statistisches Bundesamt 2023b)

Quelle:
https://www.dji.de/themen/trennungskinder/als-familie-verbunden-bleiben.html

Für eine Gleichberechtigung sind das genau 35% zu viel. Mal nebenbei: wieso wird nicht standardmäßig das Wechsel- oder Nestmodell angestrebt?


Wieso sind Familienämter fast ausschließlich von Frauen geleitet, wenn ich irgendwo für eine Parität wäre, dann hier, denn es betrifft exakt zu 50% Mütter und Töchter und zu ebenfalls exakt zu 50% Väter und Söhne. Und wenn eine Familienministerin bekennende Feministin ist, dann gehört genau so ein bekennender Maskulinist da hin. Oder aber besser keines von beiden, denn wenn man den Maskulinismus schlecht redet, und zugleich den Feminismus gut redet, sieht man die Sache einseitig gewichtet, also sexistisch.


Mit etwas Ambiguitiätstoleranz könnten beide Geschlechter zusammenfinden, das ist nicht allzu schwer, man muss sich einfach nur mal ernsthaft in den anderen hineinzuversetzen.

Und um den Bogen zurückzuschlagen:


Daran fehlt es doch generell: nicht nur bei Mann versus Frau, sondern auch bei Mensch versus Tier.

Benutzerbild von Friedhelm
vegan509 PostsmännlichBad Münstereifel Level 4
14.04.2026
Zweimal habe ich (wir sind von 2001 - 2018 neunmal in zwei Bundesländern umgezogen) erlebt, dass ein Jugendamt von einem Mann geleitet wurde.
Beides war ein Totalversagen. NICHT NUR AUS MEINER SICHT. Beide sind entfernt worden.

Und jetzt bin ich aus diesem Thema raus.
DAS IST EIN VEGANES FORUM.
Mehr sage ich nicht mehr dazu. Auch wenn es mich aufregt.

Deshalb bin ich auch noch moderat.

Benutzerbild von Libio
vegan2.419 PostsweiblichBERLINLevel 4
14.04.2026
@Papa Loo
die Threaderstellerin wurde vom Forum ausgeschlossen, weil sie permanent Offtopic schrieb. Threads werden im Allgemeinen auch nicht gelöscht, sondern nach ca 2 Jahren Inaktivität geschlossen. Die waren hier noch nicht um.

Mal nebenbei: wieso wird nicht standardmäßig das Wechsel- oder Nestmodell angestrebt?


Weil das nicht immer im Interesse der Kinder wäre, sondern im Interesse der Eltern. Oder würdest du gern jede Woche umziehen? Zwischen 2 verfeindeten Eltern? Ohne ein festes zuhause, jede Woche ein anderes Kinderzimmer, anderes Essen, andere Erziehungsmethoden?


So, ich bin jetzt auch hier raus, weil es kein veganes Thema ist.

1x bearbeitet

Benutzerbild von Salma
vegan3.071 PostsweiblichBerlinLevel 4
14.04.2026
ich finde es ja immer horizonterweiternd, mich in bereichen zu belesen, in denen ich nicht firm bin.
dieses artikel fand ich erhellend:
https://www.spiegel.de/geschichte/feminismus-ein-leben-ohne-maenner-der-aktuelle-trend-hat-historische-wurzeln-a-03630965-8249-484d-b2b1-be29e2215f26

ps: das wort radikal mag ich, denn es bedeutet: von der wurzel her - und mehr auch wieder nicht...

Benutzerbild von PapaLooo
vegan93 PostsFrankenLevel 3
15.04.2026
Zitat Libio:
@Papa Loo
die Threaderstellerin wurde vom Forum ausgeschlossen, weil sie permanent Offtopic schrieb. Threads werden im Allgemeinen auch nicht gelöscht, sondern nach ca 2 Jahren Inaktivität geschlossen. Die waren hier noch nicht um.

Mal nebenbei: wieso wird nicht standardmäßig das Wechsel- oder Nestmodell angestrebt?


Weil das nicht immer im Interesse der Kinder wäre, sondern im Interesse der Eltern. Oder würdest du gern jede Woche umziehen? Zwischen 2 verfeindeten Eltern? Ohne ein festes zuhause, jede Woche ein anderes Kinderzimmer, anderes Essen, andere Erziehungsmethoden?


So, ich bin jetzt auch hier raus, weil es kein veganes Thema ist.

Im Nestmodell müssten Kinder überhaupt nicht umziehen, sie bleiben in der Wohnung, die Eltern wechseln ab.
Im Interesse der Kinder ist, dass sie gleichermaßen Kontakt zu ihren Eltern haben.


Zitat Friedhelm:
Zweimal habe ich (wir sind von 2001 - 2018 neunmal in zwei Bundesländern umgezogen) erlebt, dass ein Jugendamt von einem Mann geleitet wurde.
Beides war ein Totalversagen. NICHT NUR AUS MEINER SICHT. Beide sind entfernt worden.

Hoppla, wo ist nun mein Post hin?
Dies bitte ich mit Statistiken zu unterlegen, also ein Link wäre hilfreich.
Zitat Salma:
ich finde es ja immer horizonterweiternd, mich in bereichen zu belesen, in denen ich nicht firm bin.
dieses artikel fand ich erhellend:
https://www.spiegel.de/geschichte/feminismus-ein-leben-ohne-maenner-der-aktuelle-trend-hat-historische-wurzeln-a-03630965-8249-484d-b2b1-be29e2215f26

ps: das wort radikal mag ich, denn es bedeutet: von der wurzel her - und mehr auch wieder nicht...

Das sei ihnen ja auch vergönnt, warum nicht?
Das gleiche sei auch Männern vergönnt, die es so wollen.

Gut also wenn Feminismus keine Bestrebung hat, sich über die Männer zu stellen, dann hat also der Maskulinums ebenfalls kein Bestrebung sich über die Frauen zu stellen. Richtig?

Wenn es bekennende Feministinnen in der Politik braucht, dann braucht es also auch bekennende Maskulinsten in der Politik? Richtig?

Frage, kennst du Frauen, die ebenfalls 20 Monate schlecht bezahlte Fronarbeit (Zivildienst) für den Staat leisteten. Kennst du Frauen, die von dieser Fronarbeit getürmt waren (wie mein Zivi-Kollege) und dann als "Fahnenflüchtig" galten?

Und kennst du es, wenn sich ein Junge mal weh tut, (ich schnitt mich beim Schnitzen in den Finger), dass dann schnell gesagt wird: Jungs weinen doch nicht. Weil man seine Gefühle eben nie zeigen solle. Mein Onkel der mir dies damals sagte stürzte sich unlängst aus einem Fenster und starb kurz darauf im Krankenhaus. Weshalb wohl ist die Suizidrate bei Männern ungleich höher?

Kurzum: ich sehe durchaus in der Gesellschaft viele Benachteiligungen von Frauen und auch von Männern. Und es ist Asperger-Spezifisch, dass Identifikationen bei mir egal mit was, wenig ausgeprägt sind, was bedeutet, ich sehe die Welt eher aus sachlicher, als aus emotionaler Perspektive.



3x bearbeitet

Benutzerbild von PapaLooo
vegan93 PostsFrankenLevel 3
15.04.2026
Zunächst mal die Rubrik [Off-Topic] sollte ja eben Off-Topic-Angelegenheiten vorbehalten sein und hier nehme ich mir mal raus, etwas zu posten, was nicht explizit mit Tierrechten zu tun hat. Des weiteren sehe ich Homo Sapiens auch nur als einen Zweig des Evoltuions-Stammbaumes an und nicht als etwas grundlegend neues und anderes.


Und noch ein Post zum Letzen Beitrag zur Klarstellung:

In Familienämtern und Familienministerien braucht es meiner Meinung nach keine Feministinnen (somit auch keinen Maskulinsten), sondern Menschen die sich geleichermaßen um die Belange von Vätern und Müttern von Söhnen und Töchtern kümmern.

In der Antidiskriminierungsstelle braucht es durchaus Feministinnen, sowie Personen, die sich um Benachteiligung von Männern kümmert, so etwas wie:

Genehmigungspflicht: Männer im Alter zwischen 17 und 45 Jahren müssen sich grundsätzlich eine Genehmigung des zuständigen Karrierecenters der Bundeswehr einholen, wenn sie die Bundesrepublik Deutschland für einen Zeitraum von mehr als drei Monaten verlassen wollen.


Die Benachteiligung bei Familienentscheiden gehört mit dazu.

In der Regel, wenn sich Männer mal beklagen, dann nennt man das "rumjammern" bei Frauen wird es ernst genommen. Und wenn hier jemand schreibt, dass ihn dieses Thema so antriggern würde, aber zugleich immer von Einzelfällen auf die Gesamtsituation schließt, dann doch weil der Blick fürs Große und Ganze verstellt ist.

Benutzerbild von Blaustern
vegan205 PostsweiblichSoltauLevel 3
15.04.2026
Ich kann nicht auf alles eingehen, aber ein paar Gedanken sind mir dazu gekommen.

- Die Suizidversuche sind bei Männer und Frauen etwa gleich hoch. Bei Männern sind sie öfter "erfolgreich". Das liegt aber eher an den Methoden. Frauen wählen häufiger Wege bei denen man noch eingreifen kann, wenn man sie rechtzeitig findet.
- Es ist schrecklich, wenn man Jungs gewisse Dinge abspricht. Es wird oft von Eltern nicht gerne gesehen, wenn ein Junge Ballett machen will. Jungs sollten weinen dürfen, wenn sie sich weh tun. Das ist eine normale Rekation. Hier würde Feminiumus beiden Seiten gut tun. Das Bild vom starken Mann als Beschützer ist doch nicht mehr zeitgemäß, aber in vielen Köpfen noch so drin.
- Frauen werden oft in mit Beschwerden nicht ernst genommen. Krankheiten werden nicht als solche erkannt, Wechseljahre werden oft damit abgetan, sie solle sich nicht so anstellen etc.
- Forschung ist auf Männer ausgelegt. Das ist gar nicht mal eine böse Absicht. Es passiert einfach, weil Männer in der Forschung deutlich häufiger sind und damit die Norm gesetzt wird. Ein Crashtestdummy hat die durchschnittlichen Maße eines Mannes, Medikamente werden in ihrer Dosierung häufiger auf Männer ausgelegt etc. Die Liste der struktuellen Benachteiligung lässt sich sicher endlos fortsetzen. Die Vorteile nicht von der Bundeswehr eingezogen zu werden, wiegt das jetzt nicht so aus. Zumal ich auch nicht möchte, dass das meinem Mann passieren soll.

Benutzerbild von PapaLooo
vegan93 PostsFrankenLevel 3
16.04.2026
Zitat Blaustern:
Die Vorteile nicht von der Bundeswehr eingezogen zu werden, wiegt das jetzt nicht so aus. Zumal ich auch nicht möchte, dass das meinem Mann passieren soll.

Dann erinnere ich mal an das Massaker von Srebrenica(1995) Bosnienkrieg:

Nachdem bosnisch-serbische Truppen unter dem Kommando Srebrenica einnahmen. Dort befanden sich tausende bosniakische Zivilisten, die Schutz bei niederländischen UN-Blauhelmsoldaten suchten. Nach der Einnahme der Stadt kam es zur systematischen Trennung der Bevölkerung: Frauen, Kinder und ältere Menschen wurden evakuiert und in Bussen in Sicherheit gebracht. Männer und männliche Jugendliche hingegen wurden ausgesondert, obgleich noch Platz in den Fahrzeugen vorhanden war, wurden sie nicht mitgenommen, sondern zurückgelassen und den Angreifern überlassen.
In den darauffolgenden Tagen wurden mehr als 8.000 bosniakische Männer und Jungen ermordet. Warum? Weil ein Männer-Leben in der Regel weniger Wert ist.

Benutzerbild von Veganer97
vegan28 PostsmännlichKölnLevel 2
16.04.2026
Was ich schwierig finde: aus einzelnen Beispielen oder sehr zugespitzten Fällen (egal ob Männer oder Frauen) direkt auf „den Wert eines Lebens“ oder eine grundsätzliche Abwertung zu schließen. Das greift meistens zu kurz.

Eigentlich zeigt die Diskussion eher, dass beide Seiten Probleme haben und dass extreme Positionen (egal in welche Richtung) selten weiterhelfen.

Benutzerbild von PapaLooo
vegan93 PostsFrankenLevel 3
16.04.2026
Ich hoffe ich kriege das jetzt mal mit dem diktiermodus hin.


Ja danke für den Einwand und richtig "in der Regel" ist verkehrt gewesen.


Sehen wir mal beide Geschlechter wie Spiegelbilder voneinander.

Sehen wir mal dann die Aussage an:

(1) Der Feminismus hat keinerlei Bestreben, sich über die Männer zu erheben.


Halten wir den mal den Spiegel vor, dann haben wir die Aussage:


(2) Der Maskulinismus hat keinerlei Bestreben, sich über die Frauen zu erheben.


Nun neigt man in unserer Gesellschaft gemeinhin dazu zu sagen (1) ist wahr und (2) ist falsch.

Dies wird in der Regel gar nicht hinterfragt.


Wenn wir es nun anders sehen:


(1) Der Maskulinist versucht, die Frauen zu dominieren.


Und im Spiegel:


(2) Die Feministin versucht, die Männer zu dominieren.

Hier haben in unserer Gesellschaft wieder gemeinhin das (1) ist richtig und (2) ist falsch


Eine weitere Aussage:


(1) Den Feminismus zu kritisieren ist frauenfeindlich.


Und das Spiegelbild:


(2) Den Maskulinismus zu kritisieren ist männerfeindlich.

Hier haben wir wiederum in der allgemeinen Wahrnehmung das (1) ist richtig und (2) ist falsch.

Ich bin Vater von zwei Töchtern wir sind die Frauenrechte sehr sehr wichtig.

Zugleich beobachte ich eine zunehmende ungleichgewichtung in unserer Gesellschaft.


Und wenn ein Pendel zu sehr in die eine Richtung schwingt dann schwingt es eben irgendwann genauso weit in die andere Richtung.


Beiden Geschlechtern wäre gut getan, das Pendel gemeinsam in der Mitte anzuhalten.


Und das ist hier meine Ansinnen.



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